Archiv der Kategorie: Gott fürchten

Warum du Gott nicht anbetest, wie du anbeten solltest

Warum betest du Gott nicht an, wie du ihn anbeten solltest? Oder bist du etwa zufrieden mit deiner Anbetung? Ich bin es nicht und schreibe deshalb von dem, was dir und mir (oft) fehlt.

Aber die Zeit kommt, ja sie ist schon da, wo Menschen Gott als den Vater anbeten werden, Menschen, die vom Geist erfüllt sind und die Wahrheit erkannt haben. Das sind die wahren Anbeter; so möchte der Vater die haben, die ihn anbeten. Gott ist Geist, und die, die ihn anbeten wollen, müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten.« (Johannes 4,23-24)

1. Wir „sehen“ nicht auf Gott

Die Engel vor Gott singen zu Gottes Ehre und beten ihn an. Sie tun das nicht weil sie dazu gezwungen werden oder sich selbst dazu zwingen, sondern weil sie über Gott staunen. Sie „sehen“ ihn wie er ist. Und weil sie ihn sehen, reagieren sie darauf mit Anbetung.

Genauso ist es mit menschlicher Anbetung. Als Mose ein kleines bisschen von Gott sehen kann, bricht er in Anbetung aus (2. Mose 33,18-34,8). Wenn Menschen wie David Erfahrungen mit dem lebendigen Gott machen, dann singen sie Psalme und können nicht anders, als anzubeten.

Wahre Anbetung ist das natürliche Produkt von Gotteserkenntnis!

Wenn wir Gott anbeten wollen, dann müssen wir auf Gott schauen und ihn erkennen, wie er wirklich ist. Wahre Anbetung geschieht in der Erkenntnis der Wahrheit Gottes (Johannes 4,23-24)! Es ist keine Anbetung Gottes ihn mit unserer Sichtweise dieser Welt zu drangsalieren und nur von seinen eigenen Gefühlen zu singen oder zu beten – in der Anbetung muss es letztlich um Gott gehen und nicht um mich. 

Lies die Bibel und denke über die Aussagen über Gott nach. Wie ist Gott in den beschriebenen Ereignissen? Was lernen die Personen der Bibel über Gott? Daraus kann sich wahre Anbetung entwickeln.

Doch da gibt es noch ein größeres Problem.

2. Wir sind „blind“

Es kann uns leicht passieren, dass wir auf Gott „schauen“ und doch nicht anbeten können. Wir wissen so viel aus der Bibel und hören von den Taten Gottes und von seiner Liebe und Treue und es regt sich nichts in uns. Wir können nicht staunen und loben, sondern zucken nur mit der Schulter.

Wahrheit allein reicht nicht aus. Selbst die Dämonen kennen die Wahrheit über Gott (Jakobus 2,19), aber sie lieben ihn und die Wahrheit nicht. Wahre Anbetung kann durch unsere fehlende oder schlechte geistliche Beziehung verhindert werden. Wahre Anbetung hat die Erfüllung mit dem Heiligen Geist als Voraussetzung (wieder Johannes 4,24).

Unsere Sünde muss aus dem Weg geräumt sein und unser Herz von der Erlösungsfreude erfüllt werden. Alle Lebensbereiche sollten ihm unterstellt werden und wir ihm ganz hingegeben sein. Was uns in dieser Welt am meisten begeistert muss geistlich beurteilt werden. Dann wird Gott zu deinem größten Held! 

Sünde raubt uns die Anbetung!

Wenn wir Gott anbeten wollen, müssen wir ein neues Herz und einen neuen Geist haben (denk an die Jahreslosung 2017). Den können wir uns nicht selbst geben, aber darum bitten. Gott gibt seinen Geist sehr gerne (Lukas 11,13)! 

Wenn mir die Liebe zu Gott und Freude an der Anbetung Gottes fehlt, dann schaue ich auf Golgatha und denke darüber nach, warum Jesus sterben musste. Ich bitte Gott um Gnade und seinen Geist!

Wenn wir Gott sehen und nicht begeistert anbeten, sind wir entweder blind oder sehen Gott nicht, wie er wirklich ist. Wie anders Gott wirklich ist, darum soll es im letzten Punkt gehen.

