Systematische Zusammenfassung der Dreieinigkeit Gottes

1. Der Vater, der Sohn Jesus Christus und der Heilige Geist sind Gott!

1.1 Gott der Vater

  • Gott offenbart sich auch im AT als Vater: 5Mos 32,6; 2Sam 7,14; Ps 68,6; Jes 9,5; Jes 63,16; Jer 3,19; Mal 1,6; 2,10
  • Gott wird im NT 245x „Vater“ genannt. Zum Beispiel im „Vater Unser“ (Mt 6,9) oder in Mt 12,46-50: „himmlischer Vater“
  • Anderes Beispiel wo von Gott dem Vater die Rede ist: In Mt 3,16 spricht er „Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe..,“

1.2 Jesus Christus der Sohn Gottes

  • Mt 16,16: Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes.
  • Joh 1,1-4: von Anfang an, (…) der Logos war Gott (…), er ist Schöpfer (Kol 1,16)
  • Röm 9,5: Christus, der da Gott ist (…)
  • Kol 2,9: Denn in ihm wohnt die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig;
  • 1Kor 8,6: so haben wir doch nur einen Gott, den Vater, von welchem alle Dinge sind und wir für ihn; und einen Herrn, Jesus Christus, durch welchen alle Dinge sind, und wir durch ihn.
  • 1Tim 2,5: Denn einer ist Gott, und einer ist Mittler zwischen Gott und Menschen, der Mensch Christus Jesus

1.3 Der Heilige Geist ist Gott

  • Apg 5,3-4: (…) du hast den Heiligen Geist belogen (…) du hast nicht Menschen, sondern Gott belogen
  • 1Kor 2,10: Gottes Eigenschaften (Allwissenheit)
  • 1Kor 12,4-6
  • 2Kor 3,17: Der Herr ist der Geist (…)

1.4 Triadische Aussagen im NT

  • Mt 28,19: Tauft sie auf den Namen (Sg = Hinweis auf Einheit) des Vaters, des Sohnes und des heiligen Geistes.
  • 2Kor   13,13:  Die   Gnade   unseres   Herrn   Jesus   Christus   und   die   Liebe   Gottes   und   die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen!

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2. Es gibt nicht drei Götter, sondern nur einen Gott!

2.1 Dies wird im AT bezeugt:

  • 5Mos 6,4: Höre Israel: Jahwe ist unser Gott – Jahwe allein.
  • Jes 45,5-6: Ich bin der HERR und sonst keiner. Außer mir gibt es keinen Gott.

2.2 Dies wird im NT bezeugt:

  • 1Kor 8,4-6: (…) so haben wir doch nur einen Gott (…) // gerade hier wird von 3 Personen gesprochen…
  • Gal 3,20: Gott aber ist Einer.
  • Eph 4,6: Ein Gott und Vater aller (…)
  • 1Tim 2,5: Denn es ist ein Gott …

.

3. Es gibt nicht nur verschiedene Erscheinungsweisen Gottes (Modalismus), sondern 3 unterschiedliche Personen!

3.1 Vater und Sohn sind nicht identisch

  • Der Sohn ordnet sich seinem Vater unter (Mt 26,42)
  • Er betet zu seinem Vater (Mt 27,46 / Joh 17)
  • Der Sohn ist der Gesandte (Joh 3,17,4,34)
  • Der Sohn stirbt am Kreuz, nicht der Vater (kein Patripassianismus)

3.2 Sohn und Geist unterscheiden sich

  • Joh 14,16ff
  • Apg 1,8

3.3 Die drei Personen GOttes sind gemeinsam in Aktion:

  • Ein Engel Gottes kündigt Maria an, dass sie vom Heiligen Geist schwanger werden und den Sohn Gottes gebären würde (Lukas 1,35)
  • Als Jesus getauft wird, kommt der Geist als Taube auf ihn herab, während der Vater vom Himmel aus spricht: „Dies ist mein Sohn“ (Matthäus 3,16-17)


4. Die drei Personen Gottes sind gleichwertig (contra Subordinatianismus), aber nicht gleichgestellt

4.1 Jesus oder der Heilige Geist sind nicht weniger Gott als Gott der Vater (siehe 1.2 / 1.3)

4.2 Es gibt eine Unterordnung innerhalb der Trinität

  • Gott der Vater, ist das Haupt Christi: 1Kor 11,3. Er sendet seinen Sohn. Der Sohn tut den Willen des Vaters. Der Sohn will den Vater ehren…
  • Der Heilige Geist wird von Jesus Christus gesandt. Der Heilige Geist zeugt von dem Sohn und will ihn ehren…

dreieinigkeit-kirchenfenster

30 Gedanken zu „Systematische Zusammenfassung der Dreieinigkeit Gottes“

  1. Was für ein Unsinn. Warum lasst ihr Christen das nicht einfach mit eurer Trinität? Ist die Aussage „Ich bin der HERR, und sonst keiner mehr, kein Gott ist außer mir“ nicht eindeutig genug? Du schreibst, es gibt nur einen Gott, sagst aber, es gibt drei Personen. Meine Güte, das ist wohl das Ergebnis, wenn man sich von jeglicher Rationalität und dem Verstand verabschiedet. Wegen eines Dogmas, das Jesus selbst nie gelehrt hat! Sohn Gottes?! Weißt du wie viele Menschen in der Bibel „Sohn Gottes“ genannt werden? Wieso nimmt man es ausgerechnet bei Jesus wörtlich? Unfassbar.

    Vater+Sohn+Heiliger Geist ergibt einen ganzen Gott?
    Das heißt, „Vater“ und „Gott“ sind 2 verschiedene Dinge. Das eine ist nur ein Teil und das andere eine Zusammensetzung?
    Außerdem: Wenn sie nur zusammen Gott ergeben, dann heißt das keiner von ihnen ist perfekt/heilig/göttlich, denn nur in der Summe werden sie ein Gott.

  2. Hallo Wolfram, wir Christen können die Trinität – so unlogisch sie auch sein mag – nicht einfach so lassen. Der Grund ist einfach: Die von dir genannte Bibelstelle ist nicht die Einzige, die Gottes Wesen beschreibt. Und die Gesamtheit der Bibelstellen lässt keinen Anderen Ergebnis zu als das, was wir „Trinität“ nennen. Leider ist die Trinität mit Logik nicht zu erklären.

  3. Lieber Wolfram, wie Andy schreibt und dieser Artikel darstellt, offenbart Gott sich sowohl als ein Gott, als auch in drei Personen. Bitte lies meine Artikel nochmal dazu, wenn du es wirklich verstehen willst. Ich habe einiges dazu geschrieben…

    Auf jeden Fall ist Gott nicht zusammengesetzt, wie du schreibst, sondern Drei in einer Einheit…

    Ich glaube die große Frage ist, ob du dir Gott selbst so vorstellst, wie du willst, oder ob du bereit bist Gott zu akzeptieren, wie er sich selbst vorgestellt hat…

  4. Jesus sagte nie von sich, er sei Gott, doch als den von Gott eingesetzten Herrscher nannte Jesaja ihn prophetisch „Starker Gott“ und „Fürst des Friedens“. Anschließend fügte Jesaja hinzu: „Für die Fülle der fürstlichen Herrschaft und den Frieden wird es kein Ende geben“ (Jesaja 9:6, 7). Als „Fürst“ wird Jesus somit der Herrscher der himmlischen Regierung sein, die „Gott, der Allmächtige“ eingesetzt hat (2. Mose 6:3).

    In welchem Sinn ist Jesus denn „Starker Gott“? Schrieb nicht der Apostel Johannes, Jesus sei Gott? In der Wiedergabe der Einheitsübersetzung lautet Johannes 1:1 wie folgt: „Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott.“ Manche deuten diesen Vers dahin gehend, das „Wort“, das auf der Erde als das Kind Jesus geboren wurde, sei der allmächtige Gott selbst. Stimmt das?

    Diesen Vers so zu deuten, als sei Jesus selbst der allmächtige Gott, widerspräche der unmittelbar davor stehenden Erklärung „das Wort war bei Gott“ . Jemand, der „bei“ einer Person ist, kann nicht derselbe sein wie diese Person. Daher differenzieren viele Bibelübersetzungen zwischen dem „Wort“ und dem allmächtigen Gott.

    Hier einige Beispiele für derartige Übersetzungen: „und das W o r t war selbst göttlichen Wesens“, „und ein Gott (oder: Gott von Art) war das Wort“. „Zuerst war das Wort da, Gott nahe und von Gottes Art.“

    Verse der Bibel, die im Griechischen ähnlich konstruiert sind wie Johannes 1:1, gebrauchen die Formulierung „ein Gott“. Beispielsweise riefen die Menschen Herodes Agrippa I. zu: „Eines Gottes Stimme!“ Und als Paulus den Biss einer Giftschlange überlebte, hieß es, er sei „ein Gott“ (Apostelgeschichte 12:22; 28:3-6).
    Das „Wort“ nicht als Gott, sondern als „einen Gott“ zu bezeichnen ist korrekt, sowohl was die griechische Grammatik als auch die biblische Lehre betrifft (Johannes 1:1).
    Beachten wir, wie Johannes das „Wort“ im ersten Kapitel seines Evangeliums identifiziert. „So wurde das WORT Fleisch und weilte unter uns“, schrieb er, „und wir schauten seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit, wie sie [nicht Gott, sondern] einem einziggezeugten Sohn vom Vater her gehört.“ Das „Wort“, das Fleisch wurde, lebte also als der Mensch

    Jesus auf der Erde und wurde von Menschen gesehen. Deshalb konnte er nicht der allmächtige Gott sein, von dem Johannes sagt:

    „Kein Mensch hat GOTT jemals gesehen“ (Johannes 1:14, 18).

