Haben Christen nicht mehr zu sagen?

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Folgender Beitrag aus idea spektrum (Ausgabe 14.2015) hat mir gefallen:

Mit Trauer und Bestürzung reagiert die Öffentlichkeit auf das Unfassbare – den Flugzeugabsturz in Frankreich. Die kirchliche Prominenz bildet da keine Ausnahme. „Die Nachricht von dem Unglück und der Tod von so vielen Menschen machen uns fassungslos. In Gebeten und Gedanken sind wir bei den Opfern und ihren Angehörigen“, teilt etwa der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm mit. Und sein Amtsvorgänger, Nikolaus Schneider, unterstreicht als Teilnehmer der Fernsehdiskussionsrunde „Anne Will“ „das kollektive Innehalten“: „Wir machen die Erfahrung, dass wir in einer solch schrecklichen Situation nicht alleine sind. Sondern dass wir getragen, verstanden, begleitet werden. Es tut einfach gut, von einem Netz von Menschen gehalten zu werden.“ Der Notfallseelsorger der westfälischen Kirche, Ralf Radix, wird mit den Worten zitiert, es sei Aufgabe seiner Kollegen, zuzuhören, zu begleiten und das Unglück mitauszuhalten. Haben Protestanten in so einer Notsituation wirklich nicht mehr zu sagen?

Wo bleibt der Hinweis auf Jesus Christus, der den Tod überwunden hat? Der Absturz wenige Tage vor Ostern könnte doch eine Steilvorlage sein, um die Hoffnung der Christen auf ein Leben in Ewigkeit bei Gott anzusprechen. Welch ein Trost! Christliche Eltern, die ihre Kinder verloren haben, bekennen immer wieder, dass sie der Gedanke tröstet, ihre Lieben einmal wiederzusehen. Diese lebendige Hoffnung zu bekennen, ist auch Aufgabe der kirchlichen Amtsträger. Stattdessen sagte die EKD die für letzten Donnerstag geplante Pressekonferenz ab, auf der sie ihr Grundlagenpapier zum Kreuzestod Jesu vorstellen wollte. Wie es hieß „aus aktuellem Anlass“ – gemeint sein kann nur die Flugzeugkatastrophe. Dabei hätte die EKD vor den Medienvertretern und damit vor Millionen die wichtigste Botschaft in dieser Situation verbreiten können: dass nämlich dank Kreuz und Auferstehung der Tod nicht das letzte Wort hat! Was kann es in dieser Situation Trostreicheres geben? Hier hat die EKD eine Chance vertan. Klaus Rösler

“Ich weiß, dass mein Erlöser lebt” von Lothar Kosse [Text & Lied]

Im folgenden Video singt Lothar Kosse sein eigenes Lied “Ich weiß, dass mein Erlöser lebt”:

Hier ist der Liedtext:

1. Komm, komm, du Sohn des Höchsten,
komm herab zerreiß die Finsternis!
Komm, komm, du Herr des Himmels,
komm mein treuer Freund verlass mich nicht!

Ich weiß, dass mein Erlöser lebt.
Ich weiß, dass er hoch oben steht.
Hoch über all dem Staub der Welt.
Ich weiß, dass mein Erlöser lebt.

2. Heilig, dein Haus ist heilig,
und aus Staub und Schmerz erhebst du mich.
Ewig, der Weg ist ewig.
Ich weiß ich werde leben weil du bist.

Ich weiß, dass mein Erlöser lebt.
Ich weiß, dass er hoch oben steht.
Hoch über all dem Staub der Welt.
Ich weiß, dass mein Erlöser lebt.

Das Lied ist nach einem Bibelvers aus Hiob 19,25 geschrieben worden:

Aber ich weiß, dass mein Erlöser lebt, und als der letzte wird er über dem Staub sich erheben.

Ich weiß, dass mein Erlöser lebt von Lothar Kosse

Das Lied stammt aus dem Album “Zieh mich höher“. von Lothar Kosse (mehr Infos zum Autor findet man bei Wikipedia).

Die Rechte am Lied hat Praize Republic seit 2004. Akkorde für das Lied findet man hier. Wer wissen möchte, in welchen Liederbüchern es drin ist, schaue hier nach.

Die Krise von Kadesch

Die Krise von Kadesch

“Wo der Missionsauftrag ernstgenommen wird, gerät jede Gemeinde in eine Krise. Wir könnten sie die »Krise von Kadesch« nennen.

Von Kadesch aus sandte Mose zwölf Kundschafter in das verheißene Land Kanaan. 40 Tage lang durchstreiften sie es. Dann kehrten sie zurück und berichteten Mose, Aaron und der ganzen Gemeinde, dass es sich tatsächlich um ein Land handelte, das von Milch und Honig überfloss. Als Beweis brachten sie eine so große Weintraube mit, dass zwei Männer sie an einer Stange tragen mussten. Aber sie ließen auch keinen Zweifel daran, dass sie das Land praktisch für uneinnehmbar hielten.

