„Wir weigern den Gehorsam“ von Fritz Woike

Dieser Artikel enthält den Text „Wir weigern den Gehorsam“ von Fritz Woike:

Wir weigern den Gehorsam

Wir weigern den Gehorsam
und stehn in deinem Heer,
wir singen dir Gesänge,
doch unser Herz bleibt leer.

Wir glauben deinem Worte
und sind von Furcht umstellt;
wir bitten dich um Segen
und tun was uns gefällt.

Wir singen von der Liebe
und fliehn des Bruders Not;
wir glauben an das Leben
und fürchten doch den Tod.

 

Wir nennen dich den Richter
und brechen frech das Recht,
wir künden die Erlösung
und sind so oft noch Knecht.

Du aber wirst nicht müde
und trägst uns in Geduld;
gib uns von deinem Leben,
vergib uns unsere Schuld.

Lös‘ du uns von uns selber
und mach für dich uns frei,
dass Leben und Bekenntnis
zu deiner Ehre sei.

Fritz Woike (1890-1962)

Fritz Woike

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  2. Wo Menschenwege enden

3 Gedanken zu „„Wir weigern den Gehorsam“ von Fritz Woike“

  1. Das Lied hat der Männerchor bei uns zuhause immer gesungen und ich fand es schon als Jugendlicher beeindruckend.
    Es hat sogar noch mehr Textzeilen, die ich in unserem alten Chorliederburch gefunden habe:
    Nach der ersten Strophe geht es weiter

    Wir glauben deinem Worte und sind von Furcht umstellt; wir bitten dich um Segen und tun was unsgefällt.

    In der zweiten geht es weiter:
    Wir singen von der Liebe und fliehn des Bruders Not; wir glauben an das Leben und fürchten doch den Tod.

    Und vor der dritten:
    Du aber wirst nicht müde und trägst uns in Geduld; gib uns von deinem Leben, vergib uns unsere Schuld.

    Ich habe das manchmal schon als Schuldbekenntnis im Gottesdienst (z.B. beim Abendmahl) gelesen.

    Viele Grüße aus Mittelhessen!

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