Archiv der Kategorie: Wiederkunft Jesu

Es ist das ganze Leben (Hedwig von Redern)

Es ist das ganze Leben
für den, der Jesus kennt,
ein stetes, stilles Warten
auf seligen Advent.

Er kommt, heißt unser Glaube,
er kommt, heißt unser Trost,
wir hoffen in der Stille
und wenn das Wetter tost.

Wir schauen auf im Kampfe,
wir seufzen oft im Dienst:
Ach, dass du kämst, Herr Jesu,
ach, dass du bald erschienst!

Hedwig von Redern (1866 – 1935)

Wie soll man das Gleichnis von den 10 Jungfrauen verstehen?

Vielen fällt es schwer das Gleichnis von den 10 Jungfrauen zu verstehen. Und die meisten von uns haben schon komplizierte Auslegungen gehört (man vergleiche auch wikipedia). Dabei ist Jesus Absicht klar erkennbar.

1. Der weite Kontext des Gleichnisses von den 10 Jungfrauen

Das Gleichnis von den klugen und törichten Jungfrauen findet man in Matthäus 25,1-13. Das heißt es gehört zur Rede von Jesus in Matthäus 24-25 über die „Endzeit“. Eine Hauptaussage dieser Rede ist, dass niemand weiß wann Jesus wiederkommt, außer allein der Vater im Himmel:

Von dem Tage aber und von der Stunde weiß niemand, auch die Engel im Himmel nicht, auch der Sohn nicht, sondern allein der Vater. (Matthäus 24,36)

Weil niemand den Zeitpunkt kennt, sollen wir bereit dafür sein, indem wir in einer guten Beziehung zu Jesus stehen und unser Leben zu Gottes Ehre führen, damit wir nicht verdammt oder uns schämen müssen, wenn Jesus wiederkommt.

Wir sollte jederzeit bereit sein, weil Gott Rechenschaft von uns fordern wird und es dann zu spät ist.

2. Der engere Kontext des Gleichnisses von den zehn Jungfrauen

Nun werden diese Hauptaussagen auch in den drei Gleichnissen vermittelt, die Jesus direkt nacheinander erzählt:

  1. Gleichnis vom treuen und untreuen Knecht (Mt 24,45-51)
  2. Das zehn Jungfrauen Gleichnis (Mt 25,1-13)
  3. Gleichnis von den anvertrauten Zentnern. (Mt 25,14-30)

Das heißt, Jesus veranschaulicht das Gesagte mit Hilfe von drei unterschiedlichen Geschichten. Alle transportieren dieselben Aussagen. Lies bitte selbst nach!

 

 

 

 

 

 

 

3. Jesus Erklärung des Gleichnisses von den 10 Jungfrauen

Wen das nicht überzeugt, der beachte letztlich Jesus eigene Auslegung nach dem Gleichnis von den 10 Jungfrauen aus:

Darum wachet! Denn ihr wisst weder Tag noch Stunde. (Matthäus 25,13)

Das ist der Grund, warum Jesus das Gleichnis erzählt. Das wars. Mehr muss man nicht an Auslegung in dem Gleichnis suchen.

Denn Gleichnisse müssen nicht in jedem Detail geistlich gedeutet werden. Jesus verfolgt normalerweise immer nur eine Hauptaussage mit einem Gleichnis.

Die Geschichte aus dem Leben der damaligen Menschen diente zum besseren Verständnis einer geistlichen Wahrheit. Und damals war es eben so üblich, dass man nicht wusste, wann der Bräutigam kommt um die Braut und ihre Jungfrauen abzuholen…

Alles klar?

 

Bildquelle des Beitragbilds: Download am 23.05.2017,   http://sisterbdnewman.blogspot.de/2012/02/modern-day-parable-of-ten-virgins.html?m=1

Kein Mensch kann wissen, wann Jesus wiederkommt

Die Wiederkunft Jesu kann nicht errechnet werden

Wann kommt Jesus wieder? Immer und immer wieder haben Menschen versucht den Zeitpunkt der Wiederkunft Jesu Christi und des Weltendes zu errechnen und zu erforschen. Bibelverse werden studiert und auseinandergenommen. Nur allzu oft hat man da gewisse Aussagen zur Wiederkunft nicht beachtet. Gottes Wort sagt uns nämlich an verschiedenen Stellen, dass wir gar nicht wissen können, wann Christus wiederkommt!

