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Was könnte Gott aus deinem Leben machen…
… wenn du ihn nur Herr sein ließest ganz und gar.
“Es wird erzählt, dass Mendelssohn einmal nach Freiburg kam, um sich im Münster die große Orgel anzusehen. Der alte Küster verweigerte ihm die Erlaubnis, auf dem Instrument zu spielen; denn er kannte ihn nicht. Schließlich erklärte er sich widerstrebend bereit, ihn ein paar Takte spielen zu lassen. Mendelssohn nahm auf der Orgelbank Platz, und schon brach brausend die herrlichste Musik aus dem königlichen Instrument hervor.
Der Mann war sprachlos vor Staunen. Er kam heran und fragte den großen Musiker nach seinem Namen. Als er hörte, wen er vor sich hatte, stand er tief betroffen da und machte sich bittere Selbstvorwürfe. „Wie konnte ich Ihnen nur die Erlaubnis zum Spielen auf dieser Orgel verweigern!“
Jesus ist es, der unser Leben habe und darauf „spielen“ möchte. Aber wir verweigern uns ihm und wollen es ihm nicht erlauben. Dabei würde er unseren Herzen eine himmlische Musik entlocken, wenn wir uns ihm nur ausliefern würden.”
Was könnte Gott aus deinem Leben machen,
wenn du ihn nur Herr sein ließest ganz und gar.
Vertrau dich ihm an, und du wirst sehen,
und du wirst sehn, der Herr führt wunderbar.
Für Gott "brennen"
Nicht wörtlich gemeint, sondern im Sinn von Hingabe und Eifer.
In dir muss brennen, was du in anderen entzünden willst.
Augustinus von Hippo
Ich möchte für Gott brennen und andere Menschen mit seiner Liebe anzünden!
Der junge Missionar Jim Elliot – er war erst neunundzwanzig Jahre alt, als er sein Leben bei den Aucas verlor – schrieb folgende Worte in sein Tagebuch:
1) „Der ist kein Tor, der hingibt, was er nicht behalten kann, auf dass er gewinne, was er nicht verlieren kann.“
2) “Herr, zünde an den toten Reisighaufen meines Lebens, gib, dass ich aufflamme und für Dich verbrenne. Verzehre mein Leben, Herr, denn es ist Dein. Ich trachte nicht nach einem langen Leben, sondern nach einem erfüllten, gleich Dir, Herr Jesus”
3) “Durchtränke mein Wesen mit dem Öl Deines Heiligen Geistes, auf dass ich aufflammen kann. Aber eine Flamme ist vergänglich, oft von kurzer Lebensdauer. Kannst du das ertragen, meine Seele – ein kurzes Leben? In mir wohnt der Geist jenes Großen, dessen Leben so kurz war und den der Eifer für das Haus des Herrn verzehrte. Flamme Gottes, lass mich dein Brennstoff sein.”
4) “Vater, lass mich schwach sein, auf dass ich die Kraft verliere zum Umklammern von weltlichen Dingen. Mein Leben, mein Ansehen, mein Besitz – Herr, nimm von mir die Neigung meiner Hand zum Ergreifen und Festhalten. Ach, Vater, dass doch von mir wiche das Verlangen schon nach dem bloßen Streicheln. Wie oft habe ich den festen Griff gelockert, nur um mir das zu erhalten, was ich in harmlosem Verlangen so sehr schätzte – das liebkosende Berühren. Nein, öffne vielmehr meine Hand zum Aufnehmen des Kreuzigungsnagels, Vater, wie die Hand Jesu Christi – auf dass ich, indem ich alles loslasse, selber losgelassen werde, los von allem, was mich jetzt noch bindet. Auch bei Jesus war das Sehnen und Trachten auf den Himmel gerichtet, ja, auf die Einheit mit dir, Vater, nicht auf Dinge, die man umklammert. So gib denn, Vater, dass ich loslasse.”
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