Zur Serie „Fröhlicher Glaube“.
„Wo Glaube ist, das ist auch Lachen.“ (Martin Luther)
Was ist das dann ohne Lachen, wenn man das nicht Glaube nennen kann? Religiöse Frömmigkeit? Selbstgerechtigkeit? Werkgerechtigkeit? Falsche Bibelinterpretation?
Zur Serie „Stolz & Demut“.

Martin Luther schreibt für Theologiestudenten:
Fühlst du dich aber und läßt dich dünken, du habest es gewiß, und kitzelst dich mit deinen eigenen Büchlein, Lehren oder Schreiben, als habest du es sehr köstlich gemacht und trefflich gepredigt, gefällt es dir auch sehr, daß man dich vor anderen lobe, willst auch vielleicht gelobt sein, sonst würdest du trauern oder nachlassen, – bist du von der Art, Lieber, so greif dir selber an deine Ohren.
Und greifst du recht, so wirst du finden ein schön Paar großer, langer, rauher Eselsohren. So wende vollends die Kosten dran und schmücke sie mit güldnen Schellen, auf daß, wo du gehst, man dich hören könnte, mit Fingern auf dich weisen und sagen: Seht, seht, da geht das feine Tier, das so köstliche Bücher schreiben und trefflich wohl predigen kann. Alsdann bist du selig und überselig im Himmelreich. Ja, wo dem Teufel samt seinen Engeln das höllische Feuer bereitet ist. Summa, laßt uns Ehre suchen und hochmütig sein, wo wir mögen. In diesem Buch ist Gottes die Ehre allein und heißt: ‚Deus superbis resistit, humilibus autem dat gratiam.‘ (1 Petr 5,5) Amen.
(Aus M. Luthers Vorrede zum ersten Band der Wittenberger Ausgabe der deutschen Schriften, 1539, WA 50; 658, 29-661,8)
Zur Serie „Zeit mit Gott verbringen“.
Als junger Pastor predigte Bill Hybels über die Notwendigkeit, Raum im Leben für das Reden Gottes zu schaffen. Nach dem Gottesdienst kam ein Geschäftsmann wütend auf ihn zu und sagte: „In was für einer Welt leben Sie eigentlich? Ich habe keine Zeit den ganzen Tag hinzuhören, was Gott mir sagen will. Ich habe einen Job zu tun, eine Familie zu versorgen, ein Haus zu pflegen und all das.“
Bill antwortete: „Zeit ist keine Frage des Habens, sondern eine Frage des Nehmens. Sie nehmen sich auch die Zeit zum Essen, zum Schlafen, zum Duschen, zum Spielen. Wenn sie sich keine Zeit nehmen wollen, um Gottes Stimme zu hören, dann ist das ihre Entscheidung. Aber sagen sie nicht, sie hätten keine Zeit.“
Wochen später kam dieser Mann wieder auf Bill zu und lud ihn zu sich nach Hause zum Essen ein. Dort deutet er auf einen Sessel im Wohnzimmer. „Dort sitze ich nun jeden Morgen und höre, was Gott mir sagen will!“
Bill war verblüfft. Er hatte nicht damit gerechnet. dass der Mann irgendetwas aus dem Gespräch mit ihm aufgreifen würde.
Es vergingen ein paar Monate. Dann stand wieder der Mann vor Bill und sagte: „Ich denke, ich werde meinen Job in der Werbung an den Nagel hängen und bei euch in der Gemeinde mitarbeiten.“
Bill schreckte zurück: Hey, seinen Job zu kündigen ist eine große Sache. Sowas macht man nicht einfach, besonders wenn mannFamilie hat! Woher hast du denn diese Idee?“
Der Mann lächtelte: „Hab ich auf meinem Sessel gehört.“
„Dann geh zurück zu deinem Sessel und frag lieber nochmal nach“, schickte Bill den Mann nach Hause.
Einige Wochen später fing dieser Mann bei Willow als Mitarbeiter an. Und er erwies sich als ein hervorragender Mitarbeiter.
Jahre später bat er Bill erneut um ein Gespräch. Er sagte, er würde Willow verlassen, um einem Freund zu helfen, in einem anderen Landesteil eine Gemeinde zu gründen.
„Woher hast du diese Idee“, wollte Bill wissen, obwohl er die Antwort schon kannte.
„Von meinem Sessel!“
Also zog dieser Mann weg.
