1. Gifhorner BG-Volleyballturnier 2010
Die letzte Woche war ich fast nur mit Vorbereitungen für das Wochenende beschäftigt. Denn an diesem Wochenende (22-24.10.2010) gab es ein besonderes Event: Das 1. Gifhorner Volleyball-Turnier 2010 in Gifhorn! Es war absolut Hammer! Die viele Mühe und Anstrengung haben sich gelohnt.
Acht Jugenden waren bei uns zu Besuch: Aus Leiferde, Wolfsburg, Lüneburg, Paderborn, Rheine, Alzey, Flein und Heilbronn. Insgesamt gab es 10 Mannschaften für das Männerturnier und 6 für das Mixed-Turnier.
Wir haben Gottes Wort gehört - das Thema war "Erfolg auf ganzer Linie". Wir haben die Sprüche und Josua 1,1-9 behandelt...Wir haben eine sehr schöne Gemeinschaft gehabt, viele haben neue Freunde gewonnen... Wir hatten ein köstliches Essen und viel Spaß beim Spielen...
Gemeindetage 23-24. Mai 2009
Ich glaube ich bin jetzt am Wochenende (23-24. Mai) das erste mal bei den "Gemeindetagen" gewesen. Genauer gesagt war ich bei zwei von vier Programmeinheiten dabei und möchte kurz darüber berichten.
Die Gemeindetage sind eine Großveranstaltung, die vom Missionswerk Siloah und ihren Unterstützergemeinden (Evangelisch-lutherische Brüdergemeinden) organisiert wird. Dieses Jahr waren die Gemeindetage in Salzkotten (nahe Paderborn). Dort gibt es die große Sälzerhalle, mit ca. 1500 Plätzen. Diese waren auch so gut wie alle besetzt... (Wenn ich genauere Zahlen bekomme, wird das korrigiert.) Es waren also sehr viele Menschen da - erfreulicherweise auch viele Jugendliche und einige, die ich kenne. So gab es ein schönes Wiedersehen einiger Bekannten und natürlich schöne Gespräche.

Gemeindetage Paderborn 2009
Das Thema der Gemeindetage war "Gemeindewachstum". Die Themen für die Einzelveranstaltungen klangen auch sehr interessant, waren dann aber teilweise doch etwas enttäuschend:
1. Die erste Einheit (vormittags) habe ich versäumt und kann deshalb nicht viel dazu sagen. Themen und Redner waren Karl Gräfenstein - "Wachstum um jeden Preis?" und Viktor Hempel - "Wachstum durch aktives Gebetsleben". Ich habe nur von einem Freund mitbekommen, dass die zweite Predigt für ihn bewegend war.
2. Abends sollte es dann eine evangelistische Einheit geben. Zuerst gab es ein krasses Zeugnis von einem Bruder, der durch Gottes übernatürliches Wirken aus der kriminellen Laufbahn und dem physischen Tod entrissen wurde. Anschließend gab es eine Predigt unter dem Thema "Wachstum durch Buße und Bekehrung" von Ferny Jägle (einem Missionar aus Frankreich). Meines Erachtens war die Predigt zu lang (1,5 Stunden) - sehr viele haben abgeschaltet oder sich unterhalten - und zu wenig evangelistisch. Positiv fand ich dagegen, dass sie durch einige Geschichten anschaulich und für Christen (die meisten Besucher zählen sicher dazu) herausfordernd war. Ein Punkt der mir wichtig geworden ist: Gemeindewachstum fängt in der Familie an.
3. Am Sonntag Vormittag haben drei Brüder gesprochen:
A) Viktor Gräfenstein - "Wachstum durch Verkündigung und Leben der Gemeinde: Viktor hat betont, dass Gottes Wort ohne Abstriche gepredigt werden sollte.
B) A. Teysch - "Wachstum durch Förderung der jungen Generation": Hier habe ich etwas ansprechendes für die Jugendlichen erwartet. Es ging aber um die Kinder und die Vorbildfunktion der Eltern.
