Was hält Gott von Homosexualität?

In unseren Tagen (Juni 2013) wird viel über Homosexualität nachgedacht und diskutiert. In Frankreich wird gegen die Homoehe demonstriert, in Russland wird das Thema Homosexualität aus der Öffentlichkeit verbannt und in Deutschland erhält die Homoehe nach und nach die gleichen Rechte, wie die normale Ehe zwischen Mann und Frau. In unseren deutschen Medien gibt es nur eine politisch-korrekte Haltung zu dem Thema. Doch willst du wissen, was Gott zu dem Thema denkt und wie er Homosexualität beurteilt?

Was hält Gott von Homosexualität

Wahre Christen fragen danach, was Gott will und wie er die Dinge beurteilt. Es geht nicht um ihre Meinung und Vorstellung, sondern um Gottes Willen. Der Maßstab ist dabei die Bibel, in der die Offenbarung Gottes festgehalten ist. Ich möchte nun aufzeigen, was wir aus Gottes Offenbarung über Gottes Position zur Homosexualität erfahren können:

A. Gott spricht in der Bibel eindeutig von Homosexualität

Es gibt einige Erwähnungen und Klarstellungen Gottes zur Homosexualität. Wenn du willst, kannst du dich selbst davon überzeugen (einfach den Link anklicken zum Nachlesen):

Das heißt in sehr unterschiedlichen Ausdrücken und Worten finden wir in GottesWort eindeutige Bezüge zur Homosexualität!

Bevor wir uns die göttliche Bewertung der Homosexualität anschauen, sei nochmal ausdrücklich darauf hingewiesen, dass wir uns kein Urteil Gottes über Homosexualität aus anderen Fakten ableiten müssen (z.B. aus seiner Liebe => „für Gott sei Homosexualität okay“). Das ist bei manchen anderen ethischen Themen notwendig, weil Bibel sie nicht thematisiert. Doch im Fall der Homosexualität stehen schwarz auf weiß diverse Aussagen zur Homosexualität in der Bibel.

Homosexualität 3Mos 18,22

 

B. Gott spricht ein klares Urteil über Homosexualität

Wie fällt Gottes Urteil über Homosexualität aus?

1. Bereits bei der ersten Erwähnung in 1. Mose 19 wird Homosexualität von Gott als Sünde verurteilt!

a) Homosexualität wird von Lot als „Böses / Verbrechen“ beurteilt (1Mos 19,7).
b) Als die Männer Sodoms sich an Lot vergehen wollen, wird er von den Männern gerettet (1Mos 19,9-10).
c) Gott bestraft Sodom und Gomorra aufgrund ihrer Sünden mit dem Tod (1Mos 18,20; 19,24-25). Eine wesentliche Sünde Sodoms ist die Homosexualität – das wird unter anderem durch  Judas 1,7 deutlich.

Vielleicht könnte man bei der Schilderung der Geschichte selbst noch von der gewaltsamen Homosexualität (Vergewaltigung) als der eigentlich verwerflichen Sünde sprechen. Doch in den Bezügen auf Sodoms Sünde wird auch die Homosexualität an sich als Sünde gebrandmarkt. Der Begriff „Sodomie“ (von Sodom abgeleitet) hatte früher die Bedeutung von „widernatürlicher Sexualität“ und meinte insbesondere den Analverkehr unter Männern.

 

2. In Gottes Gesetz an sein Volk Israel wird Homosexualität verboten und als Greuel bezeichnet!

a) Homosexualität wird in 3Mos 18,22 in einer Reihe mit Ehebruch, Opferung von Kindern an andere Götzen und dem sexuellen Verkehr mit Tieren verboten.
b) Homosexualität wird in 3Mos 20,13 in einer Reihe mit Ehebruch, Inzest und dem sexuellen Verkehr mit Tieren verboten.
c) Homosexualität wird in 3Mos 18,22 und 20,13 als Greuel bezeichnet, das heißt als eine „Grauen erregende Tat“ / verabscheuungswürdige Sünde!
d) Die Schwere der Sünde wird in 3Mos 20,13 mit „todeswürdig“ angegeben.

Gott hat seinem Volk persönlich die Grenzen bzgl. natürlicher und erlaubter & widernatürlicher und verbotener Sexualität mitgeteilt. Homosexualität wird dabei als eine „große“ Sünde klar verboten. Das Gesetz gilt in seinen kulturellen Bezügen selbstverständlich nicht mehr für Christen. Doch Gottes Einstellungen zur Sexualethik haben sich, wie viele andere Werte des Gesetzes, nicht verändert!

 

3. Gott verurteilt Homosexualität im Römerbrief 1 als „eine entehrende Leidenschaft“!

a) Homosexualität verunehrt und entwürdigt die Körper der Homosexuellen (Röm 1,24+26).
b) Homosexualität ist eine Folge von Gottes Gericht. Gott überlässt den Menschen sich selbst (Röm 1,24+26)
c) Wenn Gott nicht als Gott anerkannt, sondern ersetzt wird, wird alles perveriert,  auch im Bereich der Sexualität (Röm 1,24-26).
d) Homosexualität ist keine natürliche, sondern eine widernatürliche / abnormale / perverse Form der Sexualität (Röm 1,26-27).
e) Homosexualität wird hier nicht aus kulturellen Gründen als Sünde verurteilt, sondern steht als „universale“ Sünde neben Gier, Mord, Betrug, usw. (Röm 1,24-31).
f) Homosexualität ist, wie die anderen genannten Dinge, eine Sünde für die man nach Gottes Recht den Tod, d.h. die Trennung verdient hat (Röm 1,32).

Durch Römer 1,24-31 wird deutlich, dass Homosexualität eine fehltgeleitete Form der Sexualität ist. Sie ist eine Folge des Sündenfalls und der Ablehnung Gottes. Weil wir Menschen Gott ablehnen, überlässt er uns unseren verdorbenen Begierden und Irrlehren.

 

4. Gott verurteilt Homosexualität im 1. Korintherbrief 6 als „eine vom Reich Gottes ausschließende Sünde“!

a) Sowohl „feminine Männer“ (die sich zur Homosexualität bereitstellen), als auch „Mannesschänder“ (die eher die aktive Rolle übernehmen) machen sich vor Gott schuldig (1Kor 6,9).
b) Paulus ermahnt, dass man sich nicht täuschen lassen sollte! Sünde wird häufig verharmlost oder wegerklärt (1Kor 6,9).
c) Menschen, die in der Sünde der Homosexualität leben, können nicht mit dem Reich Gottes, der ewigen Herrlichkeit, rechnen (1Kor 6,9).
d) Homosexualität ist eine Sünde unter vielen anderen (1Kor 6,9-10).
e) Durch Jesus Christus kann man Vergebung erhalten und von der Homosexualität, wie von den anderen Sünden auch, befreit werden (1Kor 6,11).

Homosexualität ist eine Sünde, die uns wie andere Sünden auch, wenn wir sie praktizieren, vom ewigen Leben ausschließt. Doch durch Jesus Christus gibt es Hoffnung für die größten Sünder! Gott vergibt und befreit auch Homosexuelle gern, wenn sie durch Jesus Christus darum bitten.

 

5. Gott verurteilt Homosexualität im 1. Timotheusbrief 1 als „der richtigen christlichen Lehre widersprechend“!

a) An dem Gesetz, d.h. Gottes Willen können wir unsere Sünde erkennen. Das Gesetz  richtet sich gegen Homosexualität (1Tim 1,9-10).
b) Der Homosexuelle kann sich durch das Gesetz als Sünder erkennen, der Vergebung und Veränderung braucht (impliziert in 1Tim 1,8-10).
c) Homosexuelle sind Sünder ebenso wie Mörder, Ehebrecher, Menschenhändler usw. (1Tim 1,9-10).
d) Die Toleranz von Homosexualität entspricht nicht der gesunden / wahren christlichen Lehre. Christen, die Homosexualität dulden widersprechen dem Evangelium (1Tim 1,10).

Gott hat uns offenbart, was seinem Willen entspricht und was nicht. Auch Homosexuelle sollen durch Gottes offenbarten Willen ihre Sünde erkennen und sich durch Jesus retten lassen! Wer an Jesus Christus glaubt, will nicht mehr in Sünde leben.

Was sagt die Bibel über Homosexualität

 

C. Fazit: Was hält Gott von Homosexualität?

Wir sehen (wenn wir bereit dazu sind), dass Gott sich klar geäußert hat. Homosexualität ist in Gottes Augen Sünde. Und seine Bewertung von Homosexualität hat sich nicht verändert: im Alten so wie auch im Neuen Testament, früher und heute verurteilt Gott Homosexualität klar als Sünde. Es ist eine Sünde neben anderen Sünden, aber es ist eine Sünde. Wer seine Neigung zur Homosexualität auslebt, sollte aufhören und Gott durch Jesus Christus um Vergebung und Veränderung bitten.

 

Ich weiß, dass das Thema unheimlich ausgeweitet werden kann. Man könnte noch Gottes Schöpfungsordnung betrachten (1. Mose 2), nach der Schwere der Sünde fragen usw. Doch hier wollte ich es wirklich kurz und knapp halten und Gottes offenbarten Willen aufzeigen. Ich möchte bitten auch nur Kommentare zu dieser Thematik zu verfassen: Was sagt Gott über Homosexualität? Es soll nicht um den Umgang mit Homosexuellen etc. gehen.

Wenn du dieselbe biblische Überzeugung hast, dann mach doch bitte Werbung für diesen Artikel (weiterleiten, Facebook, Twitter usw.). Ich finde es wichtig, dass die Menschen von Gottes Willen bezüglich Homosexualität erfahren!

42 Gedanken zu „Was hält Gott von Homosexualität?“

  1. Ich finde, du machst es dir zu einfach! Nur weil Gott das sagt, müssen wir das alle auch verurteilen? Du bist dir hoffentlich im Klaren darüber, dass die Homosexuellen nicht krank sind, sondern, dass es angeboren ist! Und stellt sich mir die Frage, wie das sein kann? Ist Gott nicht dafür verantwortlich, wie wir auf die Welt kommen? Wenn das die Meinung ist, die du vertrittst, ist das ok, aber bitte indoktriniere nicht andere Menschen damit bzw. versuche sie nicht zu manipulieren.