3. Wir retuschieren Gott

Schönheit liegt nicht nur im Auge des Betrachters, sondern hat viel mit bestimmten Gesetzen und Merkmalen zu tun. Zum Beispiel ist neben der Symmetrie (spiegelbildliche Gleichheit) das richtige Verhältnis der einzelnen Teile zueinander (Proportionen) eines der wichtigsten Merkmale von Schönheit.

Man findet einen Menschen allgemein nicht besonders schön, wenn seine Ohren viel größer sind, als normal – oder die Nase als viel zu groß oder viel zu klein heraussticht. Eine Nase kann groß sein, sehr groß – wenn das ganze Gesicht und der ganze Kopf groß ist, wird der Mensch als allgemein schön beurteilt.

Ich glaube, dass Gott in jeder zeitgeschichtlichen Epoche tendenziell verzerrt wahrgenommen wird. Wir fallen leicht von der einen oder anderen Seite des Pferdes herunter. Es gab und gibt Zerrbilder von Gott – unproportionale Beschreibungen Gottes.

D.h. bestimmte Eigenschaften Gottes werden besonders betont und als wichtig dargestellt (heute Gottes Liebe und Gnade) und andere werden nicht mal wahrgenommen , nicht verstanden oder nicht in den Blick genommen (heute Gottes Zorn und Heiligkeit). 

Wenn du Gott nicht überaus schön und herrlich findest und ihn täglich bewunderst, dann hast du womöglich ein einseitiges, entstelltes Gottesbild. Das Problem ist nicht die Betonung einer Eigenschaft, sondern die Vernachlässigung anderer Wesenszüge Gottes.

Das einzige was dir helfen kann, ist Gottes ganzen Ratschluss selbst in seinem Wort, der Bibel, zu entdecken! Achte besonders auf Aussagen über Gott, die dir unangenehm, schwer anzunehmen oder unverständlich sind. Wenn du über diese Eigenschaften Gottes nachdenkst, kann Gott dein Herz wieder ins Staunen versetzen und dein Gottesbild wieder in eine gute Ausgewogenheit kommen.

Strebe danach Gott von ganzem Herzen anzubeten! Sonst wirst du dir automatisch andere Götter suchen und sie anbeten. Du kannst nicht nicht anbeten.

Wahre Gottesfurcht

Nachdem ich hier geschrieben habe, wie falsche Gottesfurcht aussieht, nun zu dem, was ich unter richtiger Gottesfurcht verstehe.


1. Gottesfurcht ist nicht passé

Man kann nicht sagen, das Thema Gottesfurcht habe sich mit Jesus erledigt, oder wir bräuchten keine Gottesfurcht mehr zu haben, weil die Liebe ja die Furcht verjagt (1Joh 4,17-18). Leider haben viele Christen aufgrund der heutigen Verkündigung keine bzw. sehr wenig Gottesfurcht. Dabei ist richtig verstandene Gottesfurcht doch ein Wesensmerkmal einer wahren Gottesbeziehung.

Jesus Christus hat keinen andern Gott verkündet als den Gott des Alten Testaments, den Gott Israels, den Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs; den Gott des Moses und aller Propheten. Gott ist derselbe – und die Gottesbeziehung sehr ähnlich. Ebenso wie im AT ist die Gottesbeziehung unter anderem von Gottesfurcht geprägt! Die neutestamentlichen Stellen habe ich hier schon zusammengestellt.

2. Gott ist immer noch GOTT

Es kann gar nicht anders sein, als dass wir auch als neutestamentliche Kinder Gottes in einer gewissen Art und Weise Gottesfurcht haben. Gott ist Gott geblieben. Er ist der ganz Andere. Er ist unbeschreiblich schön und erhaben, mächtig und einfallsreich, untadelig und treu. Er ist der Schöpfer und Erhalter der Welt. Er ist heilig und souverän. Er ist Gott – unbeschreiblich wundervoll. Da kann man nur staunen und demütig werden – das ist wahre Gottesfurcht.

