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Eigenliebe isoliert – Die Geschichte vom Weizenkorn

Ein Weizenkorn versteckt sich in der Scheune.
Es wollte nicht gesät werden.
Es wollte nicht sterben.
Es wollte sich nicht opfern.
Es wollte sein Leben retten. –

Es wurde nie zu Brot.
Es kam nie auf den Tisch.
Es wurde nie gesegnet und ausgeteilt.
Es schenkte nie Leben.
Es schenkte nie Freude.

Eines Tages kam der Bauer.
Mit dem Staub der Scheune fegte er das Weizenkorn weg.

Autor: Josef Dalkmann
Quelle: Auftanken.de

Die Herrlichkeit des Glaubens (Zitat von Martin Luther)

In meiner Predigtvorbereitung zu Hebräer 11,8-10 habe ich folgendes tolles Zitat von Martin Luther gefunden:

„Eben das ist die Herrlichkeit des Glaubens: nicht wissen, wohin du gehst, was du tust, was du leidest, alles, Gefühl und Verstand, Können und Wollen gefangen geben und der bloßen Stimme Gottes folgen, also mehr sich führen und treiben lassen, denn selber treiben. Und so mag sichtbar sein, daß Abraham mit diesem Glaubensgehorsam das höchste Vorbild eines evangelischen Lebens gegeben hat, da er alles hinter sich gelassen hat, allein dem Herrn gefolgt ist, das Wort Gottes allem vorgezogen, über alles geliebt hat, freiwillig ein Fremdling und jede Stunde Gefahren auf Leben und Tod unterworfen.“

Quelle: Wuppertaler Studienbibel, Der Brief an die Hebräer, Fritz Laubach, S. 233.

Was ich gern zum Lesen weiterempfehle (KW 33 & 34 – 2013)

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Die Zeit vergeht wie im Flug. Klug ist, wer nicht liest, was ihm vor die Nase kommt, sondern weise auswählt. Hier sind ein paar lesenswerte Artikel übers Christsein & Co:

1. wenn sich ein weizenkorn versteckt… – … dann ist der ganze Lebenssinn verfehlt.

2. Von welchem Kapital leben wir? – Woher beziehen wir unsere Kraft für die Heiligung?

3. Für Verfolger beten – Verfolger bekehren sich – Thomas Schirrmacher schreibt über praktsiche Feindesliebe.

4. Zitate von Hans Peter Royer – ein beeindruckendes Werkzeug Gottes.

5. Christentum als Selbstverwirklichungs-Strategie nur fürs Hier und Jetzt – Eine Kurzabrechnung

Englisch:

6. When You Pray With Your Children, You Are Teaching Your Children to Pray – Für alle, die mit christlicher Erziehung von Kindern zu tun haben.

7. 5 Lies Christians Believe – Vielleicht glaubst auch du eine dieser Lügen?

8. Why the prosperity gospel did not exist in the early church – Ein Bild mit einer harten Wahrheit.

9. The False Promise of the Prosperity Gospel: Why I Called Out Joel Osteen and Joyce Meyer – noch ein englischer Artikel zum falschen Wohlstandsevangelium (über Joel Osteen und Joyce Meyer).

Eifer & Hingabe im Dienst für den Herrn

Axt

Jeder Handwerker weiß, daß er sein Handwerkszeug in gutem Stande halten muß, denn „wenn das Eisen stumpf ist und er die Scheide nicht wetzt, so muss er mehr Kraft aufwenden“ (Prediger 10,10). Wenn die Axt nicht mehr schneidet, so muß er sich mehr anstrengen, oder die Arbeit fällt schlecht aus. Michel Angelo, der große Künstler, wußte so gut, wie wichtig das Werkzeug ist, daß er sich seine Pinsel immer eigenhändig macht. Das ist uns ein Bild davon, wie der Gott der Gnade sich die Diener des Worts erzieht und bildet. Er kann freilich auch mit schlechtem Werkzeug arbeiten, wie wenn er z. B. eine sehr schwache Predigt gebraucht, um einen Menschen zu bekehren. Er kann auch das Werkzeug ganz entbehren und dem Menschen das Wort durch den heiligen Geist unmittelbar nahe bringen. Aber was Gott in seiner Allmacht thut, können wir nicht zur Richtschnur unseres Handelns machen. Er kann in seinem freien Walten thun, was Ihm gefällt; wir müssen uns anch den klaren Gesetzen richten, die wir sonst in seinem Haushalt wahrnehmen. Da sehen wir z. B. ganz deutlich, daß der Herr zu einem betimmten Zwecke bestimmte Mittel braucht. Wir lernen daraus, daß wir am meisten erreichen, wenn wir uns in der besten geistlichen Verfassung befinden. Wir werden des Herrn Werk am besten treiben, wenn unsere natürlichen und unsere Gnadengaben in gutem Stande sind, und am schlechtesten, wenn wir sie verwahrlost haben. Von diesem Grundsatz müssen wir uns leiten lassen. Wenn der Herr Ausnahmen macht, so bestätigen diese nur die Regel. (Aus „Ratschläge für Prediger“, C. H. Spurgeon, S. 9.)

