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Was man sich am Besten für Notizen bei der Predigt macht

Warum du dir bei einer Predigt oder dem Hören auf Gottes Wort Notizen machen solltest, habe ich bereits geschrieben! In diesem Artikel gebe ich dir ein paar Tipps, was du am Besten bei einer Predigt mitschreibst: Was man sich am Besten für Notizen bei der Predigt macht!

Was man sich am Besten für Notizen bei der Predigt macht

1. Bevor man sich Notizen bei der Predigt macht

Bevor du dir Notizen bei einer Predigt machst, solltest du dir Gedanken darüber machen, warum du dir Notizen machen willst! Denn von der Antwort hängt ab, was du dir am Besten für Notizen bei der Predigt machen solltest.

  • Willst du die Predigt einem Familienmitglied Zuhause wiedergeben, dann solltest du die Gliederung und den Inhalt so gut wie möglich festhalten.
  • Willst du vielleicht auch mal über den Predigttext lehren, dann solltest du wichtige Beobachtungen, Veranschaulichungen und Erkenntnisse aufschreiben.
  • Willst du so viel wie möglich praktisch umsetzen, schreibe dir konkrete To Dos auf.

Du verstehst. Wenn du das Mitschreiben optimieren willst, solltest du dir überlegen wozu. Es ist nicht immer ratsam einfach nur den Inhalt mitzuschreiben. Überlege, was du von dem Gehörten besser behalten willst und wozu du es verwenden kannst und entscheide dich dann für die Inhalte! Die Notizen sollten also stark von deiner Zielsetzung abhängen. 

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2. Was du festhalten kannst bzw. solltest

Ich liste hier einfach erstmal auf, was man sich notieren kann (die unterstrichenen Punkte sind sicher wichtiger) und schreibe dazu, wie ich es meist mache:

Datum: Manchmal ganz interessant, wann das war. Oft wundert man sich darüber, wie lange das her ist.

Ort: Notiere ich mir meist nur, wenn ich wo anders bin.

Name des Predigers: Macht Sinn, wenn man nicht immer demselben Verkündiger zuhört und diesen dann zitieren oder fragen will.

Grundlegender Bibeltext der Predigt: Gibt es eigentlich immer bei den Predigten, denen ich zuhöre. Ich notiere die Quellenangabe (z.B. Matthäus 4,1-11) (nicht den ganzen Text) in der Überschrift und unterstreiche oder umrande die Überschrift.

Gliederung der Predigt: Manchmal werden die Punkte genannt, manchmal muss man sie selbst formulieren. Eine Gliederung ist wichtig zur Wiedergabe oder Einordnung anderer Gedanken. Ich gliedere mit 1. abc 2. def usw. und unterstreiche die Punkte.

Wichtige Aussagen: Was ist die Hauptaussage der Predigt oder des Predigttextes? Um sich nicht in Nebensächlichkeiten zu verlieren… Um andere Aussagen einordnen zu können… Ich markiere mir wichtige Aussagen mit einem Ausrufezeichen am Rand.

Zitate: Gute Aussagen, pointierte Worte, druckreife Worte… Ich notiere mir Zitate mit einem umrandeten Z am Rand.

Erkenntnisse: Was hast du gelernt? Was hast du nicht gewusst? Dinge, die du gern behalten oder weitergeben willst, solltest du aufschreiben.

Fragen zur Predigt: Was hast du nicht verstanden? Was möchtest du tiefer begründet haben? Was siehst du anders? Notiere und frage nachher den Verkündiger oder jemand anderen! Ich markiere mir diese Dinge mit einem Fragezeichen am Rand.

Offene Aussagen oder offene erwähnte Bibeltexte: Manchmal bleiben Aussagen oder genannte Bibelstellen unklar. Notiere dir, was du näher untersuchen oder behandeln möchtest. Ich tue das mit einer Lupe am Rand.

To Dos / Aufgaben: Was könntest du tun, um den Text in deinem Leben (besser) umzusetzen? Wenn du weißt, was du von Gott her tun solltest, schreib es auf, um es nicht zu vergessen und tue es! Ich markiere mir Aufgaben mit einer Raute vor der Aufgabe.

Eigene Beobachtungen: Manchmal kann man nichts aus der Predigt mitnehmen. Schreibe dann einfach eigene Beobachtungen aus dem Bibeltext auf.

