7 Gedanken zur Verklärung von Jesus

Verklärung

Die Verklärung von Jesus auf dem Berg ist auf den ersten Blick eine seltsame Geschichte. Ich möchte hier ein paar Gedankengänge festhalten, denen du vielleicht nachgehen kannst:

  1. Die Verklärung scheint den Jüngern ein wichtiges Ereignis gewesen zu sein. Deswegen überliefern Matthäus (17,1-9), Markus (9,2-13) und Lukas (9,28-36) davon. Auch Petrus, der persönlich dabei gewesen ist, greift das Ereignis in 2. Petrus 1,16-23 auf.
  2. Manche besonderen Erlebnisse machen nur die engsten Jünger von Jesus. Bei der Verklärung sind wieder nur Petrus, Johannes und Jakobus dabei (vgl. Mt 26,37; Mk 5,37; 13,3; 14,33). Je mehr wir in der persönlichen Gemeinschaft mit Gott leben, desto mehr werden wir mit Jesus erleben.
  3. Das Strahlen von Jesus Gesicht und seiner Kleidung weist uns auf seine Göttlichkeit hin. Die Verklärung, wörtlich Metamorphose = Umgestaltung bzw. Verwandlung, zeigt uns Jesus wahres Wesen. Er kommt aus einer anderen Welt (vgl. Mt 28,3).
  4. Die Verklärung von Jesus weist uns auf Jesus Herrlichkeit hin. Petrus macht das in seinem Rückblick deutlich: „wir haben seine Herrlichkeit selber gesehen“ 2Petr 1,16! Die Jünger sehen in Jesus Gottes Herrlichkeit. Je mehr wir auf Jesus schauen, desto herrlicher wird er in unseren Augen.
  5. Die Verklärung ist die Erfüllung der Verheißung an seine Jünger, dass einige das Reich Gottes sehen werden, bevor sie sterben. Die Verheißungen (z.B. Mt 16,28) stehen immer unmittelbar vor dem Bericht der Verklärung! Die Autoren zeigen damit, dass das Reich Gottes in Jesus existiert.
  6. Mose und Elia (beide ein ungewöhnliches Lebensende) stehen als Person für das Gesetz und die Propheten und damit für das Alte Testament – die alttestamentliche Offenbarung. Sie weisen auf Jesus hin und werden von ihm „abgelöst“ – die Stimme Gottes befiehlt auf Jesus zu hören! Damit steht Jesus als neuer Mose, als der Gesetzgeber des Neuen Bundes da und als neuer Elia, als abschließender Prophet der Offenbarung Gottes da. Vgl. Lukas 24,44-46.
  7. Die Jünger musste allein mit Jesus zurück in den Alltag. Petrus wollte Hütten bauen, um diese besonderen Augenblicke länger genießen zu können. Doch nach den besonderen Offenbarungen Gottes verschwindet alles wieder und die Jünger bleiben allein mit Jesus zurück. Ist das nicht genug? Denn Jesus ist jederzeit bei uns – auch ohne Highlife (Mt 28,20)!

Ich liebe Jesus!

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