Warum Christen wählen gehen sollten

Sollten Christen wählen gehen?

[Christen wählen, Wahl]

Nach meiner Serie „Warum Christen angeblich nicht wählen gehen sollten“ will ich kurz zusammenfassen, warum ich glaube, dass auch Nachfolger Jesu wählen gehen sollten:

  1. Die Existenz von Politik, Regierungen und Herrschern ist an sich nicht verkehrt, sondern ganz im Willen Gottes (Römer 13,1ff; Mk 12,13ff). Die Beteiligung als Jünger Jesu daran (wenn es sogar eine Möglichkeit gibt) ist nicht falsch, sondern kann gut und richtig sein.
  2. Wenn Christen unbedingt für die Politik und die Herrschenden beten sollten (1. Timotheus 2,1-3), sollten sie dann nicht auch praktisch handeln (mitentscheiden), wenn sie dazu die Möglichkeit haben (vgl. Jakobus 2,15-17)?
  3. Gerade weil vieles im Argen liegt, sollten wir uns für Gottes Werte und Ordnungen auch in unserer Gesellschaft einsetzen! Der Auftrag zur Herrschaft über die Schöpfung (1. Mose 1,28) und der soziale Auftrag Gottes (Matthäus 22,39; Jakobus 1,27) haben auch politische Dimensionen!
  4. Wer als Wahlberechtigter nicht wählen geht, ist genauso für das Ergebnis der Wahl verantwortlich, wie jemand der wählen geht. Deshalb ist es besser eine gute, als keine Wahl zu treffen.
  5. Es gibt Parteien die durchaus christliche Werte und Programmpunkte vertreten.

Eine Motivation zum Auswendiglernen von biblischen Büchern

Wie sieht es aus mit eurem Eifer um Gottes Wort? Glücklich zu preisen ist, wer Verlangen hat nach dem Gesetz des Herrn und darüber nachdenkt Tag und Nacht. So heißt es in Psalm 1,2.

Ich bin vor längerer Zeit nachlässig darin geworden, Bibelverse und ganze Kapitel auswendig zu lernen. Jetzt habe ich wieder damit angefangen und merke, dass es sich lohnt (auch immer wieder neu anzufangen). Gelernte Kapitel lassen sich sehr schnell wieder auffrischen! Es so etwas Kostbares in jeder möglichen Situation über Gottes Wort nachzudenken und über den Inhalt zu staunen.

Im folgenden Video ist eine kleine Motivation zum Auswendiglernen von biblischen Büchern. Ein Mann trägt in ca. 45 Minuten den Hebräerbrief auswendig vor! Das möchte ich gerne einmal in meiner Gemeinde erleben 😀

Wer Verlangen hat nach dem Gesetz des Herrn, gleicht einem Baum, der zwischen Wasserläufen gepflanzt wurde: zur Erntezeit trägt er Früchte, und seine Blätter verwelken nicht. Was ein solcher Mensch unternimmt, das gelingt.

Ist das nicht heftig? Ich glaube es ist unbeschreiblich wertvoll für das ganze Leben!

Wie ausgelastete Mütter es schaffen, sich in Gottes Wort zu vertiefen

Wie ausgelastete Mütter es schaffen, sich in Gottes Wort zu vertiefen

Hier ist eine einfache Anleitung für ausgelastete Mütter, die mehr besondere Augenblicke in ihrem Alltag einbauen wollen – Momente in denen sie innehalten und kräftig vom Wasser des Lebens trinken:

1. Wähle einen Abschnitt der Bibel für die Woche aus. Meine Lieblingsabschnitte zum Vertiefen sind die Psalme, Sprüche, Evangelien und Briefe.

2. Schreibe den Abschnitt auf einen Notizzettel und steck ihn in die Tasche oder neben den PC. Hole ihn regelmäßig raus und lies ihn durch. Behalte ihn die ganze Woche im Portmonee, hol ihn gelegentlich raus und lies ihn durch.