Jahre später erreichte Bill ein Telefonanruf. Diesmal klang sein gegenüber etwas gedämpft. Er hatte vom Arzt eine schlechte Nachricht bekommen. Eine Blutkrankheit – er hatte nur noch wenige Monate zu leben.
Nach seiner Beerdigung sprach Bill mit der Witwe. Und er sprach über den Sessel, der im Leben dieses Mannes solche Auswirkungen gehabt hatte.
Die Frau sagte: „Diesen Sessel werden wir als Familie niemals weggeben. Er wird ein lebendiges Zeichen für unser Kinder und weitere Generationen sein, wie wichtig es ist, regelmäßig Zeit zu finden, um auf Gott zu hören.
Vor wenigen Tagen erzählte Bill Hybels diese Geschichte im Rahmen eines Meetings in Chicago. Dann schaute er in die Runde und fragte:
„Wo steht dein Sessel? Wo ist dein Zeitfenster, um regelmäßig zu hören, was Gott dir sagen will?“
„Wo steht Dein Sessel?“
Quelle: WillowNews Aug 2010
Zur Serie „Stolz & Demut“.
Ein Rabe hatte einmal aus einem offenen Fenster eines Wohnhauses ein Stück Käse gestohlen. Er setzte sich auf einen hohen Baum und wollte den Käse genüsslich verzehren. Und wie es eben Rabenart ist: Man hörte seine Fressgeräusche weit. Man hörte, dass es ihm schmeckte. Das vernahm ein Fuchs. Der dachte bei sich: „Wie komme ich zu dem Käse? Jetzt weiß ich’s!” Er schlich sich ganz nahe an den Baum, auf dem der Rabe saß, und sagte: „O, lieber Rabe! Ein ganzes Leben lang habe ich noch keinen so schönen Vogel gesehen wie dich. Und wenn deine Stimme auch so schön klingt, wie du schön bist, dann sollte man dich zum König über alle Vögel krönen.” Das tat dem Raben gut. Das hatte noch niemand zu ihm gesagt. Dass der Fuchs so gut zu ihm sein konnte? Der Rabe wurde ganz stolz, plusterte sich auf und machte sich bereit zum Singen. Dabei vergaß er seinen Käse. Wie er nun seinen Schnabel aufmachte und den ersten Ton herauskrächzte, fiel der Käse auf den Boden, genau vor das Maul des Fuchses. Der Fuchs machte sich sofort ans Fressen und lachte über den dummen Raben. (Nach einer Fabel von Martin Luther)
Wer zugrunde gehen soll, der wird zuvor stolz; und Hochmut kommt vor dem Fall! Sprüche 16,18
Zur Serie „Stolz & Demut“.
Andere Worte für Stolz sind: Anmaßung, Arroganz, Aufgeblasenheit, Blasiertheit, Dünkel, Einbildung, Hochmut, Hochmütigkeit, Hoffart, Selbstachtung, Selbstbewußtsein, Selbstgefühl, Selbstgefälligkeit, Selbstgerechtigkeit, Selbstsicherheit, Selbstvertrauen, Selbstwertgefühl, Selbstüberhebung, Unbeugsamkeit, Vornehmheit, Überheblichkeit

Auszüge aus Wikipedia: Stolz ist das Gefühl einer großen Zufriedenheit mit sich selbst (Hochachtung). Stolz entspringt der Gewissheit, etwas Besonderes oder Anerkennenswertes geleistet zu haben oder zu sein.

Bin ich stolz? Bei anderen Menschen kann man das häufig ja leicht erkennen – aber bei sich selbst kann man leicht darüber hinwegsehen. Ich habe hier einige Kriterien aus einem anderen Artikel zusammengefasst:
1) Eigene & fremde Fehler
Stolze Menschen können die Fehler anderer Menschen jederzeit aufzeigen. Sie konzentrieren sich aufs Versagen anderer und führen Buch über die Fehler anderer. Stolze Menschen sind kritisch und suchen Fehler. Sie betrachten die Fehler aller anderen mit einem Mikroskop, ihre eigenen dagegen mit einem Teleskop.
Demütige Menschen sind sich eher ihrer eigenen Fehler und geistlichen Nöte bewusst, als der anderer.
2) Umgang mit Autoritätspersonen
Stolze Menschen kritisieren häufig Autoritätspersonen (Vorgesetzte, Gemeindeleitung, Ehemann, Lehrer, Eltern, Politker…). Sie können es nicht ertragen geleitet zu werden. Es passt ihnen nicht Aufgaben zu erhalten.
