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Merkvers zu Matthäus (Bibelvers zum Auswendiglernen)

Welche Bibelverse sollte ich auswendig lernen? Du kannst zum Beispiel einen Merkvers zu jedem Bibelbuch auswendig lernen. In diesem Artikel findest du Bibelverse zum Auswendiglernen aus Matthäus, die dir helfen, das Buch besser zu überblicken bzw. zu verstehen.

Natürlich kann ich hier nur bestimmte Bibelverse aussuchen, die zentrale Aussagen des Buches wiedergeben. Das bedeutet nicht, dass andere Bibelaussagen weniger wichtig oder unbedeutend für dich sein müssen. Diese Bibelverse hier sind einfach nur Vorschläge zum Auswendiglernen.

1. Worum geht es bei Matthäus?

Natürlich geht es bei Matthäus um Jesus. Doch jedes der vier Evangelien (Matthäus, Markus, Lukas und Johannes) stellt Jesus Leben unter etwas anderen Gesichtspunkten dar. Das heißt die Autoren haben nicht einfach alles aufgeschrieben, was sie wussten, sondern die Auswahl des Erzählstoffs bewusst getroffen und bestimmte Ziele in den einzelnen Abschnitten verfolgt.

Deswegen ist es wichtig nach den Zielen und dem Hauptziel eines jeden Buches zu Fragen! Welche Leitgedanken machen das Matthäusevangelium aus? Was ist die Hauptaussage von Matthäus?

Ich glaube, dass das erste Evangelium deutlich macht, dass Jesus der verheißene Messias ist, der allerdings nicht nur für Gottes Volk Israel, sondern auch für die Heiden gekommen ist.

Wenn ich es schaffe schreibe ich demnächst dazu einen extra Artikel. In diesem werde ich die These ausführlicher begründen.

2. Welche Bibelverse passen als Merkvers zu Matthäus?

Wenn man möchte, kann man gleich Matthäus 1,1 als Merkvers zu Matthäus lernen:

Dies ist das Buch von der Geschichte Jesu Christi, des Sohnes Davids, des Sohnes Abrahams.

Es lohnt sich Gedanken über diesen Vers zu machen. Einige ausführende Gedanken dazu findest du hier. Der Vers kann auch als Titel über das ganze Buch verstanden werden! Deutlich wird die Anspielung von Matthäus 1,1 in Matthäus 1,16-17 (Christus = Messias).

Ein anderer möglicher Merkvers ist Matthäus 16,15-17 (oder nur 16,16):

Er fragte sie: Wer sagt denn ihr, daß ich sei? Da antwortete Simon Petrus und sprach: Du bist Christus (=der Messias), des lebendigen Gottes Sohn! Und Jesus antwortete und sprach zu ihm: Selig bist du, Simon, Jonas Sohn; denn Fleisch und Blut haben dir das nicht offenbart, sondern mein Vater im Himmel.

Darum geht es im ganzen Buch Matthäus. Deswegen kommt es dann auch zum Höhepunkt des Buches am Ende von Jesus Leben in Matthäus 26,63-65:

Und der Hohepriester sprach zu ihm: Ich beschwöre dich bei dem lebendigen Gott, dass du uns sagst, ob du der Christus bist, der Sohn Gottes. Jesus sprach zu ihm: Du sagst es. Doch sage ich euch: Von nun an werdet ihr sehen den Menschensohn sitzen zur Rechten der Kraft und kommen auf den Wolken des Himmels. Da zerriss der Hohepriester seine Kleider und sprach: Er hat Gott gelästert! Was bedürfen wir weiterer Zeugen? Siehe, jetzt habt ihr die Gotteslästerung gehört.

Diese Verse sind etwas sperrig. Man kann sich aber natürlich entschließen, nur bestimmte Teile auswendig zu lernen.

Ich glaube Matthäus 1,1; 16,15-17 oder 26,63-65 sind die besten Merkverse zum Matthäus-Evangelium! Was hältst du davon? Gibt es deines Erachtens einen besseren Merkvers zu Matthäus?

Was ist das Evangelium (R. C. Sproul)

Was ist das Evangelium?

Was ist das Evangelium?