C) W. Wirtz - "Gemeindewachstum durch das Wirken nach außen": Auch hier habe ich mir unter dem Thema etwas anderes vorgestellt - anstatt von missionarischen Impulsen, sprach der Bruder über den Kern des Glaubens (Golgatha), die Einheit der Christen usw.
4. Am Sonntag Nachmittag haben wir Gifhorner eine Gemeinde in Paderborn besucht und waren deshalb nicht bei der letzten Einheit dabei: Georg Ballardt - "Gemeindewachstum fängt bei der Gemeindeleitung an" und Wolfgang Nestvogel - "Motivation für Wachstum aus der Heiligen Schrift". Auch diese Vorträge klingen sehr interessant - ich werde sie sicher nachhören (durch die bestellte mp3-CD möglich).
Leider hatte ich keine Kamera mit, sodass ich kein Foto machen konnte. Wenn ich eins finde, wird es nachgeliefert.
Alles in allem war die ganze Veranstaltung sehr "ernst", organisatorisch eine gute Leistung, vom Thema her eigentlich interessant, für rd. Brüdergemeinden traditionell, für viele bestätigend und für viele Jugendliche nicht ansprechend. Deshalb bete ich dafür, dass das nächste mal auch junge Brüder predigen dürfen...
Gerne dürft ihr einen Kommentar schreiben, wie ihr die Gemeindetage empfunden habt... Einfach oben auf "x Kommentare" klicken...
Die Geschichte der Russlanddeutschen als Video
Da ich schon lange nichts mehr zu meiner Themenreihe "Ev.-luth. Russlanddeutsche" geschrieben habe, möchte ich hier mal auf eine schöne Dokumentation (aus dem Jahr 1995) bei youtube (in zwei Teilen) hinweisen. Es geht um die allgemeine Geschichte der Russlanddeutschen. Für einen Ersteindruck sehr sehenswert.
Mitgliederversammlung der KG
Seit letztem Jahr bin ich Mitglied der "Kirchlichen Gemeinschaft der evangelisch-lutherischen Deutschen aus Russland e.V." (kurz KG). Was oder wer das ist, beschreibe ich vielleicht mal in Zukunft ausführlicher. Am 14. März war ich nun auf jeden Fall das erste mal bei der Mitgliederversammlung dabei.
Es gab an sich nichts spektakuläres: Bericht des Vorstandes, Kassenbericht & Entlastung, Wahlen und Berichte von Viktor Naschilewski und Waldemar Schall...
Es war wirklich interessant. Aufgefallen ist mir allerdings, dass ein wirkliches Profil fehlt bzw. es nicht vermittelt wird: Wer sind wir und was wollen wir? Vielleicht ist die Mitgliederversammlung nicht der Platz - aber ich hätte es erwartet...
Internetseite für evangelisch-lutherische Brüdergemeinden
Halli Hallo!
War am Freitag und Samstag in Mannheim (schöne Stadt) und Neustadt a.d.W. (nicht viel gesehen). Wir hatten da ein Treffen mit Viktor Weber, Alexander Jesse und Viktor M. bzgl. einer Internetseite für die evangelisch-lutherischen Brüdergemeinden (in Deutschland). Die Gemeinschaft war sehr gut und konstruktiv, sodass wir viel geschafft haben - das Konzept der Internetseite steht!
Inhaltlich wird es auf der Internetseite erstmal vor allem um Informationen über überregionale Veranstaltungen und einen "Gemeindeatlas" gehen. Das Ziel ist die Förderung der Beziehungen, der Einheit und dem Austausch der Gemeinden untereinander...
Denke ich werde nochmal mehr schreiben, wenn es soweit ist. Eine erste Version soll am 01. April online gehen...
Rd 1: Wer sind Russlanddeutsche?
