Archiv der Kategorie: Krankheit und Heilung

Wenn Gott uns leiden lässt

Kaum zu fassen, wenn Gott uns leiden lässt, oder?

Wenn Gott uns leiden
Gott züchtigt den Menschen mit Schmerzen auf seinem Lager, ja, er straft sein Gebein sehr hart, daß ihm das Brot zum Ekel wird, und seiner Seele die Lieblingsspeise. Sein Fleisch schwindet dahin, man sieht es nicht mehr, und seine Knochen, die man sonst nicht sah, liegen bloß; seine Seele naht sich dem Verderben und sein Leben den Todesmächten. Wenn es dann für ihn einen Gesandten gibt, einen Mittler, einen aus Tausenden, der dem Menschen Seine Gerechtigkeit verkündigt, so wird Er sich über ihn erbarmen und sprechen: »Erlöse ihn, damit er nicht ins Verderben hinabfahre; ich habe ein Lösegeld gefunden!« Alsdann wird sein Fleisch frischer sein als in jungen Jahren; er wird zurückkehren zu den Tagen seiner Jugend; er wird zu Gott flehen, und der wird ihm gnädig sein; ja, Er wird ihn Sein Angesicht sehen lassen mit Jauchzen, und Er wird dem Menschen seine Gerechtigkeit wiedergeben.

So etwas steht in der Bibel. Du kannst es nachlesen in Hiob 33,19-26. Wenn Gott uns leiden lässt, dann nur aus Liebe! Um uns zu erziehen und zu retten! Dieser Gedanke wird auch im Neuen Testament zahlreich wiederholt (z.B. Hebräer 12). Ich habe hier schon Mal darüber geschrieben: Warum bin ich krank. Leider wollen das viele Christen nicht verstehen.

Johannes Calvin schreibt zu dem obigen Abschnitt aus Hiob:

»Gott muss uns mit Gewalt von unseren törichten Anschlägen zurückhalten… Warnte uns Gott lediglich, zurückhaltend zu sein und nicht wild draufloszustürzen, genügte es nicht. Denn im Menschen ist eine törichte Kühnheit, die durch nichts gehemmt werden kann als durch große Gewalt, ebenso wie der Mensch ein wildes Tier an Ketten legen muss. Gott muss daher so handeln, wie in diesem Text gezeigt wird: Das heißt, der Mensch wird von seinem eigenen Lauf nie umkehren, wenn ihn Gott nicht mit harten Schlägen unterwirft. Was ist die Ursache dafür? Der Stolz. Bevor daher der Stolz, der in der Natur des Menschen haust, niedergerungen und unter die Füße gebracht worden ist, wird sich der Mensch wie ein wildes Tier beständig dahin und dorthin werfen. So wollen wir uns denn gut merken, dass das erste und wichtigste, das wir in unserer Drangsal tun müssen, dies ist: Wir müssen lernen, uns zu demütigen… Gott besorgt unsere Wohlfahrt, indem Er uns demütigt.«

Warum geht es bösen Menschen gut? Ehrliche Fragen stellen

Hiob

Warum geht es bösen Menschen gut? Diese Frage stellt sich, wenn man Hiob 21 liest. Diese zweite Antwort Hiobs an Zofar stand heute in meiner Bibellese auf dem Programm. Fällt es dir, wie mir, schwer in solchen Kapiteln den Wald vor lauter Bäumen zu sehen? Dann helfen dir hoffentlich folgende erarbeiteten Gedanken zu Hiob 21 (es ist sinnvoll auch den Bibeltext nachzuschlagen):

Hiob 21:1-6 – Die Einleitung von Hiobs Antwort an Zophar

Hiob bittet noch einmal angehört zu werden. Seine Anklage aus den anschließenden Worten richtet sich nicht gegen die Menschen, sondern indirekt gegen Gott. Hiob behauptet sogar, dass seine Worte sie erschrecken und fassungslos machen werden. Zumindest geht es ihm so. Was sollte sie schockieren?

Hiob 21:7-16 – Warum geht es bösen Menschen gut?

Hiob stellt seine Lebens- und Welterfahrung gegen die seiner Freunde: Warum geht es bösen Menschen gut, wenn sie doch etwas ganz anderes verdient haben? Anstatt dass Gott sie bestraft und austilgt, schenkt er ihnen unverständlicherweise ein langes Leben, Erfolg und die Freude an der unbeschwerten Fröhlichkeit ihrer Kinder und Enkelkinder. Sie sind ihres eigenen Glückes Schmied und brauchen Gott nicht.

Warum geht es bösen Menschen gut?

Hiob 21:17-21 – Die Ausnahmen bestätigen die Regel

Hiob weiß, dass er etwas einseitig gesprochen hat und korrigiert das Bild: Es gibt natürlich auch einige Gottlose, die ihr gerechtes Urteil erhalten. Doch das ist nicht die Regel – es gibt keine solche Gesetzmäßigkeit, wie seine Freunde behaupten. Auch die eventuell anfallende Strafe an den folgenden Generationen (wie in 2. Mose 34,7) findet Hiob nicht gerecht. Gott soll den Schuldigen seine Strafe selbst büßen lassen!