Notizen in der Predigt

3. Was man sich am Besten für Notizen bei der Predigt macht

Du merkst, man kann ziemlich viel festhalten und es sehr unterschiedlich gestalten. Ich denke es gibt bessere und schlechtere Mitschriften, aber jeder muss sein eigenes System erarbeiten und dann nach und nach verbessern.

Praktische Herausforderung: Versuch 2-3 Monate bei Predigten Notizen zu machen! Verbessere dabei nach und nach dein System. Überlege: Was will ich behalten? Das sollte ich aufschreiben. Du wirst den Nutzen deutlich merken und spürbar davon profitieren. Tu’s einfach und schreib hier einen Kommentar über deine Erfahrungen 😉

Im nächsten Artikel zum Thema „Predigt und Notizen“ schreibe ich über die Art und Weise des Notizenmachens.

Warum man sich Notizen bei der Predigt machen sollte

Warum man sich Notizen bei der Predigt machen sollte

Wenn du das Maximale aus einer Predigt oder dem Hören auf Gottes Wort herausholen willst, dann solltest du dir Notizen machen! Warum man sich Notizen bei der Predigt machen sollte!

Jetzt wirklich? Ja! Wenn du das Meiste nicht wieder vergessen und mehr behalten willst, dann solltest du es dir aufschreiben. Dir werden sicher sofort einige Gründe einfallen, warum du das nicht nötig hast. Aber, ich bitte dich – lass dich überzeugen: Unser Gehirn ist leider nicht so verlässlich, wie wir oft glauben. Wir bekommen heute so viel Impuls und Informationen, dass die alten Informationen – sogar sehr wichtige – uns einfach verloren gehen. Wir behalten immer weniger…

Glaub mir, du solltest dir wichtige Erkenntnisse, Fragen und Vorhaben sofort beim Hören einer Predigt aufschreiben. Wie oft wolltest du schon etwas nachfragen und hast es vergessen? Wie oft wolltest du gerne wiedergeben, was du gehört hast, und konntest es nicht mehr, weil du es halb vergessen hast? Manche von uns schreiben sich ihre To Dos auf, um sie nicht zu vergessen. Warum sind wir nicht bereit Aufgaben aufzuschreiben, die wir durch Gottes Wort erkennen? Ich kann dir nur raten, gewöhne dir an, Notizen zu machen!

Allein dadurch, dass wir die Informationen (handschriftlich) festhalten, behält unser Gehirn mehr! Das beweisen viele Studien. (Lies hier nach, wenn du nicht überzeugt bist) D.h. selbst du deine Notizen nie wieder anschauen solltest, haben sie doch positive Auswirkungen gehabt!

Auf der anderen Seite hilft uns das Aufschreiben aufmerksam bei der Predigt zu bleiben. Wie häufig wurden wir schon durch unsere Gedanken verleitet und haben mitten in der Predigt abgeschaltet. Ein Stift in der Hand hilft tatsächlich aufmerksamer zu sein. Man merkt viel eher, wie viel Inhalt die Predigt hat und kann sich auch eigene Erkenntnisse und Gedanken aufschreiben…

Aber oft wollen wir ja auch etwas Angesprochenes vertiefen oder eine angesprochene Bibelstelle näher anschauen. In der Predigt hat man nicht die Zeit dazu, ohne unaufmerksam zu werden. Deshalb ist es sehr hilfreich, sich eine Notiz dazu zu machen.  Außerdem kann man Aussagen des Predigers leichter überprüfen, wenn man sie sich aufgeschrieben hat 😉

Warum in einer Predigt mitschreiben

In der Schule sollten wir uns Notizen machen, weil es wichtig war. Ist Gottes Wort unwichtig für uns? Auch wenn wir keine schriftlichen Prüfungen schreiben, müssen wir viele andere Lebensprüfungen bestehen, bei denen uns Gottes Wort helfen kann! Allerdings kann es uns nur helfen, wenn wir es behalten haben oder nachschlagen können!

Unsere Faulheit, Vergesslichkeit (Zettel und Stift), Menschenfurcht (was werden die anderen denken?) und viele andere Dinge streiten dagegen. Doch du kannst diese Dinge im Gehorsam und in der Kraft Gottes überwinden. Die Frage ist nur, ob dir Gottes Wort wichtig genug ist…

Praktische Herausforderung: Versuch es doch einmal 2-3 Monate aus, dir bei Predigten Notizen zu machen! Du wirst den Nutzen deutlich merken und spürbar davon profitieren. Tu’s einfach und schreib hier einen Kommentar über deine Erfahrungen 😉

Im nächsten Artikel zum Thema verrate ich dir, was du dir am Besten für Notizen bei einer Predigt machst.