  5. Lieber Rodin,
    mir scheint, dass du eindeutige Bibelstellen einfach umdeutest. Das ist fatal!

    „Die Einheit zwischen Jesus und dem Vater kommt zum Ausdruck in der Tatsache, dass wer Jesus liebt, den Vater liebt (15,23), und wer Jesus kennt, den Vater kennt (16,3). Die Einheit geht sogar so weit, dass, als Philippus Jesus bittet, ihm den Vater zu zeigen, Jesus fragen konnte, „du hast mich nicht erkannt, Philippus?“ (14,9) Wer Jesus gesehen hat, hat den Vater gesehen. Wer Jesus glaubt, glaubt dem Vater, und wer ihn gesehen hat, hat den Vater gesehen (12,45).

    Diese Identifikation mit Gott zeigt sich auch darin, dass Jesus Bezeichnungen für sich in Anspruch nimmt, die im Alten Testament Gott selbst galten. In Psalm 27,1 steht, dass Jahwe Licht und Heil ist. So behauptet Jesus z.B. das Licht der Welt zu sein (8,12; 9,5). Jesus Christus selbst ist das wahre Licht (1,9), und nicht etwa wie die Jünger durch den Glauben ein Sohn des Lichts (12,36). Dabei liegt in den ersten Versen des ersten Kapitels die Betonung auf der ewigen Gottheit des Wortes, nicht auf seiner Sendung und Unterscheidung vom Vater (siehe unten). Das heißt, dass Johannes das Wort als Licht bezeichnet vor der Geburt von Jesus. Genauso bezeichnet sich Jesus selbst als die Wahrheit (14,6), ein Begriff der im Alten Testament für Jahwe verwendet wird (Ps 31,5; 43,3). In Kapitel 1,17 wird das Wort sogar als „voller Wahrheit“ beschrieben. Die Vollkommenheit der Wahrheit wird aber in den Psalmen Gott zugeschrieben (Ps 57,10).“

    „Jesus lehrt in Kapitel 5,23, dass „alle den Sohn ehren sollen, wie sie den Vater ehren“. Im Alten Testament wacht Jahwe über seine Ehre, und möchte seine Ehre mit keinem teilen (Jes 48,2). Dies wird im ersten Gebot für Israel festgehalten und bildet die Grundlage für den streng monotheistischen Glauben der Juden (Ex 20,2).“

    In Kapitel 10,30 spricht Jesus, „Ich und der Vater sind eins.“

    „Die vollkommenste Formulierung der Anbetung von Jesus findet durch Thomas statt, der dem auferstandenen Jesus begegnet und bekennt, „Mein Herr (kyrios) und mein Gott (theos)“ (20,28). Diese Formulierung findet sich als Gebetsruf zu Gott im Alten Testament (2Sam 7,28; 1Kö 18,39; Ps 35,23; Jer 31,18)“

    Quelle der Zitate und sehr empfehlenswerte Vertiefung zur Göttlichkeit Jesu im Johannesevangelium: http://cms.bibelbund.de/bibelstudien-a-predigten/506-das-verhaeltnis-von-jesus-christus-zu-gott-im-johannesevangelium.html

  6. Hallo Viktor,

    nachstehend einige Kommentare aus Encyclopedien über die „Dreieinigkeit“:

    Die New Encyclopædia Britannica sagt: „Weder das Wort Trinität noch die Lehre als solche erscheint im Neuen Testament, noch beabsichtigten Jesus und seine Nachfolger, dem Schema Israel im Alten Testament zu widersprechen: ‚Höre, o Israel: Der Herr, unser Gott, ist ein Herr‘ (5. Mo. 6:4). . . . Die Lehre entwickelte sich allmählich während mehrerer Jahrhunderte und löste viele Kontroversen aus. . . . Gegen Ende des 4. Jahrhunderts . . . nahm die Lehre von der Dreieinigkeit im wesentlichen die Form an, die sie bis heute bewahrt hat“ (1976, Micropædia, Bd. X, S. 126).

    Die New Catholic Encyclopedia erklärt: „Die Formulierung ,ein Gott in drei Personen‘ setzte sich erst gegen Ende des 4. Jahrhunderts richtig durch und war bis dahin noch nicht völlig in das christliche Leben und das christliche Glaubensbekenntnis aufgenommen worden. Aber erst diese Formulierung kann eigentlich Anspruch auf die Bezeichnung Dreieinigkeitsdogma erheben. Den apostolischen Vätern war eine solche Auffassung oder Vorstellung völlig fremd“ (1967, Bd. XIV, S. 299).

    In der Encyclopedia Americana lesen wir: „Das Christentum geht auf die jüdische Religion zurück, und die jüdische Religion war streng unitarisch [vertrat den Glauben, daß Gott e i n e Person ist]. Die Straße, die von Jerusalem nach Nizäa führte, kann man wohl kaum als gerade bezeichnen. Die Dreieinigkeitslehre des 4. Jahrhunderts war keineswegs ein Spiegelbild der frühchristlichen Lehre von der Natur Gottes; sie war eher eine Abweichung davon“ (1956, Bd. XXVII, S. 294L).

    Im Nouveau Dictionnaire Universel wird gesagt: „Die Platonische Dreiheit — an sich nur eine Neuordnung älterer Dreiheiten, die auf frühe Völker zurückgehen — scheint die rationale philosophische Dreiheit von Eigenschaften zu sein, die die von den christlichen Kirchen gelehrten drei Hypostasen oder göttlichen Personen hervorbrachte. . . . Diese Vorstellung des griechischen Philosophen [Plato, 4. Jahrhundert v. u. Z.] von der göttlichen Dreiheit . . . kann man in allen alten [heidnischen] Religionen finden“ (Paris, 1865—1870, herausgegeben von M. Lachâtre, Bd. 2, S. 1467).

    John L. McKenzie, SJ, sagt in seinem Werk Dictionary of the Bible: „Die Dreiheit der Personen in der Einheit der Natur wird mit den Ausdrücken ,Person‘ und ,Natur‘ definiert, bei denen es sich um g[riechische] philosophische Ausdrücke handelt; diese Ausdrücke erscheinen eigentlich nicht in der Bibel. Die trinitarischen Definitionen wurden nach ausgedehnten Kontroversen festgelegt, in denen diese und andere Ausdrücke wie ,Wesen‘ und ,Substanz‘ von einigen Theologen fälschlich auf Gott angewandt wurden“ (New York, 1965, S. 899).

    In der New Catholic Encyclopedia wird folgendes Zugeständnis gemacht: „Aus den meisten Texten des N[euen] T[estaments] geht hervor, daß Gottes Geist nicht jemand, sondern etwas ist; dies ist besonders an dem Parallelismus zwischen dem Geist und der Kraft Gottes zu erkennen“ (1967, Bd. XIII, S. 575). Weiter heißt es darin: „Die Apologeten [das Christentum verteidigende griechische Schriftsteller des 2. Jahrhunderts] sprachen äußerst zögernd vom Geist, mit einer gewissen Zurückhaltung, ja man könnte sagen, ohne ihn als Person zu bezeichnen“ (Bd. XIV, S. 296).

  7. Die Trinitarier geben zu, daß die Bibel weder das Wort „Trinität“ noch eine Aussage über das Trinitätsdogma enthält.

    Lehrt die Bibel, daß der „Heilige Geist“ eine Person ist?

    Einzelne Texte, die vom heiligen Geist sprechen, scheinen eine gewisse Persönlichkeit anzudeuten. So wird der heilige Geist zum Beispiel als Helfer bezeichnet (griechisch: paráklētos; Tröster, Lu; Beistand, Br), der ‘lehrt’, ‘Zeugnis ablegt’, ‘redet’ und ‘hört’ (Joh. 14:16, 17, 26; 15:26; 16:13). Aber andere Texte sprechen davon, daß Menschen mit heiligem Geist „erfüllt“, einige damit ‘getauft’ oder ‘gesalbt’ wurden (Luk. 1:41; Mat. 3:11; Apg. 10:38).

    Diese Bezugnahmen auf den heiligen Geist passen gewiß nicht auf eine Person. Um zu verstehen, was die Bibel als Ganzes lehrt, muß man alle diese Texte in Betracht ziehen. Zu welchem vernünftigen Schluß kommt man dann? Daß in den zuerst angeführten Texten Gottes heiliger Geist, seine wirksame Kraft, durch eine Personifizierung versinnbildlicht wird, wie in der Bibel auch die Weisheit, die Sünde, der Tod, das Wasser und das Blut personifiziert werden.

    In Apostelgeschichte 7:55, 56 wird berichtet, daß Stephanus eine Vision vom Himmel hatte, in der er ‘Jesus zur Rechten Gottes stehen’ sah. Stephanus sagte jedoch nichts davon, daß er den heiligen Geist sehe. (Siehe auch Offenbarung 7:10; 22:1, 3.)
    Geht die Bibel mit denen einig, die lehren, daß der Vater und der Sohn keine voneinander getrennten, unterschiedlichen Personen seien?
    Mat. 26:39 (EÜ): „Er ging ein Stück weiter, warf sich zu Boden und betete: Mein Vater, wenn es möglich ist, gehe dieser Kelch an mir vorüber. Aber nicht wie ich will, sondern wie du willst.“

    (Wenn der Vater und der Sohn keine unterschiedlichen Personen wären, dann hätte ein solches Gebet keinen Sinn gehabt. Jesus hätte zu sich selbst gebetet, und sein Wille wäre zwangsläufig der Wille des Vaters gewesen.)

