Warum ich faste und du es vielleicht auch tun solltest!

Fasten

Gestern, am Aschermittwoch, hat die Fastenzeit bzw. Passionszeit begonnen. Sie endet 40 Tage später mit Karsamstag. Traditionell haben viele Christen in der Fastenzeit gefastet (welch ein Wunder). Doch warum tun einige Christen das noch heute? Warum faste ich in dieser Zeit? Ich will es hier gerne erklären.

1. Die Fastenzeit ist nur eine Krücke

Es ist schwachsinnig, allen Christen aufzuerlegen, dass sie in der Passionszeit fasten müssen. Tatsächlich hat es das mal gegeben, dass die katholischen Gläubigen ab 18 bis 60 Jahre gebunden waren, während dieser 40 Tage auf alle Fleisch- und Milchprodukte zu verzichten.

Doch fasten kann man nicht erzwingen, sondern lediglich dazu auffordern oder ermutigen. Auch in der Bibel wurde immer wieder ein Fasten ausgerufen (z.B. 2Chr 20,1ff). Dazu kann die Fastenzeit auch heute noch dienen! Ich möchte dich ermutigen, dir zu überlegen, ob du in dieser Passionszeit nicht einmal fasten möchtest.

2. Was mit Fasten gemeint ist

Fasten ist im biblischen Sinn ein a) Verzicht auf etwas Wesentliches, b) für geistliche Zwecke.

a) Verzicht auf etwas Wesentliches

In der Bibel wurde meist für ein paar Tage auf die Nahrungszunahme verzichtet. Das ist der Grundtypus des Fastens. Daneben gibt es auch absolutes Fasten, d.h. Verzicht auf Essen & Trinken (5Mos 9,9 / Jon 3,5-8). Verzicht auf andere Dinge, wie die eheliche Gemeinschaft (1Kor 7,5) gleichen dem Fastenprinzip, wurden aber wohl noch nicht „Fasten“ genannt.

Heute fasten manche Christen, indem sie auf Schokolade, Fernsehen oder ähnliche Annehmlichkeiten verzichten. Ich glaube, dass das vielen nicht sonderlich schwer fällt, und deshalb der Sinn des Fastens verfehlt wird. Das Fasten ist Verzicht auf etwas scheinbar Unentbehrliches. Ich werde in den kommenden Wochen ganz klassisch fasten und einige Tage nichts essen.

b) für geistliche Zwecke

Wer im biblischen Sinne fasten will, tut das nicht um Abzunehmen oder um anderen seine Geistlichkeit zu zeigen. Das Ziel ist sich an Gott zu wenden und IHN zu suchen. Deshalb wird Fasten in der Bibel sehr häufig im Zusammenhang mit Gebet praktiziert. Wer fastet, sucht Gott, bittet Gott für etwas Bestimmtes oder demütigt sich vor ihm.

Ich will an meinen Fastentagen intensivere Zeit mit Gott pflegen: Gottes Wort lesen, Beten, Singen… Hast du nicht auch Sehnsucht nach Gott? Lass uns aus Liebe zu ihm fasten!

Durch das Fasten können wir uns bei Gott nichts verdienen. Aber er hat verheißen:

Wenn du den HERRN, deinen Gott, suchen wirst, so wirst du ihn finden, wenn du ihn von ganzem Herzen und von ganzer Seele suchen wirst. (5Mos 4,29)

So demütigt euch nun unter die gewaltige Hand Gottes, damit er euch erhöhe zu seiner Zeit. (Jak 4,10)

Wenn du dich bei mir meldest, können wir uns auch gerne über unsere Fastenerfahrungen austauschen! Oder du schreibst sie gleich hier im Kommentar. Würde mich freuen!

Ein Gedanke zu „Warum ich faste und du es vielleicht auch tun solltest!“

  1. Während meiner Schulzeit war ich im Internat einer katholischen Mädchenschule. Als Kinder waren wir da etwas freier beim Fasten, dennoch gab es zum Mittagessen kein Fleisch. Für Frühstück, Pausenbrot und Abendbrot war jede selbst verantwortlich,so gab es bei mir beispielsweise meinen damals geliebten Lachsschinken trotzdem. Zumal ich evangelisch bin und zu der damaligen Zeit noch dachte dass wir Protestanten gar nicht fasten. Dieses Jahr faste ich zum ersten Mal freiwillig und zwar nicht beim Essen sondern beim Auto und glaub mir, das wird mir nicht leicht fallen. Ich mache das auch ehrlich gesagt nicht aus Glaubensgründen, sondern weil ich denke meiner Umwelt und mir damit etwas Gutes zu tun – naja und weil das Autofahren ganz schön teuer ist 🙂
    In meinem Blog schreibe ich darüber, vielleicht besuchst Du mich ja dort mal und liest was ich über rmeine Erfahrungen zu berichten habe.

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