    1. Liebe Cathy,
      ich habe es mir nicht einfach gemacht. Im Gegenteil – es sind inzwischen einige Jahre, wo ich das Thema verfolge. Nun will ich gerne deutlich machen, was Gottes Wort uns zu dem Thema sagt. Ich weiß, dass das provozierend ist für die Menschen heute. Aber vielleicht ist der eine oder andere bereit auf Gottes Wort zu hören und sich von der wechselnden Meinung der Gesellschaft abzuwenden…

      Ja, weil Gott es sagt, müssen wir Homosexualität verurteilen. Sein Wort ist Wahrheit. Wer an Gott glaubt und nach seinem Willen leben will, sollte Gottes Meinung akzeptieren.

      Ich wäre mir da nicht so sicher, ob Homosexualität wirklich angeboren ist. Viele Entdecken ihre Neigung erst… Aber auch wenn es angeboren ist, macht es die Homosexualität nicht besser. Unsere Neigung zur Sünde ist auch angeboren… Menschen haben Charakterschwächen von Geburt an… Sehr viele Krankheiten sind „angeboren“, aber deshalb werden sie nicht gut…

      Ich indoktriniere und manipuliere niemanden. Ich möchte nur diejenigen, die es interessiert, auf Gottes Wort hinweisen. Das was in unserer Gesellschaft, in den Medien etc. passiert, das ist Manipulation und Indoktrination… Ich glaube es ist in Deutschland noch erlaubt seine Meinung zu äußern…

      1. Ich wünsche dein Kind wird Homosexuell. Was wirst du tun ? Es verbannen oder gar als Abnormal bezeichnen ?
        Ja, ich bin homosexuell und ich studiere evangelische Theologie.
        Und ich glaube, dass mich jeder auf der Universität akzeptiert und toleriert für das was ich bin.
        Wie kann ein Mensch in der heutigen Zeit noch davon ausgehen, dass wir zu einer abnormalen Gesellschaft gehören.
        Und wie kommt man auf die Idee, jedes einzelne Wort in der Bibel wörtlich zu nehmen.
        Glauben die Menschen wirklich, dass es eine schwangere Jungfrau gegeben haben kann?!
        Der Glaube ist dafür da. um vielen Menschen Hoffnung in schweren Zeiten zu geben, und das ist eine wunderbare Sache.

        Hätte Gott nicht gewollt, dass es Homosexualität gibt, dann hätte Gott sie nicht geschaffen. So wie ich es in meinem Studium gelernt habe, liebt Gott alle und meinetwegen auch seine Sünder – wenn ich mich als dieses bezeichnen will.

        Ich kann mir ja im Notfall genug Ablassbriefe kaufen um doch letztendlich in den Himmel zu kommen.
        Ein hoch auf die Katholische Kirche.

        Ps. Wie war das nochmal mit den Missbräuchen in katholischen Einrichtungen ?!
        Wo war da dein Gott, als die kleinen Jungs vergewaltigt worden sind ?!

        Eine schande, welchen Beitrag du hier verfasst hast. Lieber ein Kind liebevoll aufziehen mit gleichgeschlechtlichen Eltern, als es vergewaltigen zu lassen.

        1. Hallo Luisa!
          Ich werde mein Kind lieben und es lehren, genauso wie bei allen anderen Neigungen, die nicht gut und richtig sind.

          Ja, die Frage der Homosexualität hat genauso wie alle anderen Fragen mit der Auslegung der Bibel zu tun. Heute sucht man sich leider aus, was man glauben möchte und was nicht. Wenn mir eine Aussage nicht passt, dann deklariere ich die Bibelaussagen als veraltet oder deute sie einfach in eine andere Richtung. Das ist meines Erachtens der falsche Umgang mit Gottes Wort.

          Ich glaube wirklich an einen allmächtigen Gott und deshalb auch an eine Jungfrauengeburt: http://www.lgvgh.de/wp/warum-ist-die-jungfrauengeburt-marias-bedeutend/3331

          Der Glaube ruht auf Gottes Wort. Wenn er sich davon löst, dann wird er kraftlos und leer. Genau das erleben wir in Deutschland. „Wenn dein Wort nicht mehr soll gelten, worauf soll der Glaube ruh’n?“ (Zinzendorf)
          Im christlichen Glauben geht es wesentlich nicht einfach um Hoffnung für schwere Zeiten, sondern um die Rettung durch Jesus Christus!

          Ist folgende Aussage richtig? „Hätte Gott nicht gewollt, dass es Vergewaltiger und Kinderschänder gibt, dann hätte er die Menschen nicht so geschaffen.“ Natürlich nicht. Unsere Neigungen sind sündhaft! Sie müssen an Gottes Wort geprüft werden. Wir müssen den alten Menschen ausziehen und den neuen Menschen anziehen – um in einem Bild von Paulus zu sprechen. Das beginnt mit der Rettung des Menschen – der Kindschaft Gottes – und zieht sich durch das ganze Leben des Christen (das wird Heiligung genannt).

          Ja, liebe Luisa, Gott liebt dich. Du kannst dich an Gott wenden, so wie du bist. Aber er heißt nicht alles gut, was du bist und tust. Genauso wie bei mir. Ich habe auch einige Lebensbereiche, in denen ich Veränderung durch seine Gnade brauche!

          Ich weiß nicht, wie du plötzlich auf Ablassbriefe und die Katholische Kirche kommst…
          Ich verurteile Erlösung durch Werke, Ablassbriefe, Vergewaltigung etc. Wie kommst du darauf, dass ich so etwas gut heißen könnte?

          Lieber ein Kind nach Gottes Weisheit und Willen erziehen, als es sich selbst überlassen in Sünde leben zu lassen…
          Gottes Gnade und Frieden dir!

      2. Nicht die Homosexualität ist eine „Sünde“,die verurteilung anderer Menschen, welche für ihre neigungen nicht selbst verantwortlich sind, ja dass ist für mich eine Sünde. Es ist, als ob du Menschen mit Behinderungen dafür hassen würdest, krank zu sein, auch wenn man die Homosexualität nicht mit einer Krankheit vergleichen kann.
        Außerdem haben Schwule Menschen diese Homosexualität sehr wohl schon seit ihrer Geburt in sich drin, genauso wie Heterosexuelle Menschen, und jeder Mensch entdeckt seine Sexualität erst in der Pubertät, auch wenn es vorkommen kann das diese sich im laufe der Jahre zu beiden Seiten hin ändern kann.
        Wenn es einen barmherzigen, schöpfenden und allwissenden Gott wirklich gibt, und daran glaube ich, dann verachtet dieser sicherlich nicht die Homosexualität, welche übrigens auch unter Tieren vorkommt, denn wieso sollte man sein eigenes Werk verachten? Und zu deinen Textangaben: Die Bibel ist auch nur von Menschen geschrieben wurden.

        1. Noch zu Viktors Beitrag vom 8. Dez.:
          „Ja, die Frage der Homosexualität hat genauso wie alle anderen Fragen mit der Auslegung der Bibel zu tun. Heute sucht man sich leider aus, was man glauben möchte und was nicht. Wenn mir eine Aussage nicht passt, dann deklariere ich die Bibelaussagen als veraltet oder deute sie einfach in eine andere Richtung. Das ist meines Erachtens der falsche Umgang mit Gottes Wort.“

          In der unterschiedlichen Auslegung der Bibel steckt auch meines Erachtens der Kern der unterschiedlichen Meinungen und Kommentare in diesem Blog – so wie du es ja schreibst.

          Teilweise meint man, einen Kampf zu erleben. ‚Kreuzt die Klingen – oder Bibelworte‘. 100 Kommentare mit einem Eifer geschrieben, der mich nur staunen lässt. Für mich ist das tolle daran, dass all die Kämpfer und Kämpferinnen hier selbst jeweils eine solche Beziehung zu Gott und Jesus haben, wie sie sich der Vater wünscht. Hallelujah.

          Ich finde es zu pauschal, dass du schreibst , so als machten es sich alle modernen Menschen zu einfach. Wem soll das gelten? Den fleißigen Gläubigen in diesem Blog sicher nicht.

          Du selbst bist vor allem durch dein Vorbild ein großer Zeuge Jesu in dieser Welt. Die Festigkeit deines Glaubens, der sich aus der Bibel nährt, ist ein großes Gut, und hat wahrscheinlich schon vielen geholfen, den Weg zu Jesus zu finden. Durch mein Wirken sind leider bisher noch nicht so viele vom Nichtglauben zum Glauben gekommen, zumindest hat es mir noch keiner gesagt.

          Ich bin einig mit dir in dem ganz großen Bedürfnis, dass ich etwas richtig machen will: Ich will die Bibel richtig verstehen. Manches, was ich in deinen Kommentaren hier lese, schürt Angst bei mir. Das finde ich bei Jesus in der Bibel nirgends.

          Ich bin eigentlich auch so wie viele Denkende: Ich suche die Buchstaben, an denen ich mich festhalten kann. Nur manchmal fällt mir irgendwann später auf, dass ich das Gesetz dieses einen Buchstabens zwar halten kann, aber damit das Gesetz eines anderen breche.
          Und ich ahne nur: Gott ist groß. Er ist größer als unsere Festlegung der genauen Bedeutung eines jeden Satzes der Bibel. Mir ist der Gott der Bibel vor allem auch als barmherziger Gott bekannt. Diese Barmherzigkeit Gottes benötigt ein jeder Mensch und auch ein jeder Mensch der zu ihm ja gesagt hat.

          Wenn zwei Menschen biblische Aussagen unterschiedlich verstehen oder interpretieren – welcher von beiden sündigt? Das wäre eine absurde Frage. Es gibt eine Menge Stellen in der Bibel, über die man streiten kann. Für mich wird die Suche nach der Rangfolge, wie Gott sie meint, immer wichtiger.

          Mir scheint für den Gott zu dem ich gehöre ist das wichtigste, dass er für mich mein Gott ist, dass nicht ein anderer oder etwas anderes mein Gott ist, auch nicht der Nichtgott.
          Das ist das, was sich Gott von jedem Menschen wünscht, dass er Jahwe, wie er früher hieß, als seinen Erfinder, als sein Oberstes annimmt.

