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Wenn sich die Zeiten ändern…

Der langersehnte Urlaub war endlich da und plötzlich war alles anders. Keine gewohnten Abläufe und Zeiten mehr. Jeder Tag unterschied sich vom anderen. Alles musste seinen neuen Platz finden. Der Fokus lag auf ganz anderen Dingen… Und das schlimmste daran war: Meine tägliche Zeit mit Gott fiel unter den Tisch. Ich musste wieder neu darum ringen, mir eine Zeit für Gott zu reservieren und frei zu halten.

Ich erinnere mich auch noch daran, wie es war, als wir Naemi, unser erstes Kind bekamen. Von heute auf morgen war alles anders! Die Fürsorge und Liebe zum Kind nahm alle Gedanken ein… Jetzt ist Naemi seit letzter Woche im Kindergarten und wieder gibt es andere Zeiten und Abläufe.

Sicherlich kennst du das. Wenn ein Lebensabschnitt sich bei dir oder bei jemandem in deiner Familie verändert, dann gibt es häufig auch eine Veränderung der Gewohnheiten. Das kann negative Folgen haben oder aber auch positiv genutzt werden! Warum sollte man nicht gezielt bestimmte Muster in neue Zeiten einführen?

Überlege einmal, wann sich bei dir oder euch die nächste größere Veränderung einstellt! Ferien, Urlaub, vorlesungsfreie Zeit – oder Ausbildungsbeginn, neuer Arbeitsplatz… Kannst du die Umstellung positiv nutzen um bestimmte Gewohnheiten einzuführen? Was möchtest du geistlich gesehen konkret einplanen oder auch vorbereiten? Genauso wie du die neue Zeit säkular vorbereitest oder planst, solltest du sie auch geistlich vorbereiten und planen!

Wenn Zeiten sich ändern, sollte man sie auch geistlich planen!

Folgende Fragen können dir helfen:

  • Wann kann ich am Besten ungestört Zeit mit Gott haben?
  • Wann können wir als Familie gemeinsam beten?
  • Was steht in der Gefahr verdrängt zu werden?
  • Wie können wir Gott gemeinsam anbeten?
  • Wann ist ein geeigneter Zeitpunkt für einen biblischen Impuls?
  • Wie kann ich besondere Abschnitte des Tages besonders gut nutzen?
  • Welche Situationen kann ich nutzen, um Bibelverse auswendig zu lernen?

Natürlich kann man diese Anstöße auch ohne äußerliche Veränderungen umsetzen – manchmal ist das auch in ruhigen Zeiten einfacher 😉

„Alles hat seine Zeit“ (Prediger 3,1)! Das heißt, es ist normal, dass man in bestimmten Zeiten sehr viel Gehirnschmalz auf bestimmte Dinge verwenden muss und man dann voll „eingenommen“ ist. Doch wir sollten uns nie nur von den äußeren Situationen bestimmen lassen. Mache dir klar, wer Priorität in deinem Leben hat = Was soll dein Leben (Gedanken und Zeit) bestimmen = Wer ist dein Gott in deinem Leben?

Es geht leider nicht automatisch. Dinge, die uns wichtig sind, finden nicht automatisch Platz in unserem Alltag. Man muss darum ringen. Ich wünsche euch, dass ihr eure Prioritäten auch in sich verändernden Zeiten umsetzen könnt!

Warum eine Morgenandacht wichtig ist

Einem neu bekehrten Christen – er war Berufsmusiker – leuchtete es nicht ganz ein, warum unter Christen so viel Wert auf die morgendliche „Stille Zeit“ gelegt wurde. So fragt er einen Glaubensbruder: „Ist es dann wirklich so wichtig, dass ich gleich morgens in der Bibel lese und bete? Irgendwie passt das gar nicht so gut zu meinen Lebensgewohnheiten. Das könnte ich doch genauso gut am Nachmittag oder am Abend machen. Die Hauptsache ist doch, dass ich überhaupt zu Gott komme. Ihm ist es bestimmt egal, um welche Uhrzeit ich das tue“.

Der Gefragte dachte einen Moment lang nach. Dann gab er zurück: „Wenn du dich mit deinen Orchesterkollegen triffst, um ein Musikstück aufzuführen – stimmt ihr eure Instrumente dann vor oder nach dem Konzert?“

Bei der morgendlichen „Stillen Zeit“ geht es nicht darum, irgendein vorgeschriebenes Ritual einzuhalten. Aber wenn wir uns gleich zu Beginn des Tages auf Gott ausrichten, uns gewissermaßen auf ihn einstimmen, sind unsere Chancen viel größer, in unserem Alltagsleben innerlich mit ihm verbunden zu sein.

