Alle Beiträge von Viktor Janke

E21-Konferenz 2017 Teil 3

Nach dem ersten Tag kam der zweite Konferenztag. Wirklich 🙂

Der zweite Tag war randvoll gefüllt. Predigt, Vortrag, Fragerunde, Mittagessen, Seminarblock, Predigt, Abendbrot, Predigt und Fragerunde – und noch eine Fragerunde. Input von 8:30 Uhr bis 22 Uhr – mit zwei Pausen.

Für wen sich das nach Tortur anhört, der kennt nicht die Qualität der dargebotenen Inhalte! So wie andere den ganzen Tag mit „Freude“ vor dem PC oder TV sitzen können, so kann ich den ganzen Tag lehrreiche Vorträge und Predigten hören :-). 

Hier ein paar Eindrücke:

Michael Martens – Persönliche Reformation

Die Fragen und Aussagen der ersten Predigt waren für mich die größte Herausforderung des Tages. Wofür bete ich? Haben meine Gebete Gottes Ehre ohne meine Ehre zum Ziel? Ich möchte persönliche Reformation durch gottesfürchtiges Gebet erleben.

Al Mohler – Reformation Today – Lessons from the Southern Baptists

Der Vortrag über die Reformation der Südlichen Baptisten war ermutigend. Eine Rückkehr in unseren Gemeinden, Verbänden und Kirchen zu den reformatorischen Grundlehren ist möglich, wenn auch unheimlich aufwendig und kostspielig (Zeit und Mühe)!

Mark Dever – Solus Christus
Ligon Duncan – Sola gratia

Die zweitgrößte Herausforderung des Tages war die Schwierigkeit Al Mohlers  bei seinem Seminar Englisch zu verstehen. Das Thema war „Future challenges the church needs to be ready for“.

Ein entscheidender Punkt seines Vortrags, der auch in anderen Veranstaltungen durchschien, war die Erwartung, dass das Christentum in absehbarer Zeit gesellschaftlich nicht nur völlig bedeutungslos wird, sondern als etwas Böses bekämpft werden wird. Nachfolger Jesu sollten sich darauf vorbereiten ihm den Leidensweg nachzugehen.

E21-Konferenz 2017
Q & A mit Al Mohler und Ligon Duncan

Obwohl der Tag natürlich anstrengend war, habe ich den zweiten Tag sehr genossen und bin mit vielen guten Anregungen und Impulsen zur Schwiegermutter zum Übernachten gefahren.

Morgen dann etwas zum letzten Konferenztag – das Finale der Konferenz 🙂

E21-Konferenz 2017 Teil 2

Manchmal bekommt man Antworten schneller als man erwartet. Vor paar Stunden hab ich mich noch gefragt, was ich erwarten sollte. Gott hat geantwortet! Mein kurzer Bericht vom Tag 1.

Ich verzichte vorerst hier meine Mitschnitt zu veröffentlichen, sondern möchte nur kurz auf mir wichtig gewordenes eingehen –  auch wenn es teilweise nicht explizit gesagt wurde. 

Christian Wegert – „Ich schäme mich des Evangeliums nicht“ – Römer 1,16-17 

Es ist nicht nur eine Versuchung für uns alle sich für Gottes Evangelium zu schämen, sondern genereller noch eine größere Gefahr das Evangelium gering zu achten. Dies ist mir aufgrund des ersten Vortrags bei der Konferenz deutlich geworden. 

Warum will ich (mit Erkenntnissen, Kontakten oder Tipps) weniger als Gott mir schenken will? Warum erwarte ich nicht alles vom Evangelium? Warum vergesse ich die Attraktivität der schlichten biblischen Botschaft? 

Ich liebe das Evangelium von Jesus Christus! Es ist die wichtigste und schönste Botschaft der Welt, die alle Menschen hören sollten. 

Dr. Albert Mohler – „Sola scriptura“

Im zweiten Vortrag ging es um die Heilige Schrift. Im Bezug auf die obigen Fragen ist sie Gottes vollkommen ausreichende Offenbarung. Sie ist unsere letzte Autorität. Ich möchte ein Mann dieses Buches sein. 

Sehr viele lesen und schreiben mit.
David Platt – „Sola Fide“

Der letzte Vortrag war für mich der bewegendste. Die Definition der Rechtfertigung ist einfach:

Rechtfertigung ist der gnädige Akt Gottes durch den er den Sünder allein durch den Glauben an Jesus Christus für gerecht erklärt. 

Und dennoch muss ich diese Botschaft täglich hören, durchbuchstabieren und anwenden. Ich empfehle jedem die Vorträge anzuschauen, wenn sie verfügbar sind. 

Bis morgen, dann ein Bericht vom Tag 2.

7. Evangelium21-Konferenz 2017

Voller Vorfreude erwarte ich die bevorstehende 7. Evangelium21 Konferenz in Hamburg!

Dieses Jahr geh es anlässlich des Reformation-Jubiläums um „500 Jahre Reformation: Gemeinsam für das Evangelium“. Ich freue mich, weil ich einen Bezug zum tatsächlichen Inhalt der damaligen Reformation erwarte. In allen möglichen Bereichen wird die Reformation für eigene Zwecke vereinnahmt.

Sicher hat die Reformation auch weitreichende Veränderungen in vielen anderen Lebensbereichen angestoßen. Aber im Wesen ging es um die Rechtfertigung des Sünders! Gott schenkt seine Gnade uns Menschen nicht aufgrund unserer Gerechtigkeit, sondern ohne Voraussetzung allen die Jesus glauben!