          Nur darum gab Gott seinem Volk Israel und allen Menschen so viele Regeln: Damit sie ihn lieben. Manche Regeln betreffen das direkte Verhältnis zwischen einer menschlichen Seele und Gott. Andere Regeln betreffen das Leben der Menschen untereinander. Gott gab auch sie, damit einer dem anderen hilft, zu Gott zu kommen, weil er sich die Zuneigung auch dieses anderen wünscht.
          Jesus ist Gottes eigenes größtes Opfer, um zu ermöglichen, dass Menschen den Graben zu ihm überschreiten können.

          Wenn es in einer christlichen Gruppe üblich ist, dass man sich gegenseitig mit besonders großem Eifer auf die Gefahr konkreter Sünden hinweist,
          und wenn diese Sünden aus biblischen Texten heraus genauer definiert werden, als es bei anderen Christen üblich ist,
          dann ist das aus Gottes Sicht voll in Ordnung,
          vorausgesetzt, dass damit sein größter Wunsch erfüllt wird, nämlich dass Menschen zu ihm umkehren.
          Ich glaube aber auch, dass es viele andere Gewichtungen von Gottestreue und Bibeltreue gibt, mit denen Gottes Wunsch und Ziel ebenfalls erreicht werden.

          Ob Homosexualität heute eine Richtung ist, die einen Menschen, den es betrifft, aus Gottes Sicht zwingend zur Persona non grata macht, also zum Sünder, der so nie in Gottes Reich einziehen kann? Dazu finde ich kein Gebot ohne ein anderes zu brechen. Ich weiß es nicht.

          Nur noch folgendes Gedankenspiel: Angenommen das Ausleben der gleichgeschlechtlichen Sexualität wäre Sünde. Trennung von Gott ohne Wenn und Aber.
          Wäre dies dann die aktuell gefährlichste Sünde aus Sicht der Christen? Wäre es die Nr.1-Sünde, die verhindert, dass Menschen, gleich ob hetero oder homo, zu Gott finden können? Würde es nützen, die Unheiligen aus den Gemeinden hinaus zu bitten? Um mehr Reinheit zu erzielen? Oder um als Gemeinde attraktiver zu werden für Menschen, die bisher nur deswegen ihr Herz nicht ganz an Gott verschenkten, weil „die da“ toleriert wurden? Würden die Gläubigen evangelistischer in Jesu Sinn?

          Viktor, ich danke dir für den Blog. Ich fand einen Vortrag zum Thema, der mir den Glauben ließ aber auch das Denken erlaubte. Ich finde ihn redlich. Wenn du magst, schau mal hinein:
          http://egodeutschland.bplaced.net/files/pdf/EMK_Barthel_Kann_denn_Liebe_Suende_sein.pdf

          1. Lieber Reinhard,

            ich verstehe dich nicht so ganz. Irgendwie kommst du nicht auf den Punkt.

            Willst du sagen, dass Homosexualität keine so große Sünde sei und wir sie deswegen ruhig tolerieren sollten?
            Heben wir dadurch nicht einfach Gottes Willen auf?

            1. Eventuell ist es Sünde, ja! (Auch das ist Ansichtssache – moderne Bibelwissenschaft (ursprüngliche Textbedeutung in Anbetracht des Verfasser, des Ortes und der Zeit in der der Text verfasst wurde usw.) aber ich denke wir sollten bei uns selber anfangen, demütig zu Gott kommen und sagen: ja, ich brauche Vergebung, ich habe gesündigt! – und ganz ehrlich, die braucht jeder von uns!

              »Verurteilt niemand, damit auch ihr nicht verurteilt werdet. Denn so, wie ihr über andere urteilt, werdet ihr selbst beurteilt werden, und mit dem Maß, das ihr bei anderen anlegt, werdet ihr selbst gemessen werden. Wie kommt es, dass du den Splitter im Auge deines Bruders siehst, aber den Balken in deinem eigenen Auge nicht bemerkst? Wie kannst du zu deinem Bruder sagen: ›Halt still! Ich will dir den Splitter aus dem Auge ziehen‹ – und dabei sitzt ein Balken in deinem eigenen Auge? (‭Matthäus‬ ‭7‬:‭1-4‬ NGU2011)

              Man kann einander in LIEBE zurechtweisen, aber letztendlich muss jeder selbst für sich und mit Gott entscheiden wie er lebt –

              Gott liebt uns so wie wir sind, auch wenn wir nicht perfekt sind…
              -uns steht es nicht zu über Menschen und ihr Lebensweisen zu Urteilen-

              1. Liebe Lisa,
                es ist schön, dass du es schon in Betracht ziehst, was laut vielfachem Zeugnis der Bibel ganz klar ist: Homosexualität ist Sünde.

                Selbstverständlich kann jeder Sünder – Homosexuelle, du und ich Vergebung bei Gott finden, wenn wir unsere Sünde bekennen UND von ihr lassen wollen. Buße tun bedeutet nicht nur einfach um Vergebung zu bitten, sondern auch die Abkehr von der Sünde und Hinkehr zu einem wohlgefälligen Leben vor Gott…

                Es kann nicht jeder selbst entscheiden, wie er mit Gott lebt – jeder Christ muss sich nach Gottes Wort richten – es ist unseres Fußes Leuchte und ein Licht auf unserem Weg!
                Wer weiterhin sündigt wie bisher, wird Gottes Zorn über die Sünde erleben…

                Lies zum Beispiel 1. Johannesbrief 1,6-7: Wenn wir sagen, daß wir Gemeinschaft mit ihm haben, und wandeln in der Finsternis, so lügen wir und tun nicht die Wahrheit. Wenn wir aber im Licht wandeln, wie er im Licht ist, so haben wir Gemeinschaft untereinander, und das Blut Jesu, seines Sohnes, macht uns rein von aller Sünde.

            2. Es geht einfach nicht darum was wir denken…ob wir homosexuelle tolerieren oder nicht… es geht einfach darum das vor Gott die Homosexualität eine Sünde ist. ganz einfach… und es sich leicht zu machen es sei angeboren oder so geht nicht vor Gott… man sollte aufhören von allen MENSCHEN eine Meinung zu wollen… denn in dem Moment in dem Mann vor Gott steht wird man alleine Gerichtet. Das sollte man sich selber jeden Tag bewusst machen und mal einsehen. Es ist egal wie ich das finde … es ist egal wie alle anderen das finden es geht nur darum die Bibel… Gottes Wort ernst zu nehmen und darin zu lesen… Gott ist Liebe und ich vertraue Ihm… ich mache auch sämtlichen Mist … aber ich sehe es wenigstens ein… ein Mann der seine Sünden einsieht … Diebstahl… Neid alles andere… und dennoch Paul heiratet hat einfach nichts verstanden und keiner außer Jesus kann Ihm helfen.
              wollte ich einfach mal loswerden.;)
              Als Mensch ist es doch voll egal ob ich es gut finde oder nicht… es ist vor Gott einfach eine Sünde… und egal wie viele Freunde ein Schwuler hat wie oft er gesagt bekommt es ist super so …er ist ein Sünder… und nur weil im Moment die ganze Menschheit gezwungen wird das gut zu finden ändert sich am Ende vor Gott beim Gericht gar nichts.

  2. Der erste Wechel-Kommentar zeigt schon das Dilemma: Es wird so leicht missverstanden! Das fällt mir leider immer wieder auf. Hier denkt Cathy einfach gleich an: ‚Die armen Homosexuellen‘. Dabei hat Viktor es aber ausklammern wollen und extra betont: „Es soll nicht um den Umgang mit … gehen“ (ich mag das Wort schon nicht mehr aussprechen).
    Um es kurz und klar zu sagen: Es geht nicht um (unsere) Verurteilung des Sünders, sondern um die Beurteilung, was Sünde ist und was nicht. So habe ich Viktors Eingabe verstanden. Das dies leider anders gelesen wird, ist ein Jammer.
    Dahinter steht natürlich, wen ich mehr Respekt erweisen will: Gott in seinem Wesen oder dem Menschen. Und da kann ich nicht mit Cathy übereinstimmen. „Nur weil Gott das sagt … “ – Eben, weil Gott es sagt! Aber was? Da fängt die ‚Fälschung‘ schon an. Er (ver)urteilt ja ganz anders. Wenn ich es echt kapiere, was Er tut und tat, um uns zu erheben, statt niederzudrücken, stelle ich mich gerne auf Seine Seite.

    Leider lässt sich das weitere Dilemma hier wohl kaum vermeiden, das der Beitrag ungern gelesen wird, ohne vor Augen zu haben, wie Gott den Sünder liebt! Und wohlbemerkt: Da sind nicht nur gewisse Menschenschichten mit gemeint, in der gleichen Kategorie stecken wir doch alle!

    Also mein Tipp: Lest auch andere Artikel. So ich sehe hat Viktor sich hier redlich auch um passende Aufklärung bemüht.

    PS: Noch zum Stichwort: Wer ist verantwortlich? Cathy, es wird leicht so gesehen (‚Gott hats ja geschaffen, …‘), doch ich habe mittlerweile erkannt: da tun wir ihm unrecht!
    (Und muss dir leider sagen:da machst du dir es zu einfach.)

  3. Ich glaube nicht, dass dieser Artikel irgendjemandem hilft, denn er argumentiert vor allem mit Autorität. Wer aber die Autorität Gottes oder der Schrift nicht schon von vorne herein akzeptiert, dem hilft man mit dem Verweis auf diese Autorität eben nicht weiter.
    Jesus erklärt das an verschiedenen Stellen, so beim Gleichnis vom Sämann und bei der Geschichte vom Reichen im Todesreich („Wenn sie Mose und die Propheten nicht hören, so werden sie auch nicht überzeugt werden, wenn jemand aus den Toten aufersteht.“ Luk 16,31).

    Das einzige Mittel, das die Bibel nennt, mit dem man anderen die Wahrheit nahebringen kann ist Liebe (Joh 13,35).
    Jesus hat das vorgemacht, indem er Gemeinschaft mit Zöllnern und Sündern hatte. Und die mussten sich nicht zuerst ändern, wie es der Autor hier suggeriert, sondern sie wurden durch die Begegnung mit Jesus verändert, so zum Beispiel Zachäus. Allein die Liebe Jesu hat dazu geführt, dass Zachäus sich bekehrte, nicht der Verweis auf seine Vergehen.

