Gottesfurcht und das Alte Testament

Vielleicht beschäftigt den einen oder anderen mal das Thema "Gott fürchten". Hier ein paar interessante Bibelstellen aus dem Alten Testament:
5Mos 5:29 Ach daß sie ein solches Herz hätten, mich zu fürchten und zu halten alle meine Gebote ihr Leben lang, auf daß es ihnen und ihren Kindern wohlginge ewiglich!
Ps 33:18 Siehe, des HERRN Auge achtet auf alle, die ihn fürchten, die auf seine Güte hoffen,
Ps 34:12 Kommt her, ihr Kinder, höret mir zu! Ich will euch die Furcht des HERRN lehren.
Ps 86:11 Weise mir, HERR, deinen Weg, daß ich wandle in deiner Wahrheit; erhalte mein Herz bei dem einen, daß ich deinen Namen fürchte.
Ps 89:8 Gott ist gefürchtet in der Versammlung der Heiligen, groß und furchtbar über alle, die um ihn sind.
Spr 1:7 Die Furcht des HERRN ist der Anfang der Erkenntnis.
Pred 12:13-14 Laßt uns die Hauptsumme aller Lehre hören: Fürchte Gott und halte seine Gebote; denn das gilt für alle Menschen.
Wo steht dein Sessel?
Zur Serie "Zeit mit Gott verbringen".

Als junger Pastor predigte Bill Hybels über die Notwendigkeit, Raum im Leben für das Reden Gottes zu schaffen. Nach dem Gottesdienst kam ein Geschäftsmann wütend auf ihn zu und sagte: "In was für einer Welt leben Sie eigentlich? Ich habe keine Zeit den ganzen Tag hinzuhören, was Gott mir sagen will. Ich habe einen Job zu tun, eine Familie zu versorgen, ein Haus zu pflegen und all das."
Bill antwortete: "Zeit ist keine Frage des Habens, sondern eine Frage des Nehmens. Sie nehmen sich auch die Zeit zum Essen, zum Schlafen, zum Duschen, zum Spielen. Wenn sie sich keine Zeit nehmen wollen, um Gottes Stimme zu hören, dann ist das ihre Entscheidung. Aber sagen sie nicht, sie hätten keine Zeit."
Wochen später kam dieser Mann wieder auf Bill zu und lud ihn zu sich nach Hause zum Essen ein. Dort deutet er auf einen Sessel im Wohnzimmer. "Dort sitze ich nun jeden Morgen und höre, was Gott mir sagen will!"
Bill war verblüfft. Er hatte nicht damit gerechnet. dass der Mann irgendetwas aus dem Gespräch mit ihm aufgreifen würde.
Es vergingen ein paar Monate. Dann stand wieder der Mann vor Bill und sagte: "Ich denke, ich werde meinen Job in der Werbung an den Nagel hängen und bei euch in der Gemeinde mitarbeiten."
Bill schreckte zurück: Hey, seinen Job zu kündigen ist eine große Sache. Sowas macht man nicht einfach, besonders wenn mannFamilie hat! Woher hast du denn diese Idee?"
Der Mann lächtelte: "Hab ich auf meinem Sessel gehört."
"Dann geh zurück zu deinem Sessel und frag lieber nochmal nach", schickte Bill den Mann nach Hause.
Einige Wochen später fing dieser Mann bei Willow als Mitarbeiter an. Und er erwies sich als ein hervorragender Mitarbeiter.
Jahre später bat er Bill erneut um ein Gespräch. Er sagte, er würde Willow verlassen, um einem Freund zu helfen, in einem anderen Landesteil eine Gemeinde zu gründen.
"Woher hast du diese Idee", wollte Bill wissen, obwohl er die Antwort schon kannte.
"Von meinem Sessel!"
Also zog dieser Mann weg.
Jahre später erreichte Bill ein Telefonanruf. Diesmal klang sein gegenüber etwas gedämpft. Er hatte vom Arzt eine schlechte Nachricht bekommen. Eine Blutkrankheit - er hatte nur noch wenige Monate zu leben.
Nach seiner Beerdigung sprach Bill mit der Witwe. Und er sprach über den Sessel, der im Leben dieses Mannes solche Auswirkungen gehabt hatte.