Geistliche Übung – Gottes Wort hören – Teil 1

In diesem Artikel lernst du eine geistliche Übung kennen, nämlich Gottes Wort hören.

Geistliche Übung: Gottes Wort hören

1. Gottes Wort hören als geistliche Übung

Willst du Gott mehr lieben als bisher? Willst du im Glauben wachsen? Dann bist du hier richtig auf meinem Blog. Ich möchte dir in einer Artikelserie zeigen, wie du dich in der Frömmigkeit üben kannst (vgl. 1Tim 4,7). Das heißt es gibt einige biblische, geistliche „Übungen“ mit denen du wie durch Muskeltraining, geistlich stärker und reifer werden kannst.

Eine ziemlich einfache Übung ist das Hören auf Gottes Wort. Glauben und Glaubenswachstum hängen wesentlich vom Hören auf Gottes Wort ab (Röm 10,17; 1Tim 4,13)! Gott hat seinen Segen denen verheißen, die auf sein Wort hören:

»Ja«, erwiderte Jesus, »glücklichselig zu preisen sind die, die Gottes Wort hören und es befolgen.« (Lukas 11,28)

Selig, wer aus diesem Buch vorliest, und glücklich, wer diese prophetische Botschaft hört und sich danach richtet! (Offenbarung 1,3)

Deswegen möchte ich dich ermutigen, das Hören auf Gottes Wort als eine geistliche Übung aufzufassen! Es ist eine Voraussetzung für viele andere geistliche Übungen.

2. Was ist Gottes Wort?

Die Bibel beansprucht Gottes Wort in Reinform zu sein. Leider wird aktuell in wenigen Gemeinden einfach ein längerer Text vorgelesen… Aber du kannst trotzdem Gottes Wort hören, wenn du dir eine Hörbibel besorgst. Es gibt sogar kostenlose Hörbibeln. So kannst du jederzeit Gottes Wort hören. Leider nutzen heutzutage nur sehr wenige Menschen diese Möglichkeit. Bitte probier es aus und übe dich darin! Es gibt nichts Besseres, als Gottes Wort in Reinform zu hören.

Eine Predigt oder ein Impuls kann ebenso Gottes Wort sein, wenn es der biblischen Lehre entspricht. Es kann leichter zum Zuhören sein, Gottes Wort erklärt und veranschaulicht zu bekommen, als es einfach nur in Reinform zu hören. Doch leider verwässern oder verzerren sehr viele Predigten Gottes Wort (meist ungewollt)…

Hörbibel, Audiobibel kostenlos anhören

3. Häufiger Gottes Wort hören als geistliche Übung

Übungen wollen regelmäßig gemacht werden, damit sie etwas bringen. Es bringt nichts, wenn man einmal in der Woche einige Liegestütze macht. Die Herausforderung ist also, nicht nur am Sonntag Gottes Wort zu hören. Selbst täglich wäre nicht zu viel (Apg 2,46). Deswegen nimm dir vor Gottes Wort häufiger auch in der Woche anzuhören!

Wie kann das ganz praktisch aussehen?

  1. Besorge dir eine Hörbibel (Download oder Kauf) oder höre sie online! Kostenlose Hörbibeln findest du hier.
  2. Besorge dir gute Predigten (Download oder Kauf) oder höre sie online! Einige Verkündiger, die ich weiterempfehle sind: Wilhelm Busch, Hans Peter Royer, Werner Gitt, Paul Washer, John Piper, Mark Driscoll. Ansonsten ist http://www.sermon-online.de auch eine gute Adresse.
  3. Lade Gottes Wort aufs Handy, Mp3-Gerät oder brenn dir eine CD.
  4. Nutze Fahrten, Aufräum- und Wartezeiten um Gottes Wort zu hören! Etwas weniger Musik und etwas mehr Gottes Wort würde den meisten von uns nicht schaden.
  5. Empfehle gute Predigten weiter!

Wir sind wirklich privilegiert mit Gottes Wort und der technischen Möglichkeit es überall zu hören. Es muss nur noch eine Priorität in unserem Leben werden! Probier es aus und gewöhn es dir an, es immer dabei zu haben und bei Gelegenheit zu hören! Gottes Segen ist dir garantiert!

