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Glaube wie ein toter Fisch

Worte die mich immer wieder bewegen:

„Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Gemüte und mit aller deiner Kraft!“ (Markus 12,30)

Für viele ist es eitel Freude und Wonne, ein beschauliches Leben zu führen. Sie glauben an den Vater, an den Sohn, an den Heiligen Geist. Mit grossem Wohlgefallen erfreuen sie sich an den Offenbarungen und Erzählungen des Wortes Gottes. Sie denken über Gott und göttliche Dinge nach; er ist für sie ein Gegenstand des Studiums. Sie haben richtige Glaubensüberzeugungen, sind streng orthodox und wissen in allem Bescheid, können über Glaubensartikel streiten und sich über göttliche Dinge ereifern. Aber ach, ihre Religion ist wie ein toter Fisch, kalt und steif. Es ist kein Leben darin. Betrachten können sie wohl, aber nicht lieben; sie können wohl nachdenken, aber keine Gemeinschaft pflegen. Sie können an Gott denken, vermögen aber nicht, ihn zu lieben. Oh, ihr kaltblütigen Denker, an euch richtet sich dieses Gebot.

Da mag jemand aufstehen und sagen: „Recht haben Sie, aber mich trifft dieser Vorwurf nicht. Ich gehe jeden Sonntag zweimal zum Haus Gottes, ich halte meine Hausandacht mit meiner Familie, ich achte sehr darauf, jeden Morgen mein Gebet zu verrichten und in meiner Bibel zu lesen.“

Sehr gut, mein Freund, und doch kannst du das alles tun, ohne Gott zu lieben. Ja, manche von euch gehen in die Predigt oder Gebetsversammlung wie ein Pferd, das man in die Schwemme reitet. Ihr wagt es nicht, den Sonntag zu entheiligen, aber ihr würdet es tun, wenn ihr könntet. Ihr steht unter einem Pflichtgefühl, aber ihr fühlt euch dabei nicht wohl. Euer Herz schlägt nicht schneller, wenn der Name des Herrn Jesus fällt; eure Seele fühlt sich bei der Betrachtung seiner Werke nicht erhoben, denn euer Herz ist ganz unbeteiligt, und während ihr Gott mit euren Lippen ehrt, ist euer Herz fern von ihm.

Autor: Charles H. Spurgeon
Quelle: Auf dein Wort (Andachtsbuch)

Psalm 73 – warum ich Gott (dennoch) liebe

1 Ein Psalm Asafs.

Ganz sicher: Gott ist voller Güte gegenüber Israel,
gegenüber all denen, deren Herz frei von Schuld ist.
2 Ich aber wäre fast gestrauchelt,
nur wenig fehlte noch, und meine Füße wären ausgeglitten.

3 Denn ich beneidete die Überheblichen;
es machte mir zu schaffen, als ich sah, wie gut es den Gottlosen geht.
4 Bis zu ihrem Tod leiden sie keine Qualen,
und wohlgenährt ist ihr Bauch.
5 Die Mühen des täglichen Lebens kennen sie nicht,
und von menschlichen Sorgen werden sie nicht geplagt.
6 Darum tragen sie ihren Stolz zur Schau wie eine Halskette,
Gewalt umgibt sie wie ein Gewand.
7 Ihre Augen blicken aus einem fetten und feisten Gesicht,
aus ihren Herzen quellen böse Pläne hervor.
8 Sie verhöhnen und unterdrücken andere durch die Bosheit ihrer Worte,
von oben herab reden sie stolz daher.
9 Ihr Maul reißen sie weit auf,
weder Himmel noch Erde bleiben von ihren Lästereien verschont.

10 Darum laufen ihnen auch so viele Leute nach
und nehmen ihre Worte gierig auf wie Wasser.
11 Und dabei sagen sie auch noch: »Wie sollte Gott von unserem Tun etwas wissen?
Er, der Höchste, bekommt doch gar nichts mit!«

12 Ja, sie verachten Gott,
haben aber keine Sorgen und häufen auch noch Reichtum an!

13 Ach – so habe ich wohl ganz umsonst mein Herz
und meine Hände frei von Schuld gehalten!
14 Ich werde ja doch den ganzen Tag vom Unglück geplagt,
jeder Morgen ist bereits eine Strafe für mich!