Hiob 21:22-26 – Das ungerechte gleiche Ende von Guten und Bösen

Wer könnte Gott dafür kritisieren, dass gute und böse Menschen dasselbe Schicksal trifft? Am Ende verrotten Gläubige und Ungläubige, die Glückspilze des Lebens und die ewig Benachteiligten nebeneinander in der Erde. Warum ist das so ungerecht?

Warum geht es bösen Menschen gut?
Statue „Hiob“ von Gerhard Marcks (1957) vor der St.-Klara-Kirche, Nürnberg

Hiob 21:27-34 – Ende der Antwort Hiobs an Zofar

Hiob ist sich der direkten und indirekten Vorwürfe seiner Freunde bewusst. Wenn es Hiob so schlecht geht und er Haus und Familie verloren hat, dann kann er nicht unschuldig daran sein. Es ist Gottes gerechte Strafe – so der Vorwurf der Freunde, den Hiob zurückweist. Hiob ermutigt über den Tellerrand zu schauen und die Menschen zu fragen, die die Welt gesehen haben. Sie werden bezeugen, dass bei vielen Unglücken die Bösen sogar verschont werden und sie niemand anklagt. Zu guter Letzt werden sie noch mit großen Ehren beerdigt. Was für ein Quatsch von einer gerechten Weltlenkung Gottes wollen die Freunde Hiob erzählen?

Was lernen wir aus Hiob 21?

Es gibt viele unterschiedliche direkte und indirekte Lehren in diesem Kapitel:

  1. Die Ungerechtigkeit dieser Welt sollte uns nicht kalt lassen, sondern schockieren (Hiob 21,1-6). Warum geht es bösen Menschen gut? Wer aufgehört hat zu leiden, der hat aufgehört zu lieben.
  2. Hiob ist Realist (Hiob 21,7-16). Er schafft sich die Welt und seine Theologie nicht, wie sie ihm gefällt. Unser Glaube muss die harten Realitäten und Wahrheiten „aushalten“.
  3. Es gibt keine absolute Gerechtigkeit hier auf dieser Erde! Bösen Menschen geht es oft gut (Hiob 21,17-21). Auch Gott richtet diese Gerechtigkeit noch nicht auf, auch wenn er vereinzelt gerecht bestraft.
  4. Wenn es keine Auferstehung der Toten gibt, ist das Treiben dieser Welt zutiefst ungerecht und frustrierend. Die Suche nach Gerechtigkeit könnte die Menschen zu Frage nach der Ewigkeit führen.
  5. Hiob weist falsche Kritik von sich (Hiob 21,27-34). Nicht alles Leiden ist eine unmittelbare Folge der persönlichen Sünde. Es gibt nicht nur eine Ursache bzw. einen Grund. Unsere Glaubensansichten müssen häufig differenzierter und nicht immer „schwarz-weiß“ oder „pauschal“ ausfallen.
  6. Das Kapitel 21 ist so wie das ganze Buch Hiob ein Schrei nach Gerechtigkeit und Erlösung: Wie schafft Gott Gerechtigkeit auf dieser Welt? Was hat der Gläubige davon zu glauben? Gibt es den Gerechten, der Gott auch im tiefsten Leiden um seiner selbst willen liebt und ehrt?  Wer die Antworten nicht kennt, lese in der Bibel das Neue Testament 😉

Es gibt keine Friseure!

Es gibt keine Friseure

Ein Mann sitzt beim Friseur, um sich den Bart rasieren und die Haare schneiden zu lassen. Während der Arbeit unterhalten sich Kunde und Friseur angeregt über alles Mögliche. Dann sagt der Friseur: „Ich glaube nicht, dass Gott existiert.“ Der Kunde fragt ihn darauf: „Wieso glauben sie das?“, worauf der Friseur antwortet: „Nun, Sie müssen nur mal auf die Straße gehen, um zu sehen, dass es Gott nicht gibt. Wenn Gott existieren würde, dann gäbe es nicht die vielen kranken Menschen! Und was ist mit den ausgesetzten Kindern auch nicht. Wenn Gott existierte, gäbe es weder Schmerzen noch Armut. Ich kann mir keinen liebenden Gott vorstellen, der all diese Dinge erlaubt“.

Der Kunde denkt einen Moment nach, geht aber nicht auf die Argumente ein, denn die Arbeit ist fertig. Er bezahlt und verlässt den Laden. Kurz darauf trifft er auf einen Mann mit langen, dreckigen Haaren und einem zerzausten Vollbart. Er sieht schmutzig und ungepflegt aus. Der Kunde geht zurück zum Friseur in dessen Salon und sagt: „Wissen Sie was? Es gibt keine Friseure!“ Der Friseur ist verdutzt und antwortet „Warum sagen Sie so etwas? Ich bin hier, und ich bin ein Friseur! Und ich habe Ihnen gerade noch die Haare geschnitten!“
„Nein“, ruft der Kunde, „Friseure gibt es nicht! Denn wenn es sie gäbe, dann würden keine Menschen mit langen, dreckigen Haaren und einem ungepflegten Bart herumlaufen, wie dieser Mann dort draußen, den sie dort sehen können!“