    Der Artikel ist auch vom seelsorgerlichen Standpunkt aus problematisch. Die Erfahrung zeigt, dass man ein Problem nicht los wird, wenn man den Fokus darauf lenkt. Wenn Kinder stottern oder Nägel kauen dann sind sie sich dessen selbst nicht bewusst. Macht man sie aber darauf aufmerksam, dann wird es für sie viel schwerer, davon loszukommen.

    Genauso der Hinweis, dass Homosexualität von Gott verurteilt wird. Auch wenn es so ist, so führt dieser Hinweis unweigerlich dazu, dass Homosexuelle sich von Gott abgelehnt und unter Druck gesetzt fühlen. Und das ist nicht die Botschaft, die Gott ihnen vermitteln will – und der Autor wahrscheinlich auch nicht.

    Im Gegenteil, Gott hat keine Berührungsängste mit Homosexuellen, genauso wenig wie mit jedem anderen Sünder. Gott hat seinen Frieden mit den Sündern gemacht, noch bevor sie umkehrten (Röm 5,6-10; 2. Kor 5,19).

    Es ist nicht nur nicht notwendig, Sündern zu sagen, dass sie Sünder sind (wie bereits durch Jesus gezeigt), sondern es ist kontraproduktiv.

    Der Autor mag sich in seiner Meinung durch die Autorität Gottes und der Schrift bestätigt fühlen. Aber dieses Gefühl ist trügerisch, denn auch die Pharisäer fühlten sich von Gott und der Schrift bestätigt – und lagen doch daneben.

    [Nach Wunsch des Verfassers am 25.06.13 editiert]

    1. Vielen Dank für den Kommentar. Ich verstehe deine Ansichten. Allerdings möchte ich gerne zu bedenken geben:

      1. Du hast Recht damit, dass wer die Autorität Gottes und der Schrift nicht akzeptiert, auch diesen Artikel nicht akzeptiert. Mir fällt aber auf, dass immer mehr Christen meinen Gottes Autorität zu akzeptieren und a) nicht wissen, was die Bibel eindeutig über Homosexualität sagt oder b) dem kein Gehör schenken. Ich möchte zur Verpflichtung gegenüber Gottes Wort aufrufen.

      2. Du hast auch Recht damit, dass man nur durch die Liebe Menschen dafür gewinnen kann. Allerdings gehören Gottes Gebote zu dieser Liebe dazu. a) Gottes Liebe ist mehr oder weniger unnötig, wenn es keine klaren Maßstäbe für Sünde etc. gibt. b) Die Menschen brauchen zuerst Sündenerkenntnis, bevor sie überhaupt Sehnsucht nach Gottes Liebe und Vergebung bekommen. c) Zachäus und viele andere Sünder waren sich ihrer Sünde bewusst. Das war der Unterschied zu den Pharisäern und vielen anderen Menschen. Deswegen brauchte Jesus ihnen nicht Gottes Gesetz vorhalten. Wo es nötig war, hat er das aber klar getan…

      3. Ich wollte mit dem Artikel hier nicht sagen, dass Homosexuelle sich zuerst ändern müssten, damit sie von Gott angekommen werden können. Wenn das so rüberkommt, tut es mir leid. Ich bin ein ebensolcher Sünder wie Homosexuelle es sind und wir können allein aufgrund von Gottes Gnade Vergebung und ewiges Leben erhalten…

      4. Meine Erfahrung zeigt mir, dass man ein Problem nicht los wird, wenn man es nicht als Problem erkennt. Natürlich hilft es nicht, sich nur mit der eigenen Sünde zu beschäftigen. Aber nur wenn ich meine Sünde erkenne, fliehe ich damit zu Jesus Christus und erhalte Vergebung und Veränderung.

      5. Es ist richtig, dass Homosexuelle sich durch diese Botschaft von Gott abgelehnt und unter Druck gesetzt fühlen. Mir war das durchaus bewusst, dass eine Seite der christlichen Verkündigung dabei fehlt. Aber ich wollte bewusst die andere Seite der christlichen Botschaft betonen, die heute viel zu kurz kommt. Es ist einfach so, dass Gottes Wort klar von Sünde redet und wir Menschen von uns aus dann häufig mit Ablehnung dieses Gottes reagieren. Aber manche erkennen ihre Schuld und kehren um…

      6. Es ist nicht nur notwendig, Sündern zu sagen, dass sie Sünder sind (wie es auch durch Jesus gesagt wurde), sondern sogar Grundvoraussetzung für die Rettung. Nur wer die Verlorenheit erkennt, will gerettet werden. „Ich bin gekommen die Sünder zur Buße zu rufen und nicht die Gerechten.“

      7. Die Pharisäer lagen daneben, weil sie Gottes Wort mit zusätzlichen Geboten ergänzten und andere dafür aufhoben. Genau dasselbe geschieht heute. Gottes Wille zur Homosexualität wird wegerklärt oder verschwiegen.
      Die Pharisäer lagen daneben, weil sie meinten selbst Gottes Ansprüchen zu genügen. So tun es auch viele Christen heute. Ich wollte mich durch diesen Artikel nicht als einen Vorzeigechristen herausstellen . Ich schreibe den Artikel nicht, weil ich meine eigene Sünde damit rechtfertigen will oder etc. Ich weiß, dass ich ein Sünder bin und von mir aus nicht besser als irgendein Homosexueller…

      1. „a) Gottes Liebe ist mehr oder weniger unnötig, wenn es keine klaren Maßstäbe für Sünde etc. gibt.“

        Das Gegenteil ist der Fall. Wenn wir Gott erkennen wie er ist, dann brauchen wir keinen Maßstab für Sünde mehr:

        „Wer nicht liebt hat Gott nicht erkannt, denn Gott ist Liebe.“ (1. Joh 4,8)
        „Seid niemand irgendetwas schuldig, als nur einander zu lieben! Denn wer den anderen liebt, hat das Gesetz erfüllt. Die Liebe tut dem Nächsten nichts Böses. Die Erfüllung des Gesetzes ist also die Liebe.“ (Röm 13,8-9)
        „Denn das ganze Gesetz ist in einem Wort erfüllt, in dem: ‚Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.'“ (Gal 5,14)
        „Wenn ihr wirklich das königliche Gesetz „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst“ nach der Schrift erfüllt, so tut ihr recht.“ (Jak 2,8)
        „Alles nun, was ihr wollt, dass euch die Menschen tun sollen, das tut ihr ihnen auch! Denn darin besteht das Gesetz und die Propheten.“ (Mat 7,12)

        Wir brauchen Erkenntnis Gottes, nicht Erkenntnis der Sünde. Erkenntnis Gottes macht uns fähig zu lieben, und dann spielt das Gesetz keine Rolle mehr, da wir es wie von selbst erfüllen.

        1. „Wir brauchen Erkenntnis Gottes, nicht Erkenntnis der Sünde. Erkenntnis Gottes macht uns fähig zu lieben, und dann spielt das Gesetz keine Rolle mehr, da wir es wie von selbst erfüllen.“

          Wozu bräuchtest du überhaupt Erkenntnis Gottes, wenn du keine Sündenerkenntnis hättest? Du stellst alles auf den Kopf. Und dass es keine Hinweise auf bestimmte Sünden und entsprechende Gebote braucht, weil sich all sowas durch Gotteserkenntnis von selbst löst, scheinst du besser als alle Apostel zu wissen. Warum sind also die Lehrbriefe voll von solchen Hinweisen und Warnungen? Und was ist für dich überhaupt Gotteserkenntnis? Wie erlangst du sie? Nicht etwas durch das Studium der Schrift? Dass Gott diese Sünde hasst, ist ein Teil der Erkenntnis vom Wesen Gottes. Bei allem Relativieren und Philosophieren kommt dann am Ende das Gegenteil des Willens Gottes heraus. Sowas findet man immer wieder bei der Bibel, sowas gibts bei keinem anderen Buch. Wenn ein Philosoph in seiner Ethik klipp und klar sagt, dass eine Handlung XY verwerflich ist, dann wird das so als seine Lehre akzeptiert und von niemanden in Frage gestellt, da kommt niemand, der mit Hinweisen auf andere Stellen von ihm lange eigene Gedankenketten aufbietet und am Ende zu dem Schluß kommt, dass er diese Handlung nicht kritisiert. Nur bei der Bibel ist das so, meist ausgehend von der Liebe Gottes. Und auch hierzu muss man anmerken, dass der Begriff der Liebe dann noch nichtmal in ihrem biblischen Sinn gebracht wird, sondern so, wie man sie grade hier und heute in unserem Kulturkreis versteht, also z.B. vorrangig seelisch und humanistisch. Weil in meinem Inneren halt so Gefühle der Sympathie herumschwirren und weil man doch niemandes Seelchen verletzen dürfe, indem man ihm sagt, dass an seiner Sichtweise bzw. an seinem Verhalten etwas falsch sei, deshalb sei es nicht liebevoll und nicht gottgewollt, die Homosexualität abzulehnen. Das ist absolut unbiblisch.

      2. „Die Pharisäer lagen daneben, weil sie Gottes Wort mit zusätzlichen Geboten ergänzten und andere dafür aufhoben.“

        Nein. Ihr Problem ist eine stolze Haltung, die dazu führt, dass man sich mit anderen vergleicht. Eine weitere Folge ist, dass man sich ständig mit dem Gesetz und Sünde beschäftigt und sich prüft. Das ist keine Freiheit.

