Schlagwort-Archive: Weihnachten

Poetry-Slam zu Weihnachten

Zwei junge Frauen aus meiner Gemeinde haben sich zusammengesetzt und einen Poetry-Slam zu Weihnachten gedichtet. Hier ist das tolle Ergebnis:

Poetry-Slam zu Weihnachten. 

Was haltet ihr davon?

Hier ist nochmal der Text zum Poetry-Slam zu Weihnachten:

Meine Weihnachtszeit – alle Jahre wieder geprägt von der Suche nach Liebe, Frieden und Geborgenheit. 

Auf der Suche nach diesem einem ganz bestimmten Gefühl.

Weihnachtsmusik, Lichterkerzenschein, Tannenzweigenduft, da liegt doch Weihnachtsstimmung in der Luft.

Weihnachten, ein Fest der Liebe, höre ich die Menschen sagen, dass mit seinen Liebsten gefeiert werden muss, ganz ohne Frust. Mit Traditionen und Geschenken ohne Streit, so erhofft sich jeder eine möglichst besinnliche Zeit.

Und ja, das ist alles auch wirklich toll und ich schätze es sehr wie wundervoll die Stadt geschmückt ist und das Essen duftet, die Lichter geschmückt am Weihnachtsbaum mir das Herz verzücken. 

Doch durch den ganzen Trubel gerät die wahre Weihnachts-Botschaft in Vergessenheit,  ich lenke mich ab von der entscheidenden Wahrheit.  Poetry-Slam zu Weihnachten weiterlesen

„Vom König mit den leeren Händen“ Weihnachtsgeschichte

Vom König mit den leeren Händen

In einer Gemeinde sollte ein Krippenspiel sein. Wie jedes Jahr am Heiligen Abend. Diesmal hatten junge Leute das Krippenspiel selber geschrieben. Und sie hatten wirklich an alles gedacht. Sogar an Ochs und Esel, ja, sogar an das Stroh.

Die Generalprobe

Bei der Generalprobe, bei der angeblich generell alles schief gehen muss, ging tatsächlich allerhand ziemlich schief. Kaum einer hatte seinen Text im Kopf, die Kulisse war noch kolossal unfertig, und was das Schlimmste war: Die drei Könige hatte man schlichtweg vergessen. Aus unerfindlichen Gründen hatte man diese so wichtigen Rollen überhaupt nicht besetzt.

Da man sie aber irgendwie doch für unentbehrlich hielt, schlug jemand vor, in der Gemeinde rumzufragen, wer spontan bereit wäre, König zu sein. Es müsse ja jetzt kein Text mehr auswendig gelernt werden, es würde genügen, wenn die drei ein Geschenk mit  brächten und das an der Krippe ablegten. Gesagt, getan.  „Vom König mit den leeren Händen“ Weihnachtsgeschichte weiterlesen

„Die goldene Kette“ – Weihnachtsgeschichte zum Vorlesen

Ich habe in meinen Weihnachtsdokumenten die nette Weihnachtsgeschichte „Die goldene Kette gefunden“. Eine schöne Vorlesegeschichte für ältere Kinder und Erwachsene: 

Hallo! Ich hoffe, ihr habt ein wenig Zeit, denn ich möchte Euch eine Geschichte erzählen, die ich selber erlebt habe. Das ist zwar jetzt einige Jahre her, aber dafür ist alles wirklich passiert.

Es fing damit an, dass ich eine Einladung bekommen habe. Eine ganz, ganz entfernte Verwandte, die schon seit langem in einem anderen Land lebte, erwartete ein Kind. Und zum Fest der Geburt war ich eingeladen! Zwei meiner Freunde waren auch eingeladen, und weil wir noch nie in dem fremden Land waren und noch überhaupt keine so weite Reise gemacht haben, beschlossen wir voller Abenteuerlust, uns auf den Weg zu machen.