„Halt, halt“, warf der Friseur ein, „Sie interpretieren das völlig falsch! Natürlich gibt es Friseure! Das Problem ist, dass die Menschen nicht zu mir kommen!“
„Sehr richtig! Genau das ist es!“, erwiderte der Kunde. „Gott gibt es auch. Das Problem ist, dass die Menschen nicht zu ihm kommen und sich von ihm mit Liebe für ihre Mitmenschen beschenken lassen. Das ist der Grund, warum es so viel Schmerz und Armut in der Welt gibt.“

(Autor unkebannt)

Die Geschichte gibt es auch als Video:

Heinrich Müller – „Von der Geduld“ bzw. „Ein Kräutlein heilt Alles“

Gedanken von Autoren aus fernerer Vergangenheit helfen uns blinde Flecken unserer Zeit zu sehen. Hier sind ein paar Gedanken von Heinrich Müller, einem lutherischen Theologen, der 1631-1675 lebte:

Ein Kräutlein heilt Alles.

Es wächst aber nicht in allen Gärten. Es ist rar und doch nicht theuer, bitter und versüßt doch. Der Apotheker hats nicht zu Kauf, und wird doch von den Aerzten verordnet. Die Erde trägts nicht, der Himmel gibts. Willst du wissen, wie es heißt? Geduld. Ungeduld bringt Unruh, Unruh bringt Pein, Pein macht krank: je ungeduldiger Seele, je kranker Leib. Geduld bringt Ruh, Ruh stillt den Schmerz, gestillter Schmerz heilt die Wunde. Erkennst du nun, daß Geduld Alles heile? Von der GeduldIch will geduldig sein. Ists doch des Herrn Wille, daß ich leiden soll. Was der Vater will, muß den Kindern wohl gefallen. Hab ichs doch mit meinen Sünden verdient, und viel ein Mehreres. Ist mir doch Gott im Kreuz mit seiner Gnade am allernächsten, ja, dann am nächsten, wenns läßt, als wär er am allerfernsten. Je härter er schlägt, je gnädiger er ist. Muß es doch mir zum Besten dienen. Keine Trübsal ist so gering, leid ich sie Gott zu Ehren, sie ist mir nutzer, als ob man mir die ganze Welt gäbe. Was haben andere Heilige vor mir gelitten, und wie fröhlich sind sie gewesen in der höchsten Marter? Was hat mein Jesus gelitten? Wer bin ich gegen ihn, und was ist mein Leiden gegen seines? Sollte mich Etwas um seinetwillen zu leiden verdrießen, der sichs so sauer um mich hat werden lassen? Ach nein. Und wärs noch so groß, ja die Hölle selbst. Wie manch süß Honigtröpflein läßt er von seinen Lippen in meinen Kreuzbecher fließen? Wie lieblich wird er mich nach dem Leid erfreun, wie herrlich nach dem Kampfe krönen? Willst du noch nicht geduldig sein, mein Herz, so laß es bleiben. Aber was gewinnst du? Dein Leiden machst du dir größer, deine Last schwerer, deine Pein bitterer. Ich will mit meinem Jesu sagen: Vater, nicht wie ich will, sondern wie du willst. Matth. 26, 39. Das Wort ist Gott am allerliebsten.

Ein paar Fragen zum Durch- & Weiterdenken:

  • Siehst du den Zusammenhang von Ungeduld und Krankheit?
  • Kannst du nachvollziehen, dass es Gottes Wille sein kann, dass wir leiden?
  • Ist unser Leiden wirklich „verdient“?
  • Inwiefern hilft es Vorbilder der Geduld zu haben?
  • Warum sollte der Ungeduldige auf die Ewigkeit blicken?
  • Kannst du „Vater, nicht wie ich will, sondern wie du willst.“ beten?

Die Andacht stammt aus „Dr. Heinrich Müllers geistliche Erquickstunden, oder dreihundert Haus- und Tisch-Andachten. Unveränderte Ausgabe nebst den die Sonn- und Festtags-Evangeliuen und Episteln rc. enthaltenden Registern. Neu-Ruppin. Verlag von F. W. Bergemann.“ Gefunden habe ich sie bei der Glaubensstimme.

Hat Jesus den Fluch der Sünde (z.B. die Krankheit) aufgehoben? (Jesaja 53,4-5)

Durch seine Wunden sind wir geheilt - Jesaja 53,5

Bei der Beschäftigung mit dem Thema „Gesundheit, Krankheit und Heilung“ bin ich immer wieder auf die Aussage gestoßen, dass Jesus die Krankheit durch sein Heilswerk am Kreuz aufgehoben habe. Deshalb können alle Gläubigen Heilung empfangen, ebenso wie ihnen die Sünden vergeben werden. Ist das wahr?

A. Die Argumente der Befürworter

Das Hauptargument für die Argumentation für eine Aufhebung des Krankheitsfluches kommt aus Jesaja 53,4-5:

Fürwahr, er trug unsre Krankheit und lud auf sich unsre Schmerzen. Wir aber hielten ihn für den, der geplagt und von Gott geschlagen und gemartert wäre.  Aber er ist um unsrer Missetat willen verwundet und um unsrer Sünde willen zerschlagen. Die Strafe liegt auf ihm, auf daß wir Frieden hätten, und durch seine Wunden sind wir geheilt.