3. Lies den Bibelabschnitt als allererstes am Morgen. Lies den Abschnitt sobald du aus dem Bett steigst, sodass es dein erster Gedanke am Morgen ist.

4. Öffne deine Bibel bei diesem Abschnitt und lege die offene Bibel in der Küche oder im Wohnzimmer aus.  Wann immer du daran vorbeiläufst, halte kurz an, lies den Abschnitt und gehe weiter.

5. Lies den Abschnitt laut. Les ihn für dich selbst und für deine Kinder während der Mahlzeit oder dem Zu-Bett-gehen.

6. Lies den Abschnitt nochmal bevor du nachts zu Bett gehst. Festige deine Tage, indem du sie mit dem Bibelabschnitt abschließt.

7. Schreibe den Abschnitt an den Anfang deiner To-Do-Liste. So kannst du, jedes Mal wenn du darauf schaust, den Abschnitt wieder betrachten.

Was hilft dir als Mutter, um sich regelmäßig in Gottes Wort zu vertiefen?

Dieser Artikel ist eine freie Übersetzung des Artikels Seven Ways for Busy Moms to Get in the Word. Wenn er dir gefallen hat, dann empfiehl ihn doch weiter! 🙂

Warum Christen angeblich nicht wählen gehen sollten: Teil 4 – “Wir machen uns schuldig!”

Bundestagswahl 2013

Zum Ende der Serie „Warum Christen angeblich nicht wählen gehen sollten“ soll es um die Schuldfrage gehen. Können Christen überhaupt eine verantwortbare Wahl treffen?

„Wenn ich ehrlich zu mir selbst bin, gibt es in Deutschland keine Partei, die Chancen hätte, in den Bundestag gewählt zu werden und dem entspricht, was Gott sich für uns Menschen gedacht hat. Viele Parteien haben gute Ansätze: Die CDU fördert zum Beispiel die Institution Familie, LINKE und SPD haben sich den Aspekt der sozialen Gerechtigkeit auf die Fahnen geschrieben und den GRÜNEN liegt es am Herzen, wie wir mit unserer Umwelt umgehen. All das sind Dinge, die Gott sich wünscht. Das Problem sind aber die Schattenseiten der Parteien.

Denn die CDU steht zwar für Ehegattensplitting und Betreuungsgeld ein, aber Lohnausgleich, wenn man einen kranken Angehörigen pflegen muss, gibt es nicht. Die LINKE und die SPD werben mit einem Mindestlohn und wollen das Renteneintrittsalter wieder heruntersetzen, aber gleichzeitig wählt man als Christ mit, dass es homosexuellen Paaren erleichtert werden soll, Kinder zu adoptieren. Und die GRÜNEN nehmen zwar – bewusst oder unbewusst – Gottes Auftrag unsere Umwelt zu bewahren sehr ernst (1. Mose 1,28), vertreten aber stärker als andere Parteien eine „Mein Bauch gehört mir“-Überzeugung, die Abtreibungen verharmlost, wenn nicht sogar fördert. Welches Übel soll man also als Christ wählen?“1

Sollte man dann als Christ überhaupt wählen gehen, wenn die Parteien, zwischen denen man die Wahl hat, ausnahmslos Gottloses im Parteiprogramm stehen haben?

1. Wer nicht wählen geht, ist noch mehr schuld!

Jeder Deutsche, der wahlberechtigt ist, ist damit auch verantwortlich! Man kann keine Berechtigung ohne Verantwortung haben… D.h. egal ob du wählen gehst oder nicht, du bist verantwortlich für das Resultat!

Man kann sich nicht nur durch das Handeln, sondern auch durch Unterlassung schuldig machen. Im Fall der Bundeswahl macht man sich durch Nichtwahl schuldiger, als wenn man wählen geht. Warum? Weil jede Stimme, die nicht für bessere Parteien abstimmt, den schlechteren hilft. Sogar eine ungültige Stimme ist verantwortungsbewusster, als eine nicht abgegebene Stimme. Wenn du das nicht ganz verstehst, informier dich mal über unser Wahlsystem.