Der Bergsteiger Heinrich Harrer, z.B., einer der Erstbesteiger der Eiger-Nordwand, erzählt in seinem Buch „Die weiße Spinne“ von seinem Herzklopfen und dem Gefühl der Beklemmung, das ihn befiel, als er sich der hochragenden Wand näherte; wie ihm dieser riesige Berg das Gefühl der eigenen Winzigkeit und Nichtigkeit vermittelte. Von einem ähnlichen Gefühl berichtet der Musiker und Komponist Felix Mendelssohn-Bartholdy, als er zum ersten Mal die Partitur der Matthäus-Passion von Joh. Seb. Bach studierte. Ähnliches berichten die Physiker und Nobelpreisträger Albert Einstein, Max Planck und Werner Heisenberg, die angesichts der unvorstellbaren Dimensionen des Weltalls und des Atoms sich absolut winzig und unbedeutend vorkamen, aber gleichzeitig von Staunen und Bewunderung erfüllt waren. Diese Art von Furcht, die den Menschen nicht abschreckt, sondern fasziniert und still werden lässt, die nennen wir „Ehrfurcht“.

3. Gottesfurcht im Sinne von Ehrfurcht

Ja, wie hier in den Kommentaren gesagt wurde, ist Gottesfurcht durchaus keine so gute Übersetzung. Furcht assoziieren wir mit Angst – und die sollte nicht unsere Gottesbeziehung prägen (1Joh 4,17-18). Furcht ist ein unangenehmes Gefühl, das durch die Nähe von Schmerz, Gefahr oder anderen negativen Folgen verursacht wird. Vor Gott brauchen wir uns aber nicht mehr in diesem Sinne fürchten. In Jesus Christus kommt Gott uns mit geöffneten Armen entgegen! Er wird unser Vater – nicht unberechenbar und willkürlich, sondern liebend und treu!

Der Ausdruck „Gottesfurcht“ wird im griechischen NT mit „phobos theu“ = „Furcht Gottes“ wiedergegeben. Eine Grundbedeutung von phobos ist die Furcht die man hat, die Befürchtung, die Angst oder Schrecken vor jemanden. Doch daneben gibt es auch die Bedeutung „Ehrerbietung, die Ehrfurcht bzw. der Respekt gegenüber übergeordneten Personen oder Gewalten“. Deshalb übersetzt die NGÜ diesen Ausdruck z.B. in 2Kor 7,1 sehr gut mit „in Ehrfurcht vor Gott“.

Wahre Gottesfurcht bedeutet Ehrfurcht, Respekt, Erstaunen, Achtung und Bewunderung gegenüber Gott zu haben – weil er Gott ist!

4. Wer Gott fürchtet hält seine Gebote

Wenn wir Gott als Gott anerkennen, fragen wir nach seinem Willen für unser Leben. Weil er Gott ist, wollen wir als Gotteskinder seine Gebote halten:

Aus Pred 12:13: Fürchte Gott und halte seine Gebote;

5Mos 6:2: Wenn du den Herrn, deinen Gott, fürchtest, indem du auf alle seine Gesetze und Gebote achtest… (Einheitsübersetzung).

Gottesfürchtig zu sein, bedeutet also nach Gottes Willen leben zu wollen. Das beste Beispiel ist Jesus: Er hat durch sein Hören auf seinen Vater und den Gehorsam seine Ehrfurcht vor Gott erwiesen.

Angst vor der Begegnung mit Gott?

Zur Serie „Gott fürchten“.


Im Wald geht das Gerücht um, der Bär habe eine Todesliste. Die Tiere des Waldes zittern vor Angst. Jeder fragt sich, ob sein Name wohl auch auf dieser Todesliste steht.
Endlich fasst sich der Hirsch ein Herz, geht zum Bären und fragt: „Stehe ich auf der Todesliste?“ „Ja, du stehst auf der Liste“, antwortet ihm der Bär. Zwei Tage später ist der Hirsch tot.

Die übrigen Tiere sind erschüttert. Ihre Angst nimmt zu. Nach einigen Tagen nimmt der Keiler allen Mut zusammen, geht zum Bären und fragt diesen: „Stehe ich auf deiner Todesliste?“ – „Ja“, antwortet ihm der Bär, „du steht auf der Liste.“ Nach zwei Tagen findet man den Keiler tot im Unterholz.

Nun sind alle Tiere wie gelähmt vor Angst.

Endlich, nach einigen Tagen rappelt sich der Hase auf und macht sich auf den Weg zum Bären. Ängstlich fragt er: „Stehe ich auch auf deiner Todesliste?“ „Ja“, ist wiederum die Antwort: „Du stehst auf der Liste“.