Demütige Menschen behandeln diejenigen ehrfürchtig, die Gott in Autoritätspositionen über sie gestellt hat. Sie sind zwar nicht immer mit ihnen einverstanden, aber sie beten für sie anstatt über ihre Fehler zu reden und ordnen sich ihnen unter.
3) Denken über andere
Stolze Menschen glauben, dass sie besser sind, als die meisten anderen. Sie beten (Lk 18,11): Ich danke dir, dass ich nicht so bin, wie die anderen Leute: Räuber, Betrüger, Ehebrecher, oder auch wie dieser Zöllner.
Demütige Menschen denke das Beste von anderen und wissen, dass andere besser sind als sie selbst. Sie wissen um ihre eigene Sünde und Schwachheit. Sie beten (Lk 18,13): Gott sei mir Sünder gnädig!

4) Selbstgenügsamkeit
Stolze Menschen brauchen andere Menschen nicht wirklich um zufrieden zu sein. Sie sind unabhängig. Stolze Menschen sind mit anderen Menschen zusammen, um von ihnen zu profitieren. Sie lassen sie aber nicht an sich heran, weil dies nur geschieht, wenn man bereit ist Schwäche zu zeigen. Stolze Menschen sind häufig einsam.
Demütige Menschen brauchen andere Menschen.
5) Recht haben
Stolze Menschen müssen beweisen, dass sie Recht haben. Sie können nicht im Unrecht sein. Stolzen Menschen fällt es schwer zu sagen: „Ich habe einen Fehler gemacht; bitte verzeih mir!“
Demütige Menschen versuchen den anderen zu verstehen und können darauf verzichten Recht zu haben. Sie wissen, dass man mit Rechthaberei mehr kaputt machen kann, als dass man gewinnt.
6) Rechte beanspruchen
Stolze Menschen fordern auch ein, was Ihnen zusteht. Sie sind anspruchsvoll und nutzen ihre Macht gerne aus.
Demütige Menschen sind auch bereit auf ihr Recht zu verzichten, wenn es für andere negative Konsequenzen hat. Sie sind sanftmütig und können sich selbst verleugnen.
7) Umgang mit Zeit
Stolze Menschen haben selten für andere Zeit, weil sie ihre eigenen Ziele erreichen müssen.
Demütige Menschen sind bereit Zeit für andere zu opfern. Sie sind hilfsbereit.
8) Anerkennung
Stolze Menschen fordern Anerkennung und sind unzufrieden, wenn man sie ihnen verweigert. Stolze Menschen sind von dem Lob anderer Menschen abhängig. Ihr Wert hängt von den anderen Menschen und ihrer eigenen Einbildung ab. Stolze Menschen sind gekränkt, wenn andere befördert oder gelobt werden.
Demütige Menschen freuen sich darüber anderen Menschen oder Gott dienen zu dürfen, auch wenn sie keine Anerkennung erhalten. Sie freuen sich auch, wenn andere befördert oder gelobt werden.
9) Umgang mit Lob & Kritik
Stolze Menschen sind sehr gut drauf , wenn sie gelobt werden und verzweifelt, wenn sie kritisiert werden. Sie rechtfertigen sich, selbst wenn die Sache offensichtlich ist. Sie können Fehler nicht zugeben und sind beleidigt, wenn man ihnen Vorwürfe macht. Stolzen Menschen fällt es schwer, mit anderen über ihre geistlichen Nöte und Bedürfnisse zu sprechen.
Demütige Menschen freuen sich über Lob und Kritik. Sie wollen eine Rückmeldung von anderen, um dadurch zu lernen. Fehler bedrücken sie, aber sie verzweifeln nicht daran, sondern bitten Menschen & Gott um Vergebung & Veränderung.
10) Der gute Ruf
Stolze Menschen machen sich immer Sorgen darüber, was andere von ihnen halten und sie denken werden.
Demütige Menschen ecken nicht absichtlich an, aber versuchen echt & Gott treu zu sein.
11) Versöhnung im Streitfall
Stolze Menschen warten darauf, dass andere kommen und um Vergebung bitten.
Demütige Menschen nehmen die Initiative auf, egal wie unrecht die andere Partei gehabt haben mag.

12) Umgang mit diesen Kriterien
Stolze Menschen denken jetzt schon an bestimmte Menschen, die diese Kriterien lesen müssten. Sie erkennen ihren eigenen Stolz nicht.
Demütige Menschen erkennen, dass sie noch an so manchen Punkten an sich selbst Veränderung brauchen.