1. Jesus lehrt, dass kein Mensch den Zeitpunkt seiner Wiederkunft kennt

Mt 24,44: Darum seid auch ihr bereit! Denn der Menschensohn kommt zu einer Stunde, da ihr’s nicht meint.

Mt 25,13: Darum wachet! Denn ihr wißt weder Tag noch Stunde.

Apg 1,7: Er sprach aber zu ihnen: Es gebührt euch nicht, Zeit oder Stunde zu wissen, die der Vater in seiner Macht bestimmt hat;

Wir brauchen es nicht wissen. Gott will nicht, dass wir es wissen! Jesus wusste sogar selbst nicht, wann der Zeitpunkt seiner Wiederkunft sein wird. Allein der himmlische Vater kennt diesen Augenblick:

Mk 13,32-33: Von dem Tage aber und der Stunde weiß niemand, auch die Engel im Himmel nicht, auch der Sohn nicht, sondern allein der Vater.  33 Seht euch vor, wachet! denn ihr wißt nicht, wann die Zeit da ist.

Wenn Jesus sagt, dass keiner weiß, wann dieser Zeitpunkt ist, wie kommt es, dass Christen gewissen Menschen glauben schenken, die es zu wissen meinen?

2. Die Apostel lehren, dass kein Mensch den Zeitpunkt von Jesus Wiederkunft kennt

1Thes 5,2: denn ihr selbst wißt genau, daß der Tag des Herrn kommen wird wie ein Dieb in der Nacht.

2Petr 3,10: Es wird aber des Herrn Tag kommen wie ein Dieb; dann werden die Himmel zergehen mit großem Krachen; die Elemente aber werden vor Hitze schmelzen, und die Erde und die Werke, die darauf sind, werden ihr Urteil finden.

Offb 16,15: Siehe, ich komme wie ein Dieb. Selig ist, der da wacht und seine Kleider bewahrt, damit er nicht nackt gehe und man seine Blöße sehe.

Ein Dieb kommt normalerweise nicht mit Ankündigung. Wenn er weiß, dass der Hausherr seine Ankunft erwartet, dann wird er sicher nicht kommen. Wenn sogar die Apostel, die am Nächsten dran waren, nicht wussten, wann Jesus wiederkommen wird, wie sollten wir es dann vorhersagen können?

3. Konsequenzen dieser biblischen Aussagen zum Nichtwissen

Folgende wichtigen praktischen Konsequenzen ergeben sich aus diesen Aussagen der Bibel:

  1. Jeder der behauptet genau zu wissen, wann Jesus wiederkommen wird, ist als im Irrtum befindlich einzuschätzen.
  2. Selbst wenn sich jemand auf besondere göttliche Offenbarung stützt, kann er den Zeitpunkt nicht kennen. Er widerspricht damit Gottes Wort.
  3. Wir brauchen uns nicht bemühen, um einen Wiederkunftstermin zu errechnen.
  4. Wir können andere korrigieren, die auf solche falschen Propheten hören.
  5. Fast alle Aussagen zu unserer Unkenntnis des Zeitpunkts betonen die Bereitschaft für diese Wiederkunft! Bereite dich vor!

Egal ob du und ich zuerst sterben oder Jesus wiederkommt – wir sollten heute und zu jeder Zeit bereit dafür sein!

Die Naherwartung der Wiederkunft Jesu der ersten Christen

Naherwartung der ersten Christen-600

Am Ende des Kirchenjahres und im Advent beschäftigt man sich häufig mit der Wiederkunft von Jesus Christus. Beim Lesen der betreffenden Stellen fällt einem manchmal auf, dass die Apostel und ersten Christen eine Naherwartung hatten, d.h. teilweise mit der Parusie (=Wiederkunft) von Jesus schon zu ihren Lebzeiten rechneten. Hier findest du eine kleine Sammlung an Belegen.