Dieses Evangelium und seine Implikationen müssen heute wieder in aller Klarheit und Reinheit verkündet werden. Ich hoffe, dass ich in den kommenden Tagen von der Konferenz berichten kann.

„So viel hat einer getan“ von Wolfgang Blissenbach

Eine unbekannte Frau rief mich an und sprach mich auf das mir unbekannte Lied „So viel hat einer getan“ an, das er durch mich gefunden hatte:

Ich finde das Lied schön und habe deshalb den Text rausgeschrieben. Vielleicht kann jemand die Noten dazu schreiben?

Text von „So viel hat einer getan“

  1. So viel hat einer getan.
    So viel, sag denkst du daran.
    Wenn ich das Kreuz anschau,
    sind die Tränen mir nah.
    Ich fühl Himmelstau, knie vor Golgatha.

So viel hat einer getan!
So viel, sag denkst du daran?

  1. Weißt du, was dort geschah,
    am Kreuz von Golgatha?
    Vergebung deiner Schuld
    und Gnade genug
    Voll Lieb und Geduld, er alles ertrug.

So viel hat einer getan!
So viel, sag denkst du daran?

Wer kann die Gnade verstehn?
Die dort am Kreuze geschehn?
Es war für dich und mich.
Gilt in Ewigkeit.
Als er dort verblich, wurden wir befreit.

So viel hat Jesus getan!
So viel, sag denkst du daran?
So viel hat Jesus getan!
So viel, sag denkst du daran?
So viel hat Jesus getan!
So viel, sag denkst du daran?
So viel hat Jesus getan!
So viel, sag denkst du daran?

Autor von „So viel hat einer getan“

In den Kommentaren zum Video wird Wolfgang Blissenbach als Autor angegeben. Wolfgang Blissenbach (1941-2010) war ein deutscher Sänger in der Stimmlage Bariton sowie Musiker, Autor und Komponist christlicher Musik.

Das Lied „So viel hat einer getan“ findet man auf der CD „Wolfgang Blissenbach – Blick auf das Kreuz“, Lied Nr. 11. Man kann sie hier kaufen.

Nachruf auf meine Oma Lydia Janke

Meiner Oma Lyda Janke habe ich mehr zu verdanken, als ich erahnen kann. Deshalb schreibe ich hier einen persönlichen Nachruf, der auch zu Gottes Ehre dienen möge.

Lydia Janke kam als dritte von fünf Kindern von Alexander und Katharina Rotermel  1933 in Bogoslovka (Altai, Russland) zur Welt. Ihre Kindheit war von viel Leid und Entbehrung gekennzeichnet.

Mit vier Jahren wurden sie wie fast alle Deutschen in der Sowjetunion zwangsumgesiedelt. Sie mussten in Krupskoje neu anfangen. Dann wurde ihr Vater in die Trudarmee eingezogen. Obwohl er zwischenzeitlich krank wiederkam, ist er dort auch verstorben.

Lydia musste mit ihrer Mutter und ihren Geschwistern in sehr ärmlichen Verhältnissen aufwachsen und litt als Deutsche schwer unter den Repressalien der Russen. Es war ihr höchst unangenehm zu erzählen, dass sie Nachruf auf meine Oma Lydia Janke weiterlesen

„Weil ich Jesu Schäflein bin“ von Henriette Marie Luise von Hayn

„Weil ich Jesu Schäflein bin“ ist ein schönes Kinderlied, das meine Oma mit mir auswendig gelernt hat, als sie auf mich als kleines Kind aufgepasst hat. Das ist eine meiner schönen Erinnerungen an meine verstorbene Oma.

Weil ich Jesu Schäflein bin – Video

Text des Liedes „Weil ich Jesu Schäflein bin“

1. Weil ich Jesu Schäflein bin,
freu‘ ich mich nur immerhin
über meinen guten Hirten,
der mich wohl weiß zu bewirten,
der mich liebet, der mich kennt
und bei meinem Namen nennt.

2. Unter seinem sanften Stab
geh‘ ich aus und ein und hab‘
unaussprechlich süße Weide,
dass ich keinen Mangel leide;
Und sooft ich durstig bin,
führt er mich zum Brunnquell hin.

3. Sollt‘ ich denn nicht fröhlich sein,
ich beglücktes Schäfelein?
Denn nach diesen schönen Tagen
werd‘ ich endlich heimgetragen
in des Hirten Arm und Schoß:
Amen, ja mein Glück ist groß!

Autor und Komponist von „Weil ich Jesu Schäflein bin“

Die Autorin des Liedes „Weil ich Jesu Schäflein bin“  ist Henriette Marie Luise von Hayn. Henriette Marie Luise von Hayn wurde 1724 in Idstein in Nassau geboren. Sie war in der Mädchenerziehung in Häusern der Herrnhuter Brüdergemeine tätig. Ab 1766 war sie Pflegerin der ledigen Schwestern in Herrnhut. Sie verstarb 1782.

Christian Gregor (1723-1801, deutscher evangelischer Geistlicher und Kirchenmusiker) schrieb 1784 die Melodie dazu. 

Das Lied ist in vielen alten Gesangbüchern zu finden. Z.B. im Evangelischen Gesangbuch Lied Nr. 593, in Jesus unsere Freude Nr. 403 oder im Geistlichen Liederschatz Nr. 474.

Auf Englisch heißt das Lied Jesus makes my heart rejoice bzw. I am Jesus‘ little Lamb.