Was lernen wir aus der Scheidung anderer?

Was lernen wir aus der Scheidung anderer?Was lernen wir aus der Scheidung anderer?

„Es ist also mal wieder so weit: Ein weiteres US-Promipaar lässt sich scheiden. Das Schauspieler-Duo Angelina Jolie und Brad Pitt geht künftig getrennte Wege. Auf allen Nachrichtenkanälen war in der vergangenen Woche davon die Rede, galten die beiden doch als das Vorzeigepaar und mit ihren sechs Kindern auch noch als Vorzeigefamilie. (…)

Gleichzeitig ist jede Scheidung ein Nadelstich für die Verheirateten: Wie steht es eigentlich um meine eigene Ehe? Der Apostel Paulus hat einmal einen wichtigen Ratschlag gegeben: „Wer meint, er stehe, mag zusehen, dass er nicht falle“ (1. Korinther 10,12). Er bezieht das auf Hurerei und Götzendienst, aber es passt präzise auch auf Eheleute.

Eine der größten Versuchungen in unseren Ehen ist es, sie als Selbstläufer zu betrachten – gerade in guten Zeiten, wenn man eigentlich keinen Beziehungsstress hat. Umso überraschter sind wir, wenn plötzlich „böse Tage“ voller Missverständnisse, Kränkungen, Vernachlässigungen kommen. Wo sind die guten Gefühle, wo ist die Harmonie der Seelen geblieben?

(…) Das Dach eines Hauses deckt man bei Sonnenschein und nicht im strömenden Regen. So können Paare, die sich in ihrer Liebe unerschütterlich fühlen, die guten Tage dazu nutzen, böse Tage zu verhindern oder deren Folgen zumindest abzumildern.“

Aus Idea Spektrum 39.2016, S. 11. Geschrieben von Susanne Mockler

scheidung

Was lernen wir aus der Scheidung anderer?

Ich möchte nur kurz anmerken: Das Kernproblem sind unsere Herzen! Wir können an unserer Ehe, dem Ehepartner und unserem Verhalten herumbasteln so viel wie wir wollen. So lange sich das Herz nicht verändert gibt es keine ausschlaggebende Veränderung unserer Ehe, unseres Ehepartners oder unseres Verhaltens.

Mehr als alles andere behüte dein Herz! Sprüche 4,23

Allein Gott kann unser Herzen verändern und uns wahre Liebe zu ihm und unserem Ehepartner schenken!

Zum Erntedankfest eine andere Gemeinde besuchen

Hallo ihr Lieben,
die Erntedankfestzeit steht uns unmittelbar bevor. In diesem Artikel geht es um die alte Tradition in ev.-luth. Brüdergemeinden andere Gemeinden zum Erntedankfest zu besuchen.

Kennst du diese Tradition? Bei uns in der Gemeinde war es auch nicht üblich. Aber ich habe diese Tradition vor einigen Jahren in südlichen Gemeinden Deutschlands kennengelernt. Es geht darum auch mal gleichgesinnte Gemeinden in anderen Städten zu besuchen. Dafür eignet sich das Erntedankfest ganz gut. Es wird in den Gemeinden an verschiedenen Tagen gefeiert und passt, weil oft noch ein gemeinsames Essen oder ein Zusatzprogramm angeboten wird.

Auf lutherische-bruedergemeinden.com kann man die aktuellen Termine anderer evangelisch-lutherischer Brüdergemeinden finden.

erntedankfeste-2016

Warum nicht einen Sonntag auswählen und sich auf den Weg machen? Es ist so bereichernd fremde Menschen als geistliche Geschwister und vielleicht sogar als Freunde zu gewinnen. Der Blick über den Tellerrand kann sehr hilfreich sein! Probiere es einfach mal aus.

„Wo Menschenwege enden“ von Fritz Woike

Wo Menschenwege enden

Wo Menschenwege enden,
fängt Gottes Weg erst an.
Der alle Wege wenden
und Welten lenken kann.

Wo Menschenmacht entschwindet,
erst Gottes Macht beginnt.
Der Seine Kraft entbindet,
wo unsre Kraft zerrinnt.

Er kann sein Machtwort sprechen,
erst in der tiefsten Not,
wenn alles zu zerbrechen
und versinken droht.

Erst wenn wir ganz verloren
und arm und hilflos steh´n,
zu uns aus Gottes Toren
die Engel Gottes geh´n.

Wie Nebel muss zerrinnen,
was uns voll Trug umspinnt,
Gott kann erst dort beginnen,
wo wir am Ende sind.

Fritz Woike (1890-1962)

Der Text von „Wo Menschenwege enden“ (1948) wurde wohl 1956 von Rudolf Zöbeley & Gerhard Schmeling vertont. Das Lied findet man zum Beispiel im Liederbuch „Jesus unsere Freude“ (1995 herausgegeben vom Evangelischen Gnadauer Gemeinschaftsverband e.V. ).