„Kannst du mich streichen?“, fragt der Hase.

„Na klar!“ antwortet der Bär.

Die Bibel spricht sehr deutlich von der Verlorenheit des Menschen. Alle sind schuldig, stehen auf der Todesliste und müssen für ihre Sünden bezahlen. Keiner kann vor dem allmächtigen und heiligen Gott bestehen.

Gott hat in seiner Barmherzigkeit seinen eigenen Sohn geopfert. Mit seinem Tod am Kreuz ist er stellvertretend für die verlorene Menschheit gestorben. Jesus hat die Strafe verbüßt, die wir eigentlich verdient haben (Jesaja 53,5) Jesus hat unseren Platz von der Todesliste eingenommen, obwohl er nie schuldig wurde.

Wer das glaubt, der darf zu Gott dem Vater gehen und sagen: „Bitte, streich mich von der Todesliste. Ich glaube, dein Sohn Jesus ist für mich gestorben!“ Gott wird das gerne tun, denn er will seine Menschenkinder retten. Sie sollen nicht in Todesängsten gefangen sein, sondern als frohe Menschen in dieser Welt leben.

Wem vergeben wurde, der darf befreit aufatmen. Alle Gefahr ist vorüber. Ich bin mit Gott im Reinen. Er hat mich angenommen. Durch Jesus habe ich ewiges Leben. Ich brauche mich nicht mehr vor einer Strafe zu fürchten, denn Gott ist mein Freund.

Jesus spricht: „Wer meine Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, der hat das ewige Leben und kommt nicht in das Gericht, sondern er ist vom Tode zum Leben hindurchgedrungen“. Johannes 5,24

„So gibt es nun keine Verdammnis für die, die in Christus Jesus sind!“ Römer 8,1

Quelle: auftanken.de

Falsche Gottesfurcht

Zur Serie „Gott fürchten“.

Begriffe müssen mit dem richtigen Inhalt gefüllt werden, damit wir Aussagen richtig verstehen. „Gottesfurcht“ ist ein Begriff mit dem man leicht falsche Vorstellungen verbindet. Deswegen möchte ich einmal klarstellen, was Gottesfurcht für mich nicht ist.

1. Gottesfurcht ohne Evangelium

Viele Menschen haben ein verzerrtes Gottesbild, weil die Gottesfurcht als Instrument der Macht missbraucht wurde. Im Mittelalter hielten eine ausgeklügelte kirchliche Höllenlehre und ein farbenprächtig entfaltetes Jüngstes Gericht die Massen in Angst und Schrecken. Man hat den Menschen Angst gemacht, um sie unter Kontrolle zu halten und Gehorsam einzufordern. Auch in der Kindererziehung wird die Gottesfurcht oft als Instrument der Macht missbraucht. Kinder werden eingeschüchtert und erfahren Gott nur als strafenden Richter und Feind von allem Spaß. „Gott ist so enttäuscht von dir, wenn du das tust.“ – „Gott sieht alles – er wird dich bestrafen, wenn…“ Leider gibt es das auch als Druckmittel in einigen Gemeinden – es führt zu „Geistlichem Missbrauch“.

Diese Gottesfurcht ist im Kern nicht unbedingt falsch – wir sollten uns vor der gerechten Strafe Gottes fürchten – aber wenn diese Aussage allein stehen bleibt, wird sie zum Gift für den wahren Glauben und ist damit doch falsch.

Gott hat keine Freude daran die Menschen zu bestrafen und sie zu vernichten. Er ist kein Spiel- und Spaßverderber. Der glaube an solch einen Gott bringt zwar Gottesfurcht hervor, aber diese führt nur dazu, dass man vor so einem Gott flüchtet und ihn ablehnt.

1Tim 2:4 (Gott) welcher will, daß allen Menschen geholfen werde und sie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen.

Hes 18:32 Denn ich habe kein Gefallen am Tod des Sterbenden, spricht Gott der HERR. Darum bekehrt euch, so werdet ihr leben.

2Petr 3:9 Der Herr verzögert nicht die Verheißung, wie es einige für eine Verzögerung halten; sondern er hat Geduld mit euch und will nicht, daß jemand verloren werde, sondern daß jedermann zur Buße finde.

Rechte Gottesfurcht treibt uns zu Jesus und zur Umkehr.