In der Politik gilt: Wer schweigt, stimmt zu! Da möchte ich lieber meine Stimme abgeben!

2. Es gibt nicht nur ausnahmslos gottlose Parteiprogramme!

Es gibt nicht nur CDU, SPD und Grüne – und selbst diese haben kein ausnahmslos gottloses Parteiprogramm, sondern beschränkt-christliche, weniger christliche und anti-christliche Programme. Neben den Großen gibt es auch kleinere wie die AfD oder PBC. Es ist interessant, dass diese in der Berichterstattung kaum vorkommen und sie auch beim Vergleich von Wahlprogrammen nicht berücksichtigt werden…

Es ist sehr unwahrscheinlich, dass es jemals eine Partei geben sollte, die genau das vertritt, was du oder ich uns wünschen (außer wir führen diese Partei :-)). Deswegen kommen bei dem Wahl-O-Mat oder dem Parteinavi auch nie 100% raus… Das liegt einfach daran, dass eine Partei zu diversen Fragen Stellung nehmen muss und aus unterschiedlichsten Menschen besteht. Sollte uns das zurückhalten, überhaupt wählen zu gehen? Müssen wir in unserem Leben nicht ständig zwischen unvollkommenen Lösungen wählen?

Wahl

Die Wahl ist eine Möglichkeit zur Veränderung von Lebensumständen. Man kann viel dadurch verändern! Deshalb lohnt es sich, sich zu den Wahlprogrammen zu informieren! Wenn ich es schaffe, stelle ich diese Woche noch eine Übersicht zu der aktuellen Wahl 2013 zusammen. Auf jeden Fall gibt es sogar die Möglichkeit eine genuin christliche Partei zu wählen!

Doch die entscheidende Frage für viele ist wohl:

3. Machen wir uns schuldig, wenn wir eine Partei mit vielen Kompromissen in „christlichen Fragen“ wählen?

Kann man als Nachfolger Jesu eine Großpartei wählen, trotz ihrer unchristlichen Einstellungen in manchen Punkten? Ich bin noch in der Entscheidungsphase und mir scheint, dass es eine Gewissensfrage ist. Soll man den unsauberen Weg wählen, weil die PBC zum Beispiel wohl kaum eine Chance hat, die 5% Hürde zu meistern? Ist es dann richtig, das kleinere Übel zu wählen? Oder müsste man zu seinen Überzeugungen stehen, auch wenn sie dann nicht vertreten werden? Gäbe es dann bei der nächsten Wahl nicht mehr mutigere Menschen?

Was denkt ihr? Mich interssiert eure Antwort bzw. euer Wahlverhalten wirklich! 

Weitere Artikel der Serie “Warum Christen angeblich nicht wählen gehen sollten” sind:

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Fußnoten:
  1. Bundestagswahl – eine Qual? []
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Wie sich verurteilende Gemeinden entwickeln

Wie sich verurteilende Gemeinden entwickeln

Ich kenne viele Gemeinden, die sich nur durch Abgrenzung identifizieren. Doch wer nur durch die Verurteilung anderer “lebt”, entwickelt einige ungesunde Eigenschaften:

1. Sektenähnliches Verhalten wird begünstigt: Bestimmte Auslegungen werden den Menschen eingehämmert und das Sich-für-schuldig-halten gefördert. Die Menschen bekommen eine Gehirnwäsche, sodass sie denken, wenn sie sich in irgendeinem Punkt von der Überlieferung des Leiters unterscheiden, sie sich von der einzig wahren Gemeinschaft distanzieren und ihr Heil vor Gott gefährden. Unter diesen Umständen wird die Gemeinde ein ganz sonderbarer Verein. Um wirklich dazu zu gehören, muss man alle Auslegungen genauestens übernehmen, so wie der kompromisslose Leiter sie fordert.