Es gibt keine herrlichere Botschaft als das Evangelium von Jesus Christus. Doch so bedeutend das Evangelium auch ist, viel zu häufig wird es verzerrt dargestellt oder allzu sehr vereinfacht. Viele meinen, sie würden uns das Evangelium predigen, wenn sie sagen: »In Gott findest du den Sinn deines Lebens« oder: »Jesus lässt dein Leben in einem ganz neuen Licht erscheinen,« oder aber: »Du kannst eine persönliche Beziehung zu Jesus haben.« Das stimmt zwar alles und ist auch wichtig, aber es berührt nicht den eigentlichen Kern des Evangeliums.

Das Evangelium wird »die frohe Botschaft« genannt, weil es sich mit dem größten Problem jedes Menschen befasst: Gott ist heilig und gerecht – und ich nicht. Am Ende meines Lebens werde ich vor diesem gerechten und heiligen Gott stehen und von Ihm gerichtet werden. Sein Urteil wird Er entweder auf der Grundlage meiner eigenen Gerechtigkeit fällen – oder besser gesagt, meiner mangelhaften Gerechtigkeit – oder aber aufgrund der Gerechtigkeit eines anderen. Die frohe Botschaft des Evangeliums lautet, dass Jesus ein Leben in vollkommener Gerechtigkeit führte, dass Er Gott gegenüber völlig gehorsam war, und das nicht um seinetwillen, sondern für sein Volk. Jesus hat für mich das getan, was mir unmöglich war. Aber Er hat nicht nur ein Leben im vollkommenen Gehorsam geführt, Er hat sich selbst als vollkommenes Opfer dargebracht, um dem Recht und der Gerechtigkeit Gottes Genüge zu tun.

Das große Missverständnis unserer Zeit ist, dass es Gott nicht um seine eigene Ehre gehe. Für viele ist Er eine verweichlichte Gottheit, die mit der Gießkanne loszieht und unterschiedslos über alle und jeden seine Vergebung ausgießt. Doch das stimmt nicht! Für Gott ist unsere Vergebung eine kostspielige Angelegenheit. Sie kostete Ihn seinen eigenen Sohn. So kostbar war Gott dieses Opfer, dass Er seinen Wert dadurch hervorhob, dass Er Ihn von den Toten auferweckte. Christus wurde wegen unserer Verfehlungen in den Tod gegeben und seine Auferstehung bringt uns den Freispruch.
Deshalb ist das Evangelium etwas Objektives. Es ist die Botschaft darüber, wer Jesus ist und was Er getan.

Und es hat ebenso eine subjektive Dimension. Wie eignen wir uns die Segnungen Jesu subjektiv an? Wie erhalte ich sie? Die Bibel sagt klar, dass wir nicht durch unsere Werke gerechtfertigt werden, nicht durch unser eigenes Bemühen, nicht durch unsere Leistungen, sondern durch den Glauben – und nur durch den Glauben!

Der einzige Weg, auf dem du den Segen aus Christi Leben und Tod empfangen kannst, ist, dass du dein Vertrauen auf Ihn setzt – auf Ihn allein. Wenn du das tust, wird Gott dich für gerecht erklären und du wirst in seine Familie aufgenommen. Er wird dir deine ganze Sünde vergeben, und du befindest dich auf dem Weg in die ewige Gemeinschaft mit Gott.

R. C. Sproul, erschienen in Herold seines Kommens

Rückblick auf die Evangelium21-Konferenz 2013

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Evangelium21 ist ein Netzwerk von Christen aus verschiedenen Kirchen und Gemeinden, die ihren Glauben fest auf Jesus Christus gründen. In ihrem Mission Statement heißt es:

Ausgerichtet auf die von den Reformatoren wiederentdeckten Wahrheiten Gnade allein, Glaube allein, die Schrift allein, Christus allein und zu Gottes Ehre allein wollen wir Impulse setzen, durch die Gemeinden neu belebt und gestärkt werden. Denn: Allein das biblische Evangelium bewirkt, dass Christen von einer echten Hoffnung und überwältigenden Freude an Gott erfüllt werden und diese auch ausstrahlen.