Eine Predigt vor und für schwere Zeiten

Diese Predigt wurde auf Facebook weiterempfohlen – und ich kann das gerne auch auf meinem Blog tun. Die Predigt enthält einige praktische Tipps für schwere Zeiten. Sie ist nicht allzu lang und kann locker auch nebenbei gehört werden…

„Die Kunst auch in schweren Zeiten nicht aufzugeben“

Wie gefällt euch die Predigt?

10 Tipps um mit Tablet zu predigen

Tablet predigen

In unserer Zeit sieht man schon ab und zu jemanden mit Tablet predigen. Sicher wird das in den nächsten Jahren zunehmen.

Hier sind 10 Tipps zum Predigen mit Tablet:

  1. Bereite dich gut vor und gehe den Ablauf ein paar Mal durch! Technische Unsicherheit stört beim Predigen.
  2. Hol dir eine tolle Hülle, damit es die Menschen nicht so stört/ablenkt, dass du mit einem Tablet nach vorne gehst!
  3. Bereite die Datei gut vor (am Besten ist wohl eine große Schrift, genug Absätze und eine Datei im PDF-Format)!
  4. Lade das Tablet voll auf, sodass der Akku mit Sicherheit bis zum Ende hält!
  5. Schalte unbedingt alle Benachrichtigungen, Vibration & Töne aus (am Besten ist Flugzeugmodus)!
  6. Stelle die Bildschirmhelligkeit gut ein oder kehre die Farben in einem dunklen Raum um (schwarz-weiß), damit es nicht so stark leuchtet!
  7. Schalte alle Auto-Sperrungen (Display-Timeout)) bzw. Bildschirmschoner aus! Deaktiviere die automatische Drehfunktion!
  8. Finde ein Programm mit dem du bis zur letzten Minute noch Anmerkungen eintragen kannst!
  9. Nimm deine Bibel mit und gebrauche sie!
  10. Wenn du auf Nummer sicher gehen willst, nimm immer eine Sicherungskopie mit (in Papierform oder irgendwo in der Cloud). Technik ist nie 100%ig zuverlässig.

Diese Tipps kann man sich ruhig als Checkliste anlegen und vor dem Gottesdienst abhaken 😉

Wie sind deine Erfahrungen mit dem Predigen mit Tablet?

Bibeltexte (Predigttexte & Lesungstexte) zu Karfreitag

Kreuzigung

Über welche Predigttexte kann man zu Karfreitag predigen? Welche Texte könnte man im Gottesdienst lesen lassen? Als Hilfe für alle, die auf der Suche nach einem Predigttext oder Lesungstext zu Karfreitag sind, stelle ich hier ein paar Texte zusammen:

1. Passende Bibeltexte zu Karfreitag aus dem Alten Testament (AT)

Im Alten Testament passen die Gottesknechtslieder sehr gut zu Karfreitag:

Jesaja 50,5-6: Gott der HERR hat mir das Ohr geöffnet. Und ich bin nicht ungehorsam und weiche nicht zurück.  6 Ich bot meinen Rücken dar denen, die mich schlugen, und meine Wangen denen, die mich rauften. Mein Angesicht verbarg ich nicht vor Schmach und Speichel.
Jesaja 53,1-12: Aber wer glaubt dem, was uns verkündet wurde, und wem ist der Arm des HERRN offenbart?  2 Er schoß auf vor ihm wie ein Reis und wie eine Wurzel aus dürrem Erdreich. Er hatte keine Gestalt und Hoheit. Wir sahen ihn, aber da war keine Gestalt, die uns gefallen hätte.  3 Er war der Allerverachtetste und Unwerteste, voller Schmerzen und Krankheit. Er war so verachtet, daß man das Angesicht vor ihm verbarg; darum haben wir ihn für nichts geachtet.  4 Fürwahr, er trug unsre Krankheit und lud auf sich unsre Schmerzen. Wir aber hielten ihn für den, der geplagt und von Gott geschlagen und gemartert wäre.  5 Aber er ist um unsrer Missetat willen verwundet und um unsrer Sünde willen zerschlagen. Die Strafe liegt auf ihm, auf daß wir Frieden hätten, und durch seine Wunden sind wir geheilt.  6 Wir gingen alle in die Irre wie Schafe, ein jeder sah auf seinen Weg. Aber der HERR warf unser aller Sünde auf ihn.  7 Als er gemartert ward, litt er doch willig und tat seinen Mund nicht auf wie ein Lamm, das zur Schlachtbank geführt wird; und wie ein Schaf, das verstummt vor seinem Scherer, tat er seinen Mund nicht auf.  8 Er ist aus Angst und Gericht hinweggenommen. Wer aber kann sein Geschick ermessen? Denn er ist aus dem Lande der Lebendigen weggerissen, da er für die Missetat meines Volks geplagt war.  9 Und man gab ihm sein Grab bei Gottlosen und bei Übeltätern, als er gestorben war, wiewohl er niemand Unrecht getan hat und kein Betrug in seinem Munde gewesen ist.  10 So wollte ihn der HERR zerschlagen mit Krankheit. Wenn er sein Leben zum Schuldopfer gegeben hat, wird er Nachkommen haben und in die Länge leben, und des HERRN Plan wird durch seine Hand gelingen.  11 Weil seine Seele sich abgemüht hat, wird er das Licht schauen und die Fülle haben. Und durch seine Erkenntnis wird er, mein Knecht, der Gerechte, den Vielen Gerechtigkeit schaffen; denn er trägt ihre Sünden.  12 Darum will ich ihm die Vielen zur Beute geben, und er soll die Starken zum Raube haben, dafür daß er sein Leben in den Tod gegeben hat und den Übeltätern gleichgerechnet ist und er die Sünde der Vielen getragen hat und für die Übeltäter gebeten.