    Joh. 8:17, 18 (EÜ): „[Jesus antwortete den jüdischen Pharisäern:] Auch in eurem Gesetz heißt es: Erst das Zeugnis von zwei Menschen ist gültig. Ich bin es, der über mich Zeugnis ablegt, und auch der Vater, der mich gesandt hat, legt über mich Zeugnis ab.“ (Hier sprach Jesus eindeutig von sich selbst als einer vom Vater getrennten und verschiedenen Person.)

    Lehrt die Bibel, daß alle angeblich zur Dreieinigkeit Gehörenden ewig, ohne Anfang sind?

    Kol. 1:15, 16 (EÜ): „Er [Jesus Christus] ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene der ganzen Schöpfung. Denn in ihm wurde alles erschaffen im Himmel und auf Erden.“ In welchem Sinne ist Jesus Christus „der Erstgeborene der ganzen Schöpfung“? (1) Verfechter der Dreieinigkeit behaupten, „Erstgeborener“ bedeute hier Erster (nach Rang), Vorzüglichster, Vornehmster; somit sei Christus nicht als ein Teil der Schöpfung zu verstehen, sondern als der Vornehmste im Vergleich zu denen, die erschaffen wurden.

    Angenommen, es verhält sich so und die Dreieinigkeitslehre stimmt, warum wird dann vom Vater und vom heiligen Geist nicht ebenfalls gesagt, sie seien die Erstgeborenen aller Schöpfung? Die Bibel wendet diesen Ausdruck nur auf den Sohn an. Gemäß der üblichen Bedeutung des Begriffs „Erstgeborener“ wird dadurch angezeigt, daß Jesus der älteste in der Familie der Söhne Gottes ist. (2)

    Bevor der Ausdruck „der Erstgeborene [von etwas]“ in Kolosser 1:15 erscheint, kommt er bereits mehr als 30mal in der Bibel vor, und in jedem Fall, in dem er sich auf lebende Geschöpfe bezieht, ist damit ein und dasselbe gemeint: daß der Erstgeborene Teil der Gruppe ist. Der „Erstgeborene Israels“ ist einer der Söhne Israels; „der Erstgeborene Pharaos“ entstammt der Familie Pharaos; „die Erstgeborenen der Tiere“ sind selbst Tiere.

    Was veranlaßt dann einige, diesen Ausdruck in Kolosser 1:15 anders zu deuten? Etwa der biblische Sprachgebrauch, oder ist es eine von ihnen vertretene Glaubensansicht, die sie zu beweisen suchen? (3) Schließt Kolosser 1:16, 17 (EÜ) Jesus davon aus, erschaffen zu sein, wenn dort gesagt wird, „in ihm wurde alles erschaffen . . .; alles ist durch ihn und auf ihn hin geschaffen“?
    Das griechische Wort, das hier mit „alles“ wiedergegeben wird, ist pánta, eine abgewandelte Form von pas. In Lukas 13:2 wird dieser Ausdruck in verschiedenen Bibelübersetzungen wie folgt wiedergegeben: „alle anderen“ (EÜ); „alle andern“ (SB, 1975); „alle übrigen“ (Rö, 1940). (Siehe auch Lukas 21:29, Lu, und Philipper 2:21, Rö.)

    In Übereinstimmung mit allen anderen Aussagen, die die Bibel über den Sohn macht, schreibt die NW dem Wort pánta in Kolosser 1:16, 17 dieselbe Bedeutung zu, weshalb es darin auszugsweise heißt: „Durch ihn sind alle anderen Dinge . . . erschaffen worden . . . Alle anderen Dinge sind durch ihn und für ihn erschaffen worden.“ Daraus geht hervor, daß er ein erschaffenes Wesen ist, ein Teil der von Gott hervorgebrachten Schöpfung.

  8. Mythos: Gott ist eine Dreieinigkeit

    Ursprung des Mythos:

    „Es könnte der Eindruck entstehen, das Dreieinigkeitsdogma sei im Endeffekt eine Erfindung des späten 4. Jahrhunderts. In gewissem Sinne ist das auch wahr . . . Der Begriff ‚ein Gott in drei Personen‘ hatte sich vor dem Ende des 4. Jahrhunderts noch nicht durchgesetzt; auf keinen Fall war er schon völlig in das christliche Leben und in das christliche Glaubensbekenntnis integriert worden“ (New Catholic Encyclopedia, 1967, Band 14, Seite 299).

    „Am 20. Mai 325 trat das Konzil von Nizäa zusammen. Konstantin führte persönlich den Vorsitz, steuerte die Verhandlungen und schlug selbst . . . die entscheidende Formel vor, die das Verhältnis Christi zu Gott im Nizäischen Glaubensbekenntnis ausdrückt, nämlich ‚wesenseins mit dem Vater‘ . . .

    Vom Kaiser eingeschüchtert unterschrieben alle Bischöfe außer zweien das Bekenntnis — viele von ihnen entgegen ihrer eigenen Überzeugung“ (Encyclopædia Britannica, 1970, Band 6, Seite 386).

    Was steht in der Bibel? „Er aber [Stephanus], erfüllt vom Heiligen Geist, blickte zum Himmel empor, sah die Herrlichkeit Gottes und Jesus zur Rechten Gottes stehen und rief: Ich sehe den Himmel offen und den Menschensohn zur Rechten Gottes stehen“ (Apostelgeschichte 7:55, 56, Einheitsübersetzung).

    Was machte diese Vision deutlich?

    Erfüllt vom heiligen Geist, der wirksamen Kraft Gottes, sah Stephanus „Jesus zur Rechten Gottes stehen“.

    Das zeigt klar: Jesus wurde nach seiner Auferstehung zu Leben im Himmel nicht wesenseins mit Gott, sondern war ein eigenständiges Geistwesen. Und von einer weiteren, dritten Person ist in dem Bericht auch keine Rede. Trotz Bemühungen, die Trinitätslehre mit Bibeltexten zu untermauern, schrieb der Dominikanerpater Marie-Émile Boismard in einem Buch über die Anfänge des christlichen Glaubens und die Dogmengeschichte:

    „Von einer Bestätigung dafür, dass es drei Personen in dem einen Gott gäbe, . . . steht im Neuen Testament nirgendwo etwas zu lesen“ (À l’aube du christianisme. La naissance des dogmes).

    Das von Konstantin durchgesetzte Dogma sollte den Meinungsverschiedenheiten ein Ende machen, die die Kirche im 4. Jahrhundert entzweiten. Doch faktisch warf es gleich die nächste Frage auf: War Maria, die Frau, die Jesus zur Welt brachte, „die Mutter Gottes“?

    Zum Vergleich folgende Bibeltexte: Matthäus 26:39; Johannes 14:28; 1. Korinther 15:27, 28; Kolosser 1:15, 16

    FAKT IST:
    Das Dreieinigkeitsdogma setzte sich erst Ende des 4. Jahrhunderts durch

  9. Lehrt die Bibel, daß keiner der angeblich zur Dreieinigkeit Gehörenden größer oder kleiner als die anderen ist, daß alle gleichrangig und allmächtig sind?

    Mar. 13:32 (EÜ): „Doch jenen Tag und jene Stunde kennt niemand, auch nicht die Engel im Himmel, nicht einmal der Sohn, sondern nur der Vater.“

    (Das wäre selbstverständlich nicht der Fall, wenn Vater, Sohn und heiliger Geist gleichrangig wären und nur eine Gottheit bilden würden. Und wenn, wie einige meinen, der Sohn durch seine menschliche Natur in seinem Wissen begrenzt war, so bleibt immer noch die Frage, warum es der heilige Geist nicht wußte.)

    Mat. 20:20-23 (EÜ): „Die Frau des Zebedäus . . . antwortete [Jesus]: Versprich, daß meine beiden Söhne in deinem Reich rechts und links neben dir sitzen dürfen. Jesus erwiderte: . . . Ihr werdet meinen Kelch trinken; doch den Platz zu meiner Rechten und zu meiner Linken habe nicht ich zu vergeben; dort werden die sitzen, für die mein Vater diese Plätze bestimmt hat.“

    (Wie merkwürdig, wenn Jesus doch, wie behauptet wird, Gott wäre! Antwortete Jesus hier lediglich gemäß seiner „menschlichen Natur“? Ist diese Erklärung, zu der Trinitarier Zuflucht nehmen, wirklich haltbar, wenn sie doch sagen, Jesus sei ein „Gottmensch“ gewesen, das heißt Gott und Mensch, also weder nur Gott noch nur Mensch?

    Zeigt Matthäus 20:23 nicht vielmehr, daß der Sohn dem Vater nicht gleich ist, daß sich der Vater gewisse Rechte vorbehalten hat?)

    Mat. 12:31, 32 (EÜ): „Darum sage ich euch: Jede Sünde und Lästerung wird den Menschen vergeben werden, aber die Lästerung gegen den Geist wird nicht vergeben. Auch dem, der etwas gegen den Menschensohn sagt, wird vergeben werden; wer aber etwas gegen den Heiligen Geist sagt, dem wird nicht vergeben, weder in dieser noch in der zukünftigen Welt.“

    (Selbst wenn der heilige Geist eine Person und Gott wäre, so widerspricht doch dieser Text eindeutig der Dreieinigkeitslehre, weil daraus hervorgeht, daß der heilige Geist in gewisser Hinsicht größer ist als der Sohn. Statt dessen zeigen die Worte Jesu, daß der Vater — zu dem der „Geist“ gehört — größer ist als Jesus, der Sohn des Menschen.)
    Joh. 14:28 (EÜ): „[Jesus sagte:] Wenn ihr mich lieb hättet, würdet ihr euch freuen, daß ich zum Vater gehe; denn der Vater ist größer als ich.“

    1. Kor. 11:3 (EÜ): „Ihr sollt aber wissen, daß Christus das Haupt des Mannes ist, der Mann das Haupt der Frau und Gott das Haupt Christi.“

    (Es ist daher ganz offensichtlich, daß Christus nicht Gott ist und daß Gott einen höheren Rang einnimmt als Christus. Man sollte auch beachten, daß diese Worte um das Jahr 55 u. Z. niedergeschrieben wurden, also etwa 22 Jahre nach Jesu Rückkehr in den Himmel. Die darin zum Ausdruck kommende Wahrheit bezieht sich somit auf das Verhältnis zwischen Gott und Christus im Himmel.)

