Archiv der Kategorie: Karfreitag & Ostern

Da kannst du Osterspuren finden!

Da kannst du Osterspuren finden

Wenn mir einer die Frage stellt
nach Osterspuren in unsrer Welt
muss ich nicht schweigen,
will ich ihm zeigen, wo und wann
heute geschieht, was damals begann,
als Ostern seinen Anfang nahm.

Wo einer dem andern neu vertraut
und ihm eine Brücke baut,
um Hass und Feindschaft zu überwinden-
da kannst du Osterspuren finden!

Wo einer am Ende nicht verzagt
und einen neuen Anfang wagt,
um Leid und Trauer zu überwinden-
da kannst du Osterspuren finden!

Wo einer im Dunkeln nicht verstummt,
sondern das Lied der Hoffnung summt,
um Totenstille zu überwinden-
da kannst du Osterspuren finden!

Wo einer das Unrecht beim Namen nennt
und sich zu seiner Schuld bekennt,
um das Vergessen zu überwinden-
da kannst du Osterspuren finden!

Wo einer das Unbequeme wagt
und offen seine Meinung sagt,
um Schein und Lüge zu überwinden-
da kannst du Osterspuren finden!

Wo einer gegen die Strömung schwimmt
und fremde Lasten auf sich nimmt,
um Not und Leiden zu überwinden-
da kannst du Osterspuren finden!

Wo einer dich aus der Trägheit weckt
und einen Weg mir dir entdeckt,
um hohe Mauern zu überwinden-
da kannst du Osterspuren finden!

– Reinhard Bäcker –

Reinhard Bäcker ist Autor einiger weiterer christlicher Lieder. Hier findet man eine Auswahl.

Der Auferstehungsglaube beruht auf tatsächlichen Ereignissen

Der Auferstehungsglaube beruht auf tatsächlichen Ereignissen

Nach der Dar­stellung und dem Verständnis des neutestamentlichen Zeugnisses lassen sich die Wirklich­keit und die Bedeutsamkeit der Auferstehung Jesu, lassen sich eine historische und eine ge­schichtliche Wahrheit des Auferstehungsbekenntnisses nicht gegeneinander ausspielen. Sosehr die Osterbotschaft auf den Glauben an den Auferstandenen abzielt, sowenig ist die Wirklichkeit der Auferstehung auf den Glauben beschränkt.

Die Osterzeugen glaubten an die Auferstehung, weil Jesus auferstanden war und ihnen erschienen ist, und nicht umge­kehrt! Für die Auferstehungszeugen selbst war ihr gekreuzigter, gestorbener und begrabe­ner Herr nicht nur insoweit auferstanden, als sie selbst daran glaubten. Sie verstanden die Wirklichkeit der Auferstehung Jesu Christi als Voraussetzung und Grundlage ihrer Hoff­nung und nicht nur als Ergebnis und Folge ihres eigenen Glaubens.

Dies ist ein Auszug aus dem Artikel „Von der Bedeutung der Auferstehung Jesu“ von Hans-Joachim Eckstein. Wer gerne Anspruchsvolles zur Historizität der Auferstehung (dem Auferstehungsglauben)  lesen möchte, dem sei der ganze Artikel empfohlen!

Das perverse Symbol der Christen

Beerdigung

„Noch bemerkenswerter ist, dass das Symbol für Jesus, das sich im Laufe der Geschichte  durchgesetzt hat, das Kreuz ist. Die früher Kirche kannte noch verschiedene Symbole, so den Fisch und den Brotlaib, aber das Kreuz hat von jeher die Verbindung des Gläubigen mit dem Tod Jesu aufgezeigt.
Der Kirchenvater Tertullian (155-230 n.Chr.) schreibt von dem damaligen Brauch mancher Christen, mit der Hand auf ihrem Körper das Kreuz nachzuzeichnen und ihre Hälse und Häuser mit Kreuzen zu schmücken, um den brutalen Tod Jesu zu feiern. Das wäre so, als wenn heute die Nadel eines Fixers oder das gebrauchte Kondom eines Perversen zum beliebtesten Symbol der Welt würde, mit dem man Häuser, Gemeinden und Bodys ziert.“

Aus dem Buch „Der Retter“ von Mark Driscoll, S. 13-14.

Hier im Blog gibt es viele weitere Artikel zum Thema „Kreuz„!

Eine Raupengeschichte zur Auferstehung

Raupengeschichte Auferstehung

Es war einmal – so beginnt meine kleine Geschichte – eine Raupe, die mit vielen anderen auf einer großen Wiese zu einer Konferenz geladen war. Auf dieser Konferenz wurden von verschiedenen bedeutenden Raupen einige bedeutende Vorträge gehalten, z.B. über die rechte Ernährungsweise, über die günstigste Art der Fortbewegung und ähnliche Themen, wie sie eben für das Gehirn einer Raupe interessant und wichtig sind.