Auch dieses Jahr gab es eine Evangelium21-Konferenz in dem Gemeinde- und Missionswerk Arche. Vom 04. bis 06. April kamen etwa 500-700 Menschen aus ganz Deutschland und darüber hinaus zusammen, um auf gute Vorträge zu hören und wertvolle Impulse zu erhalten. Das Thema hieß „Gottes Plan vom Garten Eden bis zur neuen Schöpfung“. Und es hat sich wirklich gelohnt! Hier ein paar Eindrücke:

  1. Die beiden Hauptredner Michael Lawrence (Portland / Oregon) und Vaughan Roberts (Oxford / England) sind den meisten wahrhscheinlich eher unbekannt. Doch sie haben großartige Vorträge & Predigten gehalten! Vor allem in den verschiedenen Fragerunden hat mich ihre Weisheit, mit der sie die Fragen beantwortet haben, sehr beeindruckt.
  2. Leider waren deutlich weniger Menschen dabei, als letztes Jahr. Das liegt gewiss an den großen Namen vom letzten Jahr. Doch die Inhalte von diesem Jahr standen denen von letztem Jahr qualitativ in nichts nach. Für das Anliegen des Netzwerkens ist dies allerdings ein Minuspunkt.
  3. Die Konferenz war erneut kostenlos! Andere Konferenzen sind kostspielig und lange nicht so gut (inhaltlich und organisatorisch).
  4. Die Abwechslung der Formen (Vorträge, Workshops, Podiumdiskussion…) hat mir gefallen. Als besonders bereichernd habe ich die kleinen Fragerunden (Josia-Kreis & Prediger-Kreis) erlebt.
  5. Wie in den letzten Jahren, gab es auch dieses Jahr Bücher mit „Konferenz-Rabatt“ zu kaufen. Vielen Dank vor allem an die Herold Schriftenmission und den 3L-Verlag für die tollen günstigen Bücher.

Zu den Vorträgen will ich gar nicht mehr viel sagen als top, christuszentriert und biblisch 🙂 Das Beste ist, dass du dir die Vorträge auch kostenlos anhören kannst:

1. Michael Lawrence – Was ist Biblische Theologie?
2. Vaughan Roberts – Gottes Plan – kein Zufall! (Teil 1)
3. Vaughan Roberts – Gottes Plan – kein Zufall! (Teil 2)
4. Michael Martens – Ausgetrocknete Seelen auf dem Weg der Verheißung?
5. Michael Lawrence – Die Geschichte der Liebe Gottes
6. Christian Wegert – Die reine Gemeinde (1Kor 5,1-13)
7. Michael Lawrence – Werzeuge der Biblischen Theologie
8. Vaughan Roberts – Daniel 1

Nun hoffe ich, dass die verschiedenen Workshops noch folgen werden.

Hier kannst du noch ein paar Bilder in einer Slideshow sehen:

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Ich bin begeistert. Gott sei die Ehre!

Nicht fern vom Reich Gottes (Markus 12,34)

Nach dem Urteil von Jesus, war der Schriftgelehrte nicht fern vom Reich Gottes. Nachzulesen in Markus 12,34.

1. Warum war er nicht fern vom Reich Gottes?

Der Schriftgelehrte hatte erkannt, dass die Beziehung zu Gott entscheidend ist (Gott lieben) und nicht der äußerliche Dienst für Gott (Brandopfer & Schlachtopfer). Gott will wahre Anbetung und nicht nur Pflichtgebete und Gesang aus Gewohnheit… Gott will wahre Nachfolge und nicht Namenschristentum… Damit hatte er überhaupt erst die Grundvoraussetzung, die Erkenntnis und das Wissen, wie er in das Reich Gottes kommen konnte: Gottes Erwartung und Anforderung an uns müssen wahrhaftig erfüllt werden.

2. Warum war er noch nicht drin im Reich Gottes?

Der Schriftgelehrte war nicht fern, aber auch noch nicht drin im Reich Gottes. Die Erkenntnis und das Wissen von Gottes Gesetz und Anspruch an uns ist noch nicht ausreichend. Entscheidend ist das Erfüllen dieses Anspruchs. Wie kann der Mensch aber vor Gott bestehen? Beim besten Willen kann er Gott nicht so lieben, wie er es sollte… Dem Schriftgelehrten fehlte noch das Evangelium: Die frohe Botschaft, dass Jesus unsere Gerechtigkeit und Heiligung ist!

