Mit übler Absicht beten – aus Selbstsucht

Mit übler Absicht beten - aus Selbstsucht

Einige von uns beten auch so, aber da ist eine Schlange im Garten – die Schlange unseres Ichs. Sie windet sich um die schönsten Bäume, bereit, unsere Gebete zu vergiften und zu zerstören. In Jakobus 4,3 heißt es: „Ihr bittet und empfangt nichts, weil ihr in übler Absicht bittet, nämlich damit ihr‘s für eure Gelüste vergeuden könnt.“ Brüder, es ist möglich, dass jemand will, Gott möge seine Herrlichkeit offenbaren und auch darum betet, aber mit dem Gedanken im Hinterkopf, dass er selber derjenige ist, den Gott als Kanal dieser Offenbarung benutzt. Seht ihr, was ich meine? Es kann passieren, dass ich auf meine Knie gehe, vielleicht sogar eine Mahlzeit auslasse und faste und bete: „O Gott, lass deine Herrlichkeit den Menschen offenbar werden“ – und gleichzeitig hoffe ich klammheimlich, dass ich der Mensch sein werde, den Gott benutzt, um seine Herrlichkeit zu zeigen. (…)

Brüder, wir müssen unsere Herzen zu Gott erheben und so beten: „O Herr, lass deine Ehre groß werden, ob nun durch mich oder ohne mich.“ So müssen wir beten, sonst beten wir selbstsüchtig.

A.W. Tozer in „Befreiung aus der babylonischen Gefangenschaft

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