    1. Kor. 15:27, 28 (EÜ): „Sonst hätte er ihm [Jesus] nicht alles zu Füßen gelegt. Wenn es aber heißt, alles sei unterworfen, ist offenbar der ausgenommen, der ihm alles unterwirft.

    Wenn ihm dann alles unterworfen ist, wird auch er, der Sohn, sich dem unterwerfen, der ihm alles unterworfen hat, damit Gott herrscht über alles und in allem.“
    Sowohl das hebräische Wort Schaddáj als auch das griechische Wort Pantokrátōr werden mit „Allmächtiger“ übersetzt. (2. Mo. 6:3; Offb. 19:6). Doch keines dieser Wörter wird jemals für den Sohn oder den heiligen Geist gebraucht.

  10. Lieber Rodin,
    es sieht ganz danach aus, dass du einfach einige Dinge zusammenkopiert und hier eingefügt hast. Ich bitte dich das zu unterlassen. Deine Kommentare überschneiden sich in ihren Aussagen und man hätte das auch viel kürzer kundtun können. In Zukunft werden ellenlange und mehrfahre Kommentare gekürzt oder gelöscht.

    Ich will dennoch auf deine Argumente eingehen, die wie mir scheint alle aus der Ecke der Zeugen Jehovas kommen:

    1. Das Wort „Dreieinigkeit“ komme in der Bibel nicht vor. Das ist ein schwaches Argument, weil sehr viele Lehren mit dem heute üblichen Namen nicht als Wort in der Bibel vorkommen. Darf man „Christologie“ – die Lehre von Christus – nicht lehren, weil das Wort nicht vorkommt? Auch wenn das Wort nicht vorkommt, kommt die Lehre wie oben im Artikel beschrieben vor!

    2. Die Lehre sei nicht biblisch. Ich habe hier und vielen anderen Artikeln die Lehre von der Dreieinigkeit biblisch belegt. Aber natürlich wird man nicht anerkennen, was man nicht will…

    3. Die Dreieinigkeitslehre habe sich erst im 4. Jahrhundert durchgesetzt. Es stimmt, dass es großere Diskussionen um die Dreieinigkeit gab und dann der Entschluss öffentlich gemacht wurde. D.h. nicht, dass man nicht vorher schon daran geglaubt hat. Hier wurde nur gemeinsam beschlossen, was alle wahre Lehre schon vorher galt – gegen die Irrlehrer die die Dreieinigkeit leugneten.

    4. Es gibt nur einen Gott. Dieses Argument ist vollkommen richtig. Und ich habe nichts anderes behauptet. Gott ist ein Wesen – in drei Personen – nach dem wie er sich uns offenbart hat.

    5. Die Dreiheit habe philosophischen / heidnischen Ursprung. Nur weil Philosohphien und andere Religionen eine Dreiheit kennen, heißt es nicht, dass Christen das übernommen hätten… Wahre Christen forschen in der Bibel. Die Dreieinigkeitslehre kommt aus der Bibel.

    6. Du nennst einige Autoritäten und Lexika als Unterstützung für dein Anliegen. Diese Autoritäten und Lexika können alle irren – deshalb sind ihre Argumente zwar zu durchdenken, aber nicht anzunehmen, nur weil sie es behaupten…

    7. Der Heilige Geist sei nur eine Personifikation der Kraft Gottes. Mit diesem Argument werde ich mich in einem extra Artikel in den kommenden Tagen auseinandersetzen.

    8. Weil Stephanus im Himmel nur Jesus zur Rechten Gottes sehe, sei der Heilige Geist nicht göttlich. Ich bin im Artikel „“ auf die Göttlichkeit des Heiligen Geistes eingegangen. Hier in Apg 7,55-56 sieht er den Heiligen Geist nicht im Himmel, weil der Heilige Geist auf die Erde gesandt wurde – und er selbst mit ihm erfüllt ist – nur deshalb kann er überhaupt die Herrlichkeit Gottes sehen.

    9. Der Vater und der Sohn Jesu Christus sind unterschiedliche Personen. Das habe ich auch im Artikel oben beschrieben. Warum führt du dieses Argument aus?

    10. Du leugnest die Gottheit Jesu. Darauf kann ich hier nicht ausreichend eingehen. Auf jeden Fall hast du damit den christlichen Boden verlassen.

    11. Jesus ist Gott untergeordnet. Das habe ich auch im Artikel gesagt. Doch eine Hierarchie in der Gottheit spricht nicht gegen die Gottheit Jesu oder des Heiligen Geistes.

    12. Die Lästerung gegen den Heiligen Geist würde bei der Anerkennung der Person des Heiligen Geistes ihn über Jesus erheben. Das ist nicht richtig. Bei der Lästerung des Heiligen Geistes geht es um das Wirken Gottes durch den Heiligen Geist. Auch die Verwerfung Jesu (auch als Gott) führt zur ewigen Verdammnis…

    Wünsche dir Erkenntnis über Jesus Christus und den Heiligen Geist!

  11. Hallo Viktor,

    hier ein kleiner Nachtrag zum Thema Dreeinigkeit:

    5. Mose 6:4 (Elberfelder Bibel)
    Höre Israel: Jehova, unser Gott, ist ein einziger Jehova!

    Als Gott mit den Israeliten einen Bund schloss und ihnen Gesetze gab,
    die in der Bibel festgehalten sind, gab er ihnen das o. g. Gebot.

    Jesus bezog sich hier auch auf o. g. Bibelstelle:
    (Markus 12.29)
    29 Jesus aber antwortete ihm: Das erste Gebot von allen ist: „Höre, Israel:
    der Herr, unser Gott, ist ein einiger Herr;

    18 Und erkennen, daß du allein, dessen Name Jehova ist, der Höchste
    bist über die ganze Erde! Ps. 83:18 (Elberfl. Bibel).

    Matthäus 4:10; 5. Mose 6:13

    Wie viele Personen sprechen hier? Eine oder mehrere?

    Viele Grüße
    Rodin

  12. Hallo Rodin,

    eigentlich würde sich eine Diskussion über eine Person sehr schnell erübrigen:
    Kennt man die Person nicht, kann man natürlich nicht wissen wird da oder dort von einer Kraft, von einer Idee, von einer Doktrin oder gar nur von einer traditionellen Überlieferung gesprochen.
    Kennt man die Person, hat man eine Beziehung zu dieser Person, so braucht man nicht mehr zu rätseln, wie diese oder jene Beschreibung zu verstehen ist.
    Schließlich kann man eine lebendige Person etwas fragen, man bekommt eine Antwort, einen Rat, einen Trost oder Tadel, Stärkung, Ermutigung und Ermahnung.
    Man erfreut sich an einer Person und man fürchtet eine Person. Man kann sie knechten oder vor ihr fliehen, sie verleugnen oder sie anbetteln und sich bei ihr entschuldigen.
    Ist sie nicht zu weit entfernt oder kein Geistwesen so kann man sie auch anfassen.

    Und hier ist der „Knackpunkt“! Der Heilige Geist – wie der Name sagt ist ein Geistwesen – keine natürliche Person die ich anfassen kann. Da man den Geist Gottes weder kaufen, noch stehlen, noch erben und eben auch nicht sehen kann steht jeder Mensch vor dem selben Problem wie Nikodemus in Joh.3
    Man kann noch so viel gelesen und gelernt haben, kein natürlicher Mensch kann den Geist Gottes fassen.
    Das heißt nicht, dass es der Mensch nicht trotzdem versucht – durch kaufen, Spenden, Handauflegen, unverständiges Plappern, Bestätigungen von Würdenträger, Mitgliedschaften, Autosuggestion, gehorsames, blindes Nachäffen und noch viele andere Ideen. Bei diesen vielen Täuschungen wundert es mich nicht, dass viele Menschen nicht oder nicht mehr an einen persönlichen Geist Gottes glauben wollen!
    Egal ob jemand behauptet, dass der Geist Gottes eine Person ist – weil es die anderen sagen oder ob es jemand nicht glaubt – weil es andere gesagt haben – beide sind verloren. Wie will jemand behaupten eine Person gibt es, wenn er sie nicht mal kennt?
    Wie will jemand behaupten – eine Person gibt es nicht, nur weil er sie nicht kennt?
    Auch ein Mensch, der diesen Geist Gottes als Person erfahren hat, kann diesem Geist keine Gestalt geben, denn selbst die Schrift von diesem Geist inspiriert kann nur von einer Gestalt – wie, – wie der Wind, wie eine Taube, wie ein starkes Brausen, wie Feuerzungen, wie, wie, wie reden.

    2. Kor.4,18: da wir nicht auf das Sichtbare sehen, sondern auf das Unsichtbare; denn was ist sichtbar ist, das ist zeitlich, was aber unsichtbar ist, das ist ewig.

    Ist es für den natürlichen Menschen nicht ein unmögliches Unterfangen etwas Unsichtbares zu sehen?