 

Ansonsten gibt es sehr passende Verse aus Psalm 22:
Psalm 22,2: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? Ich schreie, aber meine Hilfe ist ferne.
Psalm 22,7-9: Ich aber bin ein Wurm und kein Mensch, ein Spott der Leute und verachtet vom Volke.  8 Alle, die mich sehen, verspotten mich, sperren das Maul auf und schütteln den Kopf:  9 »Er klage es dem HERRN, der helfe ihm heraus und rette ihn, hat er Gefallen an ihm.«
Psalm 22,15-17: Ich bin ausgeschüttet wie Wasser, alle meine Knochen haben sich voneinander gelöst; mein Herz ist in meinem Leibe wie zerschmolzenes Wachs.  16 Meine Kräfte sind vertrocknet wie eine Scherbe, und meine Zunge klebt mir am Gaumen, und du legst mich in des Todes Staub.  17 Denn Hunde haben mich umgeben, und der Bösen Rotte hat mich umringt; sie haben meine Hände und Füße durchgraben.

Weitere Texte könnten sein: 1. Mose 3,15 / 5. Mose 21,23 / Psalm 40,6-8

2. Bibeltexte zur Kreuzigung & dem Tod von Jesus Christus aus den Evangelien

Die zentralen Bibeltexte zu Karfreitag sind die Berichte aus den Evangelien!
Hier wird die Kreuzigung von Jesus von Nazareth beschrieben:
  • Matthäus 27,33-44
  • Markus 15,20-32
  • Lukas 23,33-43
  • Johannes 19,19-27
Der Tod von Jesus Christus:
  • Matthäus 27,45-56
  • Markus 15,33-41
  • Lukas 23,44-49
  • Johannes 19,28-37
Sehr interessant ist, dass auch die Bestattung von Jesus in allen vier Evangelien beschrieben wird:
  • Matthäus 27,57-66
  • Markus 15,42-47
  • Lukas 23,50-56
  • Johannes 19,38-42
Weitere nicht unmittelbar den Tod Jesu beschreibende, aber auf ihn eingehende Verse aus den Evangelien sind:
Markus 10,45: Denn auch der Menschensohn ist nicht gekommen, daß er sich dienen lasse, sondern daß er diene und sein Leben gebe als Lösegeld für viele.
Johannes 3,16: Denn also hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.
Johannes 15,13: Niemand hat größere Liebe als die, daß er sein Leben läßt für seine Freunde.
Siehe auch: Johannes 10,11.15
Karfreitag