Plötzlich stand meine kleine Raupe auf und ergriff das Wort, ein wenig schüchtern, aber unbeirrbar in dem, was sie sagen wollte. ‚Schwestern‘, sagte sie, ‚ich sage euch ein großes Geheimnis. Ich werde fliegen, ich weiß es ganz bestimmt, mit zwei seidenen Flügeln, direkt der Sonne zu…!‘ Es wurde ganz still in der Runde nach diesen Worten. Die ganze Versammlung war erstarrt und alle ehrenwerten Raupen sträubten die Haare über diese Torheit und Vermessenheit. Die Klügsten unter den Versammelten meinten, die arme Raupe sei nicht ganz richtig im Kopf und man bringe sie am besten in ein Sanatorium. Andere meinten, man müsse sie auf der Stelle einsperren, weil ein solcher Wahn für die öffentliche Ruhe des Raupenstaates geradezu gefährlich sei.

Die meisten aber kümmerten sich nicht weiter um diesen verrückten Einfall der kleinen Raupe und krochen eiligst dem nächsten Kohlkopf zu. Als aber der Frühling kam, spannte meine Raupe ihre seidenen Flügel aus und flog der Sonne zu. Es zeigte sich: Sie war die einzige, die um das wirkliche Geheimnis ihres Daseins, ihrer Zukunft wusste.

 1. Korinther 15,51-52: Siehe, ich sage euch ein Geheimnis: Wir werden nicht alle entschlafen, wir werden aber alle verwandelt werden;  52 und das plötzlich, in einem Augenblick, zur Zeit der letzten Posaune. Denn es wird die Posaune erschallen, und die Toten werden auferstehen unverweslich, und wir werden verwandelt werden.

Die Geschichte von der Raupe habe ich zuerst in einer Predigt von Konrad Eißler gehört.

Besinnliches zum Karfreitag

Jesus hängt am Kreuz - Kreuzigung

Nichts zu tun? Zeit zum Lesen? Dann nutz sie und lies etwas über die Kreuzigung unseres Herrn Jesus!

Bibeltexte (Predigttexte & Lesungstexte) zu Karfreitag: Wie wäre es einfach die Bibel selbst auf Texte hin zu lesen, die von der Kreuzigung von Jesus sterben. Hier findest du eine Sammlung solcher Texte.

Das Kreuz – Ein grausamer Tod / Das Kreuz – Ein schändlicher Tod: Das Kreuz ist zum Allerweltssymbol geworden. Diese Artikel erinnern uns an die ursprüngliche Bedeutung.

Detaillierter Bericht über die Kreuzigung I / Detaillierter Bericht über die Kreuzigung II / Detaillierter Bericht über die Kreuzigung III: In diesen Berichten geht es zur Sache. Die Einzelheiten der Kreuzigung werden aufgegriffen und für unsere heutige Zeit erklärt. Wer weiß heute noch, wie es damals wirklich zuging bei der Kreuzigung? Unbedingt lesenswert!

Wer nicht mehr lesen mag, kann sich passende Lieder zu Karfreitag anhören: Lieder zu Karfreitag

Wie viele Menschen waren unter dem Kreuz von Jesus versammelt?

Wer war am Kreuz dabei?

Manchmal gibt es so Bilder und Vorstellungen von Menschen, dass Jesus ziemlich einsam am Kreuz hing. Doch wer war da eigentlich bei der Kreuzigung alles versammelt? Wie viele waren es in etwa insgesamt?

Wir sammeln erstmal die einzelnen genannten Personen / Gruppen:

1. Die römischen Soldaten unter dem Kreuz Jesu

Da Israel von den Römern besetzt war und Jesus durch Pontius Pilatus vom römischen Gericht verurteilt wurde, waren es römische Soldaten, die Jesus zum Kreuz führten und ihn annagelten. Sie machten sich über Jesus lustig und losten um seine Kleidung. Sie bewachten die ganze Szene. Vgl. Mt 27,31.35-36; Mk 15,24; Lk 23,34; Joh 19,23-24.