Damals, das müsst Ihr wissen, gab es noch keine Flugzeuge oder Schnellbahnen, und so mussten wir viel Zeit für unsere Reise einplanen. Aber das war nicht das Problem, wir freuten uns schon darauf, unterwegs neue Länder kennen zu lernen. Wir machten uns vielmehr Gedanken darüber, was wir wohl als Geschenk mitnehmen könnten. Meine beiden Freunde hatten sofort eine gute Idee, aber ich überlegte lange, was ich wohl mitnehmen kann. Zu groß und zu schwer darf ein Geschenk nicht sein, das man auf eine solange Reise mit sich tragen will. „Die goldene Kette“ – Weihnachtsgeschichte zum Vorlesen weiterlesen

Vom König, der kam, um zu bleiben – Geschichte zu Weihnachten

Vom König der kam um zu bleiben

Seit er denken konnte war sie da, die Sehnsucht nach Frieden, Sicherheit und Geborgenheit. Als sein Vater eines Tages nicht mehr nach Hause kam, brannte dieses Gefühl wie ein Feuer in seiner Kinder-Seele. Wie verloren er sich gefühlt hatte, wie verlassen und orientierungslos.

In dieser Zeit des tiefsten Schmerzes, hörte er eines Mittags fast zufällig eine Unterhaltung, als er unbeachtet von den eilig Vorüberlaufenden, im Schatten einer Hauswand unter einem Fenster auf dem Boden saß. Er konnte der Unterhaltung längst nicht ganz folgen, aber eines verstand er: Gott sollte als Mensch auf die Erde kommen. So hatte es wohl vor langer Zeit ein Prophet Daniel vorausgesagt.

Lebendige Hoffnung

Der Gedanke, dass Gott auf die Erde kommen würde, er ihm vielleicht begegnen könnte, hatte ihn seit jenem Tag nie wieder losgelassen. Vielleicht würde das Erscheinen dieses Gottes den schrecklichen Kriegen, blutigen Aufständen und der nicht enden wollenden Not endlich ein Ende bereiten. Und vielleicht wäre dann auch sein eigenes Leid zu Ende und die ihn langsam auffressende Sehnsucht nach Frieden endlich gestillt. Vom König, der kam, um zu bleiben – Geschichte zu Weihnachten weiterlesen

Wie wir als Christen von „Weihnachten“ sprechen sollten

Von Weihnachten sprechen

Was bedeutet „Weihnachten“?

Was Weihachten ist, wissen sehr viele Menschen  nicht oder es ist ihnen nicht bewusst. Für viele verschwindet die eigentliche Bedeutung im Nebulösen und Nebensächlichen. In einem Artikel „Was ist Weihnachten: Was das Weihnachtsfest für mich bedeutet“ heißt es:

  • „In der Weihnachtszeit genieße ich sehr die Energie der Rauhnächte, mit denen ich mich gerne intensiv befasse, das heißt, ich nehme mir viel Zeit für meine persönliche Innenschau und für die Familie.“
  • „Für mich ist es daher wichtig, Weihnachten bescheiden zu verbringen, sich über Familie oder Freunde zu freuen, selbst ein Geschenk basteln, den Weihnachtsbaum zu schmücken und nicht gestresst und ausgelaugt vom Shopping-Rausch den Glanz dieses schönen Festes zu verpassen.“
  • „Weihnachten ist dafür da, sich und anderen etwas Gutes zu tun.“

Zu Weihnachten machen sich ja auch immer mehr Firmen Gedanken zur Bedeutung des Festes und drehen schöne Videos, wie dieses hier:

Ein süßer Clip, der als Aufhänger gut sein kann, aber nicht wirklich erklärt, was Weihnachten ist. Denn Weihnachten ist mehr als das Fest der Liebe! Es geht um die konkrete einzigartige Liebe Gottes zu uns Menschen!

Sind wir mit daran Schuld?

Kann es sein, dass wir als Christen mit daran Schuld sind, dass der eigentliche Grund von Weihnachten vergessen wird? Ich denke wir tragen dazu bei, in der Art und Weise wie wir von diesem Fest reden.

Weihnachten bezieht sich wie fast alle Feste auf ein Ereignis in der Vergangenheit. Und die Namen der Feste geben im Besten Fall deren Festinhalt wieder. An Weihnachten feiern wir die Geburt von Jesus. Warum können wir dieses Fest dann nicht auch so nennen? Wir Christen sollten viel häufiger vom „Geburtstag von Jesus“ sprechen. Schlicht, einfach und gut. Oder?