Die Frau sagte: "Diesen Sessel werden wir als Familie niemals weggeben. Er wird ein lebendiges Zeichen für unser Kinder und weitere Generationen sein, wie wichtig es ist, regelmäßig Zeit zu finden, um auf Gott zu hören.
Vor wenigen Tagen erzählte Bill Hybels diese Geschichte im Rahmen eines Meetings in Chicago. Dann schaute er in die Runde und fragte:
"Wo steht dein Sessel? Wo ist dein Zeitfenster, um regelmäßig zu hören, was Gott dir sagen will?"
"Wo steht Dein Sessel?"
Quelle: WillowNews Aug 2010
Eine Definition von christlichem Glauben
Glaube ist das Bekenntnis der Nichtigkeit und Hilflosigkeit, ein Sichausliefern an Gott und das Warten auf sein Wirken. (aus "Demut" von Andrew Murray)
Die einzige Hoffnung
Die Hoffnung ist - darin sind alle einer Meinung - eine göttliche Tugend, welche allein auf Gott acht gibt; Gott aber ist die Gütigkeit selbst und die uns verheißene Barmherzigkeit. Wo nun einer auf etwas anderes hoffet als auf die verheißene Barmherzigkeit (d.h. auf Gott), der ist vermessen und hat schon die Hoffnung verloren. (Martin Luther)
GOTT lieben – Auslegung Martin Luthers
"Woran du dein Herz hängst, das ist dein Gott." schrieb Martin Luther im Großen Katechismus bei der Auslegung des ersten Gebots.
Woran hängen wir unser Herz? Was ist uns das Wichtigste im Leben? Wovon ist unser Alltag gefüllt? Wer beherrscht unser tun und denken?
Ich empfehle jedem die Auslegung Luthers weiter zu lesen:
Was heißt, einen Gott haben, oder was ist Gott? Antwort: ein Gott heißt das, dazu man sich versehen soll alles Guten und Zuflucht haben in allen Nöten; also dass einen Gott haben nichts anders ist, denn ihm von Herzen trauen und glauben; wie ich oft gesagt habe, dass allein das Trauen und Glauben des Herzens beide macht, Gott und Abgott. [...]
siehe zu und lasse mich allein deinen Gott sein und suche ja keinen andern; das ist was dir mangelt an Gutem, des versieh dich zu mir und suche es bei mir, und wo du Unglück und Not leidest, kriech und halte dich zu mir. Ich, ich will dir genug geben und aus aller Not helfen, lass nur dein Herz an keinem andern hangen noch ruhen.
Das muss ich ein wenig grob ausstreichen, dass mans verstehe und merke an Gemeinden Exempeln des Widerspiels. Es ist mancher, der meint, er habe Gott und alles genug, wenn er Geld und Gut hat, verlässt und brüstet sich darauf so steif und sicher, dass er auf niemand etwas gibt. Siehe, dieser hat auch einen Gott, der heißt Mammon, das ist Geld und Gut, darauf er all sein Herz setzt, welches auch der allergewöhnlichste Abgott ist auf Erden. Wer Geld und Gut hat, der weiß sich sicher, ist fröhlich und unerschrocken, als sitze er mitten im Paradies; und wiederum, wer keins hat, der verzweifelt und verzagt, als wisse er von keinem Gott. Denn man wird ihrer gar wenig finden, die guten Mutes sind, nicht trauern noch klagen, wenn sie den Mammon nicht haben; es klebt und hängt der Natur an bis in die Grube. Also auch, wer darauf traut und trotzt, dass er große Kunst, Klugheit, Gewalt, Gunst, Freundschaf t und Ehre hat, der hat auch einen Gott, aber nicht diesen rechten, einigen Gott. Das siehst du abermal dabei, wie vermessen, sicher und stolz man ist auf solche Güter, und wie verzagt, wenn sie nicht vorhanden oder entzogen werden.
Darum sage ich abermal, dass die rechte Auslegung dieses Stückes sei, dass einen Gott haben heißt: etwas haben, darauf das Herz gänzlich traut.
Hier gibt es den Großen Katechismus von Martin Luther kostenlos zum Download!