Daraus leitet man ab: Da Jesus unsere Krankheiten schon getragen hat, warum sollten wir sie auch noch tragen? Wenn Jesus auch die Heilung von Krankheiten erwirkt hat, dann können wir sie durch den Glauben in Anspruch nehmen. Wir sind sogar schon geheilt – wir müssen nur glauben – und es wird geschehen.

Unterstützt wird diese Argumentation angeblich durch Matthäus 8,17 und 1. Petrus 2,24, in denen Jesaja 53,4-5 zitiert wird. So sollen auch neutestamentliche Worte diese alttestamentliche Verheißung auf den Gottesknecht untermauern.

Jesaja 53-5

B. Die Argumente der Gegner

1. Analyse von Jesaja 53

Eigentlich beginnt der Abschnitt schon in Jesaja 52,13. Der erste Teil (52,13-53,3) spricht von dem Unverständnis der Menschen. Sie erwarten einen ganz anderen Gottesknecht und Messias. Ihr Irrtum wird beschrieben: Der gottesfürchtige Gottesknecht müsse gesegnet, gutaussehend und gesund sein und Gottverlassenheit zeige sich in Krankheit und Hässlichkeit. Ebenso glauben auch heute viele Christen, dass Gott den wahren Gläubigen segnet (u.a. mit Gesundheit)… das nennt man heute Wohlstandsevangelium…

Doch schauen wir uns die eigentlich zentralen Verse aus Jesaja 53,4-6 an. In diesem Abschnitt ist der Gedanke der Stellvertretung zentral. Der Knecht nimmt sich der Sünde und ihrer Folgen an. Jesus hat sich unsere Sünde aufgeladen und zieht das Gericht Gottes auf sich. Er trägt sie, damit wir frei von ihr werden. Insofern haben die Befürworter Recht: Durch Jesu stellvertretenden Tod sind die Sünde und ihre Folgen (Krankheit, Schmerz…) zerschlagen.

Doch die entscheidende Frage ist, wann das geschieht! Sind wir als Gläubige durch das Heilswerk Jesu heute schon frei von Sünde, Krankheit und Schmerzen, wenn wir richtig glauben? Hat Jesus den Fluch der Sünde (z.B. die Krankheit) aufgehoben? (Jesaja 53,4-5) weiterlesen

Warum bin ich krank? Teil 3 – Der Sinn & Zweck von Krankheiten

Wozu krank?

In dieser dreiteiligen Serie zur Frage „Warum bin ich krank?“ habe ich in den vorherigen Artikeln darüber geschrieben…

  1. … warum es allgemein Krankheiten auf dieser Welt gibt: Teil 1
  2. … welche persönlichen Ursachen es für unsere Krankheiten gibt: Teil 2

In diesem Artikel will ich den Blickwinkel etwas ändern und aufzeigen, dass Krankheit manchmal eine Absicht bzw. einen Sinn hat. Aber vielleicht denkst du zuerst selbst drüber nach? 🙂

A. Ändere die Frage

Sehr häufig fragen sich Menschen, warum sie krank sind oder jemand anders so leiden muss. Warum ist dies oder jenes geschehen? Die Warum-Frage ist nicht unbedingt schlecht – häufig gibt es unmittelbare Ursachen, die zu Krankheit und Leiden führen. Es ist nicht leicht sich diese Frage zu stellen, aber sie kann sehr heilsam und richtig sein, wenn wir nicht insgeheim Gott die Schuld in die Schuhe schieben wollen.

Manchmal werden wir keine Antwort finden. Die Warum-Frage ist selbst bei ehrlichem Fragen nicht immer beantwortbar. Auch Gott antwortet Hiob nicht einfach darauf, warum er leiden muss. Doch unabhängig davon, ob man eine Antwort gefunden hat oder nicht, kann es ratsam sein, die Wozu-Frage zu stellen:

  • „Gibt es einen Zweck für meine Krankheit?“
  • „Welchen Sinn hat das Leiden?“
  • „Verfolgt Gott vielleicht eine Absicht mit meiner Schwachheit?“

Ich will dir gern verraten, wie ich auf diesen Gedankengang komme…

B. Gott gebraucht Krankheiten & Leiden

Manchem wird es nicht passen, aber die Bibel bezeugt, dass Gott auch das Böse, inklusive der Krankheiten, für seine guten Zwecke gebraucht. Ich zähle einfach ein paar Absichten Gottes mit Krankheit auf, die ich in der Bibel gefunden habe:

1. Gott bestraft mit Krankheit, damit Menschen umkehren und glauben

Du schlägst sie, aber sie fühlen’s nicht; du machst fast ein Ende mit ihnen, aber sie bessern sich nicht. Sie haben ein Angesicht, härter als ein Fels, und wollen sich nicht bekehren. (Jeremia 5,3)

Welche ich lieb habe, die weise ich zurecht und züchtige ich. So sei nun eifrig und tue Buße! (Offenbarung 3,19)

