Schlagwort-Archive: Sünde

Erfolg oder Misserfolg (Sprüche 14,34)

erfolg-oder-misserfolg

Alle Menschen sind auf der Suche nach Erfolg und den Erfolgskriterien.

Gottes Wort nennt einen Grundsatz immer wieder in anderen Worten:

Gerechtigkeit erhöht ein Volk; aber die Sünde ist der Leute Verderben. (Sprüche 14,34)

Gerechtigkeit hat mit Recht und Ordnung zu tun. Man tut das richtige – was gerecht nach dem göttlichen Maßstab ist. Dazu gehört auch um Vergebung bitten und nach Versöhnung mit Gott und Menschen zu streben…

Wenn Menschen so leben, werden sie erhöht, d.h. sie erleben bessere Zeiten. Sie haben Erfolg und werden „groß“!

Im Gegensatz dazu verspricht die Sünde (das Falsche tun) viel – Vergnügen, Genuss, mehr Reichtum und Ansehen usw. – aber sie kann kein einziges Versprechen halten. Über kurz oder lang bringt sie Verderben. Wörtlich steht hier Schande. Man könnte weiterdenken in Richtung Untergang, Unglück, Hölle.

Gerechtigkeit erhöht ein Volk; aber die Sünde ist der Leute Verderben. (Sprüche 14,34)

So einfach ist das mit Erfolg und Misserfolg 😉

Andacht zum Thema Böses unterlassen und Gutes tun

Andacht zum Thema Böses unterlassen und Gutes tun

Andacht zum Thema Böses unterlassen und Gutes tun
(ursprünglich anlässlich der Tageslosung Dienstag 29.07.14)

Tut nicht Unrecht den Witwen, Waisen, Fremdlingen und Armen! (Sacharja 7,10)

Wer nun weiß, Gutes zu tun, und tut’s nicht, dem ist’s Sünde.(Jakobus 4,17)

Wir machen uns nicht nur durch böse Taten, negatives Reden und schlechtes Denken schuldig, sondern auch durch das Unterlassen von guten Taten, positiven Worten und gutem Denken. Wer nur nicht schuldig werden will, weil er Strafe fürchtet, liebt nicht so, wie Gott es will.

Gott will dass wir intrinsisch lieben! Wenn die Menschen uns wichtig sind, wollen wir ihnen nichts böses tun, sondern vielmehr mit Wohltaten überschütten, wo uns das möglich ist.

LGVGH!

Was war die Sünde der Menschen vom Turmbau zu Babel?

Was war die Sünde der Leute vom Turmbau zu Babel

Heute habe ich mal wieder die Geschichte vom Turmbau zu Babel in 1. Mose 11 gelesen. Dabei ist mir aufgefallen, was die eigentliche Sünde vom Turmbau war. Weißt du es auch?

1. Viele Menschen denken an den Turm als Sünde

Beim Turmbau zu Babel muss der Turm das eigentliche Problem gewesen sein, oder? Nein. Der Turm war eigentlich nicht das Problem, ebenso wie ein TV-Gerät oder die Kleidung an sich nicht sündig sind.

Die an sich neutralen Dinge werden erst durch den falschen Gebrauch, bzw. mit der falschen Motivation (warum ich etwas tue) zur Sünde!

Es ist nicht falsch einen Turm zu bauen. Mit Sicherheit hätte auch Gott nichts dagegen gehabt, wenn sie es aus den richtigen Gründen oder zumindest nicht aus den falschen Gründen getan hätten 🙂

2. Der Stolz als Sünde beim Turmbau zu Babel

Eine zweite häufige Antwort ist sicher der Stolz. Die Menschen haben sich selbst einen Namen machen wollen, oder? Ja und Nein. Es heißt in 1. Mose 11,4:

und sprachen: Wohlauf, laßt uns eine Stadt und einen Turm bauen, dessen Spitze bis an den Himmel reiche, damit wir uns einen Namen machen; denn wir werden sonst zerstreut in alle Länder.