        Das Problem mit den Maßstäben – egal, ob sie von Gott kommen oder nicht – ist, dass wir uns und andere damit bewerten. Und das führt dazu, dass wir verurteilt werden:

        „Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet! Denn mit welchem Gericht ihr richtet, werdet ihr gerichtet werden, und mit welchem Maß ihr messt, wird euch zugemessen werden.“ (Mat 7,1-2)
        „Deshalb bist du nicht zu entschuldigen, Mensch, jeder, der da richtet; denn worin du den anderen richtest, verdammst du dich selbst; denn du, der du richtest, tust dasselbe. Wir wissen aber, dass das Gericht Gottes der Wahrheit entsprechend über die ergeht, die so etwas tun.“ (Röm 2,1-2)

        Der Ausweg ist, eben keinen Maßstab anzulegen:

        „Seid nun barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist! Und richtet nicht, und ihr werdet nicht gerichtet werden; und verurteilt nicht, und ihr werdet nicht verurteilt werden. Lasst los, und ihr werdet losgelassen werden“ (Luk 6,36-37)

        Und uns stattdessen an die goldene Regel zu halten (Mat 7,12).
        Mir scheint, das ständige sich-beschäftigen mit der Sünde ist sehr von Angst getrieben. Die Furcht Gottes ist aber nur der Anfang der Weisheit (Spr 9,10), das Ziel ist die Freiheit von der Furcht:

        „Furcht ist nicht in der Liebe, sondern die vollkommene Liebe treibt die Furcht aus, denn die Furcht hat es mit Strafe zu tun. Wer sich aber fürchtet, ist nicht vollendet in der Liebe.“ (1. Joh 4,18)

        Wer sich fürchtet, der sündigt, da er nicht in der Liebe ist. Daher kann es nicht unser Ziel sein, die Furcht vor Gott zu nähren.

      3. Lieber Georg,
        deine Kommentare lassen tief blicken und dein Blog stimmt mich noch trauriger. Du legst die Bibel tendentiell aus – so wie es deinem Denken entspricht – und nicht was sie selbst sagt..

        1. Es ist falsch, dass wir keinen Maßstab für Sünde mehr bräuchten, wenn wir Gotteserkenntnis bekommen! Jesus schafft das Gesetz nicht ab (Mt 5,17-20), sondern er legt es aus (Mt 5,21ff) und fordert die Einhaltung von Gottes Willen (z.B. Mt 12,50). Zwar können wir durch die Einhaltung nicht gerettet werden, aber aus Dankbarkeit werden wir nach Gottes Willen leben…

        2. Durch die Liebe erfüllen wir alle Gebote / den Willen Gottes, aber das bedeutet nicht, dass dieser unwichtig für uns wird. Im Gegenteil: Kinder Gottes fragen immer mehr wie sie nach Gottes Willen leben können. Gotteserkenntnis bringt Sündenerkenntnis.

        3. Wenn wir keine Sündenerkenntnis bräuchten, würden Jesus und die Apostel nicht davon gesprochen haben. Das tun sie aber in allen neutestamentlichen Büchern!

        4. Ja, die Pharisäer waren stolz und selbstgerecht. Aber Jesus kritisiert sie nicht dafür, dass sie in der Schrift forschen und sie sich dadurch bestätigt fühlen, sondern weil sie zusätzliche Gebote aufgestellt und göttliche Gebote vernachlässigt haben: z.B. Mt 12,1-14 und v.a. 15,1-9.

        5. Du widersprichst der heiligen Schrift, wenn du meinst, dass man sich nicht an Gottes Willen prüfen soll: 1Kor 11,28.31; 2Kor 13,5; Gal 6,4

      4. 6. Die Freiheit von der z.B. Paulus (z.B. Gal 5,1) spricht, ist keine, die bedeutet man könne tun und lassen, was man will (Abwendung vom Gesetz). Mit der Freiheit ist gemeint, dass man nicht mehr unter dem Druck steht alle Gebote zu erfüllen, damit man gerettet wird. Wer durch den Glauben an Jesus gerechtfertigt ist, ist frei um nach Gottes Willen zu leben…

        7. Jesu Worte „Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet!“ wenden sich nicht gegen das bewerten und unterscheiden grundsätzlich! Das wäre absoluter Quatsch, denn ein paar Sätze später fordert Jesus gerade dazu auf (Mt 7,15-20). Es ist ein Kennzeichen aller wahrer Gläubigen, dass sie alles an Gottes Wort prüfen (Apg 17,11; 1Kor 14,29; 1Joh 4,1).

        8. Wir sollen Gott nicht nur am Anfang fürchten (im Sinne von Ehrfurcht), sondern in unserem ganzen Leben (Pred 12,13; Lk 1,50; Mt 10,28; Hebr 12,28). Die Sprüche (1,7; 9,10) meinen nicht, dass die Ehrfurcht vor Gott nur am Anfang nötig wäre, sondern sie meinen, dass die Weisheit beginnt, wenn man Gott ernst nimmt. Vgl. Hi 28,28; Ps 111,10; 112,1

        9. 1Joh 4,18 spricht im Gegensatz dazu von der Angst vor Gottes Strafe. Wer nicht in Jesus Christus und damit in der Liebe ist, der muss Gottes Strafe befürchten. Gott möchte nicht, dass Kinder Gottes sich vor dem Gericht fürchten – aber das hebt die Ehrfurcht vor Gott nicht auf (Punkt 8)!

        10. Es ist genau andersherum: Wer sich nicht vor Gott fürchtet (keine Ehrfurcht vor ihm hat), der sündigt. Wer Gott fürchtet, der lebt nach seinem Willen. In gewissem Sinn sind Ehrfurcht vor Gott und Gott lieben in der Bibel gleichbedeutend.

        1Joh 2:3-6 3 Und daran merken wir, daß wir ihn kennen, wenn wir seine Gebote halten. 4 Wer sagt: Ich kenne ihn, und hält seine Gebote nicht, der ist ein Lügner, und in dem ist die Wahrheit nicht. 5 Wer aber sein Wort hält, in dem ist wahrlich die Liebe Gottes vollkommen. Daran erkennen wir, daß wir in ihm sind. 6 Wer sagt, daß er in ihm bleibt, der soll auch leben, wie er gelebt hat.

  4. Der Begriff „Homosexualität“ ist in dem Artikel unglücklich gewählt. Die Bibel verurteilt kein homosexuelles Empfinden, lediglich homosexuelle Handlungen. Folglich ist die Forderung an homosexuelle Christen eben nicht die Veränderung ihres Empfindens, sondern lediglich Enthaltsamkeit.

  5. Das sind wohl gute Kommentare. Nur – Viktor – fehlt versehentlich in deinem letzten Absatz nicht ein Wort; das Wort ’nicht‘? Es sollte wohl heißen: „Ich wollte mich durch diesen Artikel nicht herausstellen als einen Vorzeigechristen.“

    Ein anderes: Ich sehe wohl auch das biblische Prinzip, das Vorraussetzung zur Rettung aus dem ‚Sund‘ Erkenntnis und Bekenntnis ist. Doch bei Gott ist es auch anders möglich. Es muss nicht damit anfangen. Ich habe es nämlich selber anders erlebt (Dank Seiner Güte!).
    Eine Sehnsucht trieb (zog) mich zur Begegnung mit Ihm. Dann überkam es mich, dass Er mir einen Spalt des Himmels öffnete und überströmt wurde aus dem Reichtum Seiner Herrlichkeit (ohne ein gebührendes Schuldbewusstsein von mir). Erst danach ist mir deutlich geworden, wer ich bin vor ihm. Das mag wohl umgekehrt sein, von dem sonst üblichen. Es war aber so (soweit man es in kurzen Sätzen überhaupt vermitteln kann). Und ich kann es nur als Wunder sehen und dankbar annehmen! So ist nur unser Gott!
    Er rettet auf tausend Weisen und mehr.

    1. Oh ja danke Hermann. Habe es jetzt korrigiert 😉

      Du hast Recht – Gott rettet auf unterschiedliche Weise. Halleluja! Auf jeden Fall kommt bei jeder wahren Rettung irgendwann die Sündenerkenntnis – und die geschieht nur durch die klare Verkündigung von Gottes Willen.

  6. PS. zu vor
    @groesste-liebe
    Zur Behauptung: ‚Der Artikel scheint außer dem Autor niemandem zu helfen‘;
    aber bitte „größte-liebe“, ist dir nicht aufgefallen, das dies doch sehr von begrenzter Liebe zeugt? Zumindest ist es in mehrfacher Hinsicht respektlos, denn es schließt aus, dass Gottes Stimme (insofern sie als solche anerkannt wird) h e i l s a m e s auch durch solch einen Artikel (Autor / Diener Jesu) bei einzelnen Herzen bewirken kann.
    Oder?
    Also bitte, wir wollen doch Gott nicht in seinen Möglichkeiten begrenzen. (Und einen seiner Diener als nutzlos abstempeln.) Vielleicht hast du den Mut, dies zu berichtigen, größte Liebe muss wahre Liebe beinhalten.

  7. Soll man nun schmunzeln oder weinen?
    So viel Mut, soviel treffende Bibelverse zu diesem heiklen Thema!
    Und dann, eine winzig kleine Feigheit, ein winzig kleines Schlupfloch – es soll nicht zu persönlich werden – NUR Kommentare…..
    Falls es brenzlig wird, zu persönlich, dann könnte man dort davon schleichen?
    Und was passiert? Genau durch dieses Schlupflöchlein strömt die ganze Gegenflut.
    Genau auf dieses Unpersönliche wird der ganze Fokus gelenkt und das Elend der Schwulen und Lesben vergessen und überblendet.
    Plötzlich wird Gott vorgeschrieben, was ER sagen darf und was nicht, was ER verurteilen darf und was nicht, was ER als Greuel oder als Liebe zu empfinden hat?
    Wenn dann noch jemand auf die Idee kommt grundsätzlich zu verbieten, dass etwas verboten werden soll (der Maßstab der Bibel verbietet Maßstäbe?) dann wird es sehr grotesk?

  8. Hallo alle zusammen:)
    Das Thema………..hat mich auch schon lange beschäftigt
    und ich bin Viktor sehr dankbar für die ausführliche Arbeit darüber!! Ich sehe mich genau wie er als begnadigten Sünder:) Wenn ich das damals als junger Mensch nicht erkannt hätte, wär ich heute und all die Jahre nicht mit Jesus unterwegs! Jesus ist nicht grundlos am Kreuz gestorben…..hat einen sehr hohen Preis für unsere Sünden bezahlt!!!!! Wenn seine Kreuzestat und seine Liebe, die damit verbunden ist unser Herz trifft, haben wir unweigerlich die Erkenntnis über unser Leben. Sünde wird uns bewusst und wir dürfen sie buchstäblich an diesem Kreuz ablegen!
    Das ist doch ne GUTE NACHRICHT ;-)……der wichtigste Teil des Evangeliums und gilt weiter getragen zu werden!