Unterstützt von Josua schlug Kaleb trotzdem vor: »Lasst uns hinaufziehen und das Land einnehmen, denn wir können es überwältigen«. Aber die übrigen zehn Kundschafter bildeten die Mehrheit. Plötzlich wurden in ihren Berichten alle Menschen, die sie gesehen hatten, zu Riesen. »Wir waren in unseren Augen wie Heuschrecken«, und außerdem frisst das Land seine Einwohner, erklärten sie. Da schrie das Volk und weinte die ganze Nacht. Kaleb und Josua sollten gesteinigt werden. Gott musste eingreifen, um sie und Mose vor dem Zorn des Volkes zu schützen.

Kaleb erhielt später, nach der Einnahme Kanaans, das Gebiet jener Riesen als Erbe zugewiesen. Es stellte sich heraus, dass diese Menschen keineswegs kampferfahren waren. Die zehn Kundschafter hatten durch ihre Angst das Volk davon abgehalten, den Auftrag Gottes durchzuführen. Alle, die zu dieser Generation gehörten, starben auf der Wüstenwanderung. Nur Josua und Kaleb blieben am Leben. Sie eroberten später als Anführer einer neuen Generation das verheißene Land.

Das Problem von Kadesch charakterisiert auch die Situation mancher Gemeinde heute. Anstatt dem Auftrag, alle Menschen mit dem Evangelium bekanntzumachen, nachzukommen, wird protestiert: Die Aufgabe ist viel zu groß. Es ist unmöglich, sie durchzuführen. Man wird uns das Reden verbieten, uns gefangen nehmen oder töten. Man kann dieser Aufgabe einfach nicht nachkommen. Der heutige Aufschrei der Christusgemeinde im Blick auf die Erfüllung der Weltmission hört sich an, als handle es sich dabei um die Idee eines Fantasten, aber nicht um den Auftrag des lebendigen Gottes selber.”

Aus dem Buch “Unsere Gemeinde kann wachsen” von Anton Schulte.

Wer einen halben Tag vor Computerspielen sitzt

Wer einen halben Tag vor Computerspielen sitzt

Vor genau 10 Jahren, am 11. Februar 2005, startete das bislang erfolgreichste Online- Rollenspiel „World of Warcraft“ (Welt des Krieges). Mehr als 100 Millionen Menschen spielten zwischenzeitlich mit in dieser Welt voll Monster, Magie und Tod. In „Raids“ (Kampfgruppen) ziehen bis zu 25 Verbündete durch die Fantasiewelt „Azeroth“ um mit Schwertern und magischen Kugeln die virtuellen Gegner zu besiegen. Für viele ist das der Ort Freunde zu gewinnen, für andere eine Art Flucht aus der unübersichtlichen Realität, hinein in eine magische Scheinwelt. Für einen lohnt sich dieses Spiel in jedem Fall, für die Betreibergesellschaft „Blizzard“. Sie verdient an „World of Warcraft“ eine Milliarde Dollar – jährlich. Gegenwärtig gewinnen Online- Spiele wie „Heroes of the Storm“ zunehmend an Bedeutung, vor allem weil sie, zumindest zu Beginn, kostenlos sind. Hat einen das Spielfieber erst einmal gepackt und man will wirklich vorankommen, dann muss man zahlen, schließlich handelt es sich auch bei den Betreibern dieser Welt um keine selbstlosen Sozialhelfer.

Sicher, bei „World of Warcraft“ ließe sich manches kritisieren, die Verherrlichung von Gewalt, die Verharmlosung von Okkultismus oder die bewusste Ausblendung vieler Aspekte der Wirklichkeit. Vor allem erscheinen aber zwei Dinge in diesem Online- Rollenspiel äußerst problematisch: 1. Sein massives Suchtpotential und 2. Die dadurch hervorgerufene Realitätsflucht.

An den Gefahren der Spielsucht für das soziale und gesundheitliche Leben zweifelt heute fast niemand mehr. Eine Studie des Bundesgesundheitsministerium geht davon aus, dass mehr als 250.000 Jugendliche zwischen 14 und 24 Jahren süchtig nach Online-Spielen sind, allein in Deutschland. Für viele dieser Spieler gibt es kein Leben mehr ohne oder neben ihrer Online- Welt. Zunehmend vernachlässigen sie die reale Welt um sich herum: Schule, Beruf, Familie, Wohnung, Gesundheit usw. In Internet- Foren sprechen die Süchtigen über ihr Leben: „Ich saß jeden Tag rund zwölf Stunden vor dem Computer und spielte WOW (World of Warcraft).“ „50kg mehr auf den Rippen, 2x Schule abgebrochen, (…) Schlafstörungen seit ich 13 bin, Verzweiflung, Verlust meiner Freunde.“ Das ist beängstigend. Nicht nur, dass Menschen hier mehr oder weniger freiwillig ihr Leben systematisch zerstören, sie bürden auch ihren Angehörigen und der Gesellschaft nicht unerhebliche Lasten auf.