Der Stolz hat eine große Rolle gespielt. Er war ein Mitauslöser für den Ungehorsam. Doch die eigentliche Sünde bestand nicht darin, dass sie sich zu ihrer eigenen Ehre einen Turm bauen wollten.

3. Der Ungehorsam gegenüber Gottes Gebot sich auszubreiten

Wenn man 1. Mose 11 und den Kontext (Zusammenhang) liest, dann stellt man fest, dass der Ungehorsam gegenüber Gottes Gebot die eigentliche Sünde war. Denn Gott hat nicht nur Adam & Eva und Noah, sondern damit auch allen ihren Nachkommen geboten:

1. Mose 1,28: Seid fruchtbar und mehret euch und füllet die Erde und machet sie euch untertan…

1. Mose 9,1+7: Und Gott segnete Noah und seine Söhne und sprach: Seid fruchtbar und mehret euch und füllet die Erde.  (…) Seid fruchtbar und mehret euch und reget euch auf Erden, daß euer viel darauf werden.

Wenn man diese vorangegangenen Worte Gottes beachtet, fällt einem auch hier im Kapitel auf, dass der Ungehorsam gegenüber diesem Gebot, die eigentliche Sünde war:

  1. Im größeren Zusammenhang wird deutlich, wenn man Kapitel 10 vorher gelesen und nicht einfach übersprungen hat, dass die Geschichte der Ausbreitung der Menschheit erzählt wird. Doch nun werden einige dem Gebot Gottes ungehorsam.
  2. Der oben zitierte Vers 1Mos 11,4 stellt klar, warum sie eigentlich einen Turm bauen. Sie wollen nicht über die ganze Erde zerstreut werden. Sie wollen Gott nicht gehorsam sein.
  3. Die Anklage Gottes in 1Mos 11,6 richtet sich nicht gegen den Stolz der Menschen, sondern gegen ihren Ungehorsam. Gott sagt dort sinngemäß: Sie wollen zusammenbleiben und ein Volk mit einer Sprache sein. Damit lehnen sie sich gegen meinen Auftrag zur Ausbreitung auf. Wenn es so weitergeht, meinen die Menschen noch, sie könnten tun und lassen, was sie wollen.
  4. Gottes Strafe, die Sprachverwirrung, richtet sich nicht gegen den Stolz, sondern gegen den Ungehorsam (1Mos 11,7).
  5. Die Folgen der Sprachverwirrung führen zur Umsetzung von Gottes Willen: Die Menschen breiten sich weiter über die ganze Erde aus (1Mos 11,8).

Was lernen wir daraus?

  1. Man kann sehr schnell eine Deutung in den biblischen Text hineinlegen.
  2. Man kann leicht missverstehen, was die eigentliche Sünde ist.
  3. Gottes Aufträge sind erstzunehmen.
  4. Gott bestraft auch, um seinen guten Plan umzusetzen.

Alles klar?

Warum bin ich krank? Teil 1 – Der Ursprung von Krankheit

Warum gibt es Krankheiten? Woher kommen sie? Warum schaffen wir es durch unsere moderne Medizin nicht, die Krankheiten zu heilen oder abzuschaffen? In diesem Artikel möchte ich eine erste Antwort geben: Krankheit ist eine Folge der Sünden der Menschen.

KrankheitKrankheit ist eines der Schlimmsten Dinge auf dieser Welt. Viele Menschen leiden täglich große Qualen. Da ist es verständlich, dass man gern wissen will, wieso es Krankheiten gibt und woher diese kommen. Als Christ, der glaubt, dass die Bibel Gottes Wort ist und Antworten auf die wichtigsten Fragen des Lebens bereit hält, habe ich mehr oder weniger drei grobe Antworten gefunden:

  1. Krankheiten existieren aufgrund der allgemeinen Sünde, der grundsätzlichen Trennung von Gott (dieser Artikel).
  2. Krankheiten können viele Ursachen haben, wie zum Beispiel persönliche Sünden.
  3. Krankheiten können einen besonderen Zweck haben.