15 Hätte ich jemals gesagt: »Ich will genauso daherreden ´wie jene Gottlosen`!«,
dann hätte ich treulos gehandelt gegenüber denen, die zu deinen Kindern gehören.

16 So dachte ich nach, um all dies zu begreifen,
doch es war zu schwer für mich –
17 so lange, bis ich endlich in Gottes Heiligtum ging.
Dort begriff ich, welches Ende auf jene Menschen wartet:

18 Ganz sicher, du stellst sie auf rutschigen Boden,
du lässt sie stürzen und in Trümmern liegen bleiben.
19 Im Nu werden sie vernichtet,
ein schreckliches Ende finden sie!
20 Wie man einen Traum gleich nach dem Erwachen vergisst,
so lässt du, Herr, ihren Anblick verschwinden, sobald du dich ´zum Gericht` erhebst.

21 Als mein Herz verbittert war
und ich mich tief verletzt fühlte,
22 da war ich töricht und ohne Einsicht,
verständnislos wie ein Tier stand ich vor dir.

23 Aber nun bleibe ich für immer bei dir,
und du hast mich bei meiner rechten Hand gefasst.
24 Du leitest mich nach deinem weisen Plan
und nimmst mich am Ende in Ehren auf.
25 Wen habe ich im Himmel außer dir?
Und auch auf der Erde habe ich nach nichts Verlangen, wenn ich nur dich bei mir weiß!
26 Wenn auch meine Kräfte schwinden und mein Körper mehr und mehr verfällt,
so gibt doch Gott meiner Seele Halt.
Er ist alles, was ich brauche – und das für immer!

27 Ganz sicher: Wer sich von dir lossagt, der wird umkommen.
Du vernichtest alle, die dir treulos den Rücken kehren.
28 Für mich aber ist Gottes Nähe beglückend!
Mein Vertrauen setze ich auf den Herrn, ja, auf den Herrn.
Alle deine Taten will ich weitererzählen.

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Deine Wünsche

„Stellen Sie sich vor, Gott selbst käme zu Ihnen und forderte Sie auf, eine Liste aufzustellen mit Ihren Wünschen.

Lauter Dinge, versteht sich, die auch ein Christ genießen darf: ein gutes Essen, wenn Sie Hunger haben, ein erfülltes Familienleben, das befriedigende Gefühl, einen Sinn und Zweck im Leben gefunden zu haben, Romantik und Abenteuer, robuste Gesundheit, einen Beruf, in dem Sie Ihre Talente zur Entfaltung bringen und sich Respekt und eine Menge Geld erwerben können, eine Saisonkarte fürs Theater oder für die Skipiste, guten Schlaf in jeder Nacht auf Ihrer bequemen Matratze und – als Sahnehäubchen – Segenserfahrungen im Gottesdienst, wo Sie dankbar diesen großzügigen Gott anbeten, der Ihnen das alles geschenkt hat.

Während Sie Ihre Liste noch einmal durchlesen und befinden, dass sie ziemlich vollständig ist – oder sie vielleicht noch ergänzen: ein neues Auto, ein Boot, ein Ferienhaus –, spricht Gott erneut. Diesmal sagt er: «Ich werde dir alles geben, was auf deiner Liste steht, und ein langes Leben, um das alles zu genießen, obendrein. Aber nur unter einer einzigen Bedingung: Wenn du dieses Angebot annimmst, wirst du niemals mein Angesicht sehen!»

Augustinus erklärte nun: «Der Schauder, den du fühlst, wenn du daran denkst, niemals Gottes Angesicht zu sehen, ist deine Liebe zu Gott.“ (Quelle: Lawrence J. Crabb, Soul Talk, S. 16-17.)

Mutter Teresa – Wie man Gott liebt

In Matthäus 25,31-46 heißt es:

31 »Wenn der Menschensohn in seiner Herrlichkeit kommen wird und mit ihm alle Engel, dann wird er in königlichem Glanz auf seinem Thron Platz nehmen. 32 Alle Völker werden vor ihm versammelt werden, und er wird die Menschen in zwei Gruppen teilen, so wie der Hirte die Schafe und die Ziegen voneinander trennt. 33 Die Schafe wird er rechts von sich aufstellen und die Ziegen links.