Unter ihnen war ein Hauptmann, der besonders erwähnt wird, weil er zur Erkenntnis kam, dass Jesus wirklich Gottes Sohn gewesen sein muss: Mt 27,54; Mk 15,39; Lk 23,47. Dieser „Centurio“ muss in etwa 80 Männer unter sich gehabt haben. Wenn man sich bewusst macht, dass diese Soldaten drei Schwerverbrecher zur Hinrichtungsstätte treiben, bewachen und vor einer Befreiungsaktion schützen mussten, dann ist diese Zahl realistisch. Allein diese erste Gruppe zeigt, dass es nicht gerade wenige Personen waren…

2. Der Statthalter Pontius Pilatus unter dem Kreuz Jesu

Pilatus war entweder gar nicht oder nur anfangs bei der Kreuzigung dabei. Er schrieb das Schild „Jesus von Nazareth, der König der Juden“ wahrscheinlich nicht selbst, sondern ließ es schreiben. Es wurde über Jesu Kreuz aufgehängt, was den Hohepriestern nicht gefiel (vgl. Joh 19,19-22). Die Tatsache, dass er sich erst danach erkundigen musste, ob Jesus wirklich schon gestorben sei (Mk 15,44) spricht dafür, dass er nicht am Tatort Golgatha selbst anwesend war.

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3. Viele Menschen aus dem Volk waren unter dem Kreuz Jesu

Es waren damals viele Menschen („eine große Volksmenge“), die an den drei Kreuzen vorbeigingen und über Jesus spotteten (vgl. Mt 27,39-40; Mk 15,29-30; Lk 23,27). D.h. die Hinrichtungsstätte war damals bewusst an einem öffentlichen Ort oder an einer Straße gelegen, an der viele Menschen entlang mussten. So wurden sie davon abgeschreckt kriminell zu werden.

Zehn oder zwanzig Personen werden wohl kaum als große Volksmenge bezeichnet worden sein. Aufgrund des Passafestes war Jerusalem überfüllt und mindestens Hunderte von Menschen müssen an Jesus vorbeigezogen sein oder sich zumindest kurzfritstig an den Kreuzen aufgehalten haben.

Vielleicht war Simon von Kyrene noch dabei, nachdem er Jesu Kreuz tragen musste (vgl. Mt 27,32; Mk 15,21; Lk 23,26). Sicher war er erschöpft und sah die Kreuzigung mit an, während er sich ausruhte.

4. Hohepriester, Schriftgelehrte und Älteste unter dem Kreuz

In den drei synoptischen Evangelien werden die Hohepriester, Schriftgelehrten und Ältesten besonders aus dem Volk herausgegriffen. Sie als Anführer des Volkes lehnten Jesus ab und spotteten über ihn: Mt 27,41-43; Mk 15,31; Lk 23,35. Ob unter ihnen Josef von Arimathäa oder auch Nikodemus dabei waren, wissen wir nicht (vgl. Joh 19,38-39).

Sie hatten offensichtlich großes Interesse an dem Schicksal von Jesus aus Nazareth. Vielleicht wollten sie sichergehen, dass es wirklich zu einem Ende mit diesem Jesus kommt. Ich schätze einfach mal, dass es auch so 20-30 Personen gewesen sein müssen, die hier als Hohepriester, Schriftgelehrte und Älteste bezeichnet werden.

Golgata

5. Einige Jüngerinnen von Jesus waren dabei

In allen Evangelien werden die Jüngerinnen als Augenzeugen der Hinrichtung von Jesus besonders erwähnt. Unter ihnen müssen folgende Frauen gewesen sein, die seine Jüngerinnen waren:

  • Maria von Magdala (Mt 27,56; Joh 19,25)
  • Maria die Mutter von Jakobus und Josef – die Mutter von Jesus (Mt 13,55; 27,56; Joh 19,26-27)
  • Maria die Frau des Klopas (Joh 19,25)
  • die Mutter von den Zebedäussöhnen (Mt 27,56)
  • Salome (Mk 15,40)

In Markus 15,41 heißt es, dass da noch „viele“ weitere unbekannte Frauen dabei waren. D.h. es müssen nochmal 10-20 Personen gewesen sein.

6. Johannes der Jünger von Jesus

Der Lieblingsjünger und Autor von fünf Schriften des NT, Johannes, Sohn des Zebedäus, war sehr wahrscheinlich der einzige der zwölf Jünger von Jesus, der bei der Kreuzigung von Jesus dabei war.

Die anderen Jünger waren mit Ausnahme von Petrus und Johannes bereits seit der Gefangennahme von Jesus geflohen. Sie hatten Angst um ihr Leben. Nachdem nur Petrus und Johannes Jesus zum Verhör folgten, war vermutlich allein Johannes bei der Kreuzigung anwesend, weil Petrus nach seiner Leugnung auch floh. Johannes wird von Jesus aufgefordert, sich um seine Mutter zu kümmern und diese um ihn (Joh 19,26-27). Die anderen Jünger werden in keinem Evangelium erwähnt.

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7. Fazit: Wie viele Menschen waren vermutlich unter dem Kreuz von Jesus versammelt?

Wenn man die oberen Menschen zählt, kommen einige Personen zusammen. Nach meinen vorsichtigen Schätzungen sollten es zu Spitzenzeiten mindestens 150 Personen gewesen sein. Insgesamt werden noch viel mehr Menschen Jesus am Kreuz gesehen haben.