3. Lesungstexte und Predigttexte zu Karfreitag aus den Episteln (aus den Briefen des Neuen Testaments)

Auch in den neutestamentlichen Briefen gibt es unheimlich viele passende Texte zu Karfreitag:
Römer 5,6-8: Denn Christus ist schon zu der Zeit, als wir noch schwach waren, für uns Gottlose gestorben. 7 Nun stirbt kaum jemand um eines Gerechten willen; um des Guten willen wagt er vielleicht sein Leben. 8 Gott aber erweist seine Liebe zu uns darin, daß Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren.
Römer 8,32: Der auch seinen eigenen Sohn nicht verschont hat, sondern hat ihn für uns alle dahingegeben – wie sollte er uns mit ihm nicht alles schenken?
2. Korinther 5,19-21: Denn Gott war in Christus und versöhnte die Welt mit sich selber und rechnete ihnen ihre Sünden nicht zu und hat unter uns aufgerichtet das Wort von der Versöhnung.  20 So sind wir nun Botschafter an Christi Statt, denn Gott ermahnt durch uns; so bitten wir nun an Christi Statt: Laßt euch versöhnen mit Gott!  21 Denn er hat den, der von keiner Sünde wußte, für uns zur Sünde gemacht, damit wir in ihm die Gerechtigkeit würden, die vor Gott gilt.
Philipper 2,6-8: Er, der in göttlicher Gestalt war, hielt es nicht für einen Raub, Gott gleich zu sein,  7 sondern entäußerte sich selbst und nahm Knechtsgestalt an, ward den Menschen gleich und der Erscheinung nach als Mensch erkannt.  8 Er erniedrigte sich selbst und ward gehorsam bis zum Tode, ja zum Tode am Kreuz.
Weitere anknüpfende Texte sind Galater 3,13 / Epheser 5,12 / 1. Petrus 2,24 / 1. Petrus 3,18

 

Sehr interessant finde ich auch die für Karfreitag verwendbaren Bibelverse aus dem Hebräerbrief:
Hebräer 9,15: Und darum ist er auch der Mittler des neuen Bundes, damit durch seinen Tod, der geschehen ist zur Erlösung von den Übertretungen unter dem ersten Bund, die Berufenen das verheißene ewige Erbe empfangen.
Hebräer 9,26b-28: Nun aber, am Ende der Welt, ist er ein für allemal erschienen, durch sein eigenes Opfer, die Sünde aufzuheben.  27 Und wie den Menschen bestimmt ist, einmal zu sterben, danach aber das Gericht:  28 so ist auch Christus einmal geopfert worden, die Sünden vieler wegzunehmen; zum zweiten Mal wird er nicht der Sünde wegen erscheinen, sondern denen, die auf ihn warten, zum Heil.
Hebräer 10,7-10: Da sprach ich: Siehe, ich komme – im Buch steht von mir geschrieben -, daß ich tue, Gott, deinen Willen.«  8 Zuerst hatte er gesagt: »Opfer und Gaben, Brandopfer und Sündopfer hast du nicht gewollt, sie gefallen dir auch nicht«, obwohl sie doch nach dem Gesetz geopfert werden.  9 Dann aber sprach er: »Siehe, ich komme, zu tun deinen Willen.« Da hebt er das erste auf, damit er das zweite einsetze.  10 Nach diesem Willen sind wir geheiligt ein für allemal durch das Opfer des Leibes Jesu Christi.
Ich hoffe diese Texte helfen auf der Suche. In der Regel werden diese Bibeltexte auch für Gottesdienste oder Andachten am Karsamstag verwendet…

Verspricht Gott eine Predigt einzugeben?

Wenn sie euch nun hinführen und überantworten werden, so sorgt euch nicht vorher, was ihr reden sollt; sondern was euch in jener Stunde gegeben wird, das redet. Denn ihr seid’s nicht, die da reden, sondern der heilige Geist. (Markus 13,11)

Dieser und ähnliche Verse (Matthäus 19,19-20 / Lukas 12,11-12 / 21,14-15) werden von einigen Christen gern gebraucht, um eine unvorbereitete Predigt oder Rede zu begründen. Doch es gibt drei gute Gründe, die dagegen sprechen:

  1. Die Verheißung bezieht sich auf die Verfolgungszeit, genauer auf das Verhör („wenn man euch verhaftet und vor Gericht stellt“) und nicht auf den normalen Gottesdienst oder eine Predigt.
  2. Die Verheißung beinhaltet die Eingebung dessen, was sie sagen sollen („Nicht ihr seid es, die dann reden, sondern der Heilige Geist.“). In der unvorbereiteten Predigt redet der Prediger aber meist spontan das, was ihm einfällt. Spontane Gedanken sind aber nicht automatisch Eingebung Gottes!
  3. Die Verheißung soll den Jüngern Mut machen, dass sie in dieser Notsituation nicht verzweifeln („dann macht euch nicht im Voraus Sorgen“). Diese Verheißung für die normale Predigt würde Faulheit (ich brauche mich nicht vorbereiten) und Überheblichkeit (man redet inspiriert) bewirken.

Eine Erfüllung dieser Verheißung können wir z.B. in Apg 4,8ff nachlesen.