2. Ein Märtyrer-Komplex wird gefördert: Wenn der Verurteilungsdienst bloß gestellt wird, zwingt er die Menschen mit „geistlichen“ Forderungen zur Gleichförmigkeit und zieht sich in eine Art Märtyrer-Komplex zurück, in der sie die Letzten sind, die für die Wahrheit stehen oder die letzten „sieben tausend, die ihre Knie nicht vor Baal beugen“.

3. Das Gesetz wird zur Eigenwerbung und des Stolzes: So wie der Leiter die Forderungen für die Verurteilung aller anderen gebraucht, entdeckt der Dazugehörende Zuversicht in seinen Überzeugungen und seinem Halten dieser Forderung, die angesprochen wird. Das führt zu Selbstgerechtigkeit.

4. Gemeindespaltungen sind weit verbreitet: Wenn die schwere Hand des Gesetzes missbraucht wird, um seinen eigenen Standpunkt zu rechtfertigen und alle anderen zu verurteilen, dann ruft das die Werke des Fleisches hervor. Der Apostel macht in Römer 7,8 deutlich, dass das Gesetz, wenn es zur Selbstgerechtigkeit dient, in Wirklichkeit alle möglichen sündigen Begierden weckt. Sie führen unweigerlich zu Spaltungen, weil gegenseitige Liebe und Einheit nur bei denen vorhanden ist, die tief von der Liebe Christi im Evangelium bewegt sind.

5. Die Freude an Christus fehlt: Wahre Freude ist eine Frucht derer, die durch die Wahrheit des Evangeliums frei gemacht wurden. Der Dienst der Verurteilung führt im Gegensatz dazu, zu jede Menge Unzufriedenheit.

6. Viele Gemeindebesucher bleiben unverändert: Wenn der Dienst der Gerechtigkeit fehlt, lernen die Menschen nicht die Botschaft kennen, die ihnen wahres Leben geben kann. Man schafft eine geschlossene Gesellschaft von Vielen, die nicht wiedergeboren sind (Johannes 3).

[Freie Übersetzung von „Grumpy Old Men & The Reformed Tradition„]

Wofür ein Sohn gern Geld wollte (Kurzgeschichte)

Vater, Sohn

Da es Im Blog zuletzt um Väter ging, hier noch eine nette Kurzgeschichte:

Sohn: „Papa, kann ich Dich mal was fragen?“
Vater: „Klar, mein Junge. Was ist los?“
Sohn: „Papa, wie viel Geld verdienst du in der Stunde?”
Vater: „Nun, ich denke solche Dinge haben dich noch nicht zu interessieren. Warum fragst du so was?
Sohn: „Ich möchte es einfach nur wissen. Bitte bitte, sag mir, wie viel du in der Stunde verdienst.“
Vater: „Na gut, wenn du es unbedingt wissen möchtest, Ich verdiene 50 Euro in der Stunde.“
Sohn: „Oh.“ (Er senkt den Kopf)
Sohn: „Papa, kannst du mir vielleicht 25 Euro leihen?“
Vater: „(äußerst verärgert) So so! Deshalb fragst du also. Du willst dir Geld von mir leihen, um dir irgendein dämliches Spielzeug oder anderen Blödsinn zu kaufen. So nicht mein Freund. Marschier in dein Zimmer und ab ins Bett! Du solltest mal darüber nachdenken, wie egoistisch du eigentlich bist. Ich arbeite jeden Tag extrem hart und muss mir dann abends so dreiste Fragen anhören!“

Der kleine Junge geht still und leise in sein Zimmer und schließt die Tür.
Der Vater setzt sich erst mal hin, wird jedoch umso wütender, je mehr er über die Frage des Jungen nachdenkt.
„Wie durchtrieben mein Sohn nur ist! Stellt mir solche Fragen, nur um an Geld zu kommen!“