  13. @Rodin

    Jesus ist Gottes schöpferisches Wort, durch das Gott die Welt gemacht hat. Gott ist ein einiger Gott, er offenbart sich uns auch in drei Personen, ist aber nur ein Gott.

    Elohim steht immer im Plural, also in der Mehrzahl. Das zeigt schon, dass Gott nicht nur aus einem Teil besteht. Und uns Menschen schuf er auch aus drei Hauptteilen, Körper, Seele und Geist.

    So besteht auch Gott aus Vater, Sohn und Heiliger Geist. Es ist wie bei der von Gott erschaffenen Sonne. Sie ist eine Sonne, aber von ihr geht das Licht und die Wärme aus.

    So geht auch von Gott der Sohn und der Heilige Geist aus. Hier siehst du, dass Gott selbst der Heilige Geist ist:
    _____________________
    „2Kor 3,17 Der Herr aber ist der Geist; und wo der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit.“

    Petrus aber sprach: Ananias, warum hat der Satan dein Herz erfüllt, so daß du den Heiligen Geist belogen hast und von dem Erlös des Gutes etwas für dich auf die Seite geschafft hast? Hättest du es nicht als dein Eigentum behalten können? Und als du es verkauft hattest, war es nicht in deiner Gewalt? Warum hast du denn in deinem Herzen diese Tat beschlossen? Du hast nicht Menschen belogen, sondern Gott!

    (Apostelgeschichte 5:3-4)
    _____________________

    Und hier kannst du sehen, dass Jesus Gott als Mensch ist:

    _____________________
    Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott.

    (Johannes 1:1)

    Er kam in sein Eigentum, und die Seinen nahmen ihn nicht auf.

    (Johannes 1:11)

    Ich bin das A und das O, der Anfang und das Ende, spricht der Herr, der ist und der war und der kommt, der Allmächtige.

    (Offenbarung 1:8)

    So habt nun acht auf euch selbst und auf die ganze Herde, in welcher der Heilige Geist euch zu Aufsehern gesetzt hat, um die Gemeinde Gottes zu hüten, die er durch sein eigenes Blut erworben hat!

    (Apostelgeschichte 20:28)
    _____________________

    Gott hat seine Gemeinde durch sein eigenes Blut erworben, also ist Jesus Gott als Mensch. Das sind jetzt nur einige Verse, die es ganz klar aufzeigen, es gibt noch viel mehr.

    Schöne Grüße,

    Alex

  14. Danke für eure Unterstützung Elmar und Alex.

    Ich denke Rodin ist nicht bereit die Bibelstellen ernsthaft zu analysieren und Gott um Erkenntnis zu bitten. Er postet einfach seine Position, die offensichtlich von den Zeugen Jehovas kommt…
    Wir können nur für Rodin beten. Allein Gott kann sich ihm als dreieiniger Gott offenbaren.

    Werbung für Irrlehren werde ich in Zukunft kommentarlos löschen, wenn ich nicht erkennen kann, dass derjenige bereit ist auch die Gegenposition durchzudenken.

  15. Lieber Viktor, es ist sicherlich nicht einfach, sich mit Irrlehren oder „anders Denkenden“ ausgiebig und geduldig auseinander zu setzen!
    Aber ist es für uns nicht eine Stärkung, ein Grund zur Freude wie es geschrieben steht in Jak.1,2-5
    Wenn ich bedenke, wieviel Zeit und Geduld der HERR mit mir hatte und immer noch haben muss, so fällt es mir schwer – Menschen die jahrelang in Irrlehren aufgewachsen und gelehrt wurden als uneinsichtig ab zu urteilen – zu löschen.

  16. Ja unser Herr ist ein gutes Vorbild. Ich möchte mich um Irrlehrer oder Andersdenkende bemühen. Aber unser Herr tat das auch nicht um jeden Preis oder für jeden Menschen… Man betrachte nur seinen Umgang mit den Pharisäern.
    Ich glaube ein Kriterium ist die Bereitschaft in einer gewissen Hinsicht die Argumente und die Position des anderen zu durchdenken. Wenn das nicht geschieht, sondern einfach Texte von irgendwo kopiert hier eingefügt werden, dann verfehlt die Kommentarfunktion ihre Absicht.
    Außerdem ist da noch der Faktor Zeit. Ich investiere lieber in Menschen die lernbereit sind, als übermäßig viel Zeit mit Menschen die es nicht sind. Ich glaube auch in der HInsicht ist unser Herr ebenso vorgegangen…

  17. Dann muss der HERR bei mir eine Ausnahme gemacht haben – weswalb wohl?
    Um einer berechtigten Hoffnung willen?
    Wenn es der HERR geschafft hat mich zu überzeugen – wen kann ER dann nicht?

  18. @ Alex

    Hallo Alex,

    ich möchte hier noch mal auf den von Dir zitierten Vers aus Joh. 1:1 Bezug nehmen:

    Gemäß der Einheitsübersetzung lautet er: „Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott [griechisch: ton theón], und das Wort war Gott [theós].“ In diesem Vers kommen zwei Formen des griechischen Nomens theós (Gott) vor. Dem ersten geht ton voraus, eine deklinierte Form des griechischen bestimmten Artikels, und hier bezieht sich theón auf den allmächtigen Gott. Bei dem zweiten Nomen theós fehlt allerdings der bestimmte Artikel.

    Ist er versehentlich weggelassen worden?

    Das Johannesevangelium wurde in Koine, der griechischen Gemeinsprache, geschrieben, in der es spezielle Regeln zum Gebrauch des Artikels gab. Steht ein Artikel sowohl vor dem Subjekt als auch vor dem Prädikatsnomen, dann „sind beide bestimmt, sie sind als identisch, als ein und dasselbe zu behandeln und sie sind austauschbar“, so der Gräzist A. T. Robertson. Er verweist auf Matthäus 13:38, wo es heißt: „Das Feld [griechisch: ho agrós] ist die Welt [ho kósmos].“
    Die Grammatik hilft zu erkennen, dass das Feld und die Welt identisch sind.

    Was aber, wenn dem Subjekt ein bestimmter Artikel vorausgeht, dem Prädikatsnomen jedoch nicht — so wie in Johannes 1:1? „Bei einer solchen Konstruktion sind Subjekt und Prädikatsnomen nicht gleich, entsprechen einander nicht und sind auch sonst in keiner Weise identisch“, betont der Theologe James Allen Hewett, wobei er sich auf diesen Vers als Beispiel bezieht.

    Hewett verdeutlicht das mit 1. Johannes 1:5, wo es heißt, dass „Gott Licht ist“. Für „Gott“ steht in Griechisch ho theós — ein Nomen mit einem bestimmten Artikel. phōs dagegen, das griechische Wort für „Licht“, hat keinen Artikel.

    Hewett kommt zu dem Schluss: „Man kann . . . Gott immer mit Licht beschreiben, aber man kann nicht immer sagen, Licht sei Gott.“ Ähnliche Beispiele findet man in Johannes 4:24: „Gott ist ein GEIST“ und in 1. Johannes 4:16: „Gott ist Liebe“. In beiden Versen steht vor dem Subjekt „Gott“ der bestimmte Artikel, vor den Prädikatsnomen „Geist“ und „Liebe“ hingegen nicht. Daher sind Subjekt und Prädikatsnomen nicht austauschbar. Diese Verse können nicht bedeuten: „Geist ist Gott“ oder „Liebe ist Gott“.

    Viele Gräzisten und Bibelübersetzer erkennen an, dass in Johannes 1:1 nicht die Identität, sondern eine Eigenschaft des „Logos“, des „Wortes“, herausgestellt wird. Der Bibelübersetzer William Barclay sagt: „Da aber vor theos kein bestimmter Artikel steht, wird theos zur Beschreibung . . . Johannes identifiziert hier nicht das Wort mit Gott. Sehr einfach ausgedrückt: Er sagt nicht, dass Jesus Gott war.“

    Der Religionswissenschaftler Jason David BeDuhn äußert sich ähnlich: „Lässt man im Griechischen in einem Satz wie dem in Johannes 1:1c den Artikel vor theós weg, nimmt der Leser an, gemeint sei ‚ein Gott‘. . . . Durch sein Fehlen unterscheidet sich theós deutlich von ho theós“, genauso wie sich im Deutschen „ein Gott“ von „der Gott“ unterscheidet. Weiter sagt BeDuhn: „In Johannes 1:1 ist das WORT nicht der alleinige Gott, sondern ein Gott oder ein göttliches Wesen.“ Oder mit den Worten von Joseph Henry Thayer gesprochen, einem Theologen und Gelehrten, der an der American Standard Version mitwirkte: „Der Logos war göttlich, nicht das göttliche Wesen selbst.“

    Viele Grüße
    Rodin

  19. Leider geht Rodin erneut nicht ernsthaft auf die Argumente ein, sondern kopiert einfach Aussagen von offiziellen Zeugen-Jehovas-Internetseiten hier ein: http://wol.jw.org/pt/wol/d/r10/lp-x/2009250

    Wer kann diese Aussagen aber ernsthaft überprüfen? Man müsste schon Alt-Griechisch-Experte sein – die Grammatikregeln kennen usw. Ich bin kein Experte, habe aber Griechisch gelernt. Deswegen kann ich bestätigen, dass sie wahre Fakten enthalten, diese aber nicht richtig gedeutet werden und andere Fakten außer Acht gelassen werden!

    1. In Joh 1,1a (Im Anfang war das Wort) ist die Rede vom „Wort“. Niemand wird bestreiten, dass damit Jesus gemeint ist – das wird in den folgenden Versen deutlich. Allein die ersten Worte von Joh 1,1 erinnern unmittelbar an 1Mos 1,1 und machen deutlich, dass Jesus hier mit Gott in irgendeiner Weise gleichgestellt wird.