Benutze Quelle: KfG
Glaube ist das Bekenntnis der Nichtigkeit und Hilflosigkeit, ein Sichausliefern an Gott und das Warten auf sein Wirken. (aus „Demut“ von Andrew Murray)
Heute mal ein griechisches Märchen, um eine geistliche Wahrheit zu verdeutlichen:
Kennt Ihr Antäus? Das war ein Riese aus der griechischen Mythologie, Sohn des Poseidon und der Mutter Erde. Antäus war unüberwindlich stark. Beheimatet war er in Libyen und rund 28 Meter groß. Er hatte eine nicht gerade angenehme Eigenschaft. Er pflegte alle vorbeiziehenden Reisenden zu zwingen, mit ihm zu kämpfen – und er gewann stets. Aus den Schädeln der Unterlegenen fertigte er für seinen Vater Poseidon einen Tempel. Niemand konnte ihn im Kampf bezwingen. Er verfügte über schier unermessliche Kräfte. Lange rätselte man über das Geheimnis seiner Kraft. Woher hatte Antäus seine Stärke?
Als Herkules auf den Riesen traf, wurde auch er von Antaios zum Kampf herausgefordert; es war ein ungleicher Kampf, da Antaios immer wieder aus der Erde neue Kraft erhielt. Herakles erkannte während des nahezu aussichtslosen Kampfes, dass die Stärke des Riesen von seiner Mutter Gaia, der Erde, kommen musste, hob ihn weg von der Erde in die Luft und erwürgte den seiner Kräfte beraubten Antaios dort. Im Moment, als die Verbindung zur Erde unterbrochen war, wurde Antäus kraftlos und bezwingbar.
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Das Geheimnis seiner Kraft war die Verbindung mit seinem Ursprung seiner Mutter Erde. Als Herkules diese Verbindung löste, konnte er Antäus besiegen. Seitdem gilt Herkules und nicht mehr Antäus als der stärkste Mann. Antäus bezog seine Kraft aus der Verbindung mit seinem Ursprung, seiner Mutter Erde.
Wir Christen beziehen unsere Kraft aus einer lebendigen Beziehung zu Gott, unserem himmlischen Vater. In einer vertrauensvollen Verbindung mit Jesus haben wir teil an den Kräften Gottes und sind für die Sünde, den Tod und die Zerstörung unantastbar. Wenn es aber dem Feind gelingt, unsere Verbindung zu Jesus zu unterbrechen, werden wir kraftlos und schwach, anfällig und besiegbar.
In welcher Verbindung stehst du zu Gott? Ist deine Verbindung getrennt?
Quelle: haos Blog

Der raue Pfad dem LAMME nach!, will uns oft nicht gefallen;
Wir möchten lieber Tag für Tag auf lichten Höhen wallen
Mit allen Ehren möchten wir durch dieses Leben gehen
Und dabei alle Proben hier stets mit „sehr gut“ bestehen.
Auch möchten wir an jedem Ort nur immer Großes leisten,
dass Gott uns segne fort und fort, das wünschen wir am meisten.
Auch möchten wir mit großer Macht stets jeden Feind bezwingen –
Und wünschen, dass uns Tag und Nacht soll alles wohl gelingen.
So könnten wir noch mancherlei an frommen Wünschen nennen
Und würden uns wohl kaum dabei im Fleischessinn erkennen.
Von CHRISTI Schmach und Lammessinn wär keine Spur zu finden,
weil wir ja nicht zum Kreuze hin uns restlos möchten binden.
Doch CHRISTI Weg durch Leiden geht, durch Nöte, Spott und Schande,
wo mancher Sturm der Trübsal weht, wo Schmerzen oft und Bande.
Wo man verkannt, verschmäht, verlacht, gar als ein Narr gehalten
Doch hier kann sich des Lammes Macht erst wunderbar entfalten.
Als Gottes Kraft vom Kreuzesstamm aus Jesu Todeswunden,
weil hierdurch ja das Gotteslamm den Satan überwunden!
Hier offenbart sich CHRISTI Sinn, als Sieg im Unterliegen!
Hier wird das Sterben zum Gewinn; hier kann die Ohnmacht siegen!
Hier wird zum „Haben“ unser „Soll“, die Einfalt – Himmelslehre!
Was töricht scheint, wird weisheitsvoll; ja, Schmach wird höchste Ehre!
Der Einsatz heißt: „Dem Lamme nach“, wohin es auch mag gehen!“
Und der Gewinn wird tausendfach in Himmelswert bestehen.
Hermann Enke