  9. Ganz herzlichen Dank für die klare Botschaft.Heutzutage unterschätz Mann das
    Wort Gottes,und minimieren die Macht und Aussagen des Herrn.
    Alles wird ständig unter den Begriff (Liebe) gestellt.Ich möchte für mich Gottes Wort recht geben,und Gottes
    Furcht im Vordergrund stellen,und Sunde,Sunde sein lassen.
    Hier hat es mit Lieblosigkeit überhaupt nicht zu tun .Es ist sehr gut,wenn wir in
    Liebe einander ermahnen und wachrufen von mir aus rütteln.
    Gottes Segen weiterhin Viktor

  10. Oh nein *Kopfschüttel*
    Immer wenn ich so ‚etwas‘ lese, weiß ich: der Autor wird irgendwann die Wahrheit erlangen, auch wenn es erst am Ende des Lebens so sein wird. Manche Menschen brauchen einfach länger.

  11. Lieber Viktor,

    was Du schreibst über Homosexualität, mit dem stimme ich ganz überein. Doch wenn ich meine Meinung frei äussere, werde ich von Menschen, die nicht so denken, massiv angegriffen. Von meinem katholischen Glauben her kann ich jedoch nicht anders denken. Ich habe mich mit dem Thema Homosexualität auseinandergesetzt seit ich einen Menschen kenne, der regelmässig in die Kirche geht und homosexuell lebt. Weil ich eine liebevolle Zuneigung zu diesem Menschen spüre, wir lächeln uns immer liebevoll zu, wenn wir uns im Gottesdienst sehen, bete ich schon lange für ihn. Veränderung kann jedoch nur geschehen, wenn er sich dem Anruf Gottes öffnet und auf seine Weisungen hört. Ob er das tut, weiss ich nicht. Dazu kenne ich ihn dann doch wieder zu wenig, und er weiss nicht, dass ich es weiss, dass er das lebt. So viel haben wir dann doch noch nicht miteinander gesprochen.

    Nun sagt Anselm Grün, das habe ich gelesen, dass wenn Homosexualität in einer treuen Partnerschaft gelebt werden würde, dann wäre das o.k. – Das sagen auch viele evangelische Christen, dass in Gottes Schöpfungsplan die Homosexualität auch vorgesehen wäre und dass wenn Menschen in Liebe eine Gemeinschaft gründen, dass es dann egal wäre, ob Mann mit Mann oder Frau mit Frau. In der Bibel steht jedoch: Er schuf Mann und Frau, er schuf sie als Ergänzung füreinander, So glaube ich nicht, dass Gott will, dass ein Mensch homosexuell lebt, geschweige denn, dass er ihn so erschaffen hat. Das kann nicht Gottes Wille sein. Es gibt so viele homosexuellen Menschen, die ihre Lebensweise damit rechtfertigen, dass Gott sie halt so erschaffen hat, dass man da nichts machen kann. Doch es gibt auch viele Menschen, die so nicht mehr leben wollten, die eindeutig in ihrer homosexuellen Lebensweise eine Verirrung bedingt durch lebensgeschichtliche heftige Erfahrungen gesehen haben und den Wunsch nach Veränderung spürten und die ihren homosexuellen Lebensstil mit Hilfe von Menschen, mit Hilfe von Christen und Seelsorgern, aufgegeben haben – siehe: Michael Glatze, Sebastian Weber, Richard Cohen. Also ist doch Veränderung möglich, wie bei einem Suchtkranken auch, wenn derjenige die Veränderung will.

    Es wird so viel zum Thema Homosexualität geschrieben, dass es schon fast als normal gilt. In dem ganzen Meinungsdschungel ist es wirklich verwirrend, sich zurecht zu finden. Gott liebt diese Menschen genauso wie jeden anderen Sünder, er verurteilt nicht, aber er sagt auch: Geh hin, und sündige fortan nicht mehr. Von meinem Glauben her, glaube ich nicht, dass Gott will, dass ein Mensch homosexuell lebt. Das ist eine tiefe innere Wahrheit, die ich so fühle, auch wenn ich deshalb angegriffen werde. Ich will mich nicht den Meinungen dieser Welt anpassen. Jeder Mensch hat das Recht auf freie Meinungsäusserung.

    Ich bete zu Gott, dass er dem Mann, dem ich mich zugeneigt fühle, seinen Weg zeigt, auch wenn es Menschen in meinem Umfeld gibt, die dafür kein Verständnis haben. Es gibt aber Gott sei Dank auch viele Menschen, die mit mir beten und die meine Ansichten teilen. Und meine feste Überzeugung ist, dass Gott scheinbar Unmögliches möglich machen kann. In allem geschehe sein Wille.

  12. Die heilige Schrift ist ein sehr differenziertes und komplexes Werk – wie das Leben selbst. Pauschale, undifferenzierte Aussagen zu welchem Thema auch immer findet man darin kaum, allem voran, wenn man die Schrift als Ganzes und in einer unverfälschten Übersetzung liest.

    Die Schrift ist sicherlich auch nicht dazu gedacht, dass Zeilen aus ihrem Gesamtzusammenhang gerissen werden, um andere Menschen zu verurteilen, die einem auf Grund persönlicher Abneigung oder persönlicher Ängste in ihrer Form des Menschseins nicht gefallen. Denn nur Gott allein vermag tief in das Herz eines Menschen zu schauen und sich ein Urteil zu bilden. Wie könnte sich jemand von uns Derartiges anmaßen?

    So enthalten auch die Briefe von Paulus keine pauschalen, undifferenzierten Aussagen, da sie stets auf konkrete Situationen ihrer Zeit verweisen. Die praktizierte Homosexualität in Rom und Korinth ist sicherlich zu verurteilen. Homosexuelle Praktiken als Götzendienst oder in Form von Knabenschändung (älterer Mann und Knabe ab 12 Jahren) sind auch heute verwerflich. Diese Praktiken waren ehemals stark verbreitet, da sie im Gegensatz zu homosexuellen Beziehungen zwischen erwachsenen römischen Männern oder Frauen nicht mit dem Tode bestraft wurden. Sowohl Rom als auch Korinth waren keine sonderlich toleranten Gesellschaften.

    Gott hat zudem nicht jeden Menschen zur Ehe zwischen Mann und Frau geschaffen. In der Schöpfungsgeschichte heißt es lediglich, dass ER den Menschen männlich weiblich schuf. Nicht mehr und nicht weniger. Zu dem späteren „Sie werden zu einem Fleisch, als Mann und Frau“, sagt Jesus ganz deutlich, dass dies fassen soll, wem es gegeben ist, und es ist eben nicht jedem gegeben. Manche wurden nicht zu dieser Art Verbindung geschaffen, heißt es. Diese Aussage bleibt im Zweiten Testament übrigens ganz offen und vieldeutig, wenn man den Originaltext liest oder auf eine originaltreue, unverfälschte Übersetzung zurückgreift.

    Verdammt ER jede homosexuell gelebte Beziehung? Ehrlich gesagt: Ich weiß es nicht, weil die Schrift selbst dies an keiner Stelle tut. Was ich allerdings weiß, ist, dass ich meinen Nähesten nicht verurteilen oder in seiner Würde verletzen darf, ihm in Liebe begegnen sollte. Denn was ich dem Geringsten von SEINEN Geschöpfen tue, das tue ich auch IHM. Und Foren wie dieses hier, von denen es im Internet so viele gibt, verletzen Menschen. Nicht nur das, denn die Gedanken, wie wir sie hier lesen dürfen (die heiligen Texte werden dazu lediglich instrumentalisiert) tragen durchaus in Ansätzen dazu bei, dass homosexuell lebende Menschen verfolgt, erniedrigt oder gar ermordet werden (siehe christliche Länder in Afrika). Und das kann ich als eine humanistisch empfindende, aufgeklärte Christin unserer Zeit nur schwer tolerieren!

    1. Hallo Helena,
      Wenn man Gott und Jesus Christus seinen Sohn so liebt, das man für alles andere wie „Tod“ ist, dann muss schon die Frage erlaubt sein wie ist Gott, was denkt Er über das eine oder andere in meinem Leben. Ehre ich Ihn damit was ich tue? Nun: 3 Mose 18, 22 seht: Du sollst bei keinem Mann liegen, wie man bei einer Frau liegt, denn das ist ein Greuel.! wenn es für Gott ein Greuel ist, wie komme ich dazu diese Sünde zu verharmlosen. Die Menschen liebt ER, aber nicht ihre Taten.
      In Römer 1, 18 schreibt Paulus folgendes: Denn es wird geoffenbart Gottes Zorn vom Himmel her über alle Gottlosigkeit und Ungerechtigkeit der Menschen, welche die Wahrheit durch Ungerechtigkeit aufhalten, 19 weil das von Gott Erkennbare unter ihnen offenbar ist, da Gott es ihnen offenbar gemacht hat; 20 denn sein unsichtbares Wesen, nämlich seine ewige Kraft und Gottheit, wird seit Erschaffung der Welt an den Werken durch Nachdenken wahrgenommen, so daß sie keine Entschuldigung haben. 21 Denn obgleich sie Gott erkannten, haben sie ihn doch nicht als Gott geehrt und ihm nicht gedankt, sondern sind in ihren Gedanken in nichtigen Wahn verfallen, und ihr unverständiges Herz wurde verfinstert. 22 Da sie sich für weise hielten, sind sie zu Narren geworden 23 und haben die Herrlichkeit12 des unvergänglichen Gottes vertauscht mit einem Bild, das dem vergänglichen Menschen, den Vögeln und vierfüßigen und kriechenden Tieren gleicht. 24 Darum hat sie Gott auch dahingegeben in die Begierden ihrer Herzen, zur Unreinheit, so daß sie ihre eigenen Leiber untereinander entehren, 25 sie, welche die Wahrheit Gottes mit der Lüge vertauschten und dem Geschöpf Ehre und Gottesdienst erwiesen anstatt dem Schöpfer, der gelobt ist in Ewigkeit. Amen! 26 Darum hat sie Gott auch dahingegeben in entehrende Leidenschaften; denn ihre Frauen haben den natürlichen Verkehr vertauscht mit dem widernatürlichen; 27 gleicherweise haben auch die Männer den natürlichen Verkehr mit der Frau verlassen und sind gegeneinander entbrannt in ihrer Begierde und haben Mann mit Mann Schande getrieben und den verdienten Lohn ihrer Verirrung an sich selbst empfangen. 28 Und gleichwie sie Gott nicht der Anerkennung würdigten, hat Gott auch sie dahingegeben in unwürdige Gesinnung, zu verüben, was sich nicht geziemt, 29 als solche, die voll sind von aller Ungerechtigkeit, Unzucht, Schlechtigkeit, Habsucht, Bosheit; voll Neid, Mordlust, Streit, Betrug und Tücke, solche, die Gerüchte verbreiten, 30 Verleumder, Gottesverächter, Freche, Übermütige, Prahler, erfinderisch im Bösen, den Eltern ungehorsam; 31 unverständig, treulos, lieblos, unversöhnlich, unbarmherzig. 32 Obwohl sie das gerechte Urteil Gottes erkennen, daß die des Todes würdig sind, welche so etwas verüben, tun sie diese Dinge nicht nur selbst, sondern haben auch Gefallen an denen, die sie verüben.

