Archiv der Kategorie: Christliche Ausarbeitungen

„So viel hat einer getan“ von Wolfgang Blissenbach

Eine unbekannte Frau rief mich an und sprach mich auf das mir unbekannte Lied „So viel hat einer getan“ an, das er durch mich gefunden hatte:

Ich finde das Lied schön und habe deshalb den Text rausgeschrieben. Vielleicht kann jemand die Noten dazu schreiben?

Text von „So viel hat einer getan“

  1. So viel hat einer getan.
    So viel, sag denkst du daran.
    Wenn ich das Kreuz anschau,
    sind die Tränen mir nah.
    Ich fühl Himmelstau, knie vor Golgatha.

So viel hat einer getan!
So viel, sag denkst du daran?

  1. Weißt du, was dort geschah,
    am Kreuz von Golgatha?
    Vergebung deiner Schuld
    und Gnade genug
    Voll Lieb und Geduld, er alles ertrug.

So viel hat einer getan!
So viel, sag denkst du daran?

Wer kann die Gnade verstehn?
Die dort am Kreuze geschehn?
Es war für dich und mich.
Gilt in Ewigkeit.
Als er dort verblich, wurden wir befreit.

So viel hat Jesus getan!
So viel, sag denkst du daran?
So viel hat Jesus getan!
So viel, sag denkst du daran?
So viel hat Jesus getan!
So viel, sag denkst du daran?
So viel hat Jesus getan!
So viel, sag denkst du daran?

Autor von „So viel hat einer getan“

In den Kommentaren zum Video wird Wolfgang Blissenbach als Autor angegeben. Wolfgang Blissenbach (1941-2010) war ein deutscher Sänger in der Stimmlage Bariton sowie Musiker, Autor und Komponist christlicher Musik.

Das Lied „So viel hat einer getan“ findet man auf der CD „Wolfgang Blissenbach – Blick auf das Kreuz“, Lied Nr. 11. Man kann sie hier kaufen.

Eigenliebe isoliert – Die Geschichte vom Weizenkorn

Ein Weizenkorn versteckt sich in der Scheune.
Es wollte nicht gesät werden.
Es wollte nicht sterben.
Es wollte sich nicht opfern.
Es wollte sein Leben retten. –

Es wurde nie zu Brot.
Es kam nie auf den Tisch.
Es wurde nie gesegnet und ausgeteilt.
Es schenkte nie Leben.
Es schenkte nie Freude.

Eines Tages kam der Bauer.
Mit dem Staub der Scheune fegte er das Weizenkorn weg.

Autor: Josef Dalkmann
Quelle: Auftanken.de

7 Gedanken zur Verklärung von Jesus

Verklärung

Die Verklärung von Jesus auf dem Berg ist auf den ersten Blick eine seltsame Geschichte. Ich möchte hier ein paar Gedankengänge festhalten, denen du vielleicht nachgehen kannst:

  1. Die Verklärung scheint den Jüngern ein wichtiges Ereignis gewesen zu sein. Deswegen überliefern Matthäus (17,1-9), Markus (9,2-13) und Lukas (9,28-36) davon. Auch Petrus, der persönlich dabei gewesen ist, greift das Ereignis in 2. Petrus 1,16-23 auf.
  2. Manche besonderen Erlebnisse machen nur die engsten Jünger von Jesus. Bei der Verklärung sind wieder nur Petrus, Johannes und Jakobus dabei (vgl. Mt 26,37; Mk 5,37; 13,3; 14,33). Je mehr wir in der persönlichen Gemeinschaft mit Gott leben, desto mehr werden wir mit Jesus erleben.
  3. Das Strahlen von Jesus Gesicht und seiner Kleidung weist uns auf seine Göttlichkeit hin. Die Verklärung, wörtlich Metamorphose = Umgestaltung bzw. Verwandlung, zeigt uns Jesus wahres Wesen. Er kommt aus einer anderen Welt (vgl. Mt 28,3).
  4. Die Verklärung von Jesus weist uns auf Jesus Herrlichkeit hin. Petrus macht das in seinem Rückblick deutlich: „wir haben seine Herrlichkeit selber gesehen“ 2Petr 1,16! Die Jünger sehen in Jesus Gottes Herrlichkeit. Je mehr wir auf Jesus schauen, desto herrlicher wird er in unseren Augen.
  5. Die Verklärung ist die Erfüllung der Verheißung an seine Jünger, dass einige das Reich Gottes sehen werden, bevor sie sterben. Die Verheißungen (z.B. Mt 16,28) stehen immer unmittelbar vor dem Bericht der Verklärung! Die Autoren zeigen damit, dass das Reich Gottes in Jesus existiert.
  6. Mose und Elia (beide ein ungewöhnliches Lebensende) stehen als Person für das Gesetz und die Propheten und damit für das Alte Testament – die alttestamentliche Offenbarung. Sie weisen auf Jesus hin und werden von ihm „abgelöst“ – die Stimme Gottes befiehlt auf Jesus zu hören! Damit steht Jesus als neuer Mose, als der Gesetzgeber des Neuen Bundes da und als neuer Elia, als abschließender Prophet der Offenbarung Gottes da. Vgl. Lukas 24,44-46.
  7. Die Jünger musste allein mit Jesus zurück in den Alltag. Petrus wollte Hütten bauen, um diese besonderen Augenblicke länger genießen zu können. Doch nach den besonderen Offenbarungen Gottes verschwindet alles wieder und die Jünger bleiben allein mit Jesus zurück. Ist das nicht genug? Denn Jesus ist jederzeit bei uns – auch ohne Highlife (Mt 28,20)!

Ich liebe Jesus!

Ich glaube, dass die Bibel allein die Antwort auf alle unsere Fragen ist

Bibel allein die Antwort auf alle unsere Fragen

Ich glaube, dass die Bibel allein die Antwort auf alle unsere Fragen ist, und dass wir nur anhaltend und etwas demütig zu fragen brauchen, um die Antwort von ihr zu bekommen.

Die Bibel kann man nicht einfach lesen wie andere Bücher. Man muss bereit sein, sie wirklich zu fragen. Nur so erschließt sie sich. Nur wenn wir letzte Antwort von ihr erwarten, gibt sie sie uns. Das liegt eben daran, dass in der Bibel Gott zu uns redet. Und über Gott kann man eben nicht so einfach von sich aus nachdenken, sondern man muss ihn fragen.

Natürlich kann  man die Bibel auch lesen wie jedes andere Buch, also unter dem Gesichtspunkt der Textkritik etc. Nur dass das nicht der Gebrauch ist, der das Wesen der Bibel erschließt, sondern nur ihre Oberfläche. Wie wir das Wort eines Menschen, den wir lieb haben, nicht erfassen, indem wir es zuerst zergliedern, sondern wie ein solches Wort einfach von uns hingenommen wird und wie es dann Tage lang in uns nachklingt, … so sollen wir mit dem Wort der Bibel umgehen.

Nur wenn wir es einmal wagen, uns so auf die Bibel einzulassen, als redete hier wirklich der Gott zu uns, der uns liebt und uns mit unseren Fragen nicht allein lassen will, werden wir an der Bibel froh.

Quelle:  Illegale Theologenausbildung: Finkenwalde 1935-1937, DBW Band 14, Seite 144-145.