Leider machen aber manche Haushalter Gottes die Ausnahmen zur Regel: Sie lernen und lesen nicht fleißig, um geistig zu wachsen, weil es ja nicht auf die Weisheit und Erkenntnis des Menschen drauf ankomme… Sie bereiten ihre Predigten nicht mit viel Fleiß und Mühe vor, weil es ja doch nur auf das Wirken des Herrn ankomme…

Natürlich können wir nichts von uns aus tun und im Reich Gottes erreichen. Aber wenn Gott uns zu seinem Werkzeug macht, dann sollten wir uns ihm und seinem Dienst ganz verschreiben. Er segnet unsere Faulheit und Unkenntnis ganz gewiss nicht. Unser Bestes zu seiner Ehre!

„Du schaust wohl Christi Leiden an“ von Julius Sturm

Kreuz

1. Du schaust wohl Christi Leiden an
und denkst in deinem Sinne,
das hat der Herr für mich getan,
dass ich bei Gott gewinne
durch seine große Gnad und Huld
Erlass für meine Sündenschuld,
die mich zu Boden drückt.

2. Doch hast du auch daran gedacht,
dass dir sein bittres Sterben
nur dann allein hat Heil gebracht
und Rettung vom Verderben,
wenn du mit ihm, der für dich stritt
und bittern Tod am Kreuz erlitt,
der Welt bist abgestorben?

3. Da wo dein Schatz ist, sei dein Herz!
O sieh, voll Blut und Wunden
hängt Gottes Sohn in Qual und Schmerz
an´s Marterholz gebunden!
So geh mit deinem Herzen ein
in deines Herren Angst und Pein
und stirb, wie er gestorben.

4. Ja, streite mit ihm, wie er stritt,
und teile seine Wunden,
und leide mit ihm, wie er litt,
bis du nach bangen Stunden
darfst rufen mit ihm durch die Nacht
von seinem Kreuz: Es ist vollbracht!
Dann bist du gerettet.

5. Ein ewger Friede folgt dem Streit,
dem Tod ein ewges Leben,
und ewige Gerechtigkeit
wird dir dein Heiland geben,
der freundlich ruft: Mein Leidgenoss,
das Blut, das ich für dich vergoss,
tilgt alle deine Sünden!

Dichter & Pfarrer Julius Carl Reinhold Sturm *1816 †1896 (Wikipedia)

Julius Sturm

„Ich habe nur ein Leben“ von Hedwig von Redern [Lyrik]

1. Ich habe nur ein Leben,
und das gehört dem Herrn,
Ihm, der es mir gegeben,
geb ich es froh und gern!

2. Er hat es teu’r erworben
mit seinem heilgen Blut,
als Er am Kreuz gestorben
mir armem Knecht zugut.

3. Mein Wille ist gestorben,
ich bin nun nicht mehr mein;
Er hat um mich geworben,
ich ward durch Gnaden Sein.

4. Nur Er ist meine Stärke,
und Er ist meine Ruh,
Er steht als Held am Werke,
ich schaue staunend zu.

5. Drum geht auch mein Begehren
mit vollem Ernst dahin,
dass Jesus kommt zu Ehren,
und dass ich nichts mehr bin.

6. Ich habe nur ein Leben,
und das sei Ihm geweiht,
Er wird Vollendung geben
in seiner Herrlichkeit.

Hedwig von Redern war eine deutsche Erzählerin. Inspiriert durch den pietistischen Prediger Elias Schrenk fand sie im Glauben ihren neuen Lebensinhalt und veröffentlichte erste Gedichte. Im Jahre 1900 begründete sie mit Gleichgesinnten den Deutschen Frauen-Missions-Gebetsbund (DFMGB). Gleichzeitig widmete sich von Redern der Sonntagsschularbeit und der Polizeimission. Neben christlichen Liedern (darunter „Weiß ich den Weg auch nicht“) und Gedichten schrieb Hedwig von Redern eine Vielzahl vom Glauben geprägter Erzählungen. Weitere Gedichte von Hedwig von Redern gibt es hier.