Sprache prägt unser Denken. Sprache macht auf Dinge aufmerksam und Dinge bewusst, die sonst untergehen würden. Damit das nicht mit diesem grandiosen Ereignis – der Geburt von Jesus – passiert, lasst uns auch konkret davon reden.

Ich will das in meiner Familie, Gemeinde und in den Gesprächen mit meinen Mitmenschen tun und lade dich auch dazu ein! Ich bin gespannt auf die Reaktionen…

Nur ein Strohhalm (Geschichte zu Weihnachten)

Nur ein Strohhalm – eine Weihnachtsgeschichte zum Vorlesen…

Nur ein Strohhalm (Geschichte zu Weihnachten)

Die Hirten sind gekommen und dann wieder gegangen. Vielleicht haben sie damals Geschenke mitgebracht, aber gegangen sind sie mit leeren Händen.

Ich kann mir aber vorstellen, dass vielleicht ein Hirte, ein ganz junger, doch etwas mitgenommen hat von der Krippe. Ganz fest in der Hand hat er es gehalten. Die anderen haben es erst gar nicht bemerkt. Bis auf einmal einer sagte: „Was hast du denn da in der Hand?“ – „Einen Strohhalm.“ sagte er, „einen Strohhalm aus der Krippe, in der das Kind gelegen hat.“

„Einen Strohhalm!“, lachten die anderen, „das ist ja Abfall! Wirf das Zeug weg.“
Aber er schüttelte nur den Kopf. „Nein“, sagte er „, den behalte ich. Für mich ist er ein Zeichen, ein Zeichen für das Kind.
Jedes mal, wenn ich diesen Strohhalm in der Hand halten werde, dann werde ich mich an das Kinde erinnern und daran, was die Engel von ihm gesagt haben.“

Und wie ist es mit dem kleinen Hirten weitergegangen?
Am nächsten Tag fragten die anderen Hirten ihn. „Und, hast du den Strohhalm immer noch? Ja? Mensch, wirf ihn weg, das ist doch wertloses Zeug!“

Er antwortete: „Nein, das ist nicht wertlos. Jesus Christus hat darauf gelegen.“ – „Ja, und?“ lachten die anderen, “ das Kind ist wertvoll, aber nicht das Stroh.“

Ihr habt Unrecht“, sagte der kleine Hirte, „das Stroh ist schon wertvoll. Worauf hätte das Kind denn sonst liegen sollen, arm wie es ist? Nein, mir zeigt es, dass Gott das Kleine liebt, das Wertlose. Ja, Gott liebt die Kleinen. Die, die nicht viel können, die nichts wert sind.“

Ja, der Strohhalm aus der Krippe war dem kleinen Hirten wichtig. Wieder und wieder nahm er ihn in die Hand, dachte an die Worte der Engel, freute sich darüber, dass Gott die Menschen so lieb hat, dass er so klein wurde wie sie.

Eines Tages aber nahm ihm einer der anderen den Strohhalm weg und sagte wütend. „Du mit deinem Stroh. Du machst mich noch ganz verrückt!“ Und er zerknickte den Halm mehrfach und warf ihn zur Erde.

Der kleine Hirte stand ganz ruhig auf, strich ihn wieder glatt und sagte zu den anderen: „Sieh doch, er ist geblieben, was er war. Ein Strohhalm. Deine ganze Wut hat daran nichts ändern können. Sicher, es ist leicht, einen Strohhalm zu knicken, und du denkst ‚Was ist schon ein Kind, wo wir einen starken Helfer brauchen‘.

Aber ich sage dir: Aus diesem Kind wird ein Mann und der wird nicht tot zu kriegen sein. Er wird die Wut der Menschen aushalten, ertragen und bleiben, was er ist – Gottes Retter für uns. Denn Gottes Liebe ist nicht klein zu kriegen.“

Frei wiedergegeben nach einer Erzählung aus Mexiko

Mehr schöne Weihnachtsgeschichten, die auch etwas mit Weihnachten zu tun haben, findest du hier.