      1. Hallo Walter,

        bei meinen Ausführungen habe ich bewusst die Weisungen aus dem Ersten Testament außen vor gelassen, weil sich daran heute niemand mehr (weder ultraorthodoxe Jüdinnen und Juden noch konservative Christenmenschen) wortwörtlich bis zur letzten Konsequenz ausrichtet. Auch Jesus hat die Weisungen nicht wortwörtlich gelebt, er hat sie mit einem neuen Geist gedeutet und gefüllt, seinem sogenannten sanftmütigen Joch. Dennoch zitiere ich mal aus der dem hebräischen Original nähesten Verdeutschung von Buber und Rosenzweig: „Ein Mann, der einem Männlichen beiliegt in Weibs Beilager, Greuel haben beide getan“. Beilager meint zeremonielle Teile der damaligen Eheschließung. Dem Männlichen in Weibs Beilager beiliegen verweist auf tatsächlich überlieferte heidnische Praktiken in Jisraels Umgebung zu der Zeit, als sich die uns bekannten Weisungen kleinschrittig zu dem Buch der Weisung entwickelt und geformt haben. Eine pauschale Verurteilung jeglicher Form des homosexuellen Zusammenlebens und Liebens erschließt sich mir daraus beim besten Willen nicht! Und ebenso wenig aus den Briefen des Paulus an die Römer und die Korinther.

        Heutzutage werden schändliche homosexuelle Praktiken aus dem Heidentum, von denen uns im Ersten Testament und den Briefen erzählt wird, auch gar nicht mehr praktiziert. Viele stellen sogar nach deutschem und europäischem Recht einen Straftatbestand dar: So zum Beispiel die in antiken Schriften und Bildern aus Paulus‘ Zeit gefeierte und hochstlisierte päderastische „Liebe“ zwischen Knaben ab 12 Jahren und altersbedingt physisch und geistig überlegenen Männern, den sogenannten Erastes. Und das finde ich auch gut so, bin dankbar und freue mich, dass die Heilige Schrift darauf verweist! Auch Frauen müssen sich heutzutage nicht mehr wie die Frauen im antiken Rom zur Empfängnisverhütung dem nicht vaginalen Verkehr mit ihren Ehemännern hingeben, weil wir die Empfängnisverhütung heute anders gestalten und regeln können.

        1. Beilager meint zeremonielle Teile der damaligen Eheschließung. Dem Männlichen in Weibs Beilager beiliegen verweist auf tatsächlich überlieferte heidnische Praktiken in Jisraels Umgebung zu der Zeit, als sich die uns bekannten Weisungen kleinschrittig zu dem Buch der Weisung entwickelt und geformt haben.

          Ich verstehe noch nicht, was der biblische Text deiner Meinung nach verbietet.

          1. Jeder legt sich die Schrift so aus wie er sie gerade braucht. Ich lese und verstehe es so, dass die Homosexualität ein Gräuel vor Gott ist.
            wenn ich Gott wirklich liebe und Jesu Jünger sein will, dann muss das für mich auch ein Gräuel sein. Somit kann und will ich nicht die Homosexualität als „normal“ akzeptieren.

        2. 1Joh 3,8 Wer die Sünde tut, der ist aus dem Teufel; denn der Teufel sündigt von Anfang an. Dazu ist der Sohn Gottes erschienen, daß er die Werke des Teufels zerstöre.
          Off. 22, 11 Wer Unrecht tut, der tue weiter Unrecht, und wer unrein ist, der verunreinige sich weiter, und der Gerechte übe weiter Gerechtigkeit, und der Heilige heilige sich weiter! 12 Und siehe, ich komme bald und mein Lohn mit mir, um einem jeden so zu vergelten, wie sein Werk sein wird.
          Off.22, 14 Glückselig sind, die seine Gebote tun, damit sie Anrecht haben an dem Baum des Lebens und durch die Tore in die Stadt eingehen können. 15 Draußen aber sind die Hunde und die Zauberer und die Unzüchtigen und die Mörder und die Götzendiener und jeder, der die Lüge liebt und tut.

    2. Hallo Helena, ich bin über deine Antwort sehr gerührt. Ich lebe in einer verantwortungsvollen Liebe zwischen mir und meinem Freund. Wenn ich hier lese das Homosexualität nicht angeboren ist dann finde ich es zutiefst traurig, denn bei mir ist sie seitdem ich denken kann. Ich habe alles gegen sie unternommen, war sogar in der Sekte der Zeugen Jehovas, die mir das Gehirn buchstäblich gewaschen haben.

      Ich heiratete sogar. Es machte mich und meine Exfrau samt meinen Kindern aus dieser Ehe unglücklich. Was für ein Leid brachte es zu heiraten, damit man der Norm genüge getan hat. Ja ich selbst glaubte ich bin nicht mehr Homosexuell in dieser Lebenslage. All das änderte nichts bei mir! Viel Kummer für alle… Will Gott das?

      Das Herz klopft bei mir wenn mich mein Freund an die Hand nimmt. Ja, was soll ich tun. Ich elender Mensch, bin einem Hund gleich, wenn es nach einigen hier geht. Diejenigen die Heterero orientiert sind können den leidesweg nicht vorstellen. Hat Gott uns nicht so gemacht das wir Nähe und liebe erfahren wollen?
      Mir scheint es fremd das gott nur Strafen will. Sicherlich wäre es bei mir alles richtig gewesen, wäre ich Vollkommen. Ich bin es nicht. Wenn Gott will wird er mich wegraffen. Ich hoffe aber er würde meine Schwachheit durch das Opfer Jesu ertragen und mich eines Tages so machen wie er mich sehen will. Ich hoffe ER wird sehen wie es denen geht, die wie ich sind und die liebe zum Herrn und Demut erkennen. Demut die hier einige nie erfahren werden, weil die sich als rein und gerecht sehen…
      Ihr aber, ihr sucht nach Gesetz und urteilt. Ihr wisst nicht was es heißt so zu leiden. Gott richte euch meine Brüder

      Helena ich würde mich sehr freuen, wenn wir in Kontakt kommen aber nicht hier. Ich habe paar fragen und möchte mit dir sie austauschen. Ich kann dir Facebook anbieten.

      https://m.facebook.com/alexander.reich.3950?ref=bookmarks

      Vielleicht ist hier noch ein Christ in meiner Situation und wünscht sich auszutauschen. All die anderen spart eure selbstgetechte Argumente. Die helfen nur euch richtigen Menschen, euch die ihr mit der richtigen Orientierung seid und euch gerechten aber nicht denen die zum Herrn in ihrer Not flehen und bitten in Demut, wie unmündige Kinder die keiner haben will 🙁

      1. Hallo Alexander,
        es tut mir leid, dass es länger bis zur Freischaltung gedauert hat, aber ich versuche alle kritischen Kommentare nicht unkommentiert freizuschalten. Es ist schließlich mein Blog für den ich Verantwortung vor Gott trage.

        1. Selbst Homosexualität angeboren sein sollte, rechtfertigt dies nicht die Ausübung dieser. Es ist genauso wie mit anderen angeborenen Neigungen wie z.B. Jähzorn.

        2. Du schreibst, dass du alles unternommen hast. Ich glaube dir und habe Mitgefühl mit deiner persönlichen Geschichte. So wie du selbst schreibst (Stichwort Zeugen Jehovas), hast du m.E. die falschen Mittel angewandt. Allein Gott kann unsere Neigungen und Herzen verändern. Alle unseren menschlichen Bemühungen sind vergeblich. Übrigens kämpfe ich genauso gegen sündige Neigungen in mir wie du.

        3. Du schreibst, dass du in einer verantwortungsvollen Beziehung lebst. Leider bezweifle ich, dass dies das sündige Verhalten in Gottes Augen rechtfertigt. Unzucht wird in einer verantwortungsvollen Beziehung vor Gott nicht besser.

        4. Lieber Alexander, wir sind tatsächlich elendige Menschen. Aber das liegt nicht an dem Urteil anderer Menschen, sondern am Urteil Gottes über uns. Du brauchst das Urteil anderer Menschen nicht zu fürchten, aber du solltest dich vor dem fürchten, was Gott über dich und dein Leben denkt. Ich habe in meinem Artikel lediglich darauf hinweisen wollen. Damit geht kein Hass oder Ablehnung gegenüber den so empfindenden Menschen einher! Ich selbst stehe aufgrund meiner Sünde unter dem Urteil Gottes – allein durch Jesus habe ich Vergebung und er reinigt mich von meiner Sünde, sodass ich verändert leben darf!

        5. Ich will dich nicht richten und wünsche dir nicht, dass Gott dich richte, sondern dass du dich selbst anhand von Gottes Wort richtest und im Vertrauen auf Jesus gegen die Sünde kämpfst.
        1Kor 11,31: Wenn wir uns selber richteten, so würden wir nicht gerichtet.