2. Gottesfurcht wegen Menschengeboten

Dann gibt es falsche Gottesfurcht aufgrund eines falsch geprägten Gewissens. Vor allem in konservativen /pietistisch geprägten Familien haben Menschen ein schlechtes Gewissen bei Dingen, die Gott gar nicht verboten hat. Sie fürchten den Zorn oder eine Strafe Gottes, obwohl diese Dinge nichts als Menschengebote sind…

Mt 15:8-9 »Dies Volk ehrt mich mit seinen Lippen, aber ihr Herz ist fern von mir;  9 vergeblich dienen sie mir, weil sie lehren solche Lehren, die nichts als Menschengebote sind.«

Kol 2:20-23 Wenn ihr nun mit Christus den Mächten der Welt gestorben seid, was laßt ihr euch dann Satzungen auferlegen, als lebtet ihr noch in der Welt:  21 Du sollst das nicht anfassen, du sollst das nicht kosten, du sollst das nicht anrühren?  22 Das alles soll doch verbraucht und verzehrt werden. Es sind Gebote und Lehren von Menschen,  23 die zwar einen Schein von Weisheit haben durch selbsterwählte Frömmigkeit und Demut und dadurch, daß sie den Leib nicht schonen; sie sind aber nichts wert und befriedigen nur das Fleisch.


3. Gottesfurcht ohne Glaube

Nicht zuletzt gibt es falsche Gottesfurcht, wenn man das Evangelium kennt, aber nicht darauf vertraut. Viele Christen wissen zwar von Jesu stellvertretenden Tod, glauben aber nicht richtig daran, sodass sie sich immer noch vor dem Gericht Gottes fürchten. Sie haben keine Heilsgewissheit und können sich nicht an den Verheißungen Gottes erfreuen, weil sie sich nicht daran klammern. Gottesfurcht ohne den rechten Glauben hat folgende Aussagen nicht angenommen:

Joh 5:24 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, der hat das ewige Leben und kommt nicht in das Gericht, sondern er ist vom Tode zum Leben hindurchgedrungen.

1Joh 4:17-18 Darin ist die Liebe bei uns vollkommen, daß wir Zuversicht haben am Tag des Gerichts; denn wie er ist, so sind auch wir in dieser Welt. Furcht ist nicht in der Liebe,  18 sondern die vollkommene Liebe treibt die Furcht aus; denn die Furcht rechnet mit Strafe. Wer sich aber fürchtet, der ist nicht vollkommen in der Liebe.

Wir haben so einen genialen Gott, dass wir, die wir an Jesus Christus glauben, nicht vor dem gerechten Gericht Gottes fürchten müssen, sondern voller Vertrauen und Hoffnung auf die Begegnung mit Gott warten!

Gottesfurcht im Neuen Testament

Müssen wir Gott fürchten? Fordert auch das Neue Testament noch Gottesfurcht? Im AT gibt es ja häufig solche Forderungen, aber ist das im NT nicht durch die Liebe ersetzt worden?

Jesus selbst sagt: Und fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, doch die Seele nicht töten können; fürchtet euch aber viel mehr vor dem, der Leib und Seele verderben kann in der Hölle. Mt 10:28 (Das ist Gott der Allmächtige! Offb 20,15)

Paulus nennt die fehlende Gottesfurcht als Kennzeichen der Ungläubigen: Es ist keine Furcht Gottes vor ihren Augen. Röm 3,18

In folgenden Stellen wird deutlich, dass der gläubige Christ Gottesfurcht hat:

2Kor 7:1 Weil wir nun solche Verheißungen haben, meine Lieben, so laßt uns von aller Befleckung des Fleisches und des Geistes uns reinigen und die Heiligung vollenden in der Furcht Gottes.

Tit 2:11-12 Denn es ist erschienen die heilsame Gnade Gottes allen Menschen  12 und nimmt uns in Zucht, daß wir absagen dem ungöttlichen Wesen und den weltlichen Begierden und besonnen, gerecht und fromm [gottesfürchtig] in dieser Welt leben…

Röm 11:20 Ganz recht! Sie wurden ausgebrochen um ihres Unglaubens willen; du aber stehst fest durch den Glauben. Sei nicht stolz, sondern fürchte dich!