Über eine Stunde vergeht bis der Vater sich beruhigt hat und anfängt Nachzudenken.
„Vielleicht gibt es da wirklich etwas, dass mein Sohn dringend braucht. Er fragt sehr selten nach Geld. Eigentlich hat er noch nie gefragt. Vielleicht braucht er die 25 Euro tatsächlich. Vielleicht habe ich ihm Unrecht getan.“
Der Vater geht zum Zimmer des kleinen Jungen, öffnet die Tür und betritt das Zimmer.

Vater: „Schläfst du schon, Sohnemann?“
Sohn: „Nein, Papa, ich bin noch wach.“
Vater: „Schau mal, ich habe noch mal über alles nachgedacht. Vielleicht war ich tatsächlich ein bisschen zu streng zu dir. Es war ein langer Tag, eine Menge hat sich angestaut und du hast alles abbekommen. Hier sind die 25 Euro um die du mich gebeten hast. Es tut mir leid.“

Der kleine Junge lächelt.
Sohn: „Danke, Papi!”
Der kleine Junge greift unter sein Kopfkissen und holt ein paar weitere zerknitterte Euro-Scheine hervor. Der Vater sieht, dass der Junge unter seinem Kissen bereits Geld gebunkert hat und wird erneut wütend. Langsam und ruhig beginnt der kleine Junge das Geld zu zählen und schaut danach seinen Vater an.

Vater: „Warum zum Teufel fragst du nach Geld, wenn du schon welches hast?“
Sohn: „Weil ich noch nicht genug hatte. Jetzt aber reicht es!“
Sohn: “Papi, jetzt habe ich 50 Euro. Darf ich hierfür eine Stunde deiner Zeit kaufen? Bitte komme morgen früher von der Arbeit nach Hause. Ich möchte gerne mit dir zusammen Essen.“

Der Vater sinkt auf den Boden. Er hat mit solch einer Antwort nicht gerechnet. Er ist erschüttert, gerührt, überwältigt. Er schließt seinen Sohn in die Arme, und bittet ihn um Entschuldigung.

Dies ist nur eine kleine Geschichte über Vater und Sohn. Eine kleine Geschichte für all jene die in ihrem Leben so hart und lange arbeiten. Wir sollten nicht zulassen, dass uns in unserem turbulenten Leben, der Blick für das fehlt, was wirklich wichtig ist. Die Menschen, die wir lieben.
Quelle: Schwirrt bei Facebook herum

Lesenswerte Artikel zum Thema „Mannsein“

Mannsein

Nach der Predigt gestern (Was ist ein richtiger Mann?), liste ich euch heute mal einige gute Artikel und Videos zum Thema Mannsein auf:

1. Was ist männlich? – Zur Einstimmung in das Thema 🙂

2. What are 10 practical ways to love and serve your wife? – 10 praktische Wege, um seine Frau zu lieben und ihr zu dienen.

3. Gottes Absicht für den Mann als Familienoberhaupt – ein kurzes Zitat von Wolfgang Wegert zur Leitung des Mannes.

4. Was bedeutet männliche Führung in der Ehe? – ein umstrittenes, aber sehr wichtiges Thema!

5. 3 Ways to Nourish and Cherish Your Wife: Practical Advice C. J. Mahaney Would Give You If He Met with You at Starbucks – zum Lesen oder als Video.

6. Interessante psychologische Einsichten: Hinter jeder erfolgreichen Frau … steht ein eifersüchtiger Mann: Über Erfolg von Mann und von Frau und der Reaktion der jeweils anderen Seite…

7. Und zum Schluss eine nette Werbung von „extra“, die gut zum Thema Vatersein passt: http://www.youtube.com/watch?v=dxZu-6jewL4

http://www.youtube.com/watch?v=dxZu-6jewL4

Was ist ein richtiger Mann?

