Für Gott brennen

Der Ausdruck ist natürlich nicht wörtlich gemeint, sondern im Sinn von „Gott hingegeben“ oder „eifrig für Gott sein“. Das Zitat von Augustinus ist ziemlich bekannt:

In dir muss brennen, was du in anderen entzünden willst.

Ich möchte für Gott brennen und andere Menschen mit seiner Liebe anzünden!

flamme

Der junge Missionar Jim Elliot – er war erst neunundzwanzig Jahre alt, als er sein Leben bei den Aucas verlor – schrieb folgende Worte in sein Tagebuch:

1) „Der ist kein Tor, der hingibt, was er nicht behalten kann, auf dass er gewinne, was er nicht verlieren kann.“

2) „Herr, zünde an den toten Reisighaufen meines Lebens, gib, dass ich aufflamme und für Dich verbrenne. Verzehre mein Leben, Herr, denn es ist Dein. Ich trachte nicht nach einem langen Leben, sondern nach einem erfüllten, gleich Dir, Herr Jesus“

3) „Durchtränke mein Wesen mit dem Öl Deines Heiligen Geistes, auf dass ich aufflammen kann. Aber eine Flamme ist vergänglich, oft von kurzer Lebensdauer. Kannst du das ertragen, meine Seele – ein kurzes Leben? In mir wohnt der Geist jenes Großen, dessen Leben so kurz war und den der Eifer für das Haus des Herrn verzehrte. Flamme Gottes, lass mich dein Brennstoff sein.“

4) „Vater, lass mich schwach sein, auf dass ich die Kraft verliere zum Umklammern von weltlichen Dingen. Mein Leben, mein Ansehen, mein Besitz – Herr, nimm von mir die Neigung meiner Hand zum Ergreifen und Festhalten. Ach, Vater, dass doch von mir wiche das Verlangen schon nach dem bloßen Streicheln. Wie oft habe ich den festen Griff gelockert, nur um mir das zu erhalten, was ich in harmlosem Verlangen so sehr schätzte – das liebkosende Berühren. Nein, öffne vielmehr meine Hand zum Aufnehmen des Kreuzigungsnagels, Vater, wie die Hand Jesu Christi – auf dass ich, indem ich alles loslasse, selber losgelassen werde, los von allem, was mich jetzt noch bindet. Auch bei Jesus war das Sehnen und Trachten auf den Himmel gerichtet, ja, auf die Einheit mit dir, Vater, nicht auf Dinge, die man umklammert. So gib denn, Vater, dass ich loslasse.“

Erste Beerdigung

Beerdigung

Heute habe ich das erste mal „als Prediger“ an einer Beerdigung teilgenommen. Ich durfte bei der Nachfeier (Essen, Kaffee und Kuchen) eine kurze Ansprache halten und wurde unabgesprochen zum Leiter des nachfolgenden Programms…

Ich bin sehr glücklich darüber, dass ich mit Gewissheit etwas zum Tod und dem darüber hinaus sagen kann. Für viele Menschen ist das eine unüberwindbare Grenze, mit der man sich auch nicht beschäftigen möchte…

Silvesterfeier 2008

Es war ein voller Erfolg. Aus dem Wunsch nach mehr Gemeinschaft zwischen den älteren und jüngeren Gemeindegeschwistern, ist bei mir die Idee entstanden Silvester gemeinsam zu feiern.

So war es dann auch: Kleinkinder, Jungschar, Teenys, Jugendliche und Erwachsene waren dabei. Insgesamt 60 Personen – was für das erste Mal gut sein müsste.

Als ich das erste mal auf die Uhr geschaut habe (außer natürlich zu Mitternacht), war es ca. 4 Uhr morgens (und ich bin noch viel länger geblieben). Es gab also super Programmbeiträge (von den Hauskreisen) und darüber hinaus Andacht, Jahresrückblicke, Spiele, super Essen, gute Gemeinschaft und so weiter…

Das Thema war „Lila wird hervorgehoben – alt und jung zusammengeschoben“. Es musste also jeder in lila kommen…

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Jugendwochenende in Silberborn 2008

Halli Hallo!
Nachdem ich viele Jahre Teilnehmer beim alljährlichen Jugendwochenende in Silberborn war (immer erstes oder zweites WE im Dez), durfte ich dieses Jahr (12.-14.12.) als Mitarbeiter dabei sein. Veranstalter ist die „Kirchliche Gemeinschaft der Ev.-Luth. Deutschen aus Rußland e.V.“ und Leiter der ganzen Veranstaltung Viktor Naschilewski.

Dieses Jahr war die Freizeit mit dem Thema „Als junger Mensch nach Gottes Willen leben“ überschriebn. Viktor N. stieg am Fr-Abend mit einer allgemeinen Betrachtung des Willens in der Bibel ein. Seine Frau Irina Naschilewski hat am Sa-Morgen mit einem amüsanten Vortrag über die verschiedenen Persönlichkeitstypen weitergemacht. Sa-Abend war ich dran: Wie erkenne ich den Willen Gottes? Es ging quasi um falsche und richtige Wege herauszufinden, was Gott von einem will… Am Sonntag war ich ein zweites mal dran (Wie das Leben nach Gottes Willen aussieht – es ging um Römer 12,1-2), bevor Viktor N. die Freizeit mit einer „Fragestunde“ abschloss.

Neben den Themenstunden gab es natürlich wieder mal viel Sport (Volleyball und Fußball), Gemeinschaft beim Essen, bei Spielen oder der „Tschaiparty“, schöne Gespräche, neue Freundschaften usw… Als Schwäche der Veranstaltung sehe ich lediglich den großen Altersunterschied der verschiedenen Teilnehmer (14-29 Jahre).

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Wir Gifhorner waren diesmal zu zehnt (von insgesamt 106 Personen).

Es war ein anstrengendes Wochenende, weil ich kaum geschlafen habe, aber es hat gelohnt, weil der eine oder andere über Gottes Willen für sein Leben nachgedacht hat, bzw. einige etwas gelernt haben, u.a. vor dem Irrtum bewahrt werden immer auf Gottes persönliche Führung zu warten…

Ältestenrat gebildet!

Wir haben in der Gemeinde, in der ich arbeite, nun einen der wichtigsten Schritte vollzogen: Wir haben nun einen Ältestenrat! Halleluja!

Die Leitung der Gemeinde war bisher typisch für rd. evangelische Brüdergemeinden ziemlich unstrukturiert und unklar. Wir hatten einen Gemeindeleiter, der auch „der Älteste“ genannt wurde und auf dem die ganze Verantwortung lag. Offiziell gab es auch einen „Bruderrat“, der die eigentliche Leitung der Gemeinde darstellen sollte. Praktisch traf sich der Bruderrat 2-4 mal im Jahr und konnte keine Entscheidungen treffen. Die Leitung bestand eigentlich nur aus unserem Gemeindeleiter und damit war alles von seinen Entscheidungen abhängig.

Nun haben wir nach biblischem Vorbild einige Männer in der Gemeinde als Älteste eingesetzt, die gemeinsam die geistliche Leitung der Gemeinde haben sollen. Ich bin sehr glücklich über diesen so wichtigen Schritt. Nun wird die Gemeinde in offiziell-rechtlichen Dingen durch den Vorstand und in geistlichen Dingen durch den Ältestenrat geführt.

Der Einsegnugnsgottesdienst mit Viktor Naschilewski war am 30. November. Ich wurde in diesem Gottesdienst mit Handauflegung zusätzlich als „Prediger“ eingesegnet.

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Auf dem Weg Gott von ganzem Herzen zu lieben

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