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Vom Bösen überwunden werden

Serie zur Jahreslosung 2011: Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem!

Wie wird man denn vom Bösen überwunden? Wie wird man besiegt? Wenn man sich den zweiten Teil des Satzes anschaut, dann wohl indem man Böses mit Bösem beantwortet!

Das ist die Spirale des Bösen: „Die ultimative Schwäche der Gewalt ist, dass sie eine abwärtsgerichtete Spirale ist, die genau das erzeugt, was sie zu zerstören sucht. Statt das Böse zu verringern, multipliziert sie es. Durch Gewalt kann man zwar den Lügner ermorden, jedoch nicht die Lüge… Durch Gewalt kann man zwar den Hasser ermorden, jedoch nicht den Hass. Im Gegenteil: Gewalt erzeugt nur noch mehr an Hass… Dunkelheit kann keine Dunkelheit vertreiben, nur Licht vermag das. Hass kann keinen Hass vertreiben.“ (Zitat von Martin Luther King)

Indem wir Böses mit Bösem beantworten, werden wir vom Bösen überwunden.

Leider ist aber gerade dies an der Tagesordnung: Man rächt sich an den Freunden, die einen nicht anrufen, indem man sie ebenfalls nicht anruft und beleidigt ist. Man rächt sich am Ehepartner mit Lieblosigkeit, wenn dieser einen Fehler gemacht hat. Man wird vom Bösen überwunden, indem man sich rächt, Vergeltung übt, sich revanchiert und zurückschlägt…

Gott fordert von uns die Unterbrechung dieses Teufelskreislaufes:

Spr 20,22: Sprich nicht: »Ich will Böses vergelten!«

Röm 12,17: Vergeltet niemand Böses mit Bösem.

1Petr 3,9: Vergeltet nicht Böses mit Bösem noch Kränkung mit Kränkung!

„Auge um Auge – und die ganze Welt wird blind sein.“  Mahatma Gandhi

Lass dich nicht vom Bösen überwinden! Werde dem Bösen nicht gleich!

Die Jahreslosung 2011 ganz praktisch

Serie zur Jahreslosung 2011: Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem!

Was heißt überwinde das Böse mit Gutem?

38 »Ihr wisst, dass es heißt: ›Auge um Auge, Zahn um Zahn.‹ 39 Ich aber sage euch: Setzt euch nicht zur Wehr gegen den, der euch etwas Böses antut. Im Gegenteil: Wenn dich jemand auf die rechte Backe schlägt, dann halt ihm auch die linke hin. 40 Wenn einer mit dir vor Gericht gehen will, um zu erreichen, dass er dein Hemd bekommt, dann lass ihm auch den Mantel. 41 Und wenn jemand von dir verlangt, eine Meile mit ihm zu gehen, dann geh zwei mit ihm. 42 Gib dem, der dich bittet, und weise den nicht ab, der etwas von dir ausleihen möchte.«

43 »Ihr wisst, dass es heißt: ›Du sollst deine Mitmenschen lieben, und du sollst deine Feinde hassen. 44 Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde, und betet für die, die euch verfolgen. 45 Damit erweist ihr euch als Söhne eures Vaters im Himmel. Denn er lässt seine Sonne über Bösen und Guten aufgehen und lässt es regnen für Gerechte und Ungerechte. 46 Wenn ihr ´nur` die liebt, die euch Liebe erweisen, was für einen Lohn habt ihr dafür zu erwarten? Tun das nicht sogar ´Leute wie` die Zolleinnehmer? 47 Und wenn ihr nur zu euren Brüdern freundlich seid, was tut ihr damit Besonderes? Tun das nicht sogar die Heiden, ´die Gott nicht kennen`? 48 Ihr aber sollt vollkommen sein, wie euer Vater im Himmel vollkommen ist.«

(Aus Matthäus 5)

Geschichte II zur Jahreslosung 2011

Serie zur Jahreslosung 2011: Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem!

