Gemeindetage 23-24. Mai 2009
Ich glaube ich bin jetzt am Wochenende (23-24. Mai) das erste mal bei den "Gemeindetagen" gewesen. Genauer gesagt war ich bei zwei von vier Programmeinheiten dabei und möchte kurz darüber berichten.
Die Gemeindetage sind eine Großveranstaltung, die vom Missionswerk Siloah und ihren Unterstützergemeinden (Evangelisch-lutherische Brüdergemeinden) organisiert wird. Dieses Jahr waren die Gemeindetage in Salzkotten (nahe Paderborn). Dort gibt es die große Sälzerhalle, mit ca. 1500 Plätzen. Diese waren auch so gut wie alle besetzt... (Wenn ich genauere Zahlen bekomme, wird das korrigiert.) Es waren also sehr viele Menschen da - erfreulicherweise auch viele Jugendliche und einige, die ich kenne. So gab es ein schönes Wiedersehen einiger Bekannten und natürlich schöne Gespräche.

Gemeindetage Paderborn 2009
Das Thema der Gemeindetage war "Gemeindewachstum". Die Themen für die Einzelveranstaltungen klangen auch sehr interessant, waren dann aber teilweise doch etwas enttäuschend:
1. Die erste Einheit (vormittags) habe ich versäumt und kann deshalb nicht viel dazu sagen. Themen und Redner waren Karl Gräfenstein - "Wachstum um jeden Preis?" und Viktor Hempel - "Wachstum durch aktives Gebetsleben". Ich habe nur von einem Freund mitbekommen, dass die zweite Predigt für ihn bewegend war.
2. Abends sollte es dann eine evangelistische Einheit geben. Zuerst gab es ein krasses Zeugnis von einem Bruder, der durch Gottes übernatürliches Wirken aus der kriminellen Laufbahn und dem physischen Tod entrissen wurde. Anschließend gab es eine Predigt unter dem Thema "Wachstum durch Buße und Bekehrung" von Ferny Jägle (einem Missionar aus Frankreich). Meines Erachtens war die Predigt zu lang (1,5 Stunden) - sehr viele haben abgeschaltet oder sich unterhalten - und zu wenig evangelistisch. Positiv fand ich dagegen, dass sie durch einige Geschichten anschaulich und für Christen (die meisten Besucher zählen sicher dazu) herausfordernd war. Ein Punkt der mir wichtig geworden ist: Gemeindewachstum fängt in der Familie an.
3. Am Sonntag Vormittag haben drei Brüder gesprochen:
A) Viktor Gräfenstein - "Wachstum durch Verkündigung und Leben der Gemeinde: Viktor hat betont, dass Gottes Wort ohne Abstriche gepredigt werden sollte.
B) A. Teysch - "Wachstum durch Förderung der jungen Generation": Hier habe ich etwas ansprechendes für die Jugendlichen erwartet. Es ging aber um die Kinder und die Vorbildfunktion der Eltern.
C) W. Wirtz - "Gemeindewachstum durch das Wirken nach außen": Auch hier habe ich mir unter dem Thema etwas anderes vorgestellt - anstatt von missionarischen Impulsen, sprach der Bruder über den Kern des Glaubens (Golgatha), die Einheit der Christen usw.
4. Am Sonntag Nachmittag haben wir Gifhorner eine Gemeinde in Paderborn besucht und waren deshalb nicht bei der letzten Einheit dabei: Georg Ballardt - "Gemeindewachstum fängt bei der Gemeindeleitung an" und Wolfgang Nestvogel - "Motivation für Wachstum aus der Heiligen Schrift". Auch diese Vorträge klingen sehr interessant - ich werde sie sicher nachhören (durch die bestellte mp3-CD möglich).
Leider hatte ich keine Kamera mit, sodass ich kein Foto machen konnte. Wenn ich eins finde, wird es nachgeliefert.
Alles in allem war die ganze Veranstaltung sehr "ernst", organisatorisch eine gute Leistung, vom Thema her eigentlich interessant, für rd. Brüdergemeinden traditionell, für viele bestätigend und für viele Jugendliche nicht ansprechend. Deshalb bete ich dafür, dass das nächste mal auch junge Brüder predigen dürfen...
Gerne dürft ihr einen Kommentar schreiben, wie ihr die Gemeindetage empfunden habt... Einfach oben auf "x Kommentare" klicken...
Führungsprinzipien auf den Punkt gebracht
Eigentlich war es nur ein Kauf nebenbei. Ich meine das Buch "Die Kunst des Führens - Meine Führungsprinzipen auf den Punkt gebracht" von Bill Hybels. Aber seitdem ich es angefangen habe zu lesen, bin ich Feuer und Flamme davon.
Kurz und knapp wird auf wenigen Seiten ein praktisch-anwendbares und vor allem nützliches (wenn nicht so gar notwendiges) Leitungsprinzip nach dem anderen vorgestellt, veranschaulicht und wichtig gemacht. Besser kann man es wohl nicht machen.
Deswegen möchte ich es euch auch ans Herz legen - wenn ihr irgendwo Leiter oder Mitarbeiter seid - irgendwo Verantwortung tragt, dann wird euch dieses Buch helfen eure Aufgabe besser zu machen. Die 16,95 Euro ist das Buch wert! Hier gibt es eine sehr gute Leseprobe mit Inhaltsverzeichnis und etc.
Das Lamm
Mal wieder ein Video.
Sehr ergreifend... auch wenn Karfreitag und Ostern um sind...