Was ist ein richtiger Mann? Wie handelt er? Was zeichnet einen Mann nach Gottes Vorstellungen aus? Eine der besten Predigten, die ich zu dem Thema gehört habe, ist „Marriage and Men“ von Mark Driscoll. Sie ist zwar auf englisch, aber ich glaube, dass die meisten sie verstehen werden. Sie ist es wirklich wert! Liebe Männer, lasst euch herausfordern!

http://youtu.be/vYBovk6MBEg?t=6m5s

Warum Christen angeblich nicht wählen gehen sollten: Teil 3 – “Politik ist nicht unser Auftrag“

Bundestagswahl 2013

In dieser Serie setze ich mich mit dem Thema auseinander, ob Christen wählen gehen sollten und gehe zunächst auf die Gegenargumente ein. Nach dem ersten („Wir sind dieser Welt gestorben“) und zweiten Teil („Christen haben in der Politik nichts verloren“) soll es nun um das Argument gehen, dass eine Einmischung in der Politik ja kein christlicher Auftrag wäre.

In einem „Folge mir nach“ – Artikel mit dem Titel „Christen in der Politik“ heißt es:

„Er [ein Christ] wäre tätig in dem Bestreben, die Welt besser oder angenehmer zu machen. Gerade das ist eben nicht der christliche Auftrag. Die Welt ist das System, das Kain ‚erfunden‘ hat (s. 1. Mose 4), um die Sünde zu vergessen, ohne die Frage der Sünde zu lösen. (…) Dann erschlug Kain seinen Bruder und begann, die ‚Welt‘ zu gründen: er baute eine Stadt und seiner Nachkommenschaft entwickelte die Kunst, Musik, Industrie usw., kurz, alles das, was der Mensch braucht, um so angenehm wie möglich zu leben, ohne (!) mit Gott ins Reine gekommen zu sein. Politik will die Welt angenehm machen – ohne Sühnung. Der Christ hat den Dienst der Versöhnung empfangen, nicht den der Weltverbessemng.“1

Was denkst du dazu?

1. Der Auftrag der Politik

Selbstverständlich hat die Politik nicht den Auftrag der Versöhnung der Menschen mit Gott. Laut Römer 13 ist sie von Gott her eingesetzt, um für ein angenehmeres Leben zu sorgen. Was ist daran verwerflich? In dem Artikel wird Politik, Kunst, usw. abgewertet, weil sie von den Menschen leicht missbraucht wird. Aber hebt Missbrauch den Gebrauch auf? Dinge wie Kunst und Musik sind von Gott her geschaffen – und Politik von Gott her gewollt! Gott will, dass sie das Böse bestraft und so die Gesellschaft davor schützt, dass das Böse überhand nimmt:

„Denn die Regierung ist Gottes Dienerin, und du sollst durch sie Gutes empfangen. Wenn du jedoch Böses tust, hast du allen Grund, sie zu fürchten. Schließlich ist sie nicht umsonst Trägerin der richterlichen Gewalt. Auch darin ist sie Gottes Dienerin. Indem sie den Schuldigen zur Verantwortung zieht, vollstreckt sie an ihm das Urteil des göttlichen Zorns.“ (Römer 13,4 nach NGÜ)

Gott will Politik. Da müssen viele Christen sicher erstmal schlucken. 🙂

Auftrag der Politik

2. Der Auftrag der Christen

Christen haben nicht nur den Auftrag der Evangeliumsverkündigung! Jesus sagt nicht „liebt euren Nächsten nur indem ihr ihm das Evangelium bringt“. Christen haben selbstverständlich primär die Versöhnung ihrer Mitmenschen mit Gott im Blick. Aber wo Versöhnung mit Gott geschieht, da äußert sich das in allen Lebensbereichen durch ein Leben in und Einsatz für Gottes Willen. Zum Beispiel haben die ersten Christen selbstverständlich die unversorgten Witwen gespeist (Apostelgeschichte 6). Diakonie und Nächstenliebe sind ein wichtiger Auftrag der Christenheit!