Wer einen halben Tag vor Computerspielen sitzt ist nicht mehr frei, sondern süchtig. Und bei Sucht hilft nur der Entzug, keine Reduktion um wenige Minuten. Rationale Argumente verändern hier zumeist nur wenig. – Vielleicht sollte man manche Computerspiele auch, wie Zigarettenschachteln, mit einem warnenden Aufdruck versehen: „Spielen gefährdet ihr Leben“ Oder sollte man von den Spielebetreibern die Kosten der Suchtbehandlung einklagen? Nach dem altbewährten Verursacherprinzip wäre das doch nur gerecht.

Für immer mehr Menschen wird die vorgeblich grenzenlose Freiheit zu einer bedrückenden Belastung, der sie durch die Flucht in die virtuelle Welt entfliehen. Das komplexe Leben, die ständig zu treffenden Entscheidungen, vielfältige Erwartungen und das mediale Bombardement mit negativen Nachrichten sind für eine Menge Menschen einfach zu viel. Da ist die Bildschirmwelt weit überschaubarer, mögliche Gefahren im Online- Spiel sind absehbar und wenn man stirbt wartet schon das nächste Leben auf den Kandidaten. Auf Dauer häufen sich nach einer Flucht in den Computer natürlich immer mehr Probleme im realen Leben an: Beziehungen zerbrechen, Depressionen stellen sich ein, die Gesundheit streikt, man kann den Anforderungen in Schule oder Beruf nicht mehr nachkommen.

Der weit bessere Weg im Umgang mit den Belastungen des Alltags ist das Gespräch mit Gott. Die Helden der medialen Kunstwelt können nicht wirklich helfen, Gott aber schon. Er versteht jedes Problem und ist an jedem Menschen interessiert; auch wenn der in seiner gewohnten Umgebung nur von wenigen gemocht wird. Gott gibt Maßstäbe, die dabei helfen, das wirkliche Leben zu bewältigen, Beziehungen zu klären und Sinn zu finden. Statt sich in die Welt eines Computerspiels zurückzuziehen, kann man mit Gottes Hilfe immer wieder neu anfangen. Der erste Schritt dazu ist ein offenes Gespräch mit Gott über alles was einen nervt, belastet oder dazu bringen will sich aus der realen Welt zu verabschieden.

Quelle: https://www.facebook.com/michael.kotsch.9/posts/557036864436096

Kommentar: Wer im leben nicht erfolgreich ist, fühlt sich natürlich in einer Scheinwelt wohler, in der er ein Held ist. Im realen Leben gibt es allerdings nur einen Helden..

Es gibt keine Friseure!

Es gibt keine Friseure

Ein Mann sitzt beim Friseur, um sich den Bart rasieren und die Haare schneiden zu lassen. Während der Arbeit unterhalten sich Kunde und Friseur angeregt über alles Mögliche. Dann sagt der Friseur: “Ich glaube nicht, dass Gott existiert.” Der Kunde fragt ihn darauf: “Wieso glauben sie das?”, worauf der Friseur antwortet: “Nun, Sie müssen nur mal auf die Straße gehen, um zu sehen, dass es Gott nicht gibt. Wenn Gott existieren würde, dann gäbe es nicht die vielen kranken Menschen! Und was ist mit den ausgesetzten Kindern auch nicht. Wenn Gott existierte, gäbe es weder Schmerzen noch Armut. Ich kann mir keinen liebenden Gott vorstellen, der all diese Dinge erlaubt”.

Der Kunde denkt einen Moment nach, geht aber nicht auf die Argumente ein, denn die Arbeit ist fertig. Er bezahlt und verlässt den Laden. Kurz darauf trifft er auf einen Mann mit langen, dreckigen Haaren und einem zerzausten Vollbart. Er sieht schmutzig und ungepflegt aus. Der Kunde geht zurück zum Friseur in dessen Salon und sagt: “Wissen Sie was? Es gibt keine Friseure!” Der Friseur ist verdutzt und antwortet “Warum sagen Sie so etwas? Ich bin hier, und ich bin ein Friseur! Und ich habe Ihnen gerade noch die Haare geschnitten!”
“Nein”, ruft der Kunde, “Friseure gibt es nicht! Denn wenn es sie gäbe, dann würden keine Menschen mit langen, dreckigen Haaren und einem ungepflegten Bart herumlaufen, wie dieser Mann dort draußen, den sie dort sehen können!”

“Halt, halt”, warf der Friseur ein, “Sie interpretieren das völlig falsch! Natürlich gibt es Friseure! Das Problem ist, dass die Menschen nicht zu mir kommen!”
“Sehr richtig! Genau das ist es!”, erwiderte der Kunde. “Gott gibt es auch. Das Problem ist, dass die Menschen nicht zu ihm kommen und sich von ihm mit Liebe für ihre Mitmenschen beschenken lassen. Das ist der Grund, warum es so viel Schmerz und Armut in der Welt gibt.”

(Autor unkebannt)

Die Geschichte gibt es auch als Video:

Auf dem Weg Gott von ganzem Herzen zu lieben