1. Die ersten Christen zeichneten sich durch das Warten auf die Wiederkunft von Jesus aus

In den frühen neutestamentlichen Briefen ist die Naherwartung ganz deutlich als Kennzeichen für den Gläubigen genannt:

Jak 5,8-9: Seid auch ihr geduldig und stärkt eure Herzen; denn das Kommen des Herrn ist nahe. 9 Seufzt nicht widereinander, liebe Brüder, damit ihr nicht gerichtet werdet. Siehe, der Richter steht vor der Tür.

1Thes 1,9-10: Denn sie selbst berichten von uns, welchen Eingang wir bei euch gefunden haben und wie ihr euch bekehrt habt zu Gott von den Abgöttern, zu dienen dem lebendigen und wahren Gott  10 und zu warten auf seinen Sohn vom Himmel, den er auferweckt hat von den Toten, Jesus, der uns von dem zukünftigen Zorn errettet.

1Kor 1,7: … und wartet nur auf die Offenbarung unseres Herrn Jesus Christus.

Tit 2,13: und warten auf die selige Hoffnung und Erscheinung der Herrlichkeit des großen Gottes und unseres Heilandes Jesus Christus,

2Petr 3,12.14: die ihr das Kommen des Tages Gottes erwartet und erstrebt, … Darum, meine Lieben, während ihr darauf wartet, seid bemüht, daß ihr …

Es schien wesentlich zur Heilsverkündigung der ersten Christen dazu zu gehören…

2. Paulus erwartete die Wiederkunft von Jesus

Im 1. Thessalonicherbrief und im 1. Korintherbrief sieht es so aus, als ob Paulus die Wiederkunft zu seinen Lebzeiten erwartete:

1Thes 4,15: Denn das sagen wir euch mit einem Wort des Herrn, daß wir, die wir leben und übrigbleiben bis zur Ankunft des Herrn, denen nicht zuvorkommen werden, die entschlafen sind.

1Kor 15,51: Siehe, ich sage euch ein Geheimnis: Wir werden nicht alle entschlafen, wir werden aber alle verwandelt werden;

Aber auch im Philipperbrief und Römerbrief scheint die Wiederkunft bald anzustehen:

Phil 4,5: … Der Herr ist nahe!

Röm 13,12: Die Nacht ist vorgerückt, der Tag aber nahe herbeigekommen. …

3. Auch die nächsten Generationen erwarteten Jesu Wiederkunft

1Joh 3,2-3: Wir wissen aber: wenn es offenbar wird, werden wir ihm gleich sein; denn wir werden ihn sehen, wie er ist.  3 Und ein jeder, der solche Hoffnung auf ihn hat, der reinigt sich, wie auch jener rein ist.

Hebr 10,25: und nicht verlassen unsre Versammlungen, wie einige zu tun pflegen, sondern einander ermahnen, und das um so mehr, als ihr seht, daß sich der Tag naht.

Offb 1,1: Dies ist die Offenbarung Jesu Christi, die ihm Gott gegeben hat, seinen Knechten zu zeigen, was in Kürze geschehen soll; und er hat sie durch seinen Engel gesandt und seinem Knecht Johannes kundgetan,

Offb 1,3: Selig ist, der da liest und die da hören die Worte der Weissagung und behalten, was darin geschrieben ist; denn die Zeit ist nahe.

Auch im letzten Vers der Bibel ist von der baldigen Wiederkunft Jesu die Rede:

Offb 22,20: Es spricht, der dies bezeugt: Ja, ich komme bald. – Amen, ja, komm, Herr Jesus!

4. Wie sieht unsere Naherwartung aus?

Wenn ich das so lese und mir das bewusst mache, dann frage ich mich, wie viel mehr wir die Wiederkunft Jesu erwarten sollten. Die Zeit bis zur Wiederkunft ist wesentlich kleiner, als zur damaligen Zeit. Ich glaube, dass Jesus jederzeit wiederkommen kann und freue mich darauf.

Wie sieht es mit dir aus?

Lies hier den nächsten Teil: Kein Mensch kann wissen, wann Jesus wiederkommt