Ich habe schon manche Lebensgeschichte gehört und gelesen, in der Menschen aufgrund ihres Leids nach Gott gesucht haben und er sich ihnen gerade dort offenbarte. Schau dir zum Beispiel die Geschichte von Nick Vujicic an. Persönliche Krankheit oder Krankheit bei nahestehenden Menschen ist schrecklich, aber Warum bin ich krank? Teil 3 – Der Sinn & Zweck von Krankheiten weiterlesen

Dankbarkeit für Genesung

kehrte um und pries Gott

Ein Herr redete eines Tages den Hofprediger Kögel in Berlin an, von dem er eine Predigt über die zehn Aussätzigen gehört hatte. „Vor einigen Jahren wurde ich als Schwerkranker zur Kur nach Ems geschickt. Ich wusste, wie erst es um mich stand; doch wider Erwarten durfte ich nach vier Wochen als Genesener an die Heimreise denken. Dazu hatte ich den Sonntag festgesetzt. Als ich aber die Kirchenglocken hörte, klang es mir wie ein Vorwurf aus dem Geläut: Du Undankbarer, als Todeskandidat kamst du hierher und bist dem Leben und den Deinen wiedergegeben worden, und nun schickst du dich zur Heimreise gerade an dem Tag des Herrn an? Ich ging zur Kirche und hörte beim Eintritt die Worte verlesen: Einer aber, da er sah, daß er gesund geworden war, kehrte um. Das ist mir nun zeitlebens ins Herz geschrieben.“

Aus Martin Haug, Er ist unser Leben, S. 117.

15 Einer aber unter ihnen, als er sah, daß er gesund geworden war, kehrte er um und pries Gott mit lauter Stimme  16 und fiel nieder auf sein Angesicht zu Jesu Füßen und dankte ihm. Und das war ein Samariter.  17 Jesus aber antwortete und sprach: Sind nicht die zehn rein geworden? Wo sind aber die neun?  18 Hat sich sonst keiner gefunden, der wieder umkehrte, um Gott die Ehre zu geben, als nur dieser Fremde?  19 Und er sprach zu ihm: Steh auf, geh hin; dein Glaube hat dir geholfen.

Aus dem Lukasevangelium 17,15-19.

Sind wir dankbar für Genesung und Heilung?

Warum bin ich krank? Teil 2 – Die Ursachen von Krankheiten

Im ersten Artikel zum Thema „Warum bin ich krank?“ habe ich über die allgemeine Herkunft von Krankheiten geschrieben. Doch für die individuelle Situation (wenn man krank ist) ist das vielleicht noch nicht befriedigend. In diesem Artikel will ich auf unmittelbare Ursachen von Krankheiten eingehen. Natürlich soll es nicht primär um die medizinischen Ursachen gehen. Dazu fragen Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker 🙂 Es gibt noch weitere Ursachen. Mir geht es vor allem um diese (theo-)logischen Ursachen: Warum habe ich Krebs? Warum trifft es mich?

Die Antwort ist… es gibt keine einfache Antwort. Es gibt offensichtlich innere und äußere Faktoren & selbstverschuldete und fremdverschuldete Krankheiten. Dementsprechend muss die Antwort differenziert ausfallen! Bitte beachte auch, dass manche Ursachen eng miteinander zusammenhängen und nicht voneinander getrennt werden können…

Ich versuche einfach ein paar biblische Antwortmöglichkeiten zu geben, die jeder einzelne für sich selbst prüfen sollte!

1. Krankheit entsteht häufig aus Unkenntnis

Was wissen wir heute nicht alles über die medizinischen Ursachen von Krankheiten. Und dennoch sind wir noch lange nicht bei der Weisheit letztem Schluss. Menschen werden ohne ihr Wissen krank durch Schadstoffe in ihrer Nahrung, durch schädliche Strahlung usw.

Selbst wenn man Medizin studieren würde, könnte man sich nicht vor allen Krankheiten schützen. Manchen Dingen auf dieser Welt sind wir einfach aufgrund unseres begrenzten menschlichen Verständnisses ausgeliefert…

Die theologische Begründung für solche Krankheiten ist die des ersten Artikels: Wir werden aufgrund unseres Sünderseins (gefallene Schöpfung & fehlende Erkenntnis gehört dazu) unwissentlich krank.

2. Leichtsinn bzw. Unvernunft kann zu Krankheit führen

Obwohl wir heute sehr viel wissen, handeln wir manchmal nicht entsprechend. Wir sind selbst schuld, wenn wir uns ungesund ernähren, viel rauchen, hinreichend anziehen usw. Häufig nehmen die Menschen die Folgen in Kauf, um auf den derzeitigen Genuss nicht zu verzichten…

Menschen mit viel Disziplin sind eher davor gefeit, doch auch sie sind Menschen… Die Ursache ist also persönlich.

Krankenlager

3. Krankheit ist manchmal vererbt

Wir haben alle sehr unterschiedliche Ausgangssituationen, wenn wir in diese Welt kommen. Die Ausgangssituation hängt ganz stark von unseren Vorfahren, besonders den Eltern ab.

Neurodermitis, Albinismus und viele andere Krankheiten sind vererbbar. Davor kann man sich leider nicht schützen.