Ich finde es beeindruckend zu sehen, wer da alles anwesend war und wer gefehlt hat…

All diese Menschen werden ihr eigenes Bild von diesem Jesus gehabt haben. Sie sahen das mitunter größte Ereignis der Menschheitsgeschichte, den Tod von Gottes Sohn am Kreuz! Direkt vor ihren Augen. Was haben sie damit angefangen?

Heute hören Millionen von Menschen von der Kreuzigung Jesu. Was machen sie damit?

Gestochen von einer Biene

Es war ein warmer Sommernachmittag. Sven spielte vor der Haustür. Seine Mutter konnte ihn durch ihr Küchenfenster sehen. Plötzlich schwirrte eine dicke Biene um Svens Kopf herum – bzzzh – und er bekam Angst.

Durch wildes Rudern mit den Armen versuchte er sie zu verscheuchen. Aber das Einzige, was er erreichte war, dass die Biene immer wütender wurde. Gefährlich nah schwirrte sie ständig vor seinem Gesicht herum. Sven schrie vor lauter Angst nach seiner Mutter. Und schon eilte die Mutter herbei. Liebevoll legte sie ihre Arme um Sven und beschützte ihn. Da kam auch schon die aufgescheuchte Biene angeflogen und – zack – hatte sie die Mutter in den Arm gestochen. Sofort fühlte sie den stechenden Schmerz. Aber gleichzeitig wusste die Mutter auch, dass ihr Sohn nun nicht mehr gestochen werden konnte. Sie sagte zu ihm: „Jetzt bist du in Sicherheit. Die Biene kann dich nicht mehr stechen, weil sie nur einen einzigen Stachel hat. Und dieser Stachel steckt in meinem Arm.“

BieneWeißt du, das ist ein wunderbares Bild, um eine ganz wichtige Wahrheit aus der Bibel zu erklären. Es geht um die Sünde in unserem Leben und was der Herr Jesus, der Sohn Gottes, für uns getan hat. Jeder Mensch ist ein Sünder. Jeder hat schon Dinge getan, die nicht in Ordnung waren. Eigentlich müsste jeder von uns Menschen wegen seiner Sünden von Gott bestraft werden. Diese Strafe bedeutet die ewige Trennung von Gott. Das steht in der Bibel. Kein Mensch könnte so nach dem Sterben in den Himmel kommen. Doch Gott hat uns Menschen so lieb und möchte nicht, dass wir für immer verloren gehen. Deshalb war sein Sohn Jesus bereit, stellvertretend die Strafe für unsere Sünden auf sich zu nehmen. Vor ungefähr 2000 Jahren kam er auf diese Erde und starb freiwillig für uns am Kreuz. In der Bibel wird das Ereignis so beschrieben: „Er (der Herr Jesus) wurde um unserer Übertretungen (Sünden) willen durchbohrt (ans Kreuz genagelt), wegen unserer Missetaten zerschlagen; die Strafe lag auf ihm, damit wir Frieden hätten, und durch seine Wunden sind wir geheilt worden. … Der HERR (Gott) warf unser aller Schuld auf ihn“ (Jesaja 53,5-6). Jesus Christus starb für uns und am dritten Tag wurde er wieder lebendig.

Wie war das mit Sven? Eigentlich wollte die Biene ja ihn stechen. Wie gut, dass er seine Mutter um Hilfe rief. Sie legte ihre Arme um ihn und schirmte ihn von der Biene ab. Und so nahm sie den Stich, der für Sven bestimmt war, auf sich. Um von dem tödlichen Stachel der Sünde gerettet zu werden, müssen wir an den Herrn Jesus glauben und ihn als unseren Stellvertreter und Retter annehmen. Das geschieht, indem wir zu Gott beten und ihm alle unsere Sünden bekennen. Er wird uns dann vergeben, weil sein Sohn die Strafe stellvertretend für uns getragen hat. Den Stachel der Strafe Gottes, der für uns bestimmt war, nahm der Herr Jesus bereits auf sich.

Du siehst, man kann aus so einer kleinen Geschichte mit der Biene eine Menge lernen. Jetzt bleibt nur noch die Frage, was du damit machst. Wirst du das, was der Herr Jesus für dich getan hat, auch annehmen? So wie Sven nach seiner Mutter um Hilfe rief, so wartet der Herr Jesus darauf, dass du zu ihm betest und ihm vertraust. Dann schenkt er dir ewiges Leben und du wirst einmal für ewig bei ihm im Himmel sein. Tu es noch heute.

Autor des Traktats: Rudi Joas © Missionswerk Werner Heukelbach, 51700 Bergneustadt