Ein Plan zum Auswendiglernen von Bibelversen

In vielen Lebensbereichen machen wir uns einen Plan – warum nicht auch um Bibelverse auswendig zu lernen?

1. Warum einen Plan zum Auswendiglernen von Bibelversen?

Wir planen unsere Woche, wir planen den Gottesdienstablauf, wir planen (hoffentlich) unsere Bibellese. Warum sollten wir nicht auch einen Plan für das Auswendiglernen von Bibelversen haben?

Denn ein Plan hat mehrere Vorteile:

  1. Wir haben einen Überblick über die Bibelverse, die wir lernen.
  2. Der Überblick hilft einzelne Bibelverse besser auswendig zu lernen, weil alle Kontextinformationen hilfreich zum Merken sind!
  3. Jedes größere Projekt, das erfolgreich werden soll, braucht einen Plan.
  4. Wir wissen, was wir als nächstes Lernen sollten.
  5. Ein Plan hilft regelmäßiger zu lernen.
  6. Wir sind motivierter. Ein Plan motiviert einfach. 
  7. Wir lernen letztlicher deutlich mehr Bibelverse, als ohne Plan.

Ein Plan ist also ein guter erster Schritt um dauerhaft viele Bibelverse auswendig zu lernen.

2. Wie lege ich einen Plan zum Auswendiglernen von Bibelversen an?

Zunächst muss man zwei Entscheidungen treffen:

  1. Welche Bibelverse will ich auswendiglernen?
  2. In welchen Abständen will ich neue Bibelverse auswendig lernen?

A. Welche Bibelverse will ich auswendiglernen?

Bei der ersten Frage, gibt es eine große Fülle an Möglichkeiten:

  • Bibelverse, die mir persönlich wichtig sind.
  • Verse aus der Bibel, die ich für persönliche Versuchungen oder Glaubenskämpfe gut gebrauchen könnte. 
  • Bibelverse, die ich für einen Gemeindedienst gut nutzen könnte oder mich dazu motivieren.
  • Verse aus der Bibel, die den Inhalt eines Buches ganz gut zusammenfassen – also als Merkvers für ein Bibelbuch dienen.
  • Bibelkapitel oder Bibelbücher.
  • Bibelverse für evangelistische Gespräche oder seelsorgerlichen Rat .
  • Verse aus der Bibel zu wichtigen christlichen Themen, über die häufig diskutiert wird.
  • Bibelverse, die mich motivieren Bibelverse auswendig zu lernen 🙂

Du solltest dich zunächst für 1-3 Kategorien entscheiden.

B. In welchen Abständen will ich neue Bibelverse auswendig lernen?

Die zweite Frage bezieht sich auf den Turnus des Auswendiglernens von neuen Bibelversen. D.h. wann willst du neue Bibelverse dazulernen?

  • Täglich?
  • Alle zwei/drei Tage?
  • Wöchentlich?

Man sollte möglichst jeden Tag die Bibelverse wiederholen, die man bereits frisch gelernt hat. Normalerweise rate ich dann alle zwei oder drei Tage neue Bibelverse hinzuzufügen. Es sollte halt nicht zu anspruchsvoll, aber auch nicht zu leicht sein…

Mach dich jetzt einfach daran aufzuschreiben, welche Bibelverse du lernen willst und in welchem Turnus. Trage dir die zu lernenden Bibelverse am Besten gleich für den jeweiligen Tag in deinen Kalender ein!

5 Gedanken zu „Ein Plan zum Auswendiglernen von Bibelversen“

  1. Ich habe lange Jahre zum Auswendiglernen von Bibelversen Karteikarten benutzt. Jeder Bibelvers (oder Liedvers, wichtige Info, …) bekommt eine eigene Karte. Vorne auf jeder Karte ist die Frage drauf, hinten die Antwort. Gelernt wird jeden Arbeitstag, der Stapel wird von vorne abgearbeitet. Eine erfolgreiche Karte wird hinten angefügt, nicht erfolgreiche Karten werden vorne angefügt. Die tägliche Anzal der Karten habe ich nie festgelegt, mal waren es wenige, mal mehr.

    Seit ein paar Jahren benutze ich das freie Programm Anki. Kann ich jedem nur empfehlen. Der Lernerfolg ist besser, als mit dem oben beschriebenen System, was ich von meiner Französischlehrerin her kenne.

  2. Hallo Klaus,
    hast du auch eine Kartei für die Verse, die du umgesetzt hast?
    Wie steht das Verhältnis von den Versen die du auswendig kannst zu denen die du in deinem Leben ausprobiert hast?

    1. Hallo Elmar,
      nein, solch eine Kartei führe ich nicht!
      Zu deiner 2. Frage: Bibelverse probiere ich nicht aus, sondern ich möchte jeden gelesenen, gehörten oder auswendig gelernten Vers beherzigen und darin wachsen.

      1. Hallo Klaus,
        wie kann man wissen ob man etwas richtig verstanden hat wenn man es nicht ausprobiert?
        Wenn jemand das Gelernte nicht testet wird er es im Alltag auch nicht anwenden.
        Somit wird auch kein Verhältnis zum Gelernten aufgebaut und schon gar nicht zum Verfasser des Geschriebenen. Der Nutzen des auswendig Gelernten reduziert sich zur Pflege der Eitelkeit.
        Gerade ein beherzigter Hochmut führt früher oder später zu Fall.
        Selbst wenn dieser Hochmut über Jahre ungehindert wachsen darf, Gott lässt sich nicht spotten.
        Während groß gefeiert und aus goldenen Gefäßen des Tempels gebechert wird steht plötzlich das MENE TEKEL an der Wand. Wie oft bin ich erschrocken? Wie oft ist meine „Schwarzmalerei“ missachtet worden? Wie oft ist es viel schlimmer gekommen als ich gewarnt habe?
        Mir brauchst du nicht glauben. Lies nur das Buch Amos. Gottes Langmut lässt viele Frevel zu- aber dann…..

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