    2. In Joh 1,1b (das Wort war bei Gott) wird deutlich, dass Jesus nicht mit dem Gott (im Griech. mit Artikel) identisch ist. Entscheidend ist die Interpretation von „dem Gott“! Der Gott ist nicht die Gottheit an sich, sondern wie im Zusammenhang (Joh 1,2) deutlich wird, der Vater – Jahwe oder Jehova (wenn man so will).

    3. In Joh 1,1c steht tatsächlich Gott ohne Artikel. Das ist einerseits verwunderlich, andererseits aber die Dreieinigkeitslehre bestätigend. Mit Artikel wäre das Wort und der Gott ein und dasselbe. Das sind sie aber nicht. Jesus ist nicht der Gott, sondern Gott. Wenn der Artikel hier benutzt worden wäre, könnten wir nicht an der Dreieinigkeit festhalten, sondern wir müssten Gott mit Jesus identifizieren und könnten nicht zwischen den Personen der Gottheit unterscheiden. Dann wären aber viele andere Bibelverse widersprechend, weil Jesus (eine Person Gottes) von seinem Vater (eine andere Person Gottes) unterschieden werden.

    4. Durch das Fehlen des Artikels wird also deutlich, dass Jesus Gott war, aber nicht das ganze Wesen Gottes ausmachte. Wenn man die Zitate oben richtig versteht, dann stimmen sie: „Der Logos war göttlich, nicht das göttliche Wesen selbst.“ Diese Spannung machte dem Verfasser Johannes als Jude! offenbar keine Mühe. Er hatte erkannt, dass Jesus Gottes Sohn war – eine Person Gottes war, aber nicht der Gott war.

    5. Die Spannung ist schwierig auszuhalten, aber sie ist biblisch: a) Jesus, sein Vater und der Heilige Geist sind nicht ein und dasselbe – als ob es nur unterschiedliche Namen für eine Person Gottes wären. Sie werden unterschieden. b) Jesus, sein Vater und der Heilige Geist werden als Gott beschrieben. Sie sind eins in ihrer Gottheit.

    „und die Wahrheit wird euch frei machen“ Joh 8,32

  20. Lieber Viktor,

    ich freue mich auf die Erfüllung der Zeit, wenn unter Jesus Christus, dem messianischen König, und seinen 144 000 Mitregenten Gottes Königreich all den Schaden an der Menschheit und der Erde wieder gut machen wird. Während der Tausendjahrherrschaft wird das wahr werden, was Gott versprochen hat:

    „Ich schaffe neue Himmel und eine neue Erde; und die früheren Dinge werden nicht
    in den Sinn gerufen werden, noch werden sie im Herzen aufkommen“
    (Jes. 65:17).

    Micha 4:4
    Jesaja 11:6-9
    Johannes 5:28, 29

    „Als nächstes das Ende, wenn er seinem Gott und Vater das Königreich übergibt, wenn er Regierungen von aller Art und alle Gewalt und Macht zunichte gemacht hat. 25 Denn er muß als König regieren, bis [Gott] alle Feinde unter seine Füße gelegt hat. 26 Als letzter Feind wird der Tod zunichte gemacht. 27 Denn [Gott] „hat alle Dinge seinen Füßen unterworfen“. Wenn er aber sagt, daß ‘alle Dinge unterworfen worden sind’, ist offenkundig der ausgenommen, der ihm alle Dinge unterworfen hat. 28 Wenn ihm aber alle Dinge unterworfen sein werden, dann wird sich auch der Sohn selbst dem unterwerfen, der ihm alle Dinge unterworfen hat, so daß Gott allen alles sei
    (1. Korinther 15:24-28)

    Es liegt nicht in Gottes Interesse, daß man aus ihm ein Geheimnis macht und dadurch Verwirrung stiftet. Und die Dreieinigkeitslehre ist auch Geistlichen von Vorteil, indem sie das Dogma so darstellen, als könnten nur Theologen es verstehen.

    Die Bibel ist für ALLE Menschen geschrieben worden, auch für wenig Gebildete.

    DANKE trotzdem für diese Diskussionen.

    Viele Grüße
    Rodin

  21. Lieber Rodin,

    weshalb sollte sich ein friedlicher Erdenbürger nicht auf eine einheitliche, starke, friedliebende, omnipräsente und gar omnipotente Regierung freuen?
    Und wenn es Jesus Christus versprochen hat, dass ER bald kommen wird um zu regieren – umso besser.
    Leider hat ER dieses BALD schon vor ca. 2000 Jahren versprochen?
    Ist es verwunderlich, dass die Menschen ungeduldig auf diese Verheißung warten?
    Ist es verwunderlich, dass die Menschen deshalb dieser Verheißung etwas nach helfen wollen? Dass sie schon mal vorab Königreiche, Gottesreiche, Himmelreiche anfangen zu bauen. Dass sie durch den „Verzug“ ungeduldig schon mal Termine vorher sagen, damit die Hoffnung erhalten bleibt oder wieder neu geweckt wird?
    Dass sie die Prophezeiungen die auf das „BALDIGE“ Ende hindeuten anfangen um zu deuten, damit die Menschheit erwacht?
    2000 Jahre haben dies Menschen auf die unterschiedlichsten Weisen versucht!
    Eines haben sie (diese Weisen) bis zum heutigen Tage alle gemeinsam – sie haben getäuscht und versagt. Wen kümmerts? Immerhin ist es gelungen 2000 Jahre die Menschen von Geschlecht zu Geschlecht weltweit immer wieder aufs Neue zu täuschen!
    Sollte die Menschheit weitere 2000 Jahre vergeblich auf Jesus Christus warten, so wette ich mit dir, es werden weitere falsche Propheten aufstehen, die über die Heutigen spotten und eben dasselbe tun wie alle anderen falsche Propheten.

    Wem kann man ehrlicherweise heute noch trauen? Man braucht wahrhaftig nicht studiert zu haben um zu sehen, dass man überall belogen und betrogen wird?

    Wir stehen wie die Phlosophen, wie Pilatus vor 2000 Jahren vor der Frage: „Was oder wer ist Wahrheit, Wirklichkeit und Existenz?

    Als Bibelgläubige hat man schnell eine Antwort: Joh.14,6 Jesus Christus ist der Weg, die Wahrheit und das Leben.
    Schön und gut, aber bin ich Pilatus, kann ich Jesus Christus direkt fragen?
    Wenn dieser Jesus Christus BALD kommt ok, aber wenn er wieder 2000 Jahre verzieht?
    Und was ist mit den vorigen Generationen, die schon in der Erde liegen, hatten die kein Recht Jesus Christus persönlich zu fragen?
    An wen konnten die sich wenden und an wen kann ich mich heute wenden?
    An solche, die sich als Jesus Christus ausgeben? An demokratisch gewählte, göttliche Stellvertreter? An Älteste oder Schriftgelehrte?
    Mit was können die alle für die Wahrheit bürgen? Bin ich wirklich gezwungen irgend einem Menschen blind zu glauben, obwohl ich weiß, dass er nicht die personifizierte Wahrheit ist. Wenn es sich nur um das Wetter von Morgen oder um ein Fussballergebnis handelt kann ich eine Täuschung recht gut verkraften, aber nicht wenn es um mein Leben um das Leben meiner Frau oder gar meiner Kinder geht!

    Lieber Rodin, welcher Wahrheit traust du? Welcher Mensch bürgt für dich, das du die Wahrheit richtig verstanden hast? Welche Person hat dich angeleitet, die Bibel so aus zu legen, wie es dir heute gefällt zu glauben?

    Da weder der Geist Gottes noch Jesus Christus als Personen für dich in Frage kommen können bist du wohl oder übel auf eine weltliche Person angewiesen?

    Auf eine Person, die sich als Wahrheit – als Jesus Christus ausgibt?

  22. Lieber Elmar,

    Du hast viele Fragen gestellt, u. a.:

    „Und wenn es Jesus Christus versprochen hat, dass ER bald kommen wird um zu regieren – umso besser. Leider hat ER dieses BALD schon vor ca. 2000 Jahren versprochen?“

    Ja, bevor Jesus Christus die Erde verließ, versprach er wiederzukommen. Zu beachten ist, daß zwischen dem Kommen und der Gegenwart ein Unterschied besteht. Während das Kommen einer Person (die entweder ankommt oder zurückkommt) auf einen bestimmten Zeitpunkt fällt, mag sich ihre Gegenwart oder ihre Anwesenheit danach über eine Zeitspanne von mehreren Jahren erstrecken. Das griechische Wort érchomai (was „kommen“ bedeutet) wird in der Bibel auch in Verbindung damit verwendet, daß Jesus zu einer bestimmten Zeit während seiner Gegenwart seine Aufmerksamkeit einer wichtigen Aufgabe zuwendet.

    Mat. 24:37-39: „Geradeso wie die Tage Noahs waren, so wird die Gegenwart („Ankunft“, EÜ; EB; „Parusie“, Rei; griechisch: parousía) des Sohnes des Menschen sein. Denn so, wie sie in jenen Tagen vor der Sintflut waren: sie aßen und tranken, Männer heirateten und Frauen wurden verheiratet bis zu dem Tag, an dem Noah in die Arche hineinging, und sie nahmen keine Kenntnis davon, bis die Sintflut kam und sie alle wegraffte: so wird die Gegenwart des Sohnes des Menschen sein.“ (Die Ereignisse der „Tage Noahs“, die hier beschrieben werden, dauerten viele Jahre an. Jesus verglich die Verhältnisse während seiner Gegenwart mit den Geschehnissen dieser Zeit.)