„Lass mich am Morgen hören deine Gnade, denn ich vertraue auf dich! Tu mir kund den Weg, den ich gehen soll, denn zu dir erhebe ich meine Seele“. (Psalm 143,6)

Quelle: auftanken.de

Stille Zeit bei Christen ein schwieriges Thema

Wenn man einem Christen ein schlechtes Gewissen machen will, dann braucht man nur danach fragen, wie es denn um seine „Stille Zeit“ aussieht. Normalerweise kommt dann ein Stottern und Zagen…

Nun denn. Ich habe in jüngster Vergangenheit auch nicht besonders viel „Stille Zeit“ gemacht… Habe viel Christliches im Internet gelesen, aber dabei das Lesen der Bibel vernachlässigt. Das soll sich jetzt wieder ändern.

Ab heute lese ich morgens wieder in meinem Lieblingsbuch. Aber anders, als zuletzt. Zuletzt habe ich ich die Bibel irgendwie zu häufig nur noch für andere gelesen: Was möchte Gott anderen durch diesen Text vermitteln? Ich habe zu oft gleich an die Predigt, die Jugendstunde oder Andacht gedacht… Doch damit ist jetzt Schluss.

1. Wenn ich einen Bibeltext studiere, will ich in Zukunft noch viel mehr auf die persönliche Anwendung achten.

2. Ich nehme mir morgens Zeit, um auf Gott zu hören. Will beim erneuten Durchlesen des Neuen Testaments darauf achten, was der Text über meinen genialen Gott sagt.

Bin gespannt, wie ich ihn besser kennenlernen werde und wir Gemeinschaft haben werden… Aber jetzt ran an den Text!

Wo steht dein Sessel?

Zur Serie „Zeit mit Gott verbringen“.

Als junger Pastor predigte Bill Hybels über die Notwendigkeit, Raum im Leben für das Reden Gottes zu schaffen. Nach dem Gottesdienst kam ein Geschäftsmann wütend auf ihn zu und sagte: „In was für einer Welt leben Sie eigentlich? Ich habe keine Zeit den ganzen Tag hinzuhören, was Gott mir sagen will. Ich habe einen Job zu tun, eine Familie zu versorgen, ein Haus zu pflegen und all das.“

Bill antwortete: „Zeit ist keine Frage des Habens, sondern eine Frage des Nehmens. Sie nehmen sich auch die Zeit zum Essen, zum Schlafen, zum Duschen, zum Spielen. Wenn sie sich keine Zeit nehmen wollen, um Gottes Stimme zu hören, dann ist das ihre Entscheidung. Aber sagen sie nicht, sie hätten keine Zeit.“

Wochen später kam dieser Mann wieder auf Bill zu und lud ihn zu sich nach Hause zum Essen ein. Dort deutet er auf einen Sessel im Wohnzimmer. „Dort sitze ich nun jeden Morgen und höre, was Gott mir sagen will!“

Bill war verblüfft. Er hatte nicht damit gerechnet. dass der Mann irgendetwas aus dem Gespräch mit ihm aufgreifen würde.

Es vergingen ein paar Monate. Dann stand wieder der Mann vor Bill und sagte: „Ich denke, ich werde meinen Job in der Werbung an den Nagel hängen und bei euch in der Gemeinde mitarbeiten.“

Bill schreckte zurück: Hey, seinen Job zu kündigen ist eine große Sache. Sowas macht man nicht einfach, besonders wenn mannFamilie hat! Woher hast du denn diese Idee?“

Der Mann lächtelte: „Hab ich auf meinem Sessel gehört.“

„Dann geh zurück zu deinem Sessel und frag lieber nochmal nach“, schickte Bill den Mann nach Hause.

Einige Wochen später fing dieser Mann bei Willow als Mitarbeiter an. Und er erwies sich als ein hervorragender Mitarbeiter.

Jahre später bat er Bill erneut um ein Gespräch. Er sagte, er würde Willow verlassen, um einem Freund zu helfen, in einem anderen Landesteil eine Gemeinde zu gründen.

„Woher hast du diese Idee“, wollte Bill wissen, obwohl er die Antwort schon kannte.

„Von meinem Sessel!“

Also zog dieser Mann weg.

Jahre später erreichte Bill ein Telefonanruf. Diesmal klang sein gegenüber etwas gedämpft. Er hatte vom Arzt eine schlechte Nachricht bekommen. Eine Blutkrankheit – er hatte nur noch wenige Monate zu leben.

Nach seiner Beerdigung sprach Bill mit der Witwe. Und er sprach über den Sessel, der im Leben dieses Mannes solche Auswirkungen gehabt hatte.

Die Frau sagte: „Diesen Sessel werden wir als Familie niemals weggeben. Er wird ein lebendiges Zeichen für unser Kinder und weitere Generationen sein, wie wichtig es ist, regelmäßig Zeit zu finden, um auf Gott zu hören.

Vor wenigen Tagen erzählte Bill Hybels diese Geschichte im Rahmen eines Meetings in Chicago. Dann schaute er in die Runde und fragte:

„Wo steht dein Sessel?  Wo ist dein Zeitfenster, um regelmäßig zu hören, was Gott dir sagen will?“

„Wo steht Dein Sessel?“

Quelle: WillowNews Aug 2010