3 Gedanken zu „Weihnachten, weil alles einen Knacks hat“

  1. zu Friedrich von Bodelschwingh:
    er sagte am 19. Mai 1931: „Ich würde den Mut haben, vorausgesetzt, dass alle Bedingungen gegeben und Schranken gezogen sind, hier im Gehorsam gegen Gott die Eliminierung an anderen Leibern zu vollziehen, wenn ich für diesen Leib verantwortlich bin“. Bodelschwingh stand treu zum NS-Staat und verfasste am 29. März 1936 sogar aus eigenem Antrieb einen Aufruf zu den Reichstagswahlen. Zusätzlich leistete er am 21. Juli 1938 den Treueid auf Hitler.
    Im selben Jahr dichtete er das oben erwähnte Lied: „nun gehören unsere Herzen ganz dem Mann von Golgatha..“
    Dieser Mann hatte wohl auch einen Knacks? Ich empfinde es nicht als besonders förderlich solche zwiespältige Menschen als Rückbesinnerer zu „Was ist Weihnachten“ zu zitieren. Haben nicht gerade diese „Vorbilder“ den Sinn entleert?

    1. Hmm… ich habe mich noch nie mit Bodelschwingh beschäftigt. Aber selbst wenn man nur den Wikipedia-Artikel liest, bekommt man mit, dass er sich immer mehr zum Widerstand gegen den Nationalsozialismus entwickelte. Mag sein, dass er zunächst zu den Verblendeten gehörte. Wer von uns ist sicher, dass wir an seiner Stelle anders gelebt hätten?
      Die größten Gottesmänner waren auch große Sünder.

  2. Mag sein, dass Bodelschwingh gute Absichten hatte? Vielleicht hat er deshalb versucht mit dem Teufel Geschäfte zu machen um einige Menschen kurzfristig vor dem Tod zu retten? Unbestritten ist sein Engagement vielen Menschen am Rande der Gesellschaft zu helfen. Sicherlich war es nicht einfach in dieser Zeit diese Menschen in Bethel zu versorgen!
    Können wir Menschen retten? Kurzfristig ja, aber nicht für das ewige Leben!
    Jesus Christus sagt: „Was hilft es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, aber Schaden an seiner Seele nimmt?“
    Mir stellen sich die Fragen:
    „Ist Bodelschwingh ein Vorbild für Gott lieben von ganzem Herzen?
    Ist Bodelschwingh ein Vorbild für das Hinken auf beiden Seiten?
    Kann jemand aufrichtig einen Treueeid auf Hitler leisten und im selben Jahr dichten – nun gehören unsere Herzen ganz dem Mann von Golgatha?
    Kann jemand sein ganzes Herz dem Mann von Golgatha verschenken und praktisch gleichzeitig einen Treueeid auf Hitler leisten?“

    Ob ich oder jemand anders genau gleich gehandelt hätte wie Bodelschwingh ist irrrelevant, denn weder ich noch andere wären in diesem Fall Vorbilder im Glauben, Vorbilder im Gott Lieben von ganzem Herzen.
    Ich denke, weil sich die Menschen solche Verhaltensweisen zum Vorbild nehmen ist die Erkenntnis von Weihnachten verloren gegangen. Denn ebenso unstrittig ist, dass sich viele Menschen solch eine zwiespältige Art zum Vorbild nehmen und sich damit versuchen zu entschuldigen.

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