Rückblick auf die Evangelium21-Konferenz 2012

Die Konferenz von Evangelium21 ist schon längere Zeit her (13.–15, Mai 2012), aber ich will jetzt doch noch einmal Revue passieren lassen, weil „sie“ mich verändert hat. Mit ein paar Wochen Abstand sieht man auch immer noch ein bisschen anders, anders direkt danach…

Nachdem ich letztes Jahr nur am Anfang der Konferenz dabei sein konnte, habe ich dieses Jahr schon frühzeitig diese Tage geblockt und mich darauf gefreut. Meine Frau war so gut, mich nach unserem Gottesdienst in der eigenen Gemeinde nach Hamburg zu chauffieren. Dort angekommen, habe ich viele ehemalige FTH-Kommilitonen und einige Freunde und Bekannte getroffen und während der Konferenz genug Zeit gehabt, um mich mit dem Einen oder Anderen zu unterhalten.

Die Vorträge waren diesmal thematisch anders, als letztes Jahr (stark an 9marks orientiert): Das Thema war „Gott redet“ – und das hat ER u.a. durch die herrliche Auslegung der beiden begabten und leidenschaftlichen Hauptredner Don Carson und John Piper.

Die Vorträge möchte ich allen (v.a. Hauptamtlichen und Mitarbeitern in der Gemeinde) wärmstens empfehlen – es gibt sie alle kostenlos zum online anhören oder zum downloaden:

-> http://www.evangelium21.net/ressourcen/serie/e21-konferenz-2012

Bei hanniel gibt es auch gute Mitschriften, für diejenigen, die lieber lesen mögen.

Was ist mein bleibender Eindruck von dieser Konferenz?

  1. Es lässt sich gar nicht so einfach in Worte fassen – ich bin innerlich erbaut und begeistert von dem Evangelium! Es hat mich wieder neu berührt und die Liebe zu Gott vertieft. Das Ziel der Konferenz (das schon im Namen deutlich wird) wurde bei mir erfüllt.
  2. Auch wenn ich Personenkult vermeiden möchte – die Leidenschaft von John Piper in der Verkündigung hat mir besonders gefallen. Er ist ein Vorbild für mich.
  3. Mir fällt auf, dass die Begeisterung so lange nach der Konferenz nicht verflogen ist. Ich glaube das hängt mit Punkt 1 zusammen. Es wurde nicht (nur) die Begeisterung an der Konferenz (Besucher, Redner usw.), sondern an Gott geweckt.
  4. Die Musik war gut! Die Lieder, die wir gesungen haben, waren tiefgründig / aussagekräftig. Teilweise wurden bekannte Lieder überarbeitet und teilweise neue Lieder gedichtet, die z.T. manche Themen überbetonten, aber inhaltlich dennoch sehr gut waren.
  5. Ich habe einige Blogger getroffen, deren Blog ich lese – und einige, die ich nicht kannte, aber sie mich von meinem Blog her… So sind neue Bekanntschaften entstanden… 🙂

Zum Abschluss noch ein paar Bilder: Rückblick auf die Evangelium21-Konferenz 2012 weiterlesen

Vorträge von der Evangelium21-Konferenz 2011

Ich war letzte Woche Donnerstag auf der Evangelium21-Konferenz und habe einige alte Freunde wiedergesehen. Hier wollte ich mal auf die Vorträge hinweisen, die es frei zum Download gibt.

Das ist eine sehr gute Möglichkeit lange Fahrten oder Wartezeiten noch schöner zu gestalten!

Es gibt Vorträge zu den Themen Evangelium, Bekehrung, Evangelisation, Gemeindeleitung, Gemeindemitgliedschaft, Gemeindezucht, Seelsorge, Mission, Mentoring usw.

Schaut einfach selbst: http://www.evangelium21.net/ressourcen/serie/e21-konferenz-2011

Eine Zusammenfassung der Konferenz gibt es zum Beispiel hier bei Ron Kubsch) oder kurz hier bei (Peter Voth).