    In Matthäus 24:37 wird das griechische Wort parousía gebraucht. Es bedeutet buchstäblich „ein [Da]nebensein“. In dem Werk Handwörterbuch der griechischen Sprache von Franz Passow (2. Band, 1. Abteilung, 1852, Nachdruck 1970, S. 759) wird das Wort parousía als erstes mit „Gegenwart, Anwesenheit . . . von Pers[onen]“ erklärt. Aus Philipper 2:12 geht die Bedeutung des Wortes ganz klar hervor, denn Paulus stellt dort seine Gegenwart (parousía) seiner Abwesenheit (apousía) gegenüber.

    In Matthäus 24:30, wo es heißt, daß man „den Sohn des Menschen mit Macht und großer Herrlichkeit auf den Wolken des Himmels kommen sehen“ wird, wird jedoch das griechische Wort erchómenon verwandt. Einige Übersetzer geben die beiden griechischen Wörter mit „kommen“ wieder, aber gewissenhaftere Übersetzer lassen einen Unterschied zwischen den beiden Begriffen erkennen.

    Zu diesem Thema ist jedoch noch nicht alles gesagt.
    Ich schreibe Dir gern noch etwas zu der Frage:

    Wird Christus für das menschliche Auge sichtbar wiederkommen?

  23. Lieber Rodin,

    vielen Dank für deine Erklärungsversuche! Ich finde sie interessant fast ein bißchen amüsant!
    Da wir beide kein Foto von Jesus Christus haben können wir stundenlang über das Aussehen bei seinem Kommen diskutieren aber wem hilft dies jetzt?
    Ist es doch für uns beide wichtig, dass wir jetzt die Wahrheit erfahren und danach leben?
    Bete ich jetzt einen falschen oder den richtigen Gott an?
    Was meinst du nun – bin ich als einfacher Mensch doch genötigt altgriechisch zu lernen um die Wahrheit zu erfahren? An was kann man gewissenhaftere Übersetzer erkennen?
    Sind diese Übersetzer so gewissenhaft, dass man sich auf sie 100% verlassen darf?
    Wer garantiert dafür? Sind dies auch wieder nur Menschen?
    Oder ist Jesus Christus nun doch anwesend, aber zu beschäftigt um den Menschen Rede und Antwort geben zu können? Oder muss ich noch auf sein Kommen warten um IHN direkt fragen zu können?
    Irgendwie müsste doch der Mensch diesem Dilemma entkommen können – so viele Übersetzer – so viele Gelehrte – so viele, die sich als Christus ausgeben oder zumindest als „legitime“ Stellvertreter?
    Oder ist dies für dich kein Dilemma? Hast du einfach einen genommen, der dir gefällt?
    Sind es traditionelle, – verwandschaftliche oder polemische Vorzüge die mir das „Gefallen“ an der Wahrheit einer Person gefällig machen soll?

  24. Lieber Elmar,

    um die Wahrheit kennen zu lernen, reicht es nicht aus, einige Kommentare zu lesen.
    Es ist notwendig, die Bibel intensiv zu studieren.
    Hilfreich war mir das Buch: „Was lehrt die Bibel wirklich?“
    Auch online zu lesen oder hören unter: http://www.jw.org/de/publikationen/buecher/bibel-wirklich/hat-gott-das-gewollt/

    Deine Frage:
    „An was kann man gewissenhaftere Übersetzer erkennen?“

    beantwortet vielleicht nachfolgender Auszug aus dem Buch:

    „Truth in Translation: Accuracy and Bias in English Translations of the New Testament”
    Wahrheit bei der Übersetzung: Genauigkeit und Voreingenommenheit bei englischen Übersetzungen des Neuen Testaments

    Autor: Jason David BeDuhn:

    -außerordentlicher Professor für religiöse Studien an der Northern Arizona University in Flagstaff-
    Er ist Bakkalaureus für religiöse Studien der Universität von Illinois, Urbana, hat ein M.T.S. in Neues Testament und christliche Ursprünge der Harvard Theologie Schule und einen Dr. phil. der Vergleichenden Studien der Religionen der Universität von Indiana, Bloomington.

    Verglichene Übersetzungen:
    l Die King James Version (KJV)
    l The Amplified Bible (AB)
    l The Living Bible (LB)
    l The New American Bible (NAB)
    l The New American Standard Bible (NASB)
    l The New International Version (NIV)
    l The New World Translation (NW)
    l The (New) Revised Standard Version (NRSV)
    l Today’s English Version (TEV)

  25. AUSZÜGE AUS DEM BUCH:

    Kapitel 4: Beispiele der Übersetzung des griechischen Wortes „proskuneo“, das 58 Mal im Neuen Testament benutzt wird. Das Wort wird auf verschiedenartige Weise übersetzt als Anbetung, Ehrerbietung erweisen, auf die Knie niederfallen, davor niederbeugen. Zu den erörterten Schriftstellen zählen Mat. 18:26; Off. 3:9; Mar. 15:18, 19; Mat. 2:1, 2, 8, 11; Mat. 14:33; Mat. 28:9.

    Bei unserer Untersuchung dieses Problems können wir sehen, wie bei allen Übersetzungen mit Ausnahme der NAB und NW theologische Voreingenommenheit der entscheidende Hintergrund für die gemachte Auswahl gewesen ist… Übersetzer scheinen das Bedürfnis zu haben, dem Neuen Testament eine Unterstützung für die Idee hinzuzufügen, dass Jesus als Gott anerkannt wird. Bezüglich Mat. 28:16, 17, wo alle Versionen außer der NW „Anbetung“ benutzen, während die NW „Ehrerbietung erwiesen“ benutzt: „Hier nehmen alle Übersetzungen außer der NW Zuflucht zu „Anbetung“ – eine Wiedergabe, die in diesem Zusammenhang keinen Sinn macht… Diese Ungereimtheit scheint allen Übersetzern entgangen zu sein, außer denen, die die NW ausarbeiteten.“

    Kapitel 5: Eine Erörterung von Philipper 2:5-11: „Die NW Übersetzer… haben „harpagmos“ genau als greifen nach etwas, das man nicht hat, das heißt eine „Besitzergreifung“ verstanden. Der literarische Zusammenhang unterstützt die NW Übersetzung (und widerlegt die KJV „dachte nicht an einen Raub um gleich zu sein)…“

    Kapitel 7: Eine Erörterung von Kol. 1:15-20: „Es ist eine komplizierte Stelle, an der jede Übersetzung Worte hinzufügen muss.“ „Der LB Übersetzer ist schuldig jedweder doktrinären Hinzufügung, die oben im Hinblick auf die NIV, NRSV, TEV erörtert wurde und übertrifft sie in dieser Hinsicht sogar noch. So sind es die NIV, NRSV, TEV und LB – die vier Bibeln, die keinen Versuch unternehmen, hinzugefügte Worte zu kennzeichnen – die tatsächlich das bedeutendste tendenziöse Material hinzufügen.

    Doch in vielen öffentlichen Foren über Bibelübersetzung wird auf diese Praktik kaum, falls überhaupt jemals hingewiesen oder gar kritisiert, während die NW dafür angegriffen wird, dass sie das harmlose „anderen“ auf eine Weise hinzufügt, dass klar seinen Charakter als einen Zusatz der Übersetzer anzeigt… Aber die NW ist korrekt. „Anderen“ ist in „allen“ inbegriffen und die NW macht einfach das, was eingeschlossenen ist, klar und deutlich… Ironischer Weise ist diese Übersetzung von Kol. 1:15-20 die, die meiste Kritik bekommen hat, diejenige in der die „hinzugefügten Worte“ vollkommen durch das gerechtfertigt sind, was im Griechischen inbegriffen ist.“

    Kapitel 8: Eine Erörterung von Titus 2:13; 2. Thess. 1:12; 2. Petrus 1:1, 2: „… Die Position derjenigen, die darauf bestehen, dass „Gott“ und „Retter“ sich auf dasselbe Wesen beziehen müssen… ist entscheidend geschwächt.“

    Kapitel 9: Eine Erörterung von Hebräer 8:1: „wir sollten daher schlussfolgern, dass die wahrscheinlichere Übersetzung „Gott ist dein Thron…,“ ist, die Übersetzung, die in der NW zu finden ist… Es scheint wahrscheinlich, dass nur deswegen, weil die meisten Übersetzungen von Leuten gemacht werden, die schon glauben, dass Jesus Gott ist, die am wenigsten wahrscheinliche Möglichkeit, diesen Vers zu übersetzen, vorgezogen wurde.“

    Kapitel 10: Eine Erörterung von Johannes 8:58: „Sowohl die LB als auch die NW bieten Übersetzungen an, die die zwei Verben in Johannes 8:58 in Übereinstimmung mit einem richtigen englischen Satzbau aufeinander abstimmen und das spiegelt genau die Bedeutung der griechischen Ausdrucksweise wider. Die anderen Übersetzungen scheitern dabei, das zu tun.“ „In der griechischen Urschrift von Johannes 8:58 gibt es absolut nichts, das andeutet, dass Jesus hier das Alte Testament zitiert, im Gegensatz zu dem, was die TEV anzudeuten versucht, indem sie Anführungszeichen um „ich bin“ setzt.“
    „Ein Großteil der Übersetzungen erkennt diesen Gebrauch einer Redewendung von „ich bin“ und fügen die Worte da, wo sie erscheinen richtig in den Zusammenhang der Passagen ein. Doch wenn es um 8:58 geht, vergessen sie plötzlich, wie man übersetzt.“ „Alle Übersetzungen außer der LB und NW ignorieren auch die richtige Beziehung zwischen den Verben des Satzes und produzieren einen Satz, der auf Englisch keinen Sinn ergibt. Diese Wechsel in der Bedeutung des Griechischen und in der normalen Vorgehensweise bei einer Übersetzung weisen auf eine Voreingenommenheit hin, die auf die Arbeit der Übersetzer störend eingewirkt hat.“
    „Niemand, der Jesus zugehört hat und niemand, der Johannes zu seiner Zeit gelesen hat, würde bloß durch den Ausdruck „ich bin“ auf eine göttliche Selbstbezeichnung geschlossen haben, die, wenn man darüber nachdenkt, einfach eine der meist gebräuchlichen Pronomen-Verb Kombinationen in jeder Sprache ist.“ „Die NW… versteht die Beziehung zwischen den beiden Verben richtig… Der durchschnittliche Bibelleser würde nie vermuten, dass da mit den anderen Übersetzungen etwas nicht stimmen könnte und könnte sogar annehmen, dass der Fehler sich in der NW befinden müsse….“

