Was meine Zunge fertigbringt

Vielleicht wäre es gut, Herr,
uns würde die Zunge schwellen,
wenn wir die Gabe der Sprache missbrauchen,
und wir bekämen Blasen auf unseren Lippen,
wenn wir lügen oder andere verleumden.
Dann würde uns gleich bewusst werden,
wie sehr wir gesündigt haben.
Wir kämen nicht so leicht davon!
Mit einem Lächeln im Gesicht verbreiten wir Gift
und feuern gleichzeitig mit einer Unterstellung
einen wohlgezielten Schuss ab,
der als Widerhall eine Fülle
von Verdächtigungen auslösen kann.

Warum sind wir oft so grausam mit unseren Worten?
Spott oder Kritik sind schnell ausgesprochen –
aber welch brennende Wunden hinterlassen sie!

Sie brechen Freundschaften, säen Zwietracht,
schaffen Spaltungen und Rivalitäten.

Vom Sprecher oft längst vergessen,
nagen und fressen sie im Hörer weiter.

Vergib mir meine vielen Redesünden, Herr,
und wenn meine Zunge nicht wehtut,
dann triff mein Gewissen hart genug,
dass es mich schmerzt,
wenn ich jemanden durch meine Worte verletze.

Kontrolliere meine Zunge, Herr.
Reinige mich durch und durch,
damit heilsame Worte aus meinem Mund kommen.

(ich weiß nicht mehr wo gefunden)

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