Die Russlanddeutschen sind, wie die sich durchgesetzte Bezeichnung schon verrät, ein Sammelbegriff für die ethnisch deutsche bzw. deutschstämmige Minderheit aus Russland. Die Deutschen aus anderen ehemaligen Sowjetrepubliken (wie Kasachstan oder Ukraine) verstehen sich meist selbst auch als "Russlanddeutsche" (und nicht etwa als "Kasachstandeutsche").
Auch wenn ihre Vorfahren schon im 18. Jahrhundert ins russische Reich ausgewandert sind, haben Russlanddeutsche (im Sinne des Artikels 116 des Grundgesetzbuchs) die deutsche Staatsangehörigkeit. Wegen der ihnen insbesondere als Folge des Zweiten Weltkrieges zugefügten Leiden sieht es die Bundesrepublik Deutschland als ihre historische Verpflichtung an, diese Menschen in Deutschland aufzunehmen.
Mittlerweile leben knapp 4,5 Millionen Russlanddeutsche in ihrer "Heimat" Deutschland, weshalb einige sich selbst auch "Rückwanderer" oder „Heimgekehrte“ nennen. Weitere geläufige Bezeichnungen sind "Aussiedler" oder (seit 1993) "Spätaussiedler" (jedoch sind diese für viele Russlanddeutsche negativ konnotiert). Es gab und gibt noch viele weitere Namen für die Russlanddeutschen wie "Deutsch-Russe" oder "Sowjetdeutsche" (in kommunistischer Zeit).
Russlanddeutsche haben häufig Identifikationsschwierigkeiten: Wer sind sie? Deutsche? Russen? Sie spüren selbst und bekommen zu spüren, dass sie aufgrund ihrer anderen Werte, Sprache, kulturellen Sitten usw. keine wirklichen Deutschen sind. Deshalb symphatisieren viele rd. Jugendiche mit dem Russischen an sich - lernen die russische Sprache, jubeln für die russische Fußballmannschaft, haben eine Sowjetfahne usw. Doch die ältere Generation sieht sich auf keinen Fall als Russen - sie haben ihr "Deutschtum" ja meist trotz Unterdrückung, Verfolgung und des Versuchs der „Russifizierung“ erhalten. Doch die Deutschen haben sich in den 200 Jahren verändert... So haben viele (ältere) Russlanddeutsche keine wirkliche Heimat.
Themenreihe (ev.-luth.) Russlanddeutsche
Russlanddeutsche - wer sind sie? Wieso sind sie so? Was glauben sie? Wovon sind sie geprägt? Wie sehen sie sich selber?
Hier auf meiner Seite gibt es einen kleinen Einblick aus der Innenperspektive (nachdem ich 4 Jahre mehr oder weniger draußen war). Weil ich selbst ein Teil davon bin und mich seit einem Jahr mehr oder weniger intensiv mit dem Thema auseinandersetze (ich habe meine "Diplomarbeit" zu dem Thema geschrieben), hoffe ich etwas Fundiertes zu schreiben.
Über die folgenden Themen werde ich voraussichtlich in einer kleinen Serie in den nächsten Monaten berichten:
- Wer sind Russlanddeutsche?
- Der Glaube der Russlanddeutschen
- Die Geschichte der ev.-luth. Russlanddeutschen
- Ev.-luth. Brüdergemeinden in Deutschland
- Die Stärken der ev.-luth. Brüdergemeinden
- Die Schwächen der ev.-luth. Brüdergemeinden
- Integration von Russlanddeutschen
- Literatur zum Thema Russlanddeutsche
.
Wenn du Interesse hast, dann abonnier doch meinen Blog.
Jugendwochenende in Silberborn 2008
[Nachträglicher Beitrag]
Halli Hallo!
Nachdem ich viele Jahre Teilnehmer beim alljährlichen Jugendwochenende in Silberborn war (immer erstes oder zweites WE im Dez), durfte ich dieses Jahr (12.-14.12.) als Mitarbeiter dabei sein. Veranstalter ist die "Kirchliche Gemeinschaft der Ev.-Luth. Deutschen aus Rußland e.V." und Leiter der ganzen Veranstaltung Viktor Naschilewski.