Ist das nicht ungerecht? Ob wir wollen oder nicht, hat unsere Umwelt einen sehr großen Einfluss auf uns. Wir sind zwar individuell vor Gott verantwortlich (Hes 18), wir können uns auf dieser Welt aber nicht ganz unabhängig voneinander entwickeln. Eltern prägen ihre Kinder auch im (Un)Glauben… Allein Gott kann das gerecht beurteilen. Die theologische Grundlage ist wieder die gefallene Schöpfung als Ausgangspunkt…

4. Sünde hat viele Krankheiten als logische Folge

Wechselnde Liebespartner führen häufig zu Geschlechtskrankheiten. Angst und Sorgen können uns von innen auffressen. Unversöhnlichkeit und Bitterkeit führen häufig zu körperlichen Leiden. Stress kann nicht nur zu einem Herzinfakt führen. Wir wissen alle, dass es viele psychosomatische Krankheiten gibt (Spr 17,22). Der Sünde Sold ist der Tod (Römer 6,23) – und nicht selten Krankheiten als Vorstufe…

Gottes Gebote sind nicht nur gut, weil er sie uns gegeben hat, sondern weil sie uns auch vor manchen Krankheiten schützen! Wir sollten deshalb Gott so schnell wie möglich vertrauen und von Herzen lieben. Das Leben in seiner Gemeinschaft und nach seinem Wort ist wie das Leben eines Baumes an Wasserbächen (Psalm 1). Es ist richtig schön und schützt uns vor vielen Krankheiten.

5. Krankheit kann eine Strafe Gottes sein

Persönliche Sünde kann die Ursache für persönliche Krankheit sein. Du glaubst nicht dass Gott Sünde mit Krankheit bestraft? Es ist das einhellige Zeugnis der Bibel:

  • Gott hat die Ägypter mit 10 Plagen bestraft, u.a. mit Geschwüren (2. Mose 9,9)
  • Gott ließ einen Sohn Davids todkrank werden (2. Samuel 12,14-16)
  • David weiß, dass Gott ihn wegen seiner Sünde straft und bittet um Gnade & Hilfe (Psalm 38)
  • Gott sandte Joram eine schwere Krankheit der inneren Organe (2. Chronik 21,14-15)
  • Gott bestraft uns mit Schwäche, Krankheit & Tod, damit wir nicht ewig verloren gehen (1. Korinther 11,27-32)
  • Gott wirft unverbesserliche Irrlehrer & ihre Nachfolger aufs Krankenlager & bestraft mit dem Tod (Offenbarung 2,20-23)

Gott züchtigt uns nur aus Liebe! Wenn du krank bist, dann solltest du dich selbst auf Sünde in deinem Leben prüfen und bei Erkenntnis umkehren (vgl. Jakobus 5,15).

Achtung! Krankheit kann, aber muss nicht das Zuchtmittel Gottes für persönliche Sünde sein. Prüfe und richte dich selbst.

6. Krankheiten können dämonischen Ursprung haben

Auch das ist für manche eine harte Wahrheit. Es gibt eine geistliche Welt, die wir gern ausklammern. Aber es gibt sie. Okkultismus und der Einfluss von Dämonen macht sich häufig durch Krankheiten bemerkbar. Z.B. heilt Jesus einen Jungen von einem bösen Geist, der sich durch ähnliche Symptome wie bei Epilepsie äußerte (Markus 9,17ff). An anderer Stelle ist eine Frau verkrümmt und kann sich nicht mehr aufrichten, weil sie Dämon hatte (Lukas 13,11ff).

Der Weg in den Okkultismus ist heute durch allerlei Medien sehr einfach und der Einfluss des Teufels auf die Menschen sehr groß. Hattest du irgendwelche Berührungspunkte zu okkulten Dingen? Wenn es zutrifft, dann bitte Gott um Vergebung, löse alle Verbindungen und entferne alles okkulte aus deinem Leben!

 

Fazit zu den Ursachen von Krankheiten

Ich hoffe du siehst, dass es nicht nur ein oder zwei Ursachen für Krankheiten gibt. Dementsprechend solltest du es dir nicht zu einfach mit der Beurteilung von deiner und schon gar nicht von fremder Krankheit machen.

Aber die Erkenntnis woher eine Krankheit kommt, kann sehr hilfreich sein! Sie kann uns noch näher zu Gott bringen. Deshalb frage dich ruhig, warum du krank bist. Manchmal gibt es klare Antworten darauf….

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Christliche Zitate zu Gesundheit, Krankheit & Heilung

Christliche Zitate Krankheit, Gesundheit, Heilung

1. Bibelverse zum Thema Gesundheit, Krankheit & Heilung

„HERR, mein Gott, als ich schrie zu dir, da hast du mich geheilt.“ Psalm 30,3

„Wirst du der Stimme des HERRN, deines Gottes, gehorchen und tun, was recht ist vor ihm, und merken auf seine Gebote und halten alle seine Gesetze, so will ich dir keine der Krankheiten auferlegen, die ich den Ägyptern auferlegt habe; denn ich bin der HERR, dein Arzt.“ (2. Mose 15,26)

„Sehet nun, daß ich’s allein bin und ist kein Gott neben mir! Ich kann, töten und lebendig machen, ich kann schlagen und kann heilen, und niemand ist da, der aus meiner Hand errettet.“ (5. Mose 32,39)