A. Der Ursprung von Krankheit liegt im Sündenfall

Sünde ist die Ursache für alle Krankheiten und Leiden dieser Welt. Alle Krankheit, alles Leiden und der Tod sind letztlich Folge der Sünde. Gemeint ist die allgemeine Sünde, die durch den Sündenfall in unsere Welt eindrang.

Und Gott der HERR gebot dem Menschen und sprach: Du darfst essen von allen Bäumen im Garten,  aber von dem Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen sollst du nicht essen; denn an dem Tage, da du von ihm issest, mußt du des Todes sterben.  (1. Mose 2,16-17)

Doch die Menschen hielten sich nicht an das Gebot und als Folge drang der geistliche (vollzogen) und der leibliche Tod (mit Gnadenzeit) ein. Der leibliche Tod beinhaltet jegliche Form der Vergänglichkeit. Die Krankheit & das Altern gehören dazu. Krankheit liegt zwischen Sünde und Tod. Sie ist die Folge der Sünde und die Vorstufe des Todes. Gäbe es keine Sünde in der Welt, gäbe es weder Krankheit noch Tod.

KrankenhausDas heißt, dass wir als Menschen in gewisser Hinsicht letztlich selbst verantwortlich sind für den Schlamassel, in dem wir leben – auch für die zahlreichen Krankheiten. Unsere Abkehr von Gott ist der Auslöser dafür.

B. Die Folgen des Sündenfalls betreffen uns alle ohne Ausnahme

Deshalb, wie durch einen Menschen die Sünde in die Welt gekommen ist und der Tod durch die Sünde, so ist der Tod zu allen Menschen durchgedrungen, weil sie alle gesündigt haben. (Römer 5,12)

Krankheit und Tod sind also unvermeidliches Übel unseres gefallenen Menschseins. Wir können sie gar nicht mehr vermeiden – wir können aber richtig mit ihnen umgehen. Krankheit erinnert uns an unsere Trennung von Gott: Wir brauchen Erlösung und Rettung. Wir sind auf die Gnade Gottes angewiesen.

krankEs ist doch interessant, dass trotz des ganzen Fortschritts in der medizinischen Wissenschaft die Krankheiten nicht abgeschafft werden können. Es gibt zwar gute Heilungschancen für einige Krankheiten, aber laufend entdeckt man neue Krankheiten. Krankheit und Tod sind für alle Menschen unvermeidlich – selbst wenn jemand jahrelang nicht krank wird und sehr alt wird – dennoch erkrankt auch er und muss sterben…

Selbst noch so gläubige Menschen können dieser Konsequenz des Sündenfalls nicht entfliehen. Ein Mensch wie Hiob, der rechtschaffen, untadelig und gottesfürchtig war und das Böse mied, erleidet schwere Krankheiten, weil er ebenso zur gefallenen Schöpfung dazugehört, wie wir. Natürlich steckt da noch mehr dahinter, aber das schauen wir uns in einem anderen Artikel genauer an. Hier ist mir die Erkenntnis wichtig, dass Krankheit ein großes Hinweisschild auf unseren gefallenen Zustand als Menschen ist. Das kann man natürlich leugnen, aber leider hilft es nicht.

Hier geht es zum zweiten Teil der Artikelserie „Warum bin ich krank?“ – Die Ursachen von Krankheiten

Schweinegrippe & SND

Viele Menschen sind wegen der Schweinegrippe in Mexiko beunruhigt. Heute habe ich bei der Tagesschau dagegen gelesen, dass einer Untersuchung durch die WHO zufolge bisher „nur“ sieben Menschen an dem neuen Schweinegrippe-Virus gestorben sein sollen. Dazu diese Expertenmeinung von Detlev Krüger: „Eine normale Grippewelle ist schlimmer“

Eine andere Krankheit, die sich dagegen unbemerkt ausbreitet und bereits alle Menschen infiziert hat, ist SND. Hier folgende Geschichte, die ich mal vor einigen Jahren bekommen habe:

SND – Die geheimnisvolle Krankheit
Der Tag ist vorüber, du fährst gerade nach Hause. Du schaltest dein Radio ein. Du hörst einen kurzen Bericht über ein kleines Dorf in Indien, wo einige Dorfbewohner plötzlich und auf merkwürdige Weise an einer Grippe gestorben sind, die noch völlig unbekannt ist. Es ist nicht die gewöhnliche Grippe, drei oder vier Menschen sind daran gestorben und es ist irgendwie interessant.