Gott und die Verantwortung für das Böse
Ein paar Gedanken aus der predigt über Jakobus 1,13-18:
13 Wenn ein Mensch in Versuchung gerät, soll er nicht sagen: »Gott hat mich in Versuchung geführt.« So wie Gott nicht zum Bösen verführt werden kann, so verführt er auch niemand dazu.14 Es ist die eigene Begehrlichkeit, die den Menschen ködert und einfängt. 15 Wenn jemand ihr nachgibt, wird die Begehrlichkeit gleichsam schwanger und gebiert die Sünde. Und wenn die Sünde ausgewachsen ist, bringt sie den Tod hervor. 16 Meine lieben Brüder und Schwestern, lasst euch nicht irreführen! 17 Lauter gute Gaben, nur vollkommene Gaben kommen von oben, von dem Schöpfer der Gestirne. Bei ihm gibt es kein Zu- und Abnehmen des Lichtes und keine Verfinsterung. 18 Aus seinem freien Willen hat er uns durch das Wort der Wahrheit, durch die Gute Nachricht, ein neues Leben geschenkt. So sind wir gleichsam die Erstgeborenen seiner neuen Schöpfung.
Im Text geht es hier um die Infragestellung des guten Charakter Gottes!
1. Das ist der Charakter des Teufels: Er will uns von dem Vertrauen gegenüber Gott weg, gegen Gott aufbringen. Wir sollen schlecht von ihm denken. Meinen, dass er uns vergisst, es schlecht führt usw. Der Satan stellte schon im Paradies die Güte Gottes infrage: "Gott möchte nicht, dass ihr so seid wie Gott, deshalb hat er euch dies verboten." "Gott möchte euch etwas vorenthalten". Genauso heißt es heute: Das was du Sünde nennst, ist doch nicht schlimm...
2. Manchmal geschehen schreckliche Dinge. Ein plötzlicher Unfall und jemand aus der Familie wird verletzt. Oder plötzlich wird ein lieber Mensch schwer krank. Eine Trennung von einem Menschen. Oder etwas anderes schreckliches passiert. Dann bekommen Menschen plötzlich diesen Gedanken: Warum hast du das getan Gott? Warum Gott? Der Satan möchte, dass wir Gott die Schuld dafür geben. Bei allen schrecklichen Dingen wird nach Gott gefragt (11.09. WTC, Amoklauf usw.) und er indirekt schlecht gemacht... Aber in Gott ist doch nichts Böses, sodass er uns gerne leiden sehen würde. Gott weint über das Unrecht und das Leid. Ich bin mir sicher - Gott weint mit uns.
3. Niemand kann sagen: „Ich bin halt so! Gott hat mich doch so gemacht! Das ist eben mein Temperament... Ich bin doch auch bloß ein Mensch... Mann... Frau!“ Wer so redet, schiebt die Schuld von sich weg – auf Gott, auf Umstände, auf seine Veranlagung, oder auf den Teufel. Auch Adam hat das getan (1. Mose 3,12): Die Frau, die du mir zugesellt hast, gab mir von dem Baum, und ich aß. Wir schieben die Schuld gerne auf andere. Aber wir sollten uns das für das ganze Leben merken: Wir dürfen Gott niemals für unsere Sünde verantwortlich machen, auch wenn die Lebenssituation noch so schlimm ist.
4. Die Wahrheit ist: Gott ist überaus gut! Gott schenkt gerne. Er segnet uns von Herzen gerne. Er versorgt uns mit Nahrung. Er schenkt Gesundheit. USW. Gott schenkt Intelligenz und Schönheit – so viel wie er es für richtig hält. Hadert nicht gegen Gott. Ich will nicht verheimlichen: Gott tut auch so manches, was in unseren Augen nicht gut aussieht. Aber wir denken an die dummen Schafe. Der gute Hirte weiß, wann er die Schafe züchtigen muss. Gott ist gut. Und er gibt nur Gutes. Er ist der Schöpfer dieser wundervollen und einzigartigen Welt. Doch die größte Gabe, woran wir seine Güte und sein wundervolles Wesen sehen können ist Gottes Erwählung - sein Heilswille und vollzogener Rettungsplan.
Gott ist so unendlich gut. Ich hoffe wir können immer mehr über Gott staunen und ihn bewundern.
Was könnte Gott aus deinem Leben machen…
... wenn du ihn nur Herr sein ließest ganz und gar.
"Es wird erzählt, dass Mendelssohn einmal nach Freiburg kam, um sich im Münster die große Orgel anzusehen. Der alte Küster verweigerte ihm die Erlaubnis, auf dem Instrument zu spielen; denn er kannte ihn nicht. Schließlich erklärte er sich widerstrebend bereit, ihn ein paar Takte spielen zu lassen. Mendelssohn nahm auf der Orgelbank Platz, und schon brach brausend die herrlichste Musik aus dem königlichen Instrument hervor.
Der Mann war sprachlos vor Staunen. Er kam heran und fragte den großen Musiker nach seinem Namen. Als er hörte, wen er vor sich hatte, stand er tief betroffen da und machte sich bittere Selbstvorwürfe. „Wie konnte ich Ihnen nur die Erlaubnis zum Spielen auf dieser Orgel verweigern!“
Jesus ist es, der unser Leben habe und darauf „spielen“ möchte. Aber wir verweigern uns ihm und wollen es ihm nicht erlauben. Dabei würde er unseren Herzen eine himmlische Musik entlocken, wenn wir uns ihm nur ausliefern würden."
Was könnte Gott aus deinem Leben machen,
wenn du ihn nur Herr sein ließest ganz und gar.
Vertrau dich ihm an, und du wirst sehen,
und du wirst sehn, der Herr führt wunderbar.