„Denn wer so ißt und trinkt, daß er den Leib des Herrn nicht achtet, der ißt und trinkt sich selber zum Gericht.  Darum sind auch viele Schwache und Kranke unter euch, und nicht wenige sind entschlafen.  Wenn wir uns selber richteten, so würden wir nicht gerichtet. Wenn wir aber von dem Herrn gerichtet werden, so werden wir gezüchtigt, damit wir nicht samt der Welt verdammt werden.“ (1. Korinther 11,29-32)

„Mein Lieber, ich wünsche, daß es dir in allen Dingen gut gehe und du gesund seist, so wie es deiner Seele gut geht.“ (3. Johannesbrief 2)

„Und das Gebet des Glaubens wird dem Kranken helfen, und der Herr wird ihn aufrichten; und wenn er Sünden getan hat, wird ihm vergeben werden.“ (Jakobus 5,15)

Siehe auch 2. Mose 4,11; Psalm 38; Johannes 9,3; 11,4; Römer 8,28; 1. Petrus 1,6-9; Offenbarung 2,20-23; 3,19

2. Zitate zur relativen Bedeutung von Gesundheit

Gott wird durch Krankheit oft mehr verherrlicht als durch die Gesundheit. (Martin Luther)

Ich weiß nicht, was mir nützlicher ist, Gesundheit oder Krankheit, Reichtum oder Armut, und ebenso ist es bei allen Dingen der Welt. Diese Entscheidung übersteigt die Kraft der Menschen und Engel. Was mir nützlich ist oder schädlich, bleibt mir verborgen; es ist dein Geheimnis. Ich will es nicht ergründen. Ich will nur anbeten. (…) Vater im Himmel, ich bitte weder um Gesundheit, noch um Krankheit, weder um Leben noch um Tod, sondern darum, dass du über meine Gesundheit und meine Krankheit, über mein Leben und meinen Tod verfügst zu deiner Ehre und zu meinem Heil. Du allein weißt, was mir dienlich ist. Du allein bist der Herr, tue, was du willst. Gib mir oder nimm mir, aber mache meinen Willen dem deinen gleich. Amen. (Blaise Pascal)

Nichts rückt Gott so sehr an die höchste Stelle und ins Zentrum, als wenn Menschen völlig davon überzeugt sind, dass nichts – weder Geld noch Prestige, weder Freizeit noch Familie, weder Beruf noch Gesundheit, Sport, Spiele oder Freunde – ihr Herz zufriedenstellen kann außer Gott. (John Piper)

Ein Mensch kann in den Himmel kommen ohne Gesundheit, ohne Ehre, ohne Bildung und ohne Freude, aber niemals ohne Jesus Christus. (Unbekannt)

In diesem Sinn kann ein körperbehinderter Rollstuhlfahrer wesentlich heiler sein, als ein körperlich unversehrter Mensch, der in den verschiedensten Beziehungskrisen steckt. (Christopher Nell)

3. Zitate zur Heilung von Krankheit

Krankheit in jeder Form ist die Folge des adamitischen Sündenfalls. Doch durch Jesus können wir wieder gesund werden. (Robert Blum)

Wir beten oft um den Segen Gottes anstatt Gott zu bitten,dass er uns zeigt,was den Segen in unserem Leben hindert. (Unbekannt)

Heilung – Trost – Sinngebung – Hoffnung. Sie sind die Beweise für die Gegenwart Gottes. (Hans-Jörg F. Karrenbrock)

Gottes Hoffung fließt wie ein Strom in diese Wlet. Die Kranken berührt er mit Lichtstarhlen der Heilung. Den Trauernden gibt er die Verheißung des Wiedersehens. Den Ratlosen schenkt er Klarheit durch sein Wort. (Max Lucado)

Wenn ein Mann und eine Frau ihre Beziehung zueinander in die Hände von Jesus legen, kann der Heilungsprozess in der Familie beginnen. (Peter Strauch)

Jesaja 53-5

4. Geistliche Gesundheit

Was ist für uns Christen eine gesunde Nahrung? Nicht Müsli-Riegel und Energydrinks, sondern das Wort Gottes und die Lehre Jesu Christi. (Thomas Lieth)

Zu großes Ansehen ist für die geistige Gesundheit nicht gut. (George Bernard Shaw)

Der gesündeste Zustand eines Christen besteht darin, dass er allezeit leer ist im eigenen Ich und beständig von dem Herrn abhängig, dass er allezeit arm ist in der eigenen Seele und reich in Jesus. (Charles Haddon Spurgeon)

Gottesfurcht ist Arznei, Gottesliebe Gesundheit. (Aurelius Augustinus)

5. Sonstige sinnreiche Zitate zu Krankheit und Heilung

Und all das Geld und all das Gut gewährt zwar viele Sachen;
Gesundheit, Schlaf und guten Mut kann’s aber doch nicht machen. (Matthias Claudius)

Wir opfern heute die Gesundheit der Karriere, um einen Haufen Geld zu verdienen,
um dann in der zweiten Hälfte unseres Lebens einen Haufen Geld zu opfern, um uns unsere Gesundheit zurückzuverdienen. (Peter Hahne)

