Archiv der Kategorie: Jesus

Joshua Harris Traum vom Zimmer mit Karteikarten

Vor vielen Jahren habe ich in Joshua Harris Buch „Ungeküsst und doch kein Frosch“ von seinem Traum gelesen. Die Geschichte ist hammer und so wie das Buch absolut lesenswert! Nachdem ich sie vor kurzem einer Gruppe mal wieder vorgelesen habe, dachte ich, dass sie euch sicher auch gefallen wird.

Viel Spaß beim Lesen:

„Ich befand mich in einem Zimmer, in dem nichts war außer einem Regal voller Kästen mit Karteikarten. Sie ähnelten den Karten, die man in Büchereien findet, auf denen Titel, Autor und Sachgebiet alphabetisch aufgelistet sind. Aber die Kästen hier, die vom Fußboden bis zur Decke reichten und zur rechten und linken Seite kein Ende nahmen, waren in ganz unterschiedliche Rubriken eingeteilt.

Als ich mich dem Regal näherte, erregte eine Box mit der Aufschrift: „Mädchen, in die ich verliebt war“ meine Aufmerksamkeit. Ich öffnete den Kasten und begann ein bisschen herumzublättern. Schnell schlug ich ihn wieder zu. Erschrocken stellte ich fest, dass mir all die Namen bekannt vorkamen.

Ohne dass es mir jemand sagen musste, wusste ich genau, wo ich war. Dieser düstere Raum mit seinen Akten beinhaltete ein Katalogsystem über mein Leben. Hier war alles aufgeschrieben, Wichtiges und Unwichtiges, mit allen Details, an die ich mich gar nicht mehr erinnern konnte.

Verwunderung und Neugier überkamen mich gleichzeitig, als ich mit einem Schaudern anfing, planlos die Kästchen zu öffnen, um ihren Inhalt zu inspizieren. Einige brachten Freude und schöne Erinnerungen, bei anderen schämte ich mich so sehr, dass ich mich sogar vorsichtig umdrehte, um zu sehen, ob mich jemand beobachtete. Joshua Harris Traum vom Zimmer mit Karteikarten weiterlesen

7 Gedanken zur Verklärung von Jesus

Verklärung

Die Verklärung von Jesus auf dem Berg ist auf den ersten Blick eine seltsame Geschichte. Ich möchte hier ein paar Gedankengänge festhalten, denen du vielleicht nachgehen kannst:

  1. Die Verklärung scheint den Jüngern ein wichtiges Ereignis gewesen zu sein. Deswegen überliefern Matthäus (17,1-9), Markus (9,2-13) und Lukas (9,28-36) davon. Auch Petrus, der persönlich dabei gewesen ist, greift das Ereignis in 2. Petrus 1,16-23 auf.
  2. Manche besonderen Erlebnisse machen nur die engsten Jünger von Jesus. Bei der Verklärung sind wieder nur Petrus, Johannes und Jakobus dabei (vgl. Mt 26,37; Mk 5,37; 13,3; 14,33). Je mehr wir in der persönlichen Gemeinschaft mit Gott leben, desto mehr werden wir mit Jesus erleben.
  3. Das Strahlen von Jesus Gesicht und seiner Kleidung weist uns auf seine Göttlichkeit hin. Die Verklärung, wörtlich Metamorphose = Umgestaltung bzw. Verwandlung, zeigt uns Jesus wahres Wesen. Er kommt aus einer anderen Welt (vgl. Mt 28,3).
  4. Die Verklärung von Jesus weist uns auf Jesus Herrlichkeit hin. Petrus macht das in seinem Rückblick deutlich: „wir haben seine Herrlichkeit selber gesehen“ 2Petr 1,16! Die Jünger sehen in Jesus Gottes Herrlichkeit. Je mehr wir auf Jesus schauen, desto herrlicher wird er in unseren Augen.
  5. Die Verklärung ist die Erfüllung der Verheißung an seine Jünger, dass einige das Reich Gottes sehen werden, bevor sie sterben. Die Verheißungen (z.B. Mt 16,28) stehen immer unmittelbar vor dem Bericht der Verklärung! Die Autoren zeigen damit, dass das Reich Gottes in Jesus existiert.
  6. Mose und Elia (beide ein ungewöhnliches Lebensende) stehen als Person für das Gesetz und die Propheten und damit für das Alte Testament – die alttestamentliche Offenbarung. Sie weisen auf Jesus hin und werden von ihm „abgelöst“ – die Stimme Gottes befiehlt auf Jesus zu hören! Damit steht Jesus als neuer Mose, als der Gesetzgeber des Neuen Bundes da und als neuer Elia, als abschließender Prophet der Offenbarung Gottes da. Vgl. Lukas 24,44-46.
  7. Die Jünger musste allein mit Jesus zurück in den Alltag. Petrus wollte Hütten bauen, um diese besonderen Augenblicke länger genießen zu können. Doch nach den besonderen Offenbarungen Gottes verschwindet alles wieder und die Jünger bleiben allein mit Jesus zurück. Ist das nicht genug? Denn Jesus ist jederzeit bei uns – auch ohne Highlife (Mt 28,20)!

Ich liebe Jesus!

Wer ist Weltmeister? Wir doch nicht, oder doch?

Wir sind Weltmeister

Gestern stand es ganz groß in allen möglichen Zeitungen: WIR SIND WELTMEISTER! Die Welt titelt „Ganz Deutschland ist Weltmeister„. Stimmt das? Müsste man nicht eigentlich korrekterweise „Die Mannschaft des DFB ist Weltmeister“ schreiben?  Wer ist Weltmeister?

Dass die Auswechselspieler der deutschen Mannschaft sich nun auch Weltmeister nennen dürfen, auch wenn sie keine Minute gespielt haben, kann man vielleicht noch verstehen. Doch mit welchem Recht nennen wir uns als Zuschauer Weltmeister? Der einzige Grund ist die Identifikation und das Zugehörigkeitsgefühl der Fußballmannschaft zu uns als Bevölkerung und andersherum.

Da die Fußballer mehr oder weniger Deutsche sind und mehr oder weniger im Namen der deutschen Bevölkerung spielen (eigentlich ist es ja der DFB und wir hätten ganz andere Spieler aufgestellt 😉 ), repräsentieren sie uns als Land. Je mehr wir uns als Fans mit ihnen identifizieren desto mehr fühlen wir uns als Weltmeister. Und seltsamerweise verbindet diese Identifikation uns als Deutsche auch untereinander…

Es gibt einige übertragbare geistliche Wahrheiten, die mir darin aufgefallen sind:

  1. Wir sind erlöst, obwohl wir nichts dazu beigetragen haben. Jesus Christus ist der Sieger und Erlöser!
  2. Wenn wir uns mit Jesus identifizieren sind wir ebenfalls Sieger und Erlöste. Das Geheimnis ist die Zugehörigkeit / Verbindung.
  3. Die Identifikation mit Jesus macht uns zu einer Einheit. Jesus verbindet uns viel mehr als Fußball zu einer Gemeinschaft.

Stimmst du dem zu?