Was könnte Gott aus deinem Leben machen…

… wenn du ihn nur Herr sein ließest ganz und gar.

„Es wird erzählt, dass Mendelssohn einmal nach Freiburg kam, um sich im Münster die große Orgel anzusehen. Der alte Küster verweigerte ihm die Erlaubnis, auf dem Instrument zu spielen; denn er kannte ihn nicht. Schließlich erklärte er sich widerstrebend bereit, ihn ein paar Takte spielen zu lassen. Mendelssohn nahm auf der Orgelbank Platz, und schon brach brausend die herrlichste Musik aus dem königlichen Instrument hervor.

Der Mann war sprachlos vor Staunen. Er kam heran und fragte den großen Musiker nach seinem Namen. Als er hörte, wen er vor sich hatte, stand er tief betroffen da und machte sich bittere Selbstvorwürfe. „Wie konnte ich Ihnen nur die Erlaubnis zum Spielen auf dieser Orgel verweigern!“

Jesus ist es, der unser Leben habe und darauf „spielen“ möchte. Aber wir verweigern uns ihm und wollen es ihm nicht erlauben. Dabei würde er unseren Herzen eine himmlische Musik entlocken, wenn wir uns ihm nur ausliefern würden.“

Quelle: auftanken.de

Was könnte Gott aus deinem Leben machen,
wenn du ihn nur Herr sein ließest ganz und gar.
Vertrau dich ihm an, und du wirst sehen,
und du wirst sehn, der Herr führt wunderbar.

Für Gott brennen

Der Ausdruck ist natürlich nicht wörtlich gemeint, sondern im Sinn von „Gott hingegeben“ oder „eifrig für Gott sein“. Das Zitat von Augustinus ist ziemlich bekannt:

In dir muss brennen, was du in anderen entzünden willst.

Ich möchte für Gott brennen und andere Menschen mit seiner Liebe anzünden!

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Der junge Missionar Jim Elliot – er war erst neunundzwanzig Jahre alt, als er sein Leben bei den Aucas verlor – schrieb folgende Worte in sein Tagebuch:

1) „Der ist kein Tor, der hingibt, was er nicht behalten kann, auf dass er gewinne, was er nicht verlieren kann.“

2) „Herr, zünde an den toten Reisighaufen meines Lebens, gib, dass ich aufflamme und für Dich verbrenne. Verzehre mein Leben, Herr, denn es ist Dein. Ich trachte nicht nach einem langen Leben, sondern nach einem erfüllten, gleich Dir, Herr Jesus“

3) „Durchtränke mein Wesen mit dem Öl Deines Heiligen Geistes, auf dass ich aufflammen kann. Aber eine Flamme ist vergänglich, oft von kurzer Lebensdauer. Kannst du das ertragen, meine Seele – ein kurzes Leben? In mir wohnt der Geist jenes Großen, dessen Leben so kurz war und den der Eifer für das Haus des Herrn verzehrte. Flamme Gottes, lass mich dein Brennstoff sein.“

4) „Vater, lass mich schwach sein, auf dass ich die Kraft verliere zum Umklammern von weltlichen Dingen. Mein Leben, mein Ansehen, mein Besitz – Herr, nimm von mir die Neigung meiner Hand zum Ergreifen und Festhalten. Ach, Vater, dass doch von mir wiche das Verlangen schon nach dem bloßen Streicheln. Wie oft habe ich den festen Griff gelockert, nur um mir das zu erhalten, was ich in harmlosem Verlangen so sehr schätzte – das liebkosende Berühren. Nein, öffne vielmehr meine Hand zum Aufnehmen des Kreuzigungsnagels, Vater, wie die Hand Jesu Christi – auf dass ich, indem ich alles loslasse, selber losgelassen werde, los von allem, was mich jetzt noch bindet. Auch bei Jesus war das Sehnen und Trachten auf den Himmel gerichtet, ja, auf die Einheit mit dir, Vater, nicht auf Dinge, die man umklammert. So gib denn, Vater, dass ich loslasse.“