Das Leben ist nicht ein Frommsein, sondern ein Frommwerden, nicht ein Gesundsein, sondern ein Gesundwerden. (Martin Luther)

Dem Menschen, der zuerst nach dem Reich Gottes trachtet, wird es nie an etwas fehlen, was zu seinem Guten ist. Er mag nicht so gesund sein wie andere. Er mag nicht so großen Wohlstand wie etliche habe. Er mag keinen reich gedeckten Tisch mit königlichen Leckerbissen haben. Aber er wird allezeit genug haben. (John Charles Ryle)

Gott heilt jedes gebrochene Herz, wenn man ihm nur alle Teile übrig lässt. (Arno Backhaus)

 

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Welche schönen Zitate kennst du noch zu dem Thema Krankheit, Gesundheit & Heilung?
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Warum bin ich krank? Teil 1 – Der Ursprung von Krankheit

Warum gibt es Krankheiten? Woher kommen sie? Warum schaffen wir es durch unsere moderne Medizin nicht, die Krankheiten zu heilen oder abzuschaffen? In diesem Artikel möchte ich eine erste Antwort geben: Krankheit ist eine Folge der Sünden der Menschen.

KrankheitKrankheit ist eines der Schlimmsten Dinge auf dieser Welt. Viele Menschen leiden täglich große Qualen. Da ist es verständlich, dass man gern wissen will, wieso es Krankheiten gibt und woher diese kommen. Als Christ, der glaubt, dass die Bibel Gottes Wort ist und Antworten auf die wichtigsten Fragen des Lebens bereit hält, habe ich mehr oder weniger drei grobe Antworten gefunden:

  1. Krankheiten existieren aufgrund der allgemeinen Sünde, der grundsätzlichen Trennung von Gott (dieser Artikel).
  2. Krankheiten können viele Ursachen haben, wie zum Beispiel persönliche Sünden.
  3. Krankheiten können einen besonderen Zweck haben.

A. Der Ursprung von Krankheit liegt im Sündenfall

Sünde ist die Ursache für alle Krankheiten und Leiden dieser Welt. Alle Krankheit, alles Leiden und der Tod sind letztlich Folge der Sünde. Gemeint ist die allgemeine Sünde, die durch den Sündenfall in unsere Welt eindrang.

Und Gott der HERR gebot dem Menschen und sprach: Du darfst essen von allen Bäumen im Garten,  aber von dem Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen sollst du nicht essen; denn an dem Tage, da du von ihm issest, mußt du des Todes sterben.  (1. Mose 2,16-17)

Doch die Menschen hielten sich nicht an das Gebot und als Folge drang der geistliche (vollzogen) und der leibliche Tod (mit Gnadenzeit) ein. Der leibliche Tod beinhaltet jegliche Form der Vergänglichkeit. Die Krankheit & das Altern gehören dazu. Krankheit liegt zwischen Sünde und Tod. Sie ist die Folge der Sünde und die Vorstufe des Todes. Gäbe es keine Sünde in der Welt, gäbe es weder Krankheit noch Tod.

KrankenhausDas heißt, dass wir als Menschen in gewisser Hinsicht letztlich selbst verantwortlich sind für den Schlamassel, in dem wir leben – auch für die zahlreichen Krankheiten. Unsere Abkehr von Gott ist der Auslöser dafür.

B. Die Folgen des Sündenfalls betreffen uns alle ohne Ausnahme

Deshalb, wie durch einen Menschen die Sünde in die Welt gekommen ist und der Tod durch die Sünde, so ist der Tod zu allen Menschen durchgedrungen, weil sie alle gesündigt haben. (Römer 5,12)

Krankheit und Tod sind also unvermeidliches Übel unseres gefallenen Menschseins. Wir können sie gar nicht mehr vermeiden – wir können aber richtig mit ihnen umgehen. Krankheit erinnert uns an unsere Trennung von Gott: Wir brauchen Erlösung und Rettung. Wir sind auf die Gnade Gottes angewiesen.

krankEs ist doch interessant, dass trotz des ganzen Fortschritts in der medizinischen Wissenschaft die Krankheiten nicht abgeschafft werden können. Es gibt zwar gute Heilungschancen für einige Krankheiten, aber laufend entdeckt man neue Krankheiten. Krankheit und Tod sind für alle Menschen unvermeidlich – selbst wenn jemand jahrelang nicht krank wird und sehr alt wird – dennoch erkrankt auch er und muss sterben…

Selbst noch so gläubige Menschen können dieser Konsequenz des Sündenfalls nicht entfliehen. Ein Mensch wie Hiob, der rechtschaffen, untadelig und gottesfürchtig war und das Böse mied, erleidet schwere Krankheiten, weil er ebenso zur gefallenen Schöpfung dazugehört, wie wir. Natürlich steckt da noch mehr dahinter, aber das schauen wir uns in einem anderen Artikel genauer an. Hier ist mir die Erkenntnis wichtig, dass Krankheit ein großes Hinweisschild auf unseren gefallenen Zustand als Menschen ist. Das kann man natürlich leugnen, aber leider hilft es nicht.

Hier geht es zum zweiten Teil der Artikelserie „Warum bin ich krank?“ – Die Ursachen von Krankheiten