    Kapitel 11: Eine Erörterung von Johannes 1:1: „Überraschenderweise hält sich nur eine, die NW, an die buchstäbliche Bedeutung des Griechischen und übersetzt „ein Gott“.“ „Die Übersetzer der KJV, NRSV, NIV, NAB, NASB, AB, TEV und LB gingen alle an den Text in Johannes 1:1 heran und glaubten schon bestimmte Dinge über das Wort… und gingen sicher, dass die Übersetzungen in Übereinstimmung mit ihrem Glauben herauskamen…

    Ironischerweise sind einige von denselben Gelehrten schnell dabei, die NW Übersetzung der doktrinären Voreingenommenheit zu bezichtigen, weil sie die Verse buchstäblich übersetzt, frei von KJV Einfluss, indem sie dem Sinn des Griechischen folgt. Es mag wohl sein, dass die NW Übersetzer an die Aufgabe der Übersetzung von Johannes 1:1 mit genauso viel Voreingenommenheit herangingen wie es die anderen Übersetzer taten. Es war einfach nur so, dass ihre Voreingenommenheit in diesem Fall einer genaueren Übersetzung des Griechischen entspricht.“
    „Einige der ersten Christen behielten ihren Monotheismus bei, indem sie glaubten, dass der eine Gott einfach eine menschliche Form angenommen hatte und auf die Erde kam – also praktisch, dass Gott, der Vater als Jesus geboren und gekreuzigt wurde. Sie sind berechtigt, das zu glauben, aber es kann nicht berechtigterweise aus dem Evangelium nach Johannes hergeleitet werden.“
    „Johannes selbst hat keinen Begriff einer Dreieinigkeit in seinem Evangelium formuliert.“ „Alles worum wir bitten ist, dass eine Übersetzung eine genaue Ausgangsbasis für Kommentare und Auslegungen sein möge. Nur die NW erreicht das, so aufreizend das auch für den neuzeitlichen Leser klingen mag. Die anderen Übersetzungen beenden die Untersuchung über die Bedeutungen der Verse ehe sie überhaupt begonnen hat.“
    Kapitel 12: Eine Erörterung über den Heiligen Geist: „In Kapitel zwölf zeigt sich keine Übersetzung als vollkommen konsequent und genau bei der Behandlung der vielen Verwendungen und Nuancen von „Geist“ und „Heiliger Geist“. Die NW kann am meisten punkten indem sie richtigerweise die unpersönlichen Formen der Relativ- und Demonstrativpronomen übereinstimmend mit dem im Neutrum stehenden Substantiv „Heiliger Geist“ benutzt, und damit, dass sie an dem unbestimmten Ausdruck „Heiliger Geist“ in den wenigen Fällen festhält, in denen er von den Autoren der Bibel benutzt wurde.“

    Zusammenfassung:
    … es kann gesagt werden, dass sich die NW als die genaueste der verglichenen Übersetzungen herausstellt… die Übersetzer schafften es, ein Werk zu fabrizieren, das verhältnismäßig genauer und weniger voreingenommen ist als die Übersetzungen, die von Teams aus verschiedenen Konfessionen erstellt worden sind oder solche, die von Einzelpersonen stammen.“

    „Jehovas Zeugen… versuchen wirklich, das Christentum neu zu erfinden… bauen ihr System von Glauben und Gepflogenheiten auf dem Rohmaterial der Bibel auf ohne vorher zu entscheiden, was dort gefunden werden sollte. Einige Kritiker könnten natürlich sagen, dass die Ergebnisse dieser Gepflogenheiten blauäugig sein können. Aber für die Übersetzung der Bibel zumindest hat es eine frische Herangehensweise an den Text bedeutet mit weit weniger Annahmen als denen, die man in vielen protestantischen Übersetzungen findet.“

    „… die meisten der Unterschiede resultieren aus der größeren Genauigkeit der NW als einer wortgetreuen, konservativen Übersetzung der ursprünglichen Ausdrücke des Neuen Testaments.“

    Kommentar zur Voreingenommenheit bei der Übersetzung:
    „Für mich drückt es einen Mangel an Mut aus, eine Furcht, dass die Bibel ihre „Wahrheit“ nicht genügend unterstützt. Die Bibel das Sagen haben zu lassen, ohne Rücksicht darauf, wie gut oder schlecht das Sagen den Erwartungen oder akzeptierten Formen des neuzeitlichen Christentums entspricht, ist eine Ausübung von Mut oder, um ein anderes Wort dafür zu benutzen, Glauben.“

    Don Bradley
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  26. Lieber Rodin,

    vielen Dank für deine Mühe meine vielen Fragen zu beantworten!
    Ich finde es sehr gut, dass du sehr kritisch die vielen Übersetzungen vergleichst, näher untersuchst und auch mutig widersprüchliche Aussagen in den verschiedenen Übersetzungen zitierst.
    Wenn man ehrlich die Geschichte betrachtet muss man zugeben, dass der Kampf – gibt es nur eine Person als Gott oder 3 Personen als „einiger“ Gott oder gar viele Götter seit Jahrtausenden ein weltweites Streitthema war und bis heute geblieben ist.
    Selbst die Menschen die sich angeblich auf ein und dasselbe Buch berufen können sich nicht einigen. Dies ist nicht nur bei der Bibel sondern auch bei anderen Büchern wie dem Koran auch so.
    Das Traurige an dieser Geschichte geht ja noch viel tiefer! Selbst die Menschen, die sich auf eine bestimmte Übersetzung der Bibel „einigen“ und verbreiten sind sich uneins!

    Ja, selbst die ernsthaften Bibelforscher, Zeugen Jehovas, Wachturmgesellschaft oder wie sie sich auch nennen, kamen bei ihrem letzten Besuch bei mir dermaßen ins Grübeln allein durch die NW-Auslegung von diesem von dir schon erwähntem „ich bin“.
    Sie retteten sich mit der Erklärung, dass die NW-Übersetzung nicht so genau ist und eigentlich nicht die autorisierte Übersetzung der Zeugen Jehovas wäre.

    Es scheint , dass diese beiden, freundlichen, seriösen Herren nicht so deine Meinung teilen? Was hat dich veranlasst einem Jason David BeDuhn oder einem Don Bradley bedingungslos zu vertrauen? Ihre Titel? Ihr Studium? Die Universitäten?

    Ich persönlich muss sagen, auf Grund von einzelnen Bibelversen kann jeder seine Theorie ausführlich belegen – ob einiger Gott als eine Person oder mit 3 Personen.
    Auch auf Grund der Logik – einig ist EINER mit sich meistens- einig mit 3 Personen ist wesentlich weniger, allerdings wegen der vielen verschiedenen Meinungen könnte man auch berechtigt annehmen, dass die Menschen von mehreren Personen geschaffen wurden?

    Aber meine persönliche Einschätzung, egal – wie klug oder dumm, wieviele Titel ich habe oder nicht habe, wieviel griechisch, lateinisch, hebräisch, englisch ich lernen würde – sie genügt für die Wahrheitsfindung weder dir noch mir?

    Wir beide sind uns einig – jeder Bibelübersetzer wird versuchen die Bibel so zu übersetzen und so aus zu legen wie er es verstanden hat oder verstehen will.
    Ist doch die Aussage von Don Bradley: „neuzeitliches Christentum“ auch nur eine billige, unzutreffende Verallgemeinerung? Frägt man die Menschen auf der Straße so erfährt man sehr schnell, dass es weder ein „neuzeitliches Christentum“ und schon gar keine einheitliche Theologie eines neuzeitlichem Christentums gibt. Wieviele Male hast du selbst die angeblich heutigen Denkweisen mit uralten Ideen und Lehren begründet?

    Für mich können solche Menschen, die es billig gleich als Glauben definieren – den Mut zu haben etwas anderes zu sagen als irgendjemand von heute – beim besten Willen kein Maßstab sein. Tun sie doch dies – wie im Römeebrief treffend beschrieben – eben dasselbe was sie verurteilen.

    Ich stimme dir 100% zu, dass es nicht ausreicht ein paar Bibelkommentare zu lesen um die Wahrheit kennen zu lernen! Aber wie kommst du auf die Idee, dass ein intensives Studium dies ermöglichen könnte? Behaupten nicht alle Schriftgelehrten, dass sie intensiv studiert haben und haben doch unterschiedliche Ansichten von Wahrheit?
    Meine freie Übersetzung von Joh.3.10: Sind sie Lehrer und wissen es nicht?

    Was hat dich bewegt solchen Menschen dein Vertrauen gedankenlos zu verschenken?
    Das ist doch weit unter deinen Fähigkeiten, deinem kritischen und ehrlichem Verständnis?

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