34 Dann wird der König zu denen auf der rechten Seite sagen: ›Kommt her, ihr seid von meinem Vater gesegnet! Nehmt das Reich in Besitz, das seit der Erschaffung der Welt für euch vorbereitet ist. 35 Denn ich war hungrig, und ihr habt mir zu essen gegeben; ich war durstig, und ihr habt mir zu trinken gegeben; ich war ein Fremder, und ihr habt mich aufgenommen; 36 ich hatte nichts anzuziehen, und ihr habt mir Kleidung gegeben; ich war krank, und ihr habt euch um mich gekümmert; ich war im Gefängnis, und ihr habt mich besucht.‹

37 Dann werden ihn die Gerechten fragen: ›Herr, wann haben wir dich denn hungrig gesehen und dir zu essen gegeben, oder durstig und dir zu trinken gegeben? 38 Wann haben wir dich als Fremden bei uns gesehen und haben dich aufgenommen? Oder wann haben wir dich gesehen, als du nichts anzuziehen hattest, und haben dir Kleidung gegeben? 39 Wann haben wir dich krank gesehen oder im Gefängnis und haben dich besucht?‹

40 Darauf wird der König ihnen antworten: ›Ich sage euch: Was immer ihr für einen meiner Brüder getan habt – und wäre er noch so gering geachtet gewesen –, das habt ihr für mich getan.‹ Mutter Teresa – Wie man Gott liebt weiterlesen

Die Bibel mit einer Frage durchlesen

Wie ihr vielleicht wisst, lese ich sehr gerne. Es gibt Zeiten wo ich zwei Bücher pro Woche durchlese. Leider hat mich das manchmal davon abgehalten, regelmäßig in der Bibel zu lesen.

Nun habe ich mir vorgenommen, die Bibel mit einem Bibelleseplan durchzulesen. Das ist das erste Mal für mich (ich wollte nie damit protzen, wie häufig ich die Bibel durchgelesen habe). Als Hilfe benutze ich da eine App auf meinem Android-Handy: „You Version – The Bible App„. Da gibt es die Möglichkeit einen Bibelleseplan zu starten. Ich habe mich für ESV Study Bible entscheiden, weil jeden Tag vier verschiedene und doch zueinander passende Textabschnitte dran sind. Das kann man auch online machen.

 

Doch nicht nur das. Das Ziel ist die Bibel mit einem besonderen Augenmerk auf „LGVGH“ durchzulesen. Beim Lesen durch die Bibel stelle ich mir die Fragen:

  1. Wie soll ich Gott lieben? Was bedeutet von ganzem Herzen?
  2. Warum soll ich Gott lieben?
  3. Wie schaffe ich es Gott von ganzem Herzen zu lieben?
  4. Was hindert mich daran Gott von ganzem Herzen zu lieben?

Ich hoffe erstens dadurch regelmäßig große Abschnitte in der Bibel zu lesen und zweitens so meinem Herzensanliegen Gott immer mehr zu lieben, näher zu kommen.

 

Sie kennen mich nicht!

Eine Mutter hatte ein einziges Kind, und dieses war geistig schwer behindert. Um dieses Kind willen hatte sie auf jedes Vergnügen verzichtet. Zwanzig Jahre lang hatte sie sich der schwersten, unangenehmsten Pflege nicht entzogen, weder bei Tag noch bei Nacht. Trotz alledem musste sie schluchzend bekennen: „Es kennt mich nicht einmal! Es gibt nie ein Zeichen, dass es mich gern hätte!“

Ob nicht vom Himmel her dieselbe Klage über viele Menschen geführt werden muss! Was hat die ewige Liebe bis zum heutigen Tag schon alles an uns getan, und doch über wie viele muss Gott mit jener Mutter klagen: „Mein Kind kennt mich nicht einmal! Mein Kind zeigt mir nie, dass es mich liebt!“ Ob das nicht einst die Klage der Ewigkeit sein wird: „Sie kennen mich nicht?“