1Tim 4:7 Die ungeistlichen Altweiberfabeln aber weise zurück; übe dich selbst aber in der Frömmigkeit [Gottesfurcht]!

1Tim 6:11 Aber du, Gottesmensch, fliehe das! Jage aber nach der Gerechtigkeit, der Frömmigkeit [Gottesfurcht], dem Glauben, der Liebe, der Geduld, der Sanftmut!

2Tim 3:12 Und alle, die fromm [gottesfürchtig] leben wollen in Christus Jesus, müssen Verfolgung leiden.

Hebr 12:28-29  Darum, weil wir ein unerschütterliches Reich empfangen, laßt uns dankbar sein und so Gott dienen mit Scheu und Furcht, wie es ihm gefällt;  29 denn unser Gott ist ein verzehrendes Feuer.

1Petr 1:17 Und da ihr den als Vater anruft, der ohne Ansehen der Person einen jeden richtet nach seinem Werk, so führt euer Leben, solange ihr hier in der Fremde weilt, in Gottesfurcht;

Zusammenfassung

Auch im NT wird die Gottesfurcht nicht durch Liebe oder Vertrauen ersetzt. Es gibt keine Begegnung, keine Gemeinschaft mit dem lebendigen Gott und damit auch keinen lebendigen Glauben an den wahren Gott – ohne rechte Gottesfurcht!

Es gibt sicher noch viel mehr Stellen im AT oder NT. Welchen fallen dir noch ein?

Gottesfurcht und das Alte Testament

Vielleicht beschäftigt den einen oder anderen mal das Thema „Gott fürchten“. Hier ein paar interessante Bibelstellen aus dem Alten Testament:

5Mos 5:29 Ach daß sie ein solches Herz hätten, mich zu fürchten und zu halten alle meine Gebote ihr Leben lang, auf daß es ihnen und ihren Kindern wohlginge ewiglich!

Ps 33:18 Siehe, des HERRN Auge achtet auf alle, die ihn fürchten, die auf seine Güte hoffen,

Ps 34:12  Kommt her, ihr Kinder, höret mir zu! Ich will euch die Furcht des HERRN lehren.

Ps 86:11 Weise mir, HERR, deinen Weg, daß ich wandle in deiner Wahrheit; erhalte mein Herz bei dem einen, daß ich deinen Namen fürchte.

Ps 89:8 Gott ist gefürchtet in der Versammlung der Heiligen, groß und furchtbar über alle, die um ihn sind.

Spr 1:7 Die Furcht des HERRN ist der Anfang der Erkenntnis.

Pred 12:13-14 Laßt uns die Hauptsumme aller Lehre hören: Fürchte Gott und halte seine Gebote; denn das gilt für alle Menschen.

Ehrfurcht die mir verloren ging

Heute wieder ein Lied zum Thema Gottesfurcht – habe ich mal bei www.sermon-online.de gefunden:

Ehrfurcht, die mir verloren ging

(von Gábor Domokos – Marburg, November 2002)

YouTube Preview Image

1. Dich zu fürchten, ist nicht in;
auch nicht zu glauben wie ein Kind.
Unser Verstand sitzt auf dem Thron,
verspottet Gott und seinen Sohn.

Refr.: Ich bitte Dich um Ehrfurcht, die mir verloren ging.
Brich den Stolz tief in mir!
Allein das gilt, was geschrieben steht
Und nicht, was ich will.

2. Wie tief hast Du Dich gebeugt!
Hast den Tod nicht gescheut!
Starbst für meine Schuld am Kreuz!
Dein Blut machte mich ganz frei!

3. Wer Dich liebt, hält Dein Gebot
und läßt sein Leben fröhlich los,
nimmt sein Kreuz und folgt Dir nach,
vertraut Dir neu an jedem Tag!

4. Was Du sagst, das will ich tun
ohne Trotz und Diskussion.
Dein Wort gibt die Richtung an!
Befreie mich von Menschenangst!

2. Refr.: Du allein bist Gott, und ich bin es nicht.
Laß mich das niemals übersehen!
Ich beuge meine Knie, weil Du der König bist.
Aus dem Fordern wird ein Fleh’n.

1. Refr.: Ich bitte Dich um Ehrfurcht, die mir verloren ging.
Brich den Stolz tief in mir!
Allein das gilt, was geschrieben steht
Und nicht, was ich will.