Zum Verhältnis von unserem primären Versöhnungsauftrag und dem politisch-sozialen Auftrag lässt sich sagen:

  1. Der politisch-soziale Auftrag kann natürlich zur Ablenkung von dem primären Auftrag werden („Es wäre nicht gut, wenn wir Apostel uns persönlich um den Dienst der Verteilung der Lebensmittel kümmern müssten und darüber die Verkündigung von Gottes Botschaft vernachlässigen würden.“ Apostelgeschichte 6,2). Aber gaben die Apostel deshalb die Fürsorge der Armen auf?
  2. Die Liebe zu den Mitmenschen, Mitleid und Einsatz für Gottes gute Ordnungen sind immer eine Folge von Evangelisation und christlicher Lehre! Veränderte Menschen werden die Welt verändern.
  3. Die politische oder soziale Hilfe ist häufig eine gute Vorbereitung für die Heilsverkündigung! Jesus und die Apostel halfen häufig zunächst ganz praktisch, bevor sie lehrten.
  4. In gewisser Hinsicht ist die politisch-soziale Verantwortung auch Bestandteil der Heilsverkündigung. Zwar schenkt Gott uns noch nicht den Himmel auf Erden, aber dennoch hilft und rettet er aus diversenen praktischen Nöten!

Alle Reformatoren traten für die Trennung von Kirche und Staat ein, zugleich aber für eine bewusste Ausrichtung des Staates an christlichen Werten und Grundordnungen. Sie haben sich mit gesellschaftlichen Fragen auseinandergesetzt! Sie wollten nicht nur die Kirche erneuern, sondern die ganze Gesellschaft. „Daß der Staat der Kirche nicht unterstand und die Kirche nicht dem Staat, bedeutete für alle Reformatoren nie, daß der Staat deswegen fern jeden christlichen Wertes tun und lassen könne, was er wolle. Unter den vielen reformatorischen Bekenntnisschriften gibt es keine einzige, die lehrt, daß Christen das Wohl ihrer Gesellschaft aus den Augen verlieren sollten. (…) Der Gedanke, der Glaube sei etwas ganz Privates und habe keinen Auftrag in der Gesellschaft, ist das Ergebnis eines modernen, aus gottlosen Wurzeln geborenen überzogenen Individualismus, nicht einer biblischen Erneuerung.2

Reichstag Politik Christen

Auch die pietistischen Väter zeichneten sich durch Einsatz für die Gesellschaft, vor allem für die Schwachen und Armen, aus. Gerade dadurch wurde die Glaubwürdigkeit ihrer Botschaft größer, viele Menschen kamen zum Glauben und das ganze Land wurde gesegnet!

Der Einsatz für Gottes gute Ordnungen und christliche Werte kann sich eben auch politisch äußern. Viele Dinge können auf dieser Welt (menschlich gesprochen) nur durch die Politik verändert werden. Warum sollten wir uns nicht für Gesetze einsetzen, die Arme und Notleidende oder Ungeborene schützen? Ist es nicht ein Ausdruck der Nächstenliebe? Gott handelt vorrangig durch Menschen, die sich von ihm gebrauchen lassen. Auch in der Politik.

Kannst du nachvollziehen, was ich im Artikel beschreibe? Ich würde gerne deine Meinung durch einen Kommentar erfahren!

Weitere Artikel der Serie „Warum Christen angeblich nicht wählen gehen sollten“ sind:

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Fußnoten:
  1. Der Artikel lässt sich hier als PDF herunterladen: http://folgemirnach.de/article.php?y=2001&i=1&pfrom=14&pto=17 []
  2. Thomas Schirrmacher, Ethik, Bd. 6, S. 441. []
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Auf dem Weg Gott von ganzem Herzen zu lieben