Man entsendet einige Ärzte dorthin, um diese Sache näher zu untersuchen. Du denkst dir bei der Sache nicht viel, aber am Sonntag, als du gerade vom Gottesdienst nach Hause kommst, hörst du einen weiteren Bericht im Radio. Alles was sie sagen ist, dass es nicht drei, sondern 30 000 Dorfbewohner sind, dort auf dem Bergrücken dieser einen besonderen Gegend in Indien; und an diesem Abend kommst es sogar im Fernsehen. CNN bringt einen kurzen Bericht; da tagen ohne Leute vom Gesundheitszentrum in Atlanta, weil man von solche Krankheitssymptomen nie vorher gehört hat.

Montag morgen, als du aufstehst, ist es die Hauptnachricht. Es ist nämlich nicht mehr nur in Indien; es ist Pakistan, Afghanistan, Iran, und bevor du es überhaupt realisierst, hörst du diese Sache überall und sie haben es zu „der mysteriösen Grippe“ gemacht.

Der Präsident hat einen Kommentar abgegeben, dass er und jeder andere betet und hofft, dass alles gut wird da drüben. Aber jeder fragt sich, „Wie werden wir diese Sache in den Griff bekommen?“ Das ist der Moment, in dem der Präsident von Frankreich eine Ankündigung macht, die Europa schockiert. Er schließt die Grenzen. Keine Flüge mehr von Indien, Pakistan oder irgendeinem anderen Land, wo dieses Ding gesichtet wurde. An diesem Abend guckst du noch ein bisschen CNN. Dein Kiefer klappt weit auseinander, als eine weinende Frau von einem französischen Nachrichtenprogramm ins Englische übersetzt wird: „Da ist ein Mann in einem Krankenhaus in Paris, der an der mysteriösen Grippe stirbt.“

Es hat Europa erreicht.
Panik greift um sich. Alles, was sie bisher darüber sagen können ist, dass man es bekommt und erst mal für eine Woche hat, ohne es zu wissen. Dann leidet man vier Tage unter unglaublichen Symptomen und stirbt schließlich.

Großbritannien schließt seine Grenzen, aber es ist bereits zu spät.
South Hampton, Liverpool, North Hampton und es ist Dienstag morgen, als der Präsident der Vereinigten Staaten folgendes bekannt gibt: „Wegen eines nationalen Sicherheitsrisikos sind alle Flüge nach und von Europa und Asien gestrichen worden. Wenn Ihre Angehörigen in Übersee sind, so tut es mir leid. Sie können nicht zurückkommen, bis wir ein Mittel gegen dieses Ding gefunden haben.

Innerhalb von vier Tagen ist unsere Nation in eine unglaubliche Angst verfallen. Einige Menschen verkaufen schon kleine Gesichtsmasken. Andere reden darüber, was passiert, wenn es in unser Land hineinkommt und die Prediger sagen, „Das ist die Strafe Gottes“.

Es ist Mittwoch Abend und du bist gerade in einem Gebetstreffen deiner Gemeinde, als jemand vom Parkplatz hereingerannt kommt und sagt, „Macht das Radio an, macht das Radio an.“ Während die Gemeinde einem kleinen Transistorradio zuhört, an das ein Mikrophon gehalten wird, kann man ein Bekanntmachung hören, „Zwei Frauen liegen in einem Krankenhaus in Long Island im Sterben – wegen der mysteriösen Grippe.“ Es scheint, als würde dieses Ding binnen Stunden über das ganze Land hinwegfegen. Menschen arbeiten rund um die Uhr daran, ein Gegenmittel zu finden. Nichts funktioniert. Kalifornien, Oregon, Arizona, Florida, Massachusetts. Es scheint, als würde es einfach von den Grenzen her über einen wegrollen.