Am Ende des Zweiten Weltkrieges traf Dr. J. Stuart Holden (britischer Prediger) einen Sergeant in Ägypten, der ein ganz hingegebener Christ war. Als Holden ihn fragte, wie er zum Glauben an den Herrn Jesus gekommen sei, erklärte der Sergeant, dass er, bevor er nach Ägypten kam, in Malta stationiert war. In seiner Kompanie war ein einfacher Soldat, der gläubig war und sich nicht schämte, den anderen Zeugnis zu geben. Es machte ihnen Spaß ihn zu piesacken, aber das schien ihn nicht zu stören.
Der Sergeant erzählte: »Eines Nachts kamen wir alle zur Kaserne zurück, völlig durchnässt vom Regen und sehr müde. Bevor dieser Soldat in seine Koje kroch, kniete er nieder und betete. Da habe ich’s ihm gegeben! Meine Stiefel waren schwer vom Dreck und mit einem der Stiefel schlug ich ihn auf die eine Backe. Dann nahm ich den anderen Stiefel und schlug ihn damit auf die andere Backe. Er betete einfach weiter.«

»Am nächsten Morgen«, so fuhr der Sergeant fort, »fand ich diese Stiefel neben meiner Koje ganz sauber poliert. Das war die Antwort des Soldaten auf meine Grausamkeit. Es brach mir das Herz. Am selben Tag wurde ich errettet.«

Quelle: William MacDonald – Leben über dem Durchschnitt. Hier online nachzulesen.

Geschichte I zur Jahreslosung 2011

Serie zur Jahreslosung 2011: Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem!

Das „Böse“ überwinden

„Jahrelang habe ich um meines Glaubens willen in einem deutschen Konzentrationslager gelitten. Ich wog nur noch 45 kg und mein ganzer Körper war mit Wunden bedeckt. Mein rechter Arm war gebrochen und ohne ärztliche Behandlung gelassen. Am Weihnachtsabend 1943 ließ mich der Lagerkommandant rufen. Ich stand mit bloßem Oberkörper und barfuss vor ihm. Er saß an einer reich gedeckten, festlichen Tafel. Stehend musste ich zusehen, wie er sich die Leckerbissen schmecken ließ. Da wurde ich vom Bösen versucht: ‚Dapozzo, glaubst du immer noch an den 23. Psalm: Du bereitest vor mit einen Tisch im Angesicht meiner Feinde, du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein. Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang!‘ Im Stillen betete ich zu Gott und konnte dann antworten: ‚Ja, ich glaube daran!‘ Die Ordonnanz brachte Kaffee und ein Päckchen Kekse. Der Lagerkommandant aß sie mit Genuss und sagte zu mir: ‚Ihre Frau ist eine gute Köchin, Dapozzo!‘ Ich verstand nicht, was er meinte. Er erklärte mir: ‚Seit Jahren schickt Ihre Frau Pakete mit kleinen Kuchen, die ich immer mit Behagen gegessen habe.‘ Wieder kämpfte ich gegen die Versuchung an. Meine Frau und meine vier Kinder hatten von ihren ohnehin kargen Rationen Mehl, Fett und Zucker gespart, um mir etwas zukommen zu lassen. Und dieser Mann hatte die Nahrung meiner Kinder gegessen. Der Teufel flüsterte mir zu: ‚Hasse ihn, Dapozzo, hasse ihn!‘ Wieder betete ich gegen den Hass an um Liebe. Ich bat den Kommandanten, wenigstens an einem der Kuchen riechen zu dürfen, um dabei an meine Frau und meine Kinder zu denken. Aber der Peiniger gewährte mir meine Bitte nicht. Er verfluchte mich.

Als der Krieg vorüber war, suchte ich nach dem Lagerkommandanten. Er war entkommen und untergetaucht. Nach zehn Jahren fand ich ihn schließlich und besuchte ihn zusammen mit einem Pfarrer. Natürlich erkannte er mich nicht. Dann sagte ich zu ihm: ‚Ich bin Nummer 17531. Erinnern Sie sich an Weihnachten 1943?‘ Da bekam er plötzlich Angst. ‚Sie sind gekommen, um sich an mit zu rächen?‘ ‚Ja‘ bestätigte ich und öffnete ein großes Paket. Ein herrlicher Kuchen kam zum Vorschein. Ich bat seine Frau, Kaffee zu kochen. Dann aßen wir schweigend den Kuchen und tranken Kaffee. Der Kommandant begann zu weinen und mich um Verzeihung zu bitten. Ich erzählte ihm, daß ich ihm um Christi willen vergeben hätte.“

(Quelle unbekannt) Auszug aus den Sathya Sai Briefen Winter 2003, Ausgabe 87

Zu finden auf http://www.nirakara.de/Dapozzo.htm