  13. Hi,
    Mein Problem, das ich bei der ganzen Sache sehe ist, was folgt darauf, wenn ich annehme, dass homosexuelles Verhalten von Gott nicht gut geheißen wird. Es folgt, dass ich mich nie verlieben darf und wenn ich es mal tue es abstreiten muss. Und vorallem werde ich dadurch mein ganzes Leben allein bleiben und in meinem Fall habe ich wirklich Angst davor nie menschliche Liebe zu erfahren. Es wäre, als ob ich zum lebenslänglichen Zölibat gezwungen werde. Es steht allerdings auch in der Bibel, dass das Zölibat eine Berufung und Gabe Gottes ist und niemand dazu gezwungen werden soll, der diese nicht hat. Außerdem sagt Jesus, das man eine Pflanze an ihren Früchten beurteilen kann. Schlechte Pflanzen bringen schlechte Frucht, gute eben gute. Und das dies auf Aussagen übertragen werden kann. Also frage ich mich was bringt eine Homophobe Haltung für Früchte?: (ich spreche im Folgenden von mir) ich fange an mich selbst zu hassen, habe keine Hoffnung mehr auf ein glückliches Leben, Suizidgedanken kommen auf, Wut gegenüber Gott steigt in mir auf… das sind für mich keine guten Früchte, eher verleitet es mich zu noch mehr Sünde und vorallem entfernt es mich von Gott. Aber andersrum, wenn ich Homosexualität nicht ablehne folgt für mich Hoffnung, Liebe, Familie, im reinen mit sich sein, mit Gott leben usw.
    Ich kriege Homosexualität einfach nicht in mein Verständnis von Sünde rein (mit Homosexualität meine ich hier monogame, loyale Beziehungen): Sünde ist für mich etwas, das mich von Gott entfernt, das mir oder anderen schadet, das Gott nieder macht. Aber in wie fern tut es das?
    Die von dir genannten Bibelstellen beschreiben unter anderem eine Massenvergewaltigung von Engeln, dass Gott das nicht gut heißt kann ich vollkommen nachvollziehen und finde das auch richtig. Außerdem benennst du die Stelle, wo es heißt es sei ein Gräuel sich zu einem Mann zu legen wie zu einer Frau. Allerdings steht im Selben Zusammenhang, es sei ein Gräuel Schweinefleisch zu essen und dass eine Frau ein Kopftuch tragen muss. Nun bin ich Vegetarier und die Schweinesache ist mir egal, aber ich denke du würdest keinen Block dazu starten^^ und ein Kopftuch habe ich auch noch nie getragen. Immerhin wurden diese Art von Gesetzen durch Jesus erfüllt und somit aufgehoben. Was die Stellen im NT angeht so beschreiben sie immer nur Lustvolles Verhalten eines überschüssigen Bedürfnisses und nicht etwa eine monogame Beziehung in der Werte wie Vertrauen eine große Rolle spielen. Und die Stelle mit der Aufzählung derer die nicht in den Himmel kommen, wo Homosexuelle aufgezählt werden, nun dort handelt es sich offensichtlich auch um eigene Auslegung und zwar besonders der Übersetzer, da das Wort Homosexualität erst sehr viel später „erfunden“ und gebraucht wurde, so kann man die Worte auch mit verweichlicht übersetzen.

    Ich möcht deine Meinung hiermit in keinster Weise nieder machen, denn ich teile eine Ansicht mit dir und zwar, dass man sich seinen Glauben nicht zurecht erfinden darf, damit hatte ich schon immer ein Problem. Was für mich aber etwas ganz anderes ist, ist es sich selbst zu hinterfragen und so mit das Verständis der Bibel. Denn ich glaube zwar, dass die Bibel nach Gottes Willen geschrieben wurde (und somit das Argument, die Bibel sei ja auch nur von Menschen geschrieben worden, nichtig ist), allerdings sind es Menschen, die es interpretieren und übersetzen, also ist es durchaus legitim es immer wieder zu prüfen und auch an die zeitlichen Situationen anzupassen.

    Mir wurde in meiner Konfizeit erzählt, dass ich mich für Jesus nicht verstellen muss und sein darf, wie ich bin. Dass er mich bedingungslos annimmt und wenn ich mir vorstelle, dass er alles, was ich von Liebe in diesem Leben bekommen kann, verabscheut und als Sünde tituliert, dann bricht es mir mein Herz…

    Ich hoffe ich konnte meine Gedankengänge gut darlegen. Mir ist wichtig, dass klar wird, dass ich dich nicht angreifen möchte und deine Meinung respektiere.

    Alles Liebe und Gottes Segen…

    1. Liebe Lu,
      ich danke dir für deine Gedanken und fairen Schreibstil. Ich möchte dir meine Gedanken dazu schreiben und bitte dich ebenso mir keinen bösen Ton oder Agressivität zu unterstellen:

      1. Argument: Die Folgen der unterdrückten Homosexualität
      Ebenso könnte auch ein Pädophiler, Sadist oder Masochist argumentieren. Wären diese Menschen nicht auch zu lebenslänglichem Zölibat gezwungen? Die Alternative ist Selbstbeherrschung oder Heilung. Natürlich weiß ich, dass dies ein langer schwieriger Weg sein kann. Aber zahlreiche Zeugnisse belegen, dass vollkommene Heilung möglich ist. Und selbst wenn keine absolute Heilung eintritt (wie auch bei manch anderen sündigen Neigungen nicht), kann ein Mensch in einer lebendigen Beziehung zu Gott trotzdem glücklich und zufrieden leben!

      Die negativen Folgen für sich und andere sind bei den genannten anderen oben sexuellen Verirrungen offensichtlicher. Aber ich behaupte, dass auch Homosexualität zahlreiche negative Folgen für sich, die Mitmenschen und Gott hat. Gott hat uns auf Ergänzung und gegenseitige Abhängigkeit hin angelegt. Ein gleichgeschlechtlicher Partner kann die ergänzende Rolle nicht ausfüllen. Dies zeigt sich z.B. auch im Bereich der Sexualität. Erfüllte Homosexualität im Sinne des Schöpfers ist nur in der Ehe zwischen Mann und Frau möglich. Andere Formen der Sexualität sind letztlich weniger für alle Beteiligten.
      Ein schlechter Baum bringt schlechte Früchte hervor. Ich glaube, dass alle wahrhaften Statistiken zahlreiche Belege dafür liefern. Man betrachte das Thema Treue/Promiskuität oder das Thema Gesundheit. Schau dir mal folgende Seite an: http://www.dijg.de/homosexualitaet/wissenschaftliche-studien/sozialwissenschaftlich-psychologisch-medizinisch/ Die Auswertung überlasse ich dir selbst.

      2. Argument: Die Bibel spricht nicht von „loyaler/monogamer“ Homosexualität
      Erstens glaube ich, dass es keine loyale, monogame Homosexualität gibt (weil sie nicht erfüllend ist) und zweitens spricht sie eindeutig davon, wenn man bereit ist sie offen zu lesen. Du hast Römer 1,24-28 geschickt ausgelassen. Wie willst du diese Bibelstelle wegerklären?
      Dass die Bibelstellen nicht von Homosexualität reden, ist es mehr Interpretation unserer heutigen Zeit, als eine sachgemäße Erklärung. Schau dir mal die Kommentare der Kirchenväter an. Erst in unserer Zeit, in der Homosexualität nicht mehr als Sünde gilt, wird nach alternativen Interpretationsmöglichkeiten gesucht.

      3. Argument: Gottes bedingungslose Liebe
      Du hast vollkommen Recht damit, dass Gott dich und mich Sünder bedingungslos liebt. Er lädt uns in Jesus zur Versöhnung und nachfolgenden Heiligung bzw. Heilung ein. Die Heiligung bedeutet, dass ich Sünde, die immer negativ ist, loslassen darf und etwas viel besseres dafür bekomme!

      wenn ich mir vorstelle, dass er alles, was ich von Liebe in diesem Leben bekommen kann, verabscheut und als Sünde tituliert, dann bricht es mir mein Herz…

      Gott hält viel Besseres und größere Liebe für dich bereit, als du dir vorstellen kannst! Ich wünsche dir, dass du den größten Schatz in Jesus findest und für ihn bereit bist alles herzugeben! Er wird dich mehr beschenken, als du glaubst.

  14. Tatsächlich ist es so, dass pädophile Menschen niemals erfüllt ihre Sexualität ausleben dürfen. Das ist eine schwere Lebensbürde, die sie zu tragen haben. Wir wissen nicht, warum. Aber Kinder würden durch sexuelle Handlungen von Erwachsenen innerlich zerstört werden.

    Das gilt aber nicht für homosexuelle Erwachsene. Sie können durchaus in Verwantwortung füreinander erfüllte Liebesbeziehungen leben, bis dass der Tod das Paar scheidet. Bitte an alle: Hört auf, Homosexualität, Sodomie und Pädophilie auf eine Stufe zu stellen. Solche Vereinfachung entspricht doch nicht den uns von Gott geschenkten Möglichkeiten zu denken, zu beurteilen und zu handeln!

    1. Liebe Annette,
      wir haben unabhängig von Gott nicht die Fähigkeit angemessen/richtig zu denken, zu beurteilen und zu handeln. Wir sind selbst mit dem besten Verstand geistlich blind und tot.
      Wer zu wahrer Erkenntnis und Weisheit kommen will, muss Gott fürchten (unterordnen und respektieren). Das bedeutet auch sich Gottes Wort unterzuordnen. Was sagt Gott zum Thema Homosexualität? Das habe ich versucht im Artikel darzustellen. Homosexualität ist laut Gottes Wort Sünde.

      Nun können wir auch Vernunftgründe anführen, die deutlich machen, warum die Sexualität zwischen Mann und Frau in der Ehe die einzige von Gott legitimierte Form der Sexualität ist. Aber das will man heute nicht mehr akzeptieren. Dann muss man eben auch die Folgen der Verirrung tragen.

      Menschen die Ehebruch begehen, finden es auch super und die neue Beziehung viel erfüllender. Ist das subjektive Gefühl ausschlaggebend für die Beurteilung oder das Urteil der Freunde, der Gesellschaft oder Gottes absoluter Maßstab?

      Die Folgen sind m. E. dass eine erfüllte Liebesbeziehung nicht möglich ist. Das belegen die Statistiken. Natürlich darf dem jeder widersprechen, aber zumindest sollte man die Fakten zum Thema Promiskuität und Gesundheit respektieren!

      Ich will auch noch einmal betonen, dass ich ebenso ein Sünder bin und Gottes Gnade benötige. Jeder Sünder leidet an der Sünde. Entscheidend ist der Umgang mit der Sünde in uns.
      Gott schenkt uns in Jesus Vergebung und Heilung, wenn wir unsere Sünde bereuen, bekennen und uns von der Sünde abwenden und in einer persönlichen Gottesbeziehung leben.

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