Dann, plötzlich und unerwartet kommt die Nachricht. Der Code ist entschlüsselt. Ein Heilmittel kann gefunden werden. Ein Impfstoff kann hergestellt werden. Und zwar indem man das Blut einer Person nimmt, die noch nicht infiziert ist; und so wird tatsächlich, überall im Mittleren Westen, durch alle Kanäle und Fernsehsender, jeder darum gebeten eine ganz einfache Sache zu tun: „Gehen Sie zu dem Krankenhaus in ihrem Ort und lassen sie ihre Blutart bestimmen. Das ist alles, worum wir sie bitten. Wenn sie auch die Sirenen in ihrer Nachbarschaft hören, kommen sie bitte schnell, leise und sicher in die Krankenhäuser.“

Tatsächlich, als du und deine Familie an diesem Mittwochabend dorthin gehen, ist dort eine lange Schlage Menschen, und da sind Krankenschwestern und Ärzte, die herauskommen und einen in den Finger picken, um Blut zu entnehmen und es zu beschriften. Deine Frau und deine Kinder sind da draußen und sie bestimmen eure Blutart und sagen, „Warten sie hier auf dem Parkplatz und wenn wir ihre Namen aufrufen, sind sie entlassen und können nach Hause gehen.“

Du stehst geängstigt da, mit deinen Nachbarn um dich herum, fragst dich, was um alles in der Welt hier vor sich geht und ob dies das Ende der Welt sei.

Plötzlich kommt ein junger Mann rennend aus dem Krankenhaus gelaufen und ruft laut. Er ruft einen Namen und winkt mit einer Schreibunterlage. Was? Er ruft es noch einmal! Und euer Sohn zerrt an deiner Jacke und sagt, „Papa, das bin ich.“

Bevor du es richtig mitbekommst, haben sie deinen Jungen schon mitgenommen. „Wartet mal. He, bleibt mal stehen!“ Aber sie sagen, „Das ist schon okay. Sein Blut ist sauber. Sein Blut ist rein. Wir wollen sicher gehen, dass er die Krankheit wirklich nicht hat. Wir denken, dass er das richtige Blut hat.“

Fünf spannungsgeladene Minuten später kommen die Ärzte und Krankenschwestern heraus, weinen und umarmen sich gegenseitig. Einige lachen sogar. Es ist das erste Mal das man jemanden lachen sieht innerhalb der letzten Tage und ein alter Doktor kommt zu dir und sagt, “ Danke, mein Herr. Das Blut ihres Sohnes ist perfekt. Es ist sauber, es ist rein und wir können einen Impfstoff herstellen“

Als diese Nachricht überall auf dem Parkplatz voller Menschen um sich greift, schreien Menschen, beten, lachen oder weinen. Aber dann nimmt der grauhaarige Doktor dich und deine Frau beiseite und sagt, „Können wir sie einen Moment sprechen? Wir waren uns nicht dessen bewusst, dass der Spender minderjährig sein würde und wir bitten sie… wir bitten sie diese Einverständniserklärung zu unterschreiben.“ Du fängst an zu unterschreiben und dann siehst du, dass das Feld mit der Menge an Blut, die entnommen werden soll noch frei ist. „W-w-w- wieviel Blut werden sie denn entnehmen?“ In diesem Moment entweicht das Lächeln aus dem Gesicht des alten Mannes und er sagt, “ Wir hätten niemals gedacht, dass es ein kleines Kind sein würde. Wir waren nicht vorbereitet. Wir brauchen alles!“ „Aber- aber…“ „Sie verstehen nicht. Wir reden hier über die gesamte Welt. Bitte unterschreiben sie. Wir- wir brauchen alles – wir brauchen alles!“ „Aber können sie ihm denn keine Transfusion geben?“ „Wenn wir sauberes Blut hätten, würden wir es machen. Können sie jetzt bitte unterschreiben? Bitte unterschreiben sie.“