Ein anderes schönes Gedicht von ihm findest du hier: Entthront

Die Wahrheit sagen – eine persische Geschichte

Die Wahrheit sagen – eine persische Geschichte

Die Wahrheit sagen - eine persische Geschichte

Chosroes, Kaiser von Persien, hatte sich gegen alle Hoffnungen von seiner schweren Krankheit erholt. Da rief er seine Berater zusammen und sagte: „Ich möchte heute von euch wissen, was ihr von mir haltet. Meint ihr, dass ich ein guter Kaiser bin? Sprecht die Wahrheit ohne Furcht. Dafür möchte ich jedem von euch einen Edelstein schenken.“

Einer nach dem andern traten die Berater vor mit schönen Worten und übertriebenen Lobreden. Als der weise Elaim an der Reihe war, sagte er: „Mein Kaiser, ich möchte lieber schweigen, denn die Wahrheit kann man nicht kaufen.“

Da sprach der Kaiser: „Ist gut. Dann werde ich dir eben nichts geben. Also, jetzt kannst du deine Meinung offen sagen.“

Chosraus

Da sagte Elaim: „Mein Kaiser, du willst wissen, was ich denke. Ich denke, dass du ein Mensch bist mit vielen Schwächen und Fehlern, genauso wie wir. Aber deine Fehler wiegen viel schwerer, denn das ganze Volk stöhnt unter der Last der Steuern. Ich denke, du gibst eben zu viel Geld aus, um Feste zu feiern, Paläste zu bauen und vor allem, um Krieg zu führen.“

Als der Kaiser das hörte, wurde er nachdenklich. Dann ließ er seinen Beratern je einen Edelstein austeilen, wie er versprochen hatte. Elaim aber ernannte er zu seinem Kanzler.
Am nächsten Tag traten die Schmeichler vor den Kaiser. „Mein Kaiser“, sagte der Wortführer, „den Händler, der dir diese Schmuckstücke verkauft hat, sollte man aufhängen! Denn die Steine, die du uns geschenkt hast, sind falsch.“
„Das weiß ich schon“, antwortete der Kaiser. „Sie sind so genau so falsch wie eure Worte.“

Sollten wir nicht die Wahrheit sagen? Was hindert dich daran vom Gericht Gottes und Gottes Zorn über die Sünde zu reden?

Als Menschen, die das Lügen abgelegt haben, müsst ihr einander die Wahrheit sagen. Wir sind doch als Glieder miteinander verbunden. (Epheser 4,25)

Stimme eines Christen in deutschen Flüchtlingsunterkünften

„In der Unterkunft, in der wir untergebracht sind, setzt die Security die Ordnung nicht durch. Wir werden jeden Morgen um fünf Uhr von dem lauten Azan (Gebetsruf der Muslime) geweckt. Die Lage verschlimmert sich, sobald man sich beschwert, denn sie sagen, dies sei das Recht der Muslime. Außerdem können sie uns ungestraft beleidigen. In der Unterkunft haben zwei meiner Freunde schon Todesdrohungen erhalten. Ihnen wurden ihre Kreuzanhänger vom Hals gerissen. Keiner von uns traut sich mehr, ein Kreuz zu tragen.“

Männlicher Flüchtling aus Iran

„Entthront“ – Gedicht von Fritz Woike

Hier findest du das beachtenswerte Gedicht „Entthront“ von Fritz Woike:

Entthront [Bild]

In stiller Stunde hat mich, tief erschreckt,
der Geist des HERRN aus meinem Schlaf geweckt;
und deutlich, wie ich vorher nie gesehn,
sah ich mich selbst im Lichte Gottes stehn.
Ich schaute mich durch SEINE Augen an,
und Werk und Leben in ein Nichts zerrann.

Mir ward das Licht zu grauenvoller Nacht:
Ich habe GOTT zu meinem Knecht gemacht,
den HERRN der Welt zu meiner Wünsche Spiel!
ER nicht, ich selbst war meines Glaubens Ziel.

Um mich hat alles, alles sich gedreht,
um Heil und Kraft – ich nannte es „Gebet“.
Ich wollt IHN zwingen mit dem eignen Wort;
und schwieg er still, so ging ich trotzig fort.

Und schritt hinein in selbstgewählte Nacht –
was hab ich DIR, mein GOTT, für Not gemacht!
Ich litt um mich und meinen eignen Schmerz.
Für DEIN Verlangen hatte ich kein Herz.
Auf DEINEM Platz, da habe ich gewohnt!
Ich dank DIR, HERR, dass du mich hast entthront.

Fritz Woike (1890-1962)

Fritz Woike war ein gläubiger Dichter. Einige andere Werke findet man hier.

Auf dem Weg Gott von ganzem Herzen zu lieben

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