Dieses Jahr war die Freizeit mit dem Thema "Als junger Mensch nach Gottes Willen leben" überschriebn. Viktor N. stieg am Fr-Abend mit einer allgemeinen Betrachtung des Willens in der Bibel ein. Seine Frau Irina Naschilewski hat am Sa-Morgen mit einem amüsanten Vortrag über die verschiedenen Persönlichkeitstypen weitergemacht. Sa-Abend war ich dran: Wie erkenne ich den Willen Gottes? Es ging quasi um falsche und richtige Wege herauszufinden, was Gott von einem will... Am Sonntag war ich ein zweites mal dran (Wie das Leben nach Gottes Willen aussieht - es ging um Römer 12,1-2), bevor Viktor N. die Freizeit mit einer "Fragestunde" abschloss.
Neben den Themenstunden gab es natürlich wieder mal viel Sport (Volleyball und Fußball), Gemeinschaft beim Essen, bei Spielen oder der "Tschaiparty", schöne Gespräche, neue Freundschaften usw... Als Schwäche der Veranstaltung sehe ich lediglich den großen Altersunterschied der verschiedenen Teilnehmer (14-29 Jahre).
![]()
Wir Gifhorner waren diesmal zu zehnt (von insgesamt 106 Personen).
Weitere Fotos findet ihr in der Galerie von Viktor Helfer. Die URL könnt ihr persönlich von mir bekommen.
Es war ein anstrengendes Wochenende, weil ich kaum geschlafen habe, aber es hat gelohnt, weil der eine oder andere über Gottes Willen für sein Leben nachgedacht hat, bzw. einige etwas gelernt haben, u.a. vor dem Irrtum bewahrt werden immer auf Gottes persönliche Führung zu warten...
Geistlicher Missbrauch
[Nachträglicher Beitrag]
Weil es mir letztes Jahr so gut gefallen hat, war ich dieses Jahr wieder beim Forum für russlanddeutsche Missiologie. Das diesjährige Treffen fand am 25. Oktober in Bonn-Roisdorf statt. Das Hauptthema war "Geistlicher Missbrauch" - gehalten von Jacob Wiebe. Es hat mich bewegt, sodass ich den Vortrag jetzt noch einmal gehört habe...
Alle bisherigen (sehr empfehlenswerten) Vorträge vom Forum für russlanddeutsche Missiologie gibt es hier.
Konferenz für ASS der EKD (Okt 08)
Vom 10.10. bis zum 12.10. war in Speyer eine Arbeitstagung für studierende Spätaussiedlerinnen und Spätaussiedler im Bereich der Theologie und Diakonie, veranstaltet von der Konferenz für Aussiedlerseelsorge der EKD. Auf Einladung von Waldemar Schall bin ich da auch wirklich hingefahren.
Am Freitag bin ich dort ganz gut angekommen - rechtzeitig zum Abendbrot
Danach gab es erstmal eine Eröffnung und Einführung in die Tagung. Leiter dieser Tagung waren Reinhard Schott und Christian Eyselein. Wir haben uns etwas kennengelernt und es gab ein paar schöne Impulse. Leider habe ich nicht viel mehr mitgenommen, weil ich nur bis Sa Mittag bleiben konnte, da ich dann zu meiner Absolvierungsfeier nach Gießen musste.
Fragen, die ich hatte und nicht beantwortet sind:
- Welchen Kurs verfolgt die EKD mit den ev.-luth. Brüdergemeinden?
- Gibt es ein wirkliches Zusammenarbeiten mit der EKD?
- Was haben die Brüdergemeinden durch die EKD?
- Wie können die Brüdergemeinden positiv auf die EKD wirken?
Vielleicht habt ihr Antworten?