In betäubter Stille tust du es. Dann sagen sie, „Wollen sie einen Moment mit ihm haben, bevor wir anfangen?“ Kannst du da jetzt einfach so reingehen? Kannst du zu deinem Sohn gehen, in diesen Raum, wo er auf dem Tisch sitzt und sagt, „Papa? Mama? Was passiert hier?“ Kannst du seine Hände nehmen und sagen, „Sohn, deine Mami und ich lieben dich, und wir würden niemals etwas zulassen, was nicht wirklich sein muss. Verstehst du das?“ Und wenn der alte Doktor wieder hereinkommt und sagt, „Es tut mir leid, wir müssen – wir müssen jetzt anfangen. Da sterben Menschen auf der ganzen Welt.“ Kannst du ihn zurücklassen? Kannst du hinausgehen, während er sagt, „Papa? Mama? Papa? Warum – warum habt ihr mich verlassen?“

Und nächste Woche dann, wenn sie eine Feier zu Ehren deines Sohnes geben und einige Leute währenddessen schlafen, und andere kommen erst gar nicht, weil sie zum See baden gehen und einige Leute kommen mit einem überheblichen Lächeln auf den Lippen und geben nur vor, sich dafür zu interessieren.

Würdest du nicht aufspringen wollen und schreien „MEIN SOHN IST GESTORBEN! IST EUCH DAS DENN TOTAL EGAL?“

Ist das, was Gott sagt?
„MEIN SOHN IST GESTORBEN. WEISST DU NICHT, WIE SEHR MICH DAS SCHMERZT?“

„Vater, es mit deinen Augen zu sehen, zerbricht unsere Herzen. Vielleicht fangen wir jetzt an, diese große Liebe zu verstehen, die du für uns hast.
Amen.“

Konsequenzen aus Winnenden?

Ich weiß, dass es schon einige Tage her ist. Aber was ist geblieben? Wird irgendetwas daraus gelernt? Kann man mehr tun, als trauern?

Sollen wir nicht unsere Stimme erheben? Gegen Horrorfilme, ja gegen gewaltverherlichende Filme und Spiele? Anstatt uns per Brief oder Email zu beschweren konsumieren viele (wir) solche Filme… Werden wir erst handeln, wenn es das nächste Mal unsere Bekannten, Verwandten oder unsere eigenen Kinder trifft? Werden wir dann noch handeln können?

Welche Konsequenzen ziehst du ganz praktisch aus Winnenden?

Einen aufrüttelnden Artikel zu Winnenden möchte ich euch noch empfehlen: „Amoklauf in Winnenden: nennen wir das Kind beim Namen!“ Hier ein kurzer Auszug:

„Nun werden sie wieder kommen. Die Stimmen, die Politiker mit betroffenem Dackelblick, Psychologen, die es erklären, die den sozialen Hintergrund klären, die uns deutlich machen: das sind Spezialfälle, die sind anders als ihr Fernsehzuschauer. Ihr seid brav, einige wenige Idioten, die vereinsamt Ballerspiele durchorgeln, die sind böse. (…)

Der “Mann von der Straße” wird irgendwas von einsperren und wegsperren und böse Jugend faseln. Und alle werden sich gut dabei fühlen, denn sie sind ja nicht so.

Problem: doch, sie sind so. Die schlimmsten Massaker der Weltgeschichte wurden von braven Familienvätern verübt. Ich brauche die Namen der Orte des Grauens nicht zu nennen. Was nun wieder abgehen wird, ist eine unsägliche humanistisch verklärte Schwafelei und Gutmenschentum höchster Güte. Natürlich muss man nach Ursachen suchen und Schulen helfen, so etwas vorzubeugen. Aber der Kern dahinter ist einfach: Sünde. „

Zur Frage wo Gott in dem Moment war, gibt es diese bekannte Antwort (Powerpoint)…