Der Weg in die isolierte Gesellschaft

Ich lese gerade das erste Mal ein dickeres Buch von Max Lucado namens „Du machst den Unterschied“. (Vorher waren es nur die empfehlenswerten Kinderbücher :-))

Auf Seite 66 stehen folgende Worte:

Früher zog einmal jede Aktivität ein Gespräch nach sich. Ging man tanken, begrüßte man den Tankwart. Brachte man einen Scheck zu Bank, plauderte man mit dem Schalterangestellten über das Wetter. Kaufte man ein Geschenk, sprach man mit dem Verkäufer. Heute ist das anders. Man kann an der Zapfsäule direkt mit EC-Karte zahlen, Bankgeschäfte online tätigen und Geschenke über das Internet bestellen. Man kann seine kompletten Geschäfte abwickeln, ohne ein einziges Mal „Guten Tag“ zu sagen.

Sie können uns gerne als eine schnelle Gesellschaft, eine effiziente Gesellschaft bezeichnen, aber bezeichnen Sie uns nicht als eine persönliche Gesellschaft.  Isolation ist ein Wesensmerkmal unserer Gesellschaft. Wir tragen Kopfhörer beim Joggen. Wir kommunizieren über E-Mail und SMS. Wir betreten und verlassen unsere Häuser mit Einfahrts- und Garagenöffnern. Unser Mantra: „Ich lasse dich in Ruhe. Du lässt mich in Ruhe.“

Doch Gott möchte, dass die Menschen, die zu ihm gehören, da eine Ausnahme bilden.

Bilden wir eine Ausnahme? Sind wir noch bereit andere Menschen anzusprechen – Beziehungen zu Fremden aufzubauen?

Und wie ist das mit Gott? Haben wir da auch unsere geistlich-standardisierten Abläufe ohne persönlichen Kontakt zu Gott? Geben wir ihm die Möglichkeit im Alltag zu uns zu sprechen?

Wir leiden nämlich an der Isolation zu